Den Anschlägen von Paris zum Trotz
Die Anschläge von Paris sind auch zu Beginn der einen Woche das Thema, das alle anderen überschattet. Die Finanzmärkte halten vorläufig stand und geben nur schwach nach.
Die Anschläge von Paris sind auch zu Beginn der einen Woche das Thema, das alle anderen überschattet. Die Finanzmärkte halten vorläufig stand und geben nur schwach nach.
Japans Wirtschaft ist abermals geschrumpft. Der chinesische Renminbi soll die fünfte Leitwährung des IWF werden. Die Arbeitgeber mahnen die Regierung zu Zurückhaltung bei der Neuregelung der Zeitarbeit.
Frankreichs Luftwaffe hat Stellungen des IS in Syrien bombardiert. Dort sitzen nach Angaben des französischen Premierministers die Hintermänner der Anschläge von Paris. Außerdem bereite der IS weitere Angriffe vor, warnt er.
Nach den Attentaten hat Paris sich verändert: Die Menschen haben Angst, sie suchen Rat bei Gott und sehnen sich nach Sicherheit. Aber sie wollen auch kämpfen. Eindrücke aus einer verunsicherten Stadt.
Alle Terroristen, die zuletzt in Frankreich Anschläge geplant oder verübt haben, waren dem französischen Geheimdienst bekannt. Jetzt fordert die Opposition Erklärungen – und Konsequenzen für die Flüchtlingspolitik.
89 Menschen bringen die Attentäter von Paris im Konzertsaal Bataclan um. Wahllos schießen sie in die Menge und die Rockfans fliehen in Panik. Viele liegen im Blut anderer Opfer, bevor sie es wagen, zu fliehen.
Für viele muslimische Einwanderer ist Frankreich ein Land der Hoffnung. Doch Enttäuschte und Verführte nutzen es seit dem Algerienkrieg als Schlachtfeld ihrer Kriege.
Erste führende CSU-Politiker verknüpfen die Flüchtlingsdebatte mit den Anschlägen von Paris und fordern verschärfte Grenzkontrollen. Die SPD-Spitze und auch die Kirchen widersprechen.
Frankreichs Politik reagiert mit Drohungen und Symbolik auf den Terror. Präsident Hollande spricht vom Krieg, was er nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ im Januar noch vermieden hatte. Aber kann er diesen asymmetrischen Krieg auch führen?
Die Vereinigten Staaten, Russland und 15 weitere Länder haben sich auf einen Fahrplan geeinigt, um den Syrien-Konflikt zu lösen. Er sieht eine Übergangsregierung und freie Wahlen vor.
Nach den Anschlägen in Paris kondolieren vielerorts Bürger und Politiker. Menschen legen Blumen nieder, Fahnen hängen auf Halbmast. Bilder der Anteilnahme.
Nach den Anschlägen in Paris sind auch in Moskau die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden. Schon der mögliche IS-Anschlag auf das russische Flugzeug über Ägypten zeigt die gestiegene Terrorgefahr.
Paris ist von einer beispiellosen Anschlagsserie erschüttert worden. Die meisten Toten gab es bei einer Geiselnahme bei einem Rock-Konzert. Zudem gab es Explosionen vor dem Nationalstadion während des Fußball-Länderspiels zwischen Frankreich und Deutschland.
Eine Nacht des Grauens: Bei Anschlägen an sechs verschiedenen Orten in Paris sind mindestens 128 Menschen getötet worden. Mehrere Terroristen sprengten sich in die Luft. Frankreich hat den Ausnahmezustand verhängt, die Polizei jagt die Hintermänner der Angreifer.
Die beispiellose Terrorwelle in Paris ist der traurige Höhepunkt von zahlreichen Anschlägen in Europa in den vergangenen Jahrzehnten. Ein Überblick.
Die Terrorwelle in Paris ist seit dem Zweiten Weltkrieg ohne Beispiel. An mindestens sechs Orten in der Stadt verbreiteten Attentäter Horror und Schrecken – ein Überblick.
Nach den verheerenden Anschlägen von Paris erzählen die Überlebenden vom Horror: Wild um sich schießende Terroristen und das angstvolle Warten auf Hilfe. „Diese Schüsse sind so laut, sie gehen dir durch Mark und Bein.“
Auch die Vereinigten Staaten sind nach den Anschlägen in Paris geschockt. Spezialeinheiten zur Terrorabwehr patrouillieren an zahlreichen Sehenswürdigkeiten.
Laute Explosionen während des deutsch-französischen Freundschaftsspiels sind der Anfang. Dann breitet sich der Terror über Paris aus. Eine Chronologie der Ereignisse.
Erstmals schließt Moskau es nicht mehr aus, dass ein terroristischer Anschlag die russische Passagiermaschine auf der Sinai-Halbinsel zum Absturz brachte. Eine Annahme, die die Briten und Amerikaner schon wesentlich früher geäußert haben.
Im April hat die Polizei das Radrennen um Frankfurt wegen Anschlagsgefahr abgesagt. Einen konkreten Plan konnte die Staatsanwaltschaft allerdings nicht beweisen. Doch wie der Prozess auch ausgehen mag, zu einer Sache darf er nicht führen.
Ende April wurde ein mutmaßliches Islamisten-Ehepaar in Oberursel festgenommen, weil es einen Anschlag geplant haben soll. Jetzt ist gegen den Mann Anklage erhoben worden - um das Radrennen rund um Frankfurt am 1. Mai ging es offenbar aber nicht.
Die mutmaßlichen Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ haben möglicherweise auch Ziele in Kiel ausgespäht. Das sagte ein inzwischen pensionierter BKA-Ermittler als Zeuge im Münchner NSU-Prozess.
Die türkische Regierung behauptet nun, die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK stecke hinter dem Anschlag in Ankara. Möglich sei sogar eine Zusammenarbeit mit dem „Islamischen Staat“, sagt Ministerpräsident Davutoglu.
Der türkische Staatspräsident Erdogan hat den Polizeichef der Hauptstadt von seinen Aufgaben entbunden. Auch andere Verantwortliche müssen gehen.
Beim Anschlag in Ankara starben 97 Menschen. Nun will Präsident Erdogan untersuchen lassen, wie es dazu kommen konnte, dass die Terroristen die Explosion unbemerkt von den türkischen Geheimdiensten vorbereiten konnten.
Bei zwei kurz aufeinander folgenden Anschlägen sind in Jerusalem drei Israelis getötet worden. Auch in Ranana nördlich von Tel Aviv gab es Attentate. Sie nähren die Angst vor einer Eskalation der Gewalt.
Wegen des Anschlags in Ankara sagt die türkische Regierung Gespräche mit der EU über eine Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise ab. In der Türkei entbrennen Proteste. Die Tat könnte den Konflikt zwischen Regierung und Kurden kurz vor der Parlamentswahl weiter anheizen.
Nach dem Attentat in der türkischen Hauptstadt mit mindestens 95 Toten demonstrieren in Istanbul Tausende gegen die Staatsführung. Die Regierung spricht von zwei Selbstmordattentätern, die Kurdenpartei HDP macht Präsident Erdogan für den Anschlag verantwortlich.
Bei insgesamt drei Explosionen in der am Tschadsee gelegenen Stadt Baga Sola sind am Samstag mindestens 37 Menschen getötet worden. Die Sicherheitskräfte vermuten die Islamistengruppe Boko Haram hinter den Anschlägen.
Nachdem sich der „Islamische Staat“ zu einem Moschee-Anschlag bekannt hat, verurteilt ein kuweitisches Gericht sieben Islamisten zu Todesstrafen. Bei dem Attentat starben 27 Personen, über 200 Gläubige wurden verletzt.
Nach dem Anschlag von Bangkok hat nun ein Verdächtiger zugegeben, den Rucksack mit der Bombe dem Attentäter gegeben zu haben. Für Verwirrung sorgt weiterhin die Frage nach der Nationalität des Festgenommenen.
Eine Sporthalle im Havelland, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollten, wurde Ende August massiv zerstört. Laut Ermittlern war es ein gezielt vorbereiteter Anschlag: Die mutmaßlich rechtsextremen Täter nutzten dafür auch Gasflaschen.
Der Konflikt der Türkei mit der Kurdischen Arbeiterpartei weitet sich aus. Türkische Bodentruppen haben Kämpfer der PKK in den Nordirak verfolgt. Bei Anschlägen waren zuvor türkische Soldaten und Polizisten getötet worden.
Die Zahl der Anschläge auf Flüchtlingsheime ist in diesem Jahr stark gestiegen. Die Behörden gehen deshalb der Frage nach, ob es sich um spontane Einzeltaten handelt - oder ob sie von Rechtsextremisten über das Internet gesteuert werden.
Es gebe keine rechtsextreme Szene im Weserbergland, hieß es nach dem Anschlag in Salzhemmendorf. Nun aber zeigt sich: Die Rechtsextremen sind Teil der Gesellschaft und gut vernetzt. Einer der Täter half der Freiwilligen Feuerwehr sogar beim Löschen.