Leserbriefe vom 18. Oktober 2023
Ossis und Wessis +++ Die neue Grundsteuer +++ Gastbeitrag von Isabel Schnabel
Ossis und Wessis +++ Die neue Grundsteuer +++ Gastbeitrag von Isabel Schnabel
In der Krimitragödie „Das Mädchen von früher“ geht es um den staatlichen Kinderraub in der DDR. Nina Kunzendorf brilliert als Kommissarin, die seltsame Todesfälle auf einem Pflegehof untersucht. Was aus ihrem eigenen Kind wurde, weiß sie nicht.
Aus den Ereignissen rund um die Wiedervereinigung haben sich Erzählgemeinschaften gebildet, die sich anscheinend unversöhnlicher denn je gegenüberstehen. Warum ist das so? Ein Gastbeitrag.
Während in der Öffentlichkeit leidenschaftlich über das Verhältnis von West- und Ostdeutschland diskutiert wird, bricht der DDR-Forschung die finanzielle Basis weg. Wie passt das zusammen?
In seinem neuen Teletext schaut Jochen Schmidt eine Bruce-Lee-Doku im Fernsehen – und erinnert sich an seine Karate-Jugend in der DDR.
Mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet: Christina Morina rekonstruiert die Wendejahre und erzählt eine deutsche Demokratiegeschichte von unten.
Höflich, angepasst und gut in Mathe: Menschen mit südostasiatischen Wurzeln werden in Schubladen gesteckt. Die Frankfurter Autorin Hami Nguyen hat darüber ein sehr persönliches, erhellendes Buch geschrieben.
Eine neue Studie beleuchtet den deutsch-deutschen Spionagekrieg zwischen 1950 und 1990. Ihr Fazit: Die Stasi war nicht so effektiv, die westdeutsche Spionageabwehr nicht so schlecht.
In seiner neuen Fernsehkolumne schaut der Schriftsteller Jochen Schmidt mit seinen Kindern den französischen Kinderfilmklassiker „Krieg der Knöpfe“ und fragt sich, wie die Gewalt darin zu verstehen ist, wenn es doch eine Komödie sein soll.
Roland Tichy und Hans-Georg Maaßen rufen einen Preis für die „skandalösesten Schwindel-Journalisten“ aus. Sie benennen ihn nach dem SED-Propagandisten Karl-Eduard von Schnitzler. Das ist geschichtsvergessen. Ein Gastbeitrag.
Die Historikerin Jutta Braun spricht im Interview über die Gewalt im Dopingsystem der DDR, die schweren Folgeschäden der Betroffenen und die „groteske“ Gleichsetzung der Manipulation hüben wie drüben.
Das herkömmliche Ost-West-Schema lautet: Der Westen gibt das Tempo vor, der Osten folgt nach. Das könnte sich schon bald als falsch herausstellen. Was ist, wenn es umgekehrt ist?
Lars Dittrich war 15 Jahre alt, als die Mauer fiel. Heute ist er Multi-Unternehmer – und kritisiert, was aus der Einheit geworden ist.
Formalistische Gebäude und stillose Betonklötze da, seelenloser Protz und Kulissenarchitektur dort – die deutsche Staatsarchitektur nach 1945 ist ein Schlüssel zum Verständnis der Geschichte der Bundesrepublik und der DDR. Ein Gastbeitrag.
Oft meldet sich die Altkanzlerin nicht mehr zu Wort. In einer Dokumentation spricht sie nun über die erste Hälfte ihres Lebens. Und plädiert für Vielfalt in der Gesellschaft.
In Anbetracht des Tags der Deutschen Einheit attackiert die Linken-Politikerin Wagenknecht abermals die Grünen. Die Partei stehe „wie keine andere für eine Übergriffigkeit, die nicht wenige Ostdeutsche an die DDR erinnern dürfte“.
Ängste der AfD-Wähler +++ Roman über eine Zeit der DDR +++ Charlotte Gneuß’ künstlerisches Schaffen +++ Konfliktfelder der Asyl- oder Sprachpolitik +++ Erfahrungen des Thilo Sarrazin +++ Autor Constantin Schreiber +++ Frankfurter Schauspielverhältnisse
Im Osten gehörte es zum guten Ton, sein Kind vom ersten Lebensjahr an in die Kinderbetreuung zu geben. Im Westen galten solche Mütter lange als Rabenmütter.
Pastor Uwe Holmer beherbergte Anfang 1990 Erich Honecker und seine Frau Margot bei sich zuhause. Nun ist der Theologe im Alter von 94 Jahren verstorben.
Christina Morina ist Professorin für Geschichte. Im Interview fordert sie, den Demokratiebegriff der DDR stärker in den Blick zu nehmen – und dessen Bedeutung für die Breite der ostdeutschen Gesellschaft.
Ihr Stasiroman „Gittersee“ wurde hoch gelobt und wegen angeblicher Fehler zum Alltag in der DDR massiv angegriffen: Erstmals spricht die Schriftstellerin Charlotte Gneuß öffentlich über die Vorwürfe, die Hintergründe und die Erinnerungen ihrer Eltern an Dresden 1976.
Die Kunsthalle Jesuitenkirche widmet sich Werke der „Leipziger Schule“. Unter dem Titel „Leidenschaftlich figurativ“ werden Malereien und Bronzen aus der DDR-Zeit ausgestellt.
Jetzt sind die Spät- und Nachgeborenen am Zug: Der Wandel beim Erzählen in Romanen über die DDR ist unausweichlich. Ein Gastbeitrag.
Was hat Geschichte mit Jugendliteratur zu tun? Der Autor Klaus Kordon lotet mit zahlreichen Büchern aus, wie der Blick in die Historie jungen Lesern ihre Gegenwart erklärt. Heute feiert er seinen achtzigsten Geburtstag.
Der MDR hat einen Film gedreht, der haltlose Vorwürfe gegen die Schriftstellerin und frühere DDR-Athletin Ines Geipel erhebt. Der Rundfunkrat meint, man habe nichts falsch gemacht.
Bleibt „Gittersee“ von Charlotte Gneuß im Rennen – nach dem Versuch, die Jury des Deutschen Buchpreises durch eine Mängelliste zu manipulieren? Welche Titel, welche Verlage sind sonst dabei? Ein Blick auf die Shortlist.
Der Kulturwissenschaftler Alexander Mennicke spricht über Nähe und Distanz ostdeutscher Fans zu Union Berlin und RB Leipzig, über die Rolle der DDR-Geschichte in den Stadien und den Überlebenskampf der Klubs.
Gunilla Budde gibt einen Überblick über die Gesellschaften im geteilten Deutschland. Sie waren ähnlicher, als heute viele denken.
Sandra Rummler macht Staunen mit ihrer autobiographischen Geschichte über ein Ostberliner Mädchen, das zur Wendezeit von 1989 von DDR und BRD gleichermaßen enttäuscht wird.
Sahra Wagenknechts Biographie zeigt, wie man aufsteigen kann, indem man Gegenpositionen bezieht. Sie macht ein Angebot, das es in der Politik nicht gibt. Kann ihre Parteigründung gelingen? Ein Gastbeitrag.
Bei der großen Ostdeutschland-Debatte auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin verstand man, wie der Westen dazu beiträgt, dass der Osten keine Achtundsechziger hat.
Der politische Druck des Arbeiter- und Bauernstaats entlud sich in familiären Dramen: Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin erzählt vom Jüdischsein in der DDR.
Wird der Osten zur westdeutschen Erfindung? Im Literaturbetrieb gibt es Aufregung um die DDR-Erzählung einer jungen Autorin. „Gittersee“ befeuert den Streit um die Deutungsmacht über die deutsche Geschichte.
In ihrem Film „Frauen in Landschaften“ porträtiert Sabine Michel ostdeutsche Politikerinnen. Es ist eine Erzählung über die Mühen der Demokratie und das Erbe der DDR aus weiblicher Perspektive.
Soll hier das gebaute Erbe der DDR einmal mehr bewusst ausgelöscht werden? Gegen den geplanten Abriss des denkmalgeschützten Generalshotels am Flughafen BER erhebt sich Protest.
Hinter ihrer ungeschnörkelt wahrhaftigen Alltagssprache verbirgt sich eine neu-alte Sachlichkeit, in der sich Melancholie, Humor und jüdischer Fatalismus begegnen. Laudatio für Barbara Honigmann zum Goethepreis.