Polen und Ungarn gegen den Rest Europas
Polen und Ungarn blockieren beim Europäischen Rat den Kompromiss zur Asylreform – doch ihr Protest bleibt folgenlos.
Polen und Ungarn blockieren beim Europäischen Rat den Kompromiss zur Asylreform – doch ihr Protest bleibt folgenlos.
Der erste Tag des EU-Gipfels ist ohne Einigung im Asylstreit zu Ende gegangen. Polen fordert die Einigung auf eine verpflichtende Aufnahme von Flüchtlingen rückgängig zu machen.
Judit Varga hat als ungarische Justizministerin viele umstrittene Gesetze von Ministerpräsident Viktor Orbán verantwortet. Nun soll sie im Europaparlament „konservative Kräfte stärken“.
Polens Präsident Duda spricht von einer Veränderung der Sicherheitsarchitektur in der Region. Derweil mehren sich in Russland die Anzeichen von Säuberungen des russischen Militärs.
Vor der Wahl im Herbst schießt sich die polnische Regierungspartei auf Berlin und Brüssel ein. In einem F.A.Z.-Interview sprach Manfred Weber kürzlich von einer „Brandmauer zur PiS“ – Warschau reagiert empört.
Bisher war häufig unklar, wer die Daten von vernetzten Haushaltsgeräten und smarten Autos wie nutzen darf. Die EU will das nun mit dem Data Act besser regeln. Die Industrie warnt vor Wettbewerbsnachteilen.
10 Prozent Zoll drohen vom nächsten Jahr an. Das beunruhigt Hersteller auf beiden Seiten des Ärmelkanals.
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell versucht sich in Brüssel als Streitschlichter: Beide Parteien lehnen sogar direkte Gespräche miteinander ab. Scheinbar gibt es weiterhin unterschiedliche Wahrnehmungen der Situationen.
Ein von der EU vermittelter Krisengipfel zum Streit zwischen Serbien und dem Kosovo hat keinen Durchbruch gebracht. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell zeigt sich enttäuscht – und fordert Neuwahlen im Nordkosovo.
Vom Spielball zum Spieler: Mit ihrer neuen Sicherheitsstrategie will die Kommission die EU weniger erpressbar durch China machen und Pekings Zugang zu Schlüsseltechnologien einschränken.
Westeuropäische Städte seien unsicher für Frauen, sagt die PiS. Im Wahlkampf wettert sie nun gegen die Brüsseler Migrationspolitik. Das zieht bei vielen Polen.
Die NATO-Verteidigungsminister wollen die Beziehungen zur Ukraine politisch aufwerten. Neue Verteidigungspläne, mit denen die Ostflanke verstärkt werden soll, werden indes von der Türkei blockiert.
Die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen wirbt in Lateinamerika für ein Freihandelsabkommen. Aber sie will auch Zusagen zum Schutz des Regenwaldes. Das geht Brasiliens Präsident zu weit.
Es ist ein Schritt gegen die Haupteinnahmequelle des Internetgiganten: Die EU-Wettbewerbshüter werfen Google vor, seine Marktmacht im Werbemarkt zu missbrauchen. Sie fordern den Teilverkauf des Werbegeschäfts. Es drohen hohe Strafen.
Die Parteivorsitzende Lang sagt, Deutschland hätte nicht zustimmen dürfen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann ist zufrieden.
Die Kritik von FDP-Fraktionschef Dürr an dem vermeintlichen Heizungs-Hammer aus Brüssel ist verlogen. Jenseits der Aufregung zeigt sich aber, wie verkorkst die europäische und deutsche Klimapolitik ist.
Die Partei leidet unter dem Kompromiss der EU zur Asylreform – ohne die Zustimmung von Baerbock wäre es dazu nicht gekommen. Die Außenministerin rechtfertigt sich nun in einem Brief an ihre Fraktion, welcher der F.A.Z. vorliegt.
Der Kirchentag diskutiert über Flucht und Migration, während in Brüssel die EU-Staaten über Abschottung verhandelt wird. In Nürnberg hat man dazu eine klare Position.
14 EU-Staaten dürfen Forschung und Entwicklung in der Mikroelektronik fördern. Über die Subventionen für Intel in Magdeburg hat die EU-Kommission noch nicht entschieden.
Von 2029 an sollen in der EU neue Vorgaben für die Effizienz von Heizungen gelten, die Öl und Gas nicht erfüllen können. Die FDP befürchtet technologische Vorentscheidungen durch die Hintertür.
Hunderttausende haben zuletzt in Warschau gegen die „Lex Tusk“ der nationalkonservativen PiS-Regierung demonstriert. Nun bekommt sie auch Gegenwind aus Brüssel.
Die Europäische Union ringt um eine Reform des Asylsystems. Aus Sicht von Bundeskanzler Scholz ist sie im Bemühen um eine Einigung so weit wie nie zuvor.
Lange hatte Deutschland nicht genug gegen Nitrat im Grundwasser getan – und ist nun knapp einer saftigen Strafe der EU entgangen. Damit ist ein jahrelanger Streit zwischen Berlin und Brüssel beigelegt.
Sollte man Ungarn den Vorsitz im Ministerrat der EU verweigern? Die institutionellen Folgen wären groß, die politische Wirkung dagegen eher gering.
Nach der Zeitenwende erwacht Berlin in einer neuen Welt. Moskau und Peking entwickeln Großraumambitionen, strategisches Denken tut not. Aber das ist hierzulande unterentwickelt.
Erstmals wieder seit 2009 startete in dieser Woche eine Direktverbindung zwischen den Hauptstädten Brüssel und Berlin. Weitere Strecken sollen folgen: Die EU will grenzüberschreitende Zugverbindungen gezielt ausbauen.
Olivier Vandecasteele ist frei, er soll am Abend in Brüssel eintreffen. Die belgische Regierung ließ sich auf einen Deal mit Teheran ein – und überging dabei sogar das eigene Verfassungsgericht.
Erst ein Treffen mit Kanzler Scholz, dann ein Auftritt vor Studenten: ChatGPT-Entwickler Sam Altman lobt in Deutschland Europas Ansätze zur Regulierung Künstlicher Intelligenz. Vor seinem Besuch klang das noch anders.
Kurz nachdem die russischen Behörden den Alarmzustand in Belgorod beenden, wird ein neuer Drohnenangriff gemeldet. Die „New York Times“ will Militärfahrzeuge aus amerikanischer Produktion identifiziert haben.
Die Euro-7-Abgasstandards der EU-Kommission sind ein Paradebeispiel für unsinnige Regulierung. Deshalb ist es gut, dass sich mehrere Staaten dagegen wehren. Deutschland sollte das ebenfalls tun.
Budapest verhindert wegen eines Streits mit Kiew, dass den EU-Staaten weitere Waffenhilfe erstattet werden kann. „Das ist kein feiner Zug“, beklagt der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius.
Die Von-der-Leyen-Koalition in Brüssel bröckelt. Ein Jahr vor der Europawahl stellen sich die Christdemokraten im Europaparlament gegen ein zentrales Naturschutzgesetz des Green Deal.
Vom G-7-Gipfel in Hiroshima bringt der ukrainische Präsident Selenskyj weitere Hilfe mit, darunter neue Waffen. In der Ukraine geht die Schlacht um Bachmut weiter – zumindest nach Angaben aus Kiew. Der Überblick.
Kiew hat die größte ungarische Bank auf eine Liste der Kriegsunterstützer gesetzt. Budapest ist erzürnt – und will Waffenhilfe sowie Russland-Sanktionen blockieren.
Anders als erwartet ist die EU-Abstimmung zu einem wichtigen Klimaschutzgesetz verschoben worden. Ein EU-Diplomat wittert hinter der Blockade Frankreichs einen „Wissing-Move“.
Schlappe für elf Stadtwerke und Versorger: Das Gericht der Europäischen Union (EuG) weist die erste Welle an Klagen gegen das milliardenschwere Tauschgeschäft von RWE und Eon zurück.