Der die Instinkte mobilisiert
Recep Tayyip Erdogan hat einen meisterhaften Wahlkampf geführt. Die Wünsche und Träume der Menschen zu berücksichtigen, hatte er gar nicht nötig.
Nach der Absage von Wahlkampfterminen und einem unterbrochenen Interview hatten Gerüchte über einen Herzinfarkt die Runde gemacht.
Recep Tayyip Erdogan hat einen meisterhaften Wahlkampf geführt. Die Wünsche und Träume der Menschen zu berücksichtigen, hatte er gar nicht nötig.
Seit 2002 regiert Recep Tayyip Erdogan die Türkei. Unter ihm wurde das Land wohlhabender und urbaner. Doch wirtschaftlich steht längst nicht alles zum Besten. Die Bilanz des AKP-Politikers in Grafiken.
Die regierende AK-Partei des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat bei der Parlamentsneuwahl die absolute Mehrheit zurückerobert. Das islamisch-konservative Bündnis kommt nach Auszählung fast aller Stimmen auf knapp 50 Prozent der Stimmen. Kritiker sprechen von Einschüchterung.
Die deutsche Wirtschaft erwartet verheerende Folgen, sollte es auch nach der Wahl am Sonntag keine stabile Regierungskoalition in der Türkei geben. Besonders vor einem Ergebnis fürchten sich die Unternehmen.
Seit der Parlamentswahl ist plötzlich wieder eine andere Türkei denkbar. Ein Land, in dem an die Stelle von Repression die Herrschaft der Vielen tritt.
Bei seinem ersten Auftritt seit der Parlamentswahl hat der türkische Staatspräsident Erdogan alle Parteien zur Kompromissbereitschaft aufgerufen. Er gab sich weniger aggressiv als im Wahlkampf. Angriffe auf „den Westen“ fehlten dennoch nicht.
Bei den Parlamentswahlen in der Türkei hat die AKP-Partei von Präsident Erdogan die absolute Mehrheit wohl verfehlt. Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen kommt sie auf 42,4 Prozent. Damit ist auch die von Erdogan geplante Verfassungsreform in Gefahr.
Vor der Parlamentswahl haben es Oppositionsparteien in der Türkei nicht nur wegen der schier unüberwindlichen Zehnprozenthürde schwer. Erdogans AKP fürchtet die unbeugsame Konkurrenz – und kämpft mit allen Mitteln.
Die Leugnung des Völkermords an den Armeniern wird vorerst nicht bestraft: Es ist keine Zeit mehr vor den Wahlen. DIe Türkei begrüßt die Entscheidung des französischen Verfassungsrats.