Was ist ein Riese?
In Westdeutschland weiß kaum jemand, wer der in der DDR viel beschäftigte Schauspieler Horst Drinda war. Das ist eine nicht nur filmhistorische Bildungslücke, die geschlossen gehört.
In Westdeutschland weiß kaum jemand, wer der in der DDR viel beschäftigte Schauspieler Horst Drinda war. Das ist eine nicht nur filmhistorische Bildungslücke, die geschlossen gehört.
Der von Franz Beckenbauer personifizierte Fußball war Teil der politischen Kultur des Westens. Menschen im Osten blickten darauf mit sehr viel Neid. 1990 leistete er seinen eigenen Beitrag zur Wiedervereinigung. Ein Gastbeitrag.
Ewald hatte das Telefon, Wolfram und Christa besaßen eine Waschmaschine, bei uns stand das Fernsehgerät. Jeder hatte die Schlüssel zu den anderen Wohnungen. Erinnerungen an mein Jahr 1974 in der DDR.
Das Schaudepot Beeskow beherbergt eine der größten Sammlungen an Kunst der DDR. Die Werke spiegeln die gesellschaftlichen Ideale der Zeit wider.
Wir blicken zum Jahreswechsel auf die Autos von vor 50 Jahren zurück. Was kam damals auf den Markt, und was hat die Welt bewegt? Die wichtigsten europäischen Neuheiten des Jahres 1974.
Lutz Rathenow schlug die DDR mit deren eigenen Mitteln: Nun erzählt er unter dem Titel „Trotzig lächeln und das Weltall streicheln“ sein Leben als bunte Sammlung von Episoden und Textgattungen.
Hinter einem Hauch von Menschenhaut wartet ein neues Jahr auf uns: Dieses Gedicht erzählt von Aufbruch und Neubeginn und dem Geschenk eines neuen Tages.
Knapp 35 Jahre nach der Herbstrevolution hat sich eine lange Litanei ostdeutscher Benachteiligungen gebildet, die von manchen nachgerade hingebungsvoll heruntergebetet wird. Richtiger werden viele Behauptungen dadurch nicht. Ein Gastbeitrag.
In der sehenswerten MDR-Doku arbeitet die Autorin Elisa Scheidt das dunkle DDR-Kapitel der sogenannten „Tripperburgen“ auf. Frauen wurden dort eingewiesen unter dem Vorwand, von Geschlechtskrankheiten geheilt zu werden.
Karriere machte er schon in der DDR, nach der Wende feierte er im wiedervereinigten Deutschland große Erfolge. Nun ist der Opernsänger und TV-Moderator Gunther Emmerlich im Alter von 79 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Der Sänger und Moderator Gunther Emmerlich ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Der vielseitige Entertainer war ein Fernsehstar in der DDR, feierte aber auch im wiedervereinigten Deutschland Erfolge.
In der jungen Bundesrepublik wie in der jungen DDR war die Mitgliedschaft in einer Kirche noch selbstverständlich. Nach Jahrzehnten aggressiver Säkularisierung da und schleichender Entkirchlichung dort ist es heute umgekehrt. Ein Gastbeitrag.
Ein glänzender, parteiloser Richter am Bundesverwaltungsgericht und „toller Typ“ ist auf Vorschlag der CDU zum Bundesverfassungsrichter gewählt worden.
Es bleibt alles auf sehr ungute Weise in der Familie: Hakan Savaş Mican inszeniert ein frühes Stück von Sasha Marianna Salzmann am Berliner Maxim Gorki Theater und trifft ins Mark der Zeit.
Im Westen wie im Osten des geteilten Deutschlands dominierte lange ein Bild der ersten Republik, das von dem Wunsch nach Abgrenzung geprägt war – freilich mit jeweils anderen Vorzeichen. Heute ist die Erinnerung an Weimar bedrängender denn je. Ein Gastbeitrag.
Gewaltgeschichten, Familienrecherchen und Wutschriften: Wie die Bücher von Anne Rabe, Charlotte Gneuß und Dirk Oschmann die Debatte um Ost und West neu beleben.
Das Regime wähnte sich permanent bedroht. Deshalb gehörte die Weitergabe von Informationen aller Art an die „Organe“ zu den Dingen, die von den Bürgern der DDR geradezu erwartet wurde.
Nostalgie auf zwei Rädern? Die Mopeds der Marke Simson, in der DDR einst heißbegehrt, sind tief im Westen angekommen. Wer ihre Faszination verstehen will, muss sich zwischen Qualm und röhrende Motoren begeben.
Existenzgefährdender Sparzwang: Die Stadt Rheinsberg droht, ihr Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum kaputt zu kürzen.
Dass der ostdeutsche Breitensport nach der Wende ausbluten musste, ist eine Legende. Denn die Annahme, die nun auch im Sportausschuss vorgetragen wurde, beruht auf gefälschten Statistiken.
Marbacher Schillerrede: Der Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah über die Gräuel der Kolonialherrschaft in seiner afrikanischen Heimat.
Vor etwas mehr als 30 Jahren kam es zum Ende der DDR. Die Auswirkungen ihrer Existenz sind bis heute spürbar. Mehrere Forschungsprojekte haben sich deshalb die Frage gestellt: Was macht eine DDR-Vergangenheit mit der Psyche?
Spielt es eine Rolle, wo jemand geboren ist? Ja, und erst recht, wenn er dorthin zurückkehrt. Ein Besuch in einer Stadt, die stolz auf ihren Sohn ist.
In Nachrufen und in einer öffentlichen Vita des jüngst verstorbenen Henner Misersky fehlt das letzte Kapitel: Bekannt geworden als Widerständler und Verfolger von Dopern der DDR, widerrief er seit 2018 manche seiner Überzeugungen und wandte sich gegen Dopingopfer und deren Unterstützer. Eine neue Studie bestätigt die Widersprüche.
Migration und Bildung in Deutschland von 1945 bis zur Jahrtausendwende. Eine Geschichte von viel gutem Willen und reichlich Hilflosigkeit.
Preußen ist ein Beispiel für einen längst untergegangenen Staat, der auf ganz unterschiedliche Weise bis heute gegenwärtig ist und dessen verschiedene Formen der Präsenz ebenso umstritten sind, wie es der Staat selbst während nahezu der gesamten Zeit seiner Existenz war. Ein Gastbeitrag.
Die deutsche Fußgängerzone feiert Geburtstag: Über ihren Aufstieg und schleichenden Niedergang, siebzig Jahre nach ihren Anfängen.
Bis heute steht er in vielen ostdeutschen Haushalten und ist doch den meisten kein Begriff, genauso wie sein Gestalter. Dabei ist der Stuhl EW 1192 ein DDR-Designklassiker.
Kommunist, Staatsmann und aktenfressender Apparatschik: Ilko-Sascha Kowalczuk beschreibt den Aufstieg Walter Ulbrichts bis 1945 als biographisch getönte Institutionsgeschichte.
Lobbyismus kann als erneuerbare Energie betrachtet werden, auf deren Einspeisung die Politik angewiesen ist. Eine Berliner Tagung der Kommission für die Geschichte des Parlamentarismus.
Einstiges Kaßberg-Gefängnis +++ ZDF-Mann Theo Koll geht +++ Steuergeldverschwendung +++ Zukunft des Kampfjets offen
Bei der DDR-Jugend war Udo Lindenberg äußerst beliebt. Jahrelang bemühte der Rocksänger sich bei der SED-Führung um eine Tour durch Ostdeutschland – die ihn schließlich widerwillig für ein Konzert ins Land ließ.
Mehr als 31.000 politische Häftlinge verkaufte die DDR gegen Devisen in die BRD. Dank engagierter Chemnitzer bleibt die Erinnerung daran in einer Gedenkstätte erhalten. Bei deren Eröffnung berichten Zeitzeugen von ihrem Schicksal.
Es gab in der DDR auch jugendliche Spitzel: Im Gespräch mit Elena Witzeck stellt Charlotte Gneuß ihren Roman „Gittersee“ am F.A.Z.-Stand auf der Buchmesse vor.
Eingefahrene Ost-West-Debatten führen nicht weiter: Christina Morina spürt der Entwicklung der Demokratie in der Bundesrepublik und der DDR nach.
Er war kein politischer Botschafter, aber seine Musik war politisch: Das Potsdamer „Minsk“ widmet sich beziehungsreich Louis Armstrongs Tournee durch die DDR im Jahr 1965.