„Note fünf“ für Minister Lorz
Vertreter der Eltern, Schüler und Lehrer erklären den Bildungsgipfel nun auch für gescheitert. Für soziale Gerechtigkeit sorge der Plan für die Schulentwicklung Hessens nicht.
Vertreter der Eltern, Schüler und Lehrer erklären den Bildungsgipfel nun auch für gescheitert. Für soziale Gerechtigkeit sorge der Plan für die Schulentwicklung Hessens nicht.
Perdu ist die vage Aussicht, dass sich die Landtagsfraktionen in Wiesbaden, Vertreter von Schulen, Lehrer- und Elternverbänden wenigstens auf einen Grundkonsens zur künftigen Schulpolitik einigen könnten.
Die Zeichen für einen gütlichen Abschluss hessischen Bildungsgipfels stehen nicht gut. „Eine maßlose Enttäuschung“ sei der Entwurf des Kultusministeriums, heißt es bei der SPD.
Über die Schulpolitik wird in Hessen seit Jahren unerbittlich gezankt. Auch bei den laufenden Verhandlungen über einen Schulfrieden für die nächsten zehn Jahre wird keine Ausnahme gemacht.
Es gibt viele große Fragen im hessischen Bildungswesen. Die „Sekundarschule“ beantwortet keine davon. Dass CDU und Grüne sie dennoch loben, ist nur taktisch zu erklären.
Die Regierung hat es auf die hessischen Oberstufen abgesehen. Sparen sollen sie - die Folge wäre weniger Angebot und schlechterer Unterricht. Bei aller „Bildungsgerechtigkeit“ lässt die Regierung ein Argument außer Acht.
Der hessische Bildungsgipfel werde scheitern, wenn sich Schwarz-Grün nicht bewege, warnt die SPD. Es gehe um mehr Gerechtigkeit. Auch Gymnasien müssten sich an der Inklusion beteiligen.
Die Kritik am hessischen Bildungsgipfel reißt nicht ab. Kultusminister Lorz setzt deshalb auf eine Politik der kleinen Schritte. Mitte Juli soll die Expertenrunde Ergebnisse präsentieren.
In Montpellier blockieren Eltern eine Schule – sie wollen die internationalen Klassen gegen die Pläne der Bildungsministerin verteidigen. Sie fürchten wegen der geplanten Kürzung des Deutschunterrichts um die Chancen für ihre Kinder.
Das eigene Geld kann man nicht nur in Aktien, sondern auch in Kindergärten, soziale Projekte oder den ökologischen Landbau stecken. Doch laut einer Studie halten sich Stiftungen und vermögende Personen bei wirkungsorientiertem Investieren zurück.
Wer kein Abitur ablegt, gehört in den Augen vieler schon zu den Bildungsverlierern. Das ist Quatsch. Und doch zeigt diese Ansicht, wie sehr das Schulsystem ins Wanken gerät.
Ahmad al Tayib, der Großimam der ägyptischen Al-Azhar-Moschee fordert Bildungsreformen in muslimischen Ländern. Der Vorsitzende der wichtigsten Instanz des sunnitischen Islams will damit dem Erstarken extremistischer Gruppen vorbeugen.
Wenn fast 40 Lehrer, Eltern, Schüler und Politiker über die Zukunft der Schule diskutieren, ist der Redebedarf groß. Hessens Bildungsminister hat beim Bildungsgipfel alle Seiten gehört, das kam gut an.
Fevzije Zeneli ist erst 17 Jahre alt und trägt dennoch viel Verantwortung: Beim Bildungsgipfel diskutiert sie für 800.000 Schüler über die Zukunft der Schulformen. Und die gehörten auf den Prüfstand, sagt sie.
Ein Tweet der 17-jährigen Schülerin Naina lässt Deutschland über seine Schulen streiten. Ihr fehlt es an Finanzwissen im Alltag. Damit sind nicht alle Schüler einverstanden.
Das Land ist aufgewühlt wie seit der Wende nicht: Nach einem Vierteljahrhundert hat die Linkspartei die Macht in Thüringen errungen. Nun droht dem Land nicht nur die Polarisierung der Gesellschaft in Rechts und Links.
Hohe Abiturientenquoten sind kein Zeichen höherer Bildung, ganz im Gegenteil. Empirische Studien belegen, dass die allgemeine Hochschulreife keineswegs die höchsten Kompetenzstufen erwarten lässt. Ein Gastbeitrag.
Deutschland wird durch Zuwanderung jünger: eine gute Nachricht für unsere alternde Gesellschaft und für Unternehmen, denen es an Fachkräften mangelt. Das Bildungssystem stellt das vor weitere Herausforderungen.
Bologna-Irrtum und Akademisierungwahn: Konrad Paul Liessmann und Julian Nida-Rümelin geben dem Bildungssystem schlechte Noten - und behaupten, sie hätten Rezepte zur Besserung.
Hessens Landesregierung strebt nach „Schulfrieden.“ Doch ist das erstrebenswert? Bildungspolitik lebt schließlich von der Vielfalt, vom Widerstreit der Überzeugungen und Erfahrungen und von der Konkurrenz der Konzepte.
Nach dem Willen des hessischen Kultusministers Alexander Lorz (CDU) sollen Jugendliche stärker von Zeitzeugen und dem Besuch von Museen und Gedenkstätten lernen.
In der Bildungsdebatte prallen im Parlament alte Argumente aufeinander. Der angestrebte Schulfrieden in Hessen scheint in weiter Ferne.
Das ZDF fragt: „Wie gut sind unsere Lehrer?“. Der Zuschauer erfährt darüber am Ende fast nichts. Beobachtungen und Fragestellungen liefern nur Altbekanntes, die Produktion bleibt harmlos und wenig informativ.
Bei einem Spitzentreffen zur Schulpolitik hat der Hessische Kultusminister parteiübergreifende „Leitlinien“ gefordert. SPD und Linkspartei betiteln den Gipfel als „reine Showveranstaltung“.
Viel Licht, länger werdende Schatten: Deutschlands Bildungswesen ein halbes Jahrhundert nach Pichts Katastrophenruf.
Die meisten Eltern geben den Lehrern ihrer Kinder gute Noten. Doch mit dem Schulsystem an sich sind sie oft unzufrieden. Am meisten Sorgen bereiten ihnen die Themen G8, Inklusion und hohe Leistungsansprüche.
Eine Studie des Zentrums der Europäischen Wirtschaftsforschung kommt zu dem Schluss: Derzeit gibt es nur wenige Maßnahmen, die arbeitslose Jugendliche in Südeuropa längerfristig in Lohn und Brot bringen.
Hessen Schüler und Studenten haben sich bei einem deutschlandweiten Bildungstest verbessert. Im Vergleich der Bildungssysteme landeten sie dieses Jahr auf Platz sieben - nach wie vor nur Mittelfeld.
Markus Rehm ist mitnichten der erste Sportler mit Behinderung, der an einem Wettbewerb mit Nichtbehinderten teilnimmt und gewinnt. Der armamputierte Robert Schlienz spielte einst gar für die deutsche Fußball-Nationalelf.
In Wiesbaden haben 1200 Schüler und Studenten für ein besseres Bildungssystem demonstriert - und damit auch für mehr Geld. Doch die hessische CDU hat gleich ein Gegenargument parat.
Im Lauf der Jahrgangsstufen 5 bis 9 müssen zehn Prozent der Schüler das Gymnasium verlassen. Der neue Nationale Bildungsbericht belegt zudem, dass es Menschen mit Migrationshintergrund deutlich schwerer haben.
Akademikerkinder werden Akademiker, Arbeiterkinder werden Arbeiter, heißt es. Doch ganz so simpel ist es nicht.
Wer behinderte Kinder wirklich ernst nimmt, darf sie nicht leichtfertig zum Scheitern im Schulalltag verdammen, sondern muss erreichbare Ziele in jedem einzelnen Fall definieren. Doch das wollen die radikalen Befürworter der Inklusion nicht wahrhaben.
Die OECD und ihre Pisa-Studien nehmen großen Einfluss auf die nationale Bildungspolitik. Pädagogen nehmen nun in einem offenen Brief kein Blatt vor den Mund, was sie von den Folgen der mittlerweile auf Dauer gestellten Testseligkeit halten.
Wer immer neben altbekannten Freunden sitzt, erhält kaum neue Impulse. Das dachten sich auch die Organisatoren einer Frankfurter Bürgerrunde zur Schulpolitik. Doch eine Tischordnung allein hilft der Schulpolitik nicht weiter.
Ökonomische Logik ist nicht alles. Doch sie führt auch in der Bildung zu vernünftigen Gedanken. Es zeigt sich: Nur mehr Geld ausgeben nutzt nichts.