Leserbriefe vom 25. März 2024
Papast Franziskus zur Kapitulation +++ Roman „Maifliegenzeit“ +++ Böhmermann im TV
Papast Franziskus zur Kapitulation +++ Roman „Maifliegenzeit“ +++ Böhmermann im TV
34 Jahre nach dem Ende der DDR ist noch nicht sicher, welche Rechte Dopingopfer zur Linderung ihres Leids genießen. Ihre Hoffnung schwindet. Das Bundesverwaltungsgericht könnte eine unzumutbare Schieflage beseitigen.
In „Tanz den Kommunismus“ porträtiert Henryk Gericke Punkbands der DDR. Der Pflicht zur staatlichen Einstufung setzten sie einen Spieltrieb entgegensetzten, der sich um keine Erlaubnis scherte.
Julian Assange vor Gericht +++ Die Geschichte der deutschen Nationalhymnen / Gastbeitrag von Professor Dr. Juliane Brauer +++ Debattenforum zur Demokratie +++ Kurienkardinal Paul Josef Cordes
Der Bundespräsident hält auf der Leipziger Buchmesse eine in vielerlei Hinsicht optimistische Rede. Das Thema Ostdeutschland geht dabei zunächst in abermaligen Propalästina-Protesten unter. Dann wird es literarisch.
Repressive DDR, überhebliche BRD: Constanze Neumanns „Das Jahr ohne Sommer“ erzählt von einer in den Westen gegangenen Familie.
Eine Episode aus der Fußballgeschichte, ein Kapitel Zeitgeschichte: Ronald Rengs Buch „1974. Eine deutsche Begegnung“ erzählt von Schauspielern, Terroristen, Politikern und Männern mit orange-braunen Krawatten zu gelben Hemden.
Der Kurzzeit-Staatsratsvorsitzende der DDR packt alle Legenden über sich und seinen Staat zwischen zwei Buchdeckel. Das ist zuweilen unfreiwillig komisch, aber bitterernst gemeint.
Ein Säugling stirbt in der DDR unter mysteriösen Umständen. Die Eltern bekommen ihn nie zu Gesicht. Was ist geschehen? Matthias Jügler erzählt in seinem Roman „Maifliegenzeit“ eine ungeheuerliche Geshichte.
Zuerst klang es gespenstisch: In der DDR geborene Babys wurden gegenüber ihren Müttern für tot erklärt, leben aber unter anderer Identität noch. Dann fing ich an zu recherchieren. Ein Gastbeitrag.
Der Bundestag stimmt abermals über den Taurus ab, Nagelsmann verkündet seinen DFB-Kader und ein früherer Stasi-Mitarbeiter steht wegen eines Mordes vor 50 Jahren vor Gericht. Der F.A.Z.-Newsletter.
Von Nazis geraubt, in der DDR entwendet: In der Brüder-Grimm-Stadt Hanau gibt es Verdachtsfälle auf Raubkunst. Ein Projekt des Museumsverbands will ihnen auf die Spur kommen. Es geht auch um Werke eine Grimm-Bruders.
Spieler der DDR-Auswahl machen zur WM 1974 in der Bundesrepublik zwei Entdeckungen: Ihre Privilegien zwingen sie zu schweigen, und ihre Qualität reicht zum Sieg über das Star-Ensemble des Klassenfeindes. Ein Auszug.
Ohne Rachegefühle: Das Deutsche Hygienemuseum Dresden stellt sich seiner Geschichte in der DDR. Dessen neue Sonderausstellung macht die erstaunliche Improvisationsgabe der Werktätigen fassbar.
Die Integration in die Bundesrepublik war für die DDR-Wissenschaft nicht immer eine Verlustrechnung. Das beschreibt der Wissenschaftshistoriker Mitchell Ash am Beispiel der Max-Planck-Gesellschaft.
Arwed Messmer präsentiert Fotos aus seinem Archiv, mit denen er die Folgen der Wiedervereinigung in Ostdeutschland und Berlin dokumentiert hat.
In den Achtzigern wuchsen Hunderte namibische Kinder in der DDR auf. Dann fiel die Mauer, und sie wurden zurückgeschickt. Seitdem quält sie ein Gedanke.
Das Demokratiefördergesetz wird als Einschränkung der Meinungsfreiheit kritisiert. Ein Gutachten aus dem Bundestag besagt jetzt: Der Bund ist überhaupt nicht zuständig. Was die Demokratie wirklich stärken würde.
In der Sanierung ihres Hochhauses spiegelt sich die fortdauernd westdeutsche Perspektive der Berliner Planungsverwaltung – und zeugt damit von einem offenkundig fehlenden Gespür für das Ganze.
Waldsterben, Wettrüsten, Weltfrieden: Zum Tod der international spät entdeckten, dann jedoch umso wirkmächtigeren Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt
Hörgeschichtsbuch von 1945 bis 2000 ohne Deep Fake-Gefahr: Der zweite Teil des großen „Jahrhundertstimmen“-Projekts zeigt berührend die Last der deutschen Geschichte.
Alle Bundesregierungen setzten über Jahrzehnte auf enge Verbindungen zu autoritären Regimen. Die Konkurrenz mit der DDR und die Abgrenzung gegenüber Ost-Berlin förderten dies. Ein Gastbeitrag.
Die Wirtschaftsjournalistin Ursula Weidenfeld befasst sich in ihrem neuen Buch mit der Rivalität beider deutscher Staaten. Weil die Westdeutschen immer viel weniger über die Ostdeutschen wussten als umgekehrt, kann das Buch eine bedauerliche Wissenslücke schließen – gerade für Jüngere und Westdeutsche.
Im Februar wird die deutsche Fotografin Gundula Schulze Eldowy siebzig Jahre alt. Zwei Berliner Ausstellungen zeigen aus diesem Anlass Ausschnitte ihres Lebenswerks.
Die Absicht ist löblich, die Ausführung lässt zu viel Luft nach oben: Die Geschichte der Repression in der DDR muss an anderer Stelle erzählt werden.
Wiedervereinigung ade. Das hat der nordkoreanische Staatsführer verfügt. Konsequenterweise stellt Kim Jong-un nun den Betrieb einer Radiostation ein – was an ein anderes Land erinnert.
Ein stolzer Standort trotzt den Wenden der Zeit: Das Prenzlauer Armaturenwerk ist ein internationaler hidden champion. Das hat geklappt, weil sich die Gründer den Zumutungen aus dem Westen widersetzten. Ein Ortstermin.
„Er wird jetzt 92, da sieht man manches anders und vieles auch gelassener“: Das Deutsche Hygiene-Museum legt Gerhard Richters riesige Diplomarbeit frei, ein Wandbild, das Menschen im glücklichen sozialistischen Alltag zeigt.
Sie war die prominenteste Fotografin der DDR, aber manche ihrer Bilder entsprachen überhaupt nicht dem Ideal des Staates: Das Leipziger Museum für bildende Künste zeigt eine vorbildlich konzipierte Retrospektive von Evelyn Richter.
Die CDU hat sich verboten, mit der Linken zusammenzuarbeiten. Aber was, wenn man in Thüringen nur so Höcke verhindern würde? Und gilt das eigentlich auch für die neue Partei von Sahra Wagenknecht?
Zum Tod der Lyrikerin Elke Erb.
Spät bekam sie den Büchnerpreis, doch schon früh war sie eine zentrale Stimme der gesamtdeutschen Lyrik – über die Systemgrenzen hinweg. Nun ist die Dichterin Elke Erb im Alter von 85 Jahren gestorben.
Die Dichterin als fröhliche Misanthropin: Sarah Kirschs Tagebuch aus dem Jahr 1990
Ist nicht sowieso schon immer alles Zitat? Jörg Schiekes neuer Gedichtband „Silverman schickt mich“ spielt mit dieser Erkenntnis gewitzt und hochmusikalisch.
Nach dem Beitritt der jungen Bundesrepublik zur NATO 1955 und der Wiedervereinigung 1990 muss die Bundeswehr heute zum dritten Mal neu gegründet werden. Die Nationale Volksarmee der DDR ist hingegen unwiderruflich Geschichte.
In Schelmenromanen hat Jan Faktor sein Leben literarisiert. Was passiert, wenn man ihn journalistisch zu seinem Weg von Prag nach Berlin befragt? Dann erzählt er, wie er einmal Lastenträger in der Tatra und beinahe polnischer Schriftsteller wurde. Eine Begegnung.