Fünfter Mann im Staate
Stephan Harbarth ist frisch gewählter Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Sein Plan war das nie. Jetzt muss er die Wogen in Europa glätten.
Stephan Harbarth ist frisch gewählter Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Sein Plan war das nie. Jetzt muss er die Wogen in Europa glätten.
Im Internet verbreiten sich immer krudere Theorien zu Corona. Was passiert, wenn man ihren Pfaden folgt? Eine Spurensuche.
Bundesverkehrsminister Scheuer will härtere Strafen für Temposünder zurücknehmen. Diese sind erst seit April in Kraft. Die Grünen wollen die Rücknahme im Bundesrat stoppen.
Eigentlich hätte der Bundesrat am Freitag zwei neue Bundesverfassungsrichter wählen sollen. Doch die SPD kann sich nicht auf einen Kandidaten einigen. Wird es erstmals ein früherer DDR-Bürger?
Mehr Schutz für Radfahrer, höhere Strafen bei Missachtung von Rettungsgassen: Viele Aspekte der neuen StVO erhalten Zuspruch. Die Bußgelderhöhungen wurden indes als überzogen kritisiert – hier will das Ministerium neu ansetzen.
Wallrabenstein soll im Zweiten Senat die Richterstelle von Präsident Andreas Voßkuhle einnehmen. Zudem wird der bisherige Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, plangemäß zu seinem Präsidenten gewählt.
In der Schweiz führt die Regierung per Notrecht durch die Corona-Pandemie. Für die eidgenössische Demokratie ist das eine besondere Herausforderung. Kritiker reden gar von einer „Diktatur“.
Seit Sachsen-Anhalts Vorstoß zu den Corona-Maßnahmen hat Angela Merkel das Heft des Handelns nicht mehr in der Hand. Das Kanzleramt will weitere Lockerungen an die Zahl der Neuinfektionen binden. Doch die Positionen sind längst ins Rutschen geraten.
Die Freude am Spiel ist bei Golfern in der Bremer Schweiz derzeit nur halb so groß. Sie dürfen nur eine Hälfte des Platzes betreten. Für die übrigen neun Löcher gelten andere Gesetze.
Am Anfang der Corona-Pandemie wurden Zweifel laut, ob der föderale Staat diese Krise bewältigt. Er tut es – und mit Erfolg.
Die Rentenversicherung muss die Grundrente umsetzen. Doch jetzt ist der Zeitplan in Gefahr, weil die Angestellten im Homeoffice sind. Arbeitsminister Heil hält dennoch am Startdatum fest.
Für mittelgroße Betriebe reichen die Hilfen des Staates nicht, beklagen Verbände und Politiker. Einige Bundesländer bessern schon nach.
Das Aussetzungsgesetz für Insolvenzen bringt vielen Unternehmen keine Vorteile, warnt Fachanwalt und Branchensprecher Lucas Flöther – im Gegenteil.
Dass sich Föderalismus nicht durch Zentralismus retten lässt, ist eine Abi-Aufgabe leichter Art. Warum tun sich die Kommentatoren der deutschen Bildungslandschaft so schwer mit dieser Einsicht?
Der Bundesrat hat der Verschärfung der Düngeverordnung zugestimmt. Anderenfalls hätten Deutschland hohe EU-Strafzahlungen gedroht. Der Bauernverband kritisiert den Beschluss.
Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat das milliardenschwere Maßnahmenpaket zur Corona-Krise gebilligt. Damit kann die Regierung neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro für Unterstützungsleistungen aufnehmen.
Der Bundestag hat das Hilfspaket der Regierung im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie gebilligt. Nun fehlt noch die Zustimmung des Bundesrates bevor das Hilfspaket in Kraft treten kann. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier versprach abermals rasche und unbürokratische Hilfen für Unternehmen.
Schuldenbremse ausgehebelt: Der Bundestag stimmt dem beispiellosen Nachtragshaushalt für das Notfallpaket gegen die Corona-Pandemie zu – und gestattet dem Gesundheitsminister besondere Durchgriffsrechte.
Der erste Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes versprach der Bundesregierung große Machtfülle. Doch zumindest bei der Aufhebung der Notlage dürfen Bundesrat und Bundestag nun doch ein Wort mitreden.
In der Schweiz sind, gemessen an der Bevölkerungszahl, mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als in Italien, Tendenz steigend. Wie konnte das trotz früher Maßnahmen der Regierung passieren?
Die Regierung muss nach dem am Montag vorgestellten Maßnahmenpaket und dem 156 Milliarden Euro schweren Nachtragshaushalt den nächsten Schritt gehen. Peter Altmaier will, dass die Gelder den Unternehmen schnell zukommen.
Das Kabinett hat dem Bund mehr Kompetenzen im Epidemiefall zugebilligt. Ziehen die Länder mit? In einem wichtigen Punkt jedenfalls konnte sich Jens Spahn nicht durchsetzen.
Hessen verschärft wegen der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus die Einschränkungen des öffentlichen Lebens noch einmal erheblich. Ein generelles Ausgangsverbot ist aber noch nicht geplant.
Nach Informationen der F.A.Z. soll das Infektionsschutzgesetz so geändert werden, dass künftig Gesundheitsminister Spahn alle Fäden in der Hand hält. Auch Handyortungen und die Zwangsrekrutierung von Ärzten wären dann möglich.
Das Bundesverfassungsgericht hat das Zustimmungsgesetz zum Einheitlichen Europäischen Patentgericht für nichtig erklärt. Damit dürfte sich das Projekt erheblich verzögern – falls es überhaupt noch gelingt.
Wenn es gilt, eine Seuche zu bekämpfen, müssen Regierungen schnell und beherzt handeln können. Eine Änderung des Grundgesetzes ist dafür aber nicht nötig.
Von der breiten Öffentlichkeit bisher weitgehend unbemerkt steht jetzt eine deutliche Verschärfung der Strafen für zu schnelles Fahren vor der Tür. Der Bundesrat hat die neuen Regeln schon verabschiedet.
Bundestag und Bundesrat wären beschlussunfähig, wenn genug Abgeordnete infolge der Coronakrise nicht länger an Abstimmungen teilnehmen könnten. Dafür sollten wir Vorkehrungen treffen.
Auch in der Schweiz versucht die Regierung mit immer drastischeren Maßnahmen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. „Abstand halten kann Leben retten“, mahnt der Innenminister.
Österreich versucht das Coronavirus mit Aufenthaltsverboten und anderen weitreichenden Maßnahmen einzudämmen. Der Rechtsstaat werde dadurch aber nicht ausgehöhlt, sagt Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka im F.A.Z.-Gespräch.
Es erscheint paradox: Die Rationalität des deutschen Bundesstaates liegt nicht darin, regionale Vielfalt zu bewahren, sondern gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Das aber kann nicht das letzte Wort sein. Ein Gastbeitrag.
Als eines der ersten Länder hat die Schweiz Großveranstaltungen abgesagt und rigoros durchgegriffen. Trotzdem ist die Zahl der Infektionen überproportional hoch im Vergleich zu Deutschland.
Die Frankfurter treffen in der Europa League auf den FC Basel. Doch durch die Coronakrise gibt es viele Fragezeichen. Dürfen Fans zum Hinspiel in Frankfurt kommen? Und wo findet die zweite Partie statt?
Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch massive Auswirkungen auf die Spiele im Fußball-Europapokal. Das Rückspiel von Frankfurt kann nicht in Basel stattfinden. Dortmund spielt ohne Publikum. Und es gibt weitere Fragezeichen.
Die Fußball-Bundesliga ist von Maßnahmen gegen das Coronavirus noch nicht betroffen, aber zwei eidgenössische Ligen stehen still. Ein Teilnehmer der Bahnrad-WM muss in Quarantäne. Und wohin steuert die Formel 1?
Der Bundesrat muss zwei neue Richter an das Bundesverfassungsgericht wählen – die erstarkten Grünen müssen sich an das Vereinbarte halten.