Keine Zeit zum Weinen
Viele Ärzte und Medizinstudenten reisen regelmäßig aus der friedlichen Heimat in Kriegsgebiete, um zu helfen. Kein Lehrbuch der Welt bereitet sie auf das vor, was sie bei diesen Einsätzen erleben.
Viele Ärzte und Medizinstudenten reisen regelmäßig aus der friedlichen Heimat in Kriegsgebiete, um zu helfen. Kein Lehrbuch der Welt bereitet sie auf das vor, was sie bei diesen Einsätzen erleben.
Der amerikanische Geheimdienst CIA hat jahrelang Bargeld nach Afghanistan geschafft. Mit dem Geld sollte die Regierung von Präsident Karzai unterstützt werden. Doch ein Teil des Geldes landete beim Feind, den Taliban.
In Afghanistan war Sport für Frauen jahrelang unmöglich – erst seit dem Sturz der Taliban erkämpfen sie langsam ein Recht auf Leistungssport. Das Schwitzen mit Schleier bedeutet für das nationale Radteam mehr Freiheit.
Die Zahl der in Afghanistan ums Leben gekommenen deutschen Soldaten ist genau bekannt, doch wie viele Afghanen die Bundeswehr getötet hat, ist unklar. Die Linkspartei kritisiert, die Bundeswehr schaue „systematisch weg“.
Nominiert für den Leipziger Buchpreis: Norbert Scheuer erzählt in „Die Sprache der Vögel“ von einem Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, der Zuflucht in der Vogelschau findet. Und kommt der Wirklichkeit dabei erstaunlich nahe.
Es ist ein Fass ohne erkennbaren Boden: Die Bundeswehr geht, die Taliban rücken wieder nach, der Terror scheint präsenter denn je. Das Erste zeigt eine Reportage über einen verlorenen Krieg, der mehr hinterlässt als die Spuren einer Materialschlacht.
Herkunft und Sprache trennen die jungen Flüchtlinge. Aber das Fußballturnier „Refugees Welcome“ in Frankfurt bringt sie zusammen.
Bisher war Slaven Skeledzic beim FSV Frankfurt, nun ist er plötzlich Nationaltrainer Afghanistans. Andere sagten aus Angst ab, Skeledzic nahm die riskante Aufgabe an. Wie gefährlich der Job ist, erlebte sein Vorgänger schmerzhaft.
Der Selbstmordanschlag im streng bewachten Kabuler Botschaftviertel galt offenbar dem türkischen Nato-Repräsentanten Ismail Aramaz: Ein türkischer Soldat und ein Passant kommen neben dem Attentäter ums Leben.
Nach heftigen Schneefällen in Teilen Afghanistans sind in mehreren Provinzen Lawinen abgegangen. Mehr als hundert Menschen starben. Viele Straßen in die betroffenen Dörfer sind blockiert.
In den Denkkontoren westlicher Sicherheitspolitik ist das Konzept des „umfassenden Ansatzes“ Mode geworden. Nach dem Ende der ersten Dekade des Jahrhunderts mit wenig ermunternden Erfahrungen bei Friedensmissionen und Krisenstabilisierungen herrscht jetzt Katzenjammer vor.
Jahrelang haben internationale Truppen in Afghanistan gekämpft, Tausende Menschen wurden getötet. Nun zieht der ehemalige Präsident Hamid Karzai Bilanz.
Vier Angreifer haben eine Polizeistation bei Kabul gestürmt und mindestens zwanzig Polizisten getötet. Die Taliban bezichtigten sich des Anschlags. In der Hauptstadt explodierte eine Autobombe.
Das politische Klima Dänemarks ist vergiftet: Nach dem Attentat von Kopenhagen stehen die Muslime unter Generalverdacht. Aber sie sind gar nicht das Problem. Ein Gastbeitrag
In einem Hotel in Wien wird Gastfreundschaft neu definiert: Das „Magdas“ beschäftigt hauptsächlich Flüchtlinge, die sonst auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance haben. Ein Besuch kurz vor der Eröffnung.
Sie haben Tod, Verletzung und Zerstörung erlebt: Immer mehr Soldaten der Bundeswehr kämpfen nach ihrem Auslandseinsatz mit psychischen Problemen.
Bundeswehr-Soldaten könnten auch nach 2016 noch in Afghanistan eingesetzt werden, das sagte Bundeskanzlerin Merkel auf der Sicherheitskonferenz. Das Land benötige auch in Zukunft nicht nur finanzielle Unterstützung.
Der Täter soll aus den Reihen der afghanische Sicherheitskräften gekommen sein: Die radikalislamischen Taliban haben sich zu einem Anschlag am Flughafen von Kabul bekannt, bei dem drei amerikanische Militärausbilder und ein Afghane getötet wurden.
Dass der Bundestag für den Irak-Einsatz stimmen wird, gilt als sicher. Dabei ist die völkerrechtliche Legitimation der Ausbildungsmission fragwürdig. Die Opposition ist empört – doch eine Verfassungsklage scheint wenig aussichtsreich.
Das Massaker an 132 Schulkindern in Peshawar hat Pakistan wachgerüttelt. Die Hoffnungen der Bevölkerung ruhen auf dem Militär. Doch sind Politik und Armee wirklich in der Lage, den islamistischen Extremismus zu besiegen?
Nicht die Bundesregierung entscheidet über die Einsätze der Bundeswehr, sondern der Bundestag. Kritiker halten die Abstimmung der Parlamentarier inzwischen für viel zu mühsam und nicht mehr zeitgemäß. Aber er ist wichtig! Ein Plädoyer für den Parlamentsvorbehalt
In Iran, Pakistan und Afghanistan protestieren zehntausende Gläubige nach dem Freitagsgebet gegen Mohammed-Karikaturen in der Zeitschrift „Charlie Hebdo“. In Kabul fallen vor der französischen Botschaft Warnschüsse.
„Ich muss nicht mehr wiedergewählt werden“, warf ein energisch auftretender Barack Obama dem republikanisch dominierten Kongress entgegen. Er warb für Zusammenarbeit und seine Politik der sozialen Reformen.
Es ist das erste Zeugnis eines Gefangenen, der noch immer in Guantánamo sitzt. An diesem Dienstag erscheint Mohamedou Ould Slahis Tagebuch - zensiert und mit zehn Jahren Verspätung. Es ist ein langer und qualvoller Bericht.
Weil auch bei Drohnenangriffen Unschuldige sterben, sieht Sahra Wagenknecht darin „ein genauso verabscheuungswürdiges Verbrechen“ wie in den Terroranschlägen von Paris. Ihr Vergleich sorgte für Empörung.
Ein sieben Jahre alter Knirps aus Afghanistan ist auf der Suche nach seiner Mutter in Frankfurt von Polizisten aufgegriffen worden. Nach eigenen Angaben kam er per Flugzeug von Griechenland nach Deutschland.
Zwischen Kalauern und Kitsch wird sehr sehenswert das ganz Große verhandelt: „Die lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz am Staatstheater Wiesbaden.
Brigadegeneral Markus Laubenthal über seine Berufung zum Stabschef der amerikanischen Army in Wiesbaden, den Zugang zu geheimen Informationen, die Zusammenarbeit innerhalb der Nato und die Rolle der Bundeswehr.
Grüne und tiefrote Politiker geben sich empört darüber, dass die Bundeswehr an der Auswahl militärischer Ziele in Afghanistan beteiligt war. Doch die scharfe Klinge des Wortes ist stumpf, wenn der Gegner auf die Kraft des Schießpulvers setzt.
Der frühere Nato-General Egon Ramms hat bestätigt, dass auch Deutschland die Tötung von Taliban durch Zieldaten unterstützte. Die Opposition spricht von Beihilfe zum Mord.
Laut einem Zeitungsbericht waren Deutsche in die Jagd auf Taliban und Terroristen stärker verstrickt als bislang bekannt. Ein Bundeswehrgeneral habe Ziele ausgewählt. Und auch der Bundesnachrichtendienst soll gezielte Tötungen gebilligt haben.
Die Nato-Staaten haben ihren Kampfeinsatz in Afghanistan beendet. Mit einer Ausnahme. Während in Kabul bereits die Flagge der neuen Ausbildungs-mission weht, setzt Washington die Drohnenangriffe gegen Aufständische offenbar fort.
Der Kampfeinsatz in Afghanistan hat die Bundeswehr stärker verändert als jede andere Auslandsmission. Nach 13 Jahren fällt die Erfolgsbilanz durchwachsen aus.
Obwohl der Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan beendet ist, muss sich erst noch weisen, ob er ein Erfolg war. Das Land wird nämlich noch lange am Geldhahn der westlichen Länder hängen.
Die Isaf hat in Kabul ihre Flagge niedergeholt. In den 13 Jahren des Kampfeinsatzes sind 3485 Nato-Soldaten, darunter 55 deutsche, getötet worden. Im nächsten Jahr beginnt eine neue Mission.
In ein paar Tagen wird die Nato ihre Kampftruppen aus Afghanistan abziehen. Es ist das Ende einer Epoche. Nationenbildung im großen Stil wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Doch andere Krisen zwingen den Westen wieder zu Entscheidungen.