Der große Kampf - oder die große Show?
Griechenland kündigt der Troika, flirtet mit Russland und provoziert die Türkei. Was hat die neue Regierung in Athen vor? Wendet sich Hellas tatsächlich von Europa und dem Euro ab? Hier kommen zwei Szenarien.
Griechenland kündigt der Troika, flirtet mit Russland und provoziert die Türkei. Was hat die neue Regierung in Athen vor? Wendet sich Hellas tatsächlich von Europa und dem Euro ab? Hier kommen zwei Szenarien.
Die neue griechische Regierung stoppt nicht nur den Verkauf von Häfen und Eisenbahnen, jetzt entlässt sie auch die Führung ihrer zuständigen Behörde. Trotzdem wirbt die Regierung um neues Geld.
An das Grinsen, mit dem der griechische Finanzminister die Zusammenarbeit mit der Troika aufkündigte, wird man sich noch lange erinnern. Wenn die Regierung in Athen so weitermacht, dann werden andere irgendwann zurückgrinsen und auf das Schild „Grexit“ deuten.
Martin Schulz plädiert dafür, die Laufzeiten der griechischen Schulden noch einmal zu verlängern: „Hauptsache, Griechenland kommt in die Lage, überhaupt zurückzahlen zu können.“
Athen kündigt den Troika-Kontrolleuren der internationalen Geldgeber. Nach dem Machtwechsel ist der erste große Krach zwischen dem klammen Land und den anderen Euroländern da. Den griechischen Banken geht derweil das Geld aus. Eine Analyse.
Der neue griechische Finanzminister geht auf Konfrontationskurs zu den Euro-Partnern. Und Russland macht ein überraschendes Angebot.
Griechenlands neue Regierung will einen Schuldenschnitt nach dem historischen Vorbild der Londoner Schuldenkonferenz. Doch die Vergangenheit ist mit der heutigen Situation kaum zu vergleichen.
Nach dem Wunsch des griechischen Finanzministeriums sollen mit dem heutigen Besuch von Eurogruppen-Chef Dijsselbloem bereits die Neuverhandlungen über Athens Schulden beginnen. Politiker rufen ihn dazu auf, hart zu bleiben.
Politik ist der Kampf um die Deutungshoheit. So auch gestern bei Maybritt Illner. Vielleicht solle man es mal mit mehr Wissenschaft versuchen – und den griechischen Finanzminister einladen.
Im Kabinett Tsipras ist Giannis Dragasakis stellvertretender Ministerpräsident – und der einzige mit Regierungserfahrung. Keiner ist besser geeignet, die Verhandlungen über die griechischen Staatsschulden zu führen.
Die EU hat, auch zur Rettung Griechenlands, die europäischen Verträge weit interpretiert! Auch die Sozialdemokraten Gabriel und Schulz schenken der neuen griechischen Regierung reinen Wein ein.
Vor seiner Athen-Reise hatte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz noch bekundet, er habe „keinen Bock“ auf ideologische Debatten und wolle mit Alexis Tsipras „Tacheles reden“. Doch dann lobt er den Griechen über den Klee.
Der neue griechische Regierungschef sorgt auch unter Italiens Politikern für Diskussion. Extreme Linke wie Rechte ergreifen für ihn Partei. Auch vom „deutschen Spardiktat“ ist die Rede - wieder einmal.
Der EU-Parlamentspräsident will an diesem Donnerstag nach Griechenland reisen und mit der neuen Regierung „Tacheles reden“. Dabei geht es nicht nur um die finanzpolitischen Pläne, sondern auch um die Haltung zu Russland-Sanktionen.
Nach Griechenland wird demnächst auch in Spanien und Portugal ein neues Parlament gewählt. Dort könnten weitere „Krisenquittungen“ folgen.
Nirgends dürfte Syrizas Sieg mehr Freude hervorgerufen haben als im Kreml. Der griechische Außenminister hat zweifelhafte Kontakte zum russischen Rechtsradikalismus. Athen könnte weitere EU-Sanktionen gegen Moskau blockieren.
Die Aktien von Lanxess sind am Mittwoch dank guter Nachrichten zum Schlussquartal mit einem Plus von mehr als 7 Prozent aus dem Handel gegangen. Der Dax legte nur knapp ein Prozent zu.
Griechische Anleihen und Aktien erleiden schwere Kursverluste. Auch in anderen südeuropäischen Ländern steigen die Renditen der Staatsanleihen. Die gegenwärtige Baisse könnte für Anleger auch eine Chance sein.
Für die deutsche Linke ist Alexis Tsipras anscheinend unfehlbar und gar eine Hoffnung für ein ganz neues Europa. Dass sich der Syriza-Chef nun gegen weitere Sanktionen gegen Russland aussprach, wird ihn der Linkspartei wohl weiter ans Herz wachsen lassen.
Mit seiner ersten Entscheidung als Ministerpräsident stößt Alexis Tsipras seine Anhänger vor den Kopf. Sein Koalitionspartner repräsentiert das alte, gescheiterte Griechenland – und hat einen fremdenfeindlichen Demagogen als Vorsitzenden.
Nach dem Wahlsieg des Linkspopulisten Alexis Tsipras in Griechenland stehen turbulente Zeiten bevor. Die Wahlversprechen von Tsipras decken sich nicht mit den Forderungen der Troika. Die Drohung Athens mit dem „Grexit“ wirkt.
Einen Tag nach ihrem Amtsantritt verkündet die neue Regierung in Griechenland erste Vorhaben: Entlassene Beamten sollen zurückgeholt werden. Zudem wird die Privatisierung der Häfen Piräus und Thessaloniki gestoppt.
Zwischen der griechischen Regierung und der EU gibt es den ersten Streit – und es geht nicht einmal um Schulden. Ministerpräsident Tsipras distanziert sich von der jüngsten Drohung Europas gegen Russland. Auch im Land selbst schafft er schon Fakten.
Griechenlands neue Regierung muss schon sehr kurzfristig Finanzlücken stopfen, da viele Bürger ihre Steuern einbehalten oder ihre Zahlungen gekürzt haben. Das Linksbündnis Syriza hatte im Fall eines Wahlsieges Steuersenkungen versprochen.
Nach den Wahlen in Griechenland kann die Regierungskoalition, die von der Syriza dominiert wird, bereits am Mittwoch ihre Arbeit aufnehmen. Der Rechtspopulist Panos Kammenos erhält seinen Wunschposten als Verteidigungsminister.
Der Chef der rechtspopulistischen Partei Anel wird neuer Verteidigungsminister in Athen. Dem Nachbarn und Nato-Partner Türkei steht Panos Kammenos aggressiv gegenüber. Auch Antisemitismus gehört in sein politisches Repertoire.
Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sein Kabinett ernannt. Finanzminister wird Giannis Varoufakis - ein Ökonom, der Sparpolitik schon mit Foltermethoden verglich.
Die griechische Tragödie hätte bei „Hart aber fair“ Anlass für eine starke Debatte sein können. Doch die Gäste blieben blass und leidenschaftslos. Dabei beginnt jetzt das Endspiel im Poker um neue Milliarden-Hilfen.
Der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras will an diesem Dienstag sein Kabinett vorstellen. EU-Kommissionspräsident Juncker hat indes einen abermaligen Schuldenschnitt „nicht auf dem Radarschirm“.
Die Wahl in Griechenland hat Bedeutung für ganz Europa. Viele Kommentatoren gehen davon aus, dass sich EU und Athen auf einen Kompromiss einigen - so wie immer. Eine Blick durch die Zeitungen.
Microsofts Gewinn schrumpft, IBM weist Gerüchte über massenhafte Stellenstreichungen zurück und BP friert wegen des Ölpreisverfalls die Löhne ein.
Griechenlands Gläubiger sehen jetzt die neue Regierung in Athen am Zug. Sie müsse die bisherigen Absprachen einhalten. Dann könnte es aber neue Hilfen geben.
Vereinbarungen müssen nicht detaillierter sein, sondern mit klareren Sanktionen bewehrt. Es fehlt eine Konkursordnung für die Länder der Währungsunion.
Für Tsipras und seine Koalitionstruppe schlägt jetzt die Stunde der Wahrheit. Alles zuvor waren Versprechungen. Mit anderen Worten: Jetzt beginnt die Phase der Wählerenttäuschungen.
Die Bundesregierung hat sich nach der Wahl in Griechenland zurückhaltend geäußert. Sie verweist auf geltende Verpflichtungen.