Gründungsfeier unter Feinden
Die AfD feiert im Taunus ihr zehnjähriges Bestehen – und deutet ihre Geschichte um: Radikalisiert habe sich nicht die Partei, sondern die Welt um sie herum.
Die AfD feiert im Taunus ihr zehnjähriges Bestehen – und deutet ihre Geschichte um: Radikalisiert habe sich nicht die Partei, sondern die Welt um sie herum.
300 AfD-Mitglieder haben sich am Montagabend in Königstein getroffen, um ihre Partei zu feiern. Dagegen protestieren viele in der Taunusstadt.
Im kommenden Jahr werden in Brandenburg, Sachsen und Thüringen die Landesparlamente neu gewählt. Die AfD sieht dann ihre Zeit gekommen, im Osten mitzuregieren.
Er sperrt Konten von Journalisten und erlaubt die Rückkehr von Donald Trump: Elon Musk agiert als neuer Twitter-Eigentümer äußerst umstritten. Bei der AfD stößt er jedoch auf Zustimmung.
Dass es von den mutmaßlichen „Reichsbürger“-Putschisten Verbindungen zur AfD gibt, überrascht nicht. Die Partei lebt vom Hass auf das System. Und der kann schnell in Gewalt umschlagen.
Die AfD-Spitze verurteilt die Bestrebungen der ausgehobenen „Reichsbürger“-Zelle. Doch einflussreiche Funktionäre hantieren selbst mit Verschwörungstheorien und Umsturzphantasien.
Die Ampelkoalition verteidigt ihren „ersten echten Haushalt“, während der Oppositionsführer Friedrich Merz der Regierung verpasste Chancen vorwirft.
Bundeskanzler Olaf Scholz teilt in der Generaldebatte gegen Oppositionsführer Friedrich Merz aus. Der hatte ihm Wortbruch beim Sondervermögen für die Bundeswehr vorgeworfen.
In der Talkshow von Sandra Maischberger erweckt Alice Weidel den Eindruck, sie müsse nur warten, bis im Ukrainekrieg die Stunde ihrer Partei komme. Ihre Wortwahl zeigt, wie der neue Nationalismus denkt.
Nach dem Showdown von Riesa ist es in der AfD ungewöhnlich still. Am moskautreuen Kurs der Parteiführung gibt es kaum Kritik – zumindest nicht öffentlich.
Die AfD will Proteste gegen die Energiepolitik befeuern. Im Oktober sind die ersten Demonstrationen geplant. Der Parteivorsitzende Chrupalla wettert gegen „Robert Habecks Wirtschaftskrieg“.
Der Kanzler teilt in der Haushaltsdebatte kräftig gegen die Union und Friedrich Merz aus. Dem CDU-Vorsitzenden wirft Scholz vor, er trage zur Spaltung der Gesellschaft bei.
Auf der Grundlage des Parteiengesetzes verlangt die Verwaltung des Parlaments Geld von der AfD. Die Partei soll eine dubiose Spende nicht rasch genug gemeldet haben – betroffen ist der Kreisverband der Ko-Vorsitzenden Alice Weidel.
Die Parteivorsitzende Alice Weidel will aus den Austritten nicht schließen, dass frühere Mitglieder die Politik der AfD ablehnen. Die Zentrumspartei verzeichnet Zugänge aus ihren Reihen.
Erst im vierten Wahlgang gelingt es der baden-württembergischen AfD, eine neue Führung zu wählen. Mit Emil Sänze und Markus Frohnmaier radikalisiert sich der Landesverband weiter.
Die AfD werde vom Verfassungsschutz „stigmatisiert“ und „terrorisiert“, sagt Alice Weidel. Weil „die Journaille“ „grün-links besetzt“ sei, wolle man alternative Medien gründen oder unterstützen.
Nach einer Vorstandswahl, die neue innerparteiliche Harmonie demonstrieren sollte, zerstreitet sich die AfD am Ende ihres Bundesparteitages
Die AfD hat in Riesa Weidel und Chrupalla zu den Vorsitzenden gewählt. Es wirkt wie ein Sieg von Höckes Gnaden. Dann geht der Streit weiter – bis der Parteitag vorzeitig beendet wird.
Kurz vor dem Ende entbrennt auf dem AfD-Parteitag in Riesa ein heftiger Streit. Grund ist eine Europa-Resolution, die es in sich hat. Verfasst wurde sie von Alexander Gauland und Björn Höcke.
Vor ihrer Wahl zur Co-Chefin war Alice Weidel stellvertretende Bundessprecherin. Zusammen mit Tino Chrupalla hat sie auch den Vorsitz der AfD-Bundestagsfraktion inne.
Die AfD hat eine neue Doppelspitze. Die Delegierten wählten den amtierenden Vorsitzenden Tino Chrupalla wieder – allerdings mit knappem Ergebnis. Alice Weidel setzte sich mit 67 Prozent gegen ihren Herausforderer durch.
Einen inhaltlichen Aufbruch wagt die AfD bei ihrem Parteitag in Riesa nicht. Viel Zeit vergeht mit Verfahrensfragen – aus Sorge, dass Entscheidungen später von Unterlegenen angefochten werden könnten. Eine Analyse.
In fast zehn Jahren gelang es dem AfD-Landesverband nicht, sich von Rechtsextremisten abzugrenzen. Heute dominieren kurzfristige Zweckbündnisse zwischen Völkischen und eher Gemäßigten.
Auf dem Parteitag in Riesa wird der Machtkampf in der AfD offen ausbrechen. Der viel gescholtene Parteichef Chrupalla muss sich einer Kampfkandidatur stellen. Doch er hat eine Stärke: die Schwäche seiner Gegner.
Will die EU-Kommission die Ukraine als Beitrittskandidaten sehen? Was sagt der Gesundheitsminister zur Ausbreitung der Virusvarianten? Und: Die Documenta öffnet für Besucher.
Die AfD hat bei den letzten neun Landtagswahlen und der Bundestagswahl viele Stimmen verloren und konnte sich auch bei der Kommunalwahl am Wochenende in Sachsen nicht durchsetzen. Wir sprechen im F.A.Z. Podcast für Deutschland über die Gründe und die Zukunft der AfD.
Die Impfung gegen Corona gilt als sicher, daran besteht kaum Zweifel. Und doch leiden manche Geimpfte am Post-Vac-Syndrom. Kaum ein Arzt kann ihnen helfen – eine kleine Krankenhaus-Ambulanz will das ändern.
Der Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter will AfD-Vorsitzender werden. Damit fordert er Parteichef Tino Chrupalla heraus.
Der ARD sind 40.000 Chat-Nachrichten der AfD-Bundestagsfraktion zugespielt worden. Was steht drin? Frauen-, Schwulenfeindliches, Rassistisches, Umsturzphantasien. Man sieht, was in der Partei los ist. Das ist ein Offenbarungseid.
In Marburg helfen Ärzte Patienten, die nach einer Impfung ähnliche Symptome haben wie Long-Covid-Patienten. Die Nachfrage ist groß. Für die AfD ist das ein Beweis für verheimlichte Impfschäden. Die Klinik wehrt sich.
Der Ukrainekrieg spaltet die AfD. Einen besonders heftigen Streit zwischen zwei Abgeordneten will die Parteiführung nun nutzen, um Maßnahmen für mehr Meinungsdisziplin einzuführen.
Bei den Betriebsratswahlen in der Autoindustrie fordert eine rechte Gewerkschaft die IG Metall heraus. Im Mercedes-Stammwerk in Stuttgart tritt sie mit mehr als 200 Kandidaten an.
Das Meuthen-Lager will nach dessen Abgang eine weitere Radikalisierung der AfD verhindern. Ob das gelingt, ist alles andere als ausgemacht. Sogar eine Intimfeindin könnte als Parteivorsitzende folgen.
Ohne Jörg Meuthen könne es nur besser werden, heißt es von vielen in der AfD. Und dass man größere Probleme hat als einen abtrünnigen Vorsitzenden.
Jörg Meuthen gibt sich im Richtungsstreit geschlagen. Er hatte zuletzt immer mehr an Einfluss verloren. Nun verlässt der Parteichef die AfD.
Diese Orientierungsdebatte war als „Sternstunde“ des Parlaments angekündigt worden, doch von inhaltlicher Auseinandersetzung war nicht viel zu hören. Lauterbach beruft sich auf Hegel.