Was Ost und West noch unterscheidet
Warum viele Wähler in Thüringen und Sachsen frustriert sind, verwundert Westdeutsche. Zwar sind viele Kreise ökonomisch abgeschlagen. Doch in manchen Punkten haben sie Westniveau erreicht.
Warum viele Wähler in Thüringen und Sachsen frustriert sind, verwundert Westdeutsche. Zwar sind viele Kreise ökonomisch abgeschlagen. Doch in manchen Punkten haben sie Westniveau erreicht.
„Mit diesen Leuten kann man nicht koalieren, das sind Menschen, die einer völkischen Ideologie anhängen“, betont die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht. Eine Kooperation bei einzelnen Gesetzesvorhaben schließt sie jedoch nicht aus.
„Nicht wählbar“ sei die AfD, bekräftigt der Vorsitzende der Bischofskonferenz die Haltung der katholischen Kirche. Für Georg Bätzing widerspricht die Partei „fundamentalen christlichen Grundsätzen“. Auch das BSW sieht er kritisch.
Internationale Pressestimmen zum Vorstoß der Ukraine-Truppen, dem mutmaßlichen Anschlag auf eine französische Synagoge und den Anschlag in Solingen.
In Thüringen könnte die AfD erstmals stärkste Kraft werden, in Sachsen liefert sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU. Die Partei wird in beiden Freistaaten als „gesichert rechtsextrem" eingestuft.
Thüringens AfD-Chef Björn Höcke wünscht Unternehmen, die für Vielfalt werben, „schwere Turbulenzen“. Die Familienunternehmer im Bundesland kontern: Mit der AfD drohe eine „wirtschaftliche Katastrophe“.
Die Messermorde eines IS-Anhängers in Solingen werden auch die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen beeinflussen. Vor allem die AfD könnte noch stärker abschneiden als vorausgesagt.
Die Energiewende in den östlichen Ländern wird weniger durch Klimaleugner der AfD gefährdet als durch Ablehnung von Windkraft. Die Rechtspopulisten bekommen aber häufiger die Chance, Projekte zu behindern.
Die AfD gibt sich wirtschaftsfreundlich, aber sie ist es nicht.
Es wird befürchtet, das Solinger Attentat führe der AfD neue Wähler zu. Die Gründe liegen nicht in der Attraktivität der Rechten. Es ist die Abwendung von einer Politik, deren Handeln und Unterlassen nicht mehr erklärlich erscheint.
Nach dem Messerangriff in Solingen überschlagen sich Politiker mit Forderungen, was nun geschehen müsse. Der Kanzler kündigt in Solingen Konsequenzen an. Und der Thüringer AfD-Chef Höcke sieht sich bestätigt.
Bundeskanzler Scholz besucht nach dem tödlichen Anschlag Solingen. Der Wahlkampf in Sachsen und Thüringen geht in die Schlussphase. Und in New York beginnen die US Open. Der F.A.Z. Newsletter.
Ein Wochenende vor den Landtagswahlen setzen die Menschen in Sachsen und Thüringen ein Zeichen gegen Rechtsextremismus in Deutschland. Laut Umfragen liegt die AfD in beiden Bundesländern aktuell vorn.
Markus Söder spricht sich im ARD-Sommerinterview für anlasslose Kontrollen auch in Fußgängerzonen aus. Im Hinblick auf die Landtagswahlen im Osten schließt er eine Koalition mit der AfD klar aus.
Gerade in schrumpfenden Regionen Ostdeutschlands ist die Stimmung schlecht und die AfD stark. Dabei stützten gerade Ausländer die ostdeutsche Wirtschaft.
Aus den Wahlprogrammen für den Osten lässt sich herauslesen, welche Vorstellungen die AfD in der Bildungspolitik vertritt. „Progressive“ Unterrichtsmethoden sollen verschwinden.
In einer Woche wird in Thüringen und Sachsen gewählt. Sollten sich jüngste Umfrageergebnisse bewahrheiten, sind keine Regierungsmehrheiten ohne Beteiligungen des BSW oder der AfD möglich.
Weil er so radikal und eifrig ist, halten ihn viele für eine Art Neuzeit-Hitler. Doch Höcke ist so scheu, dass er nicht einmal in der AfD als großer Anführer gilt.
Und schon wieder streiten die Ampelparteien. Von der AfD könnten sie lernen, dass der Wähler weniger Getöse belohnt. Aber SPD, FDP und Grüne wollen das nicht einsehen.
Die AfD freut sich schon auf ihre Wahlparty anlässlich der Landtagswahlen am 1. September, hat aber zu wenig Platz - nämlich für die Presse. Die wiederum sieht ihre Freiheit in Gefahr und soll qua Gerichtsbeschluss nun doch kommen dürfen. Geht so die schöne Stimmung flöten?
Zweistellige Umfrageergebnisse im Osten: Das Bündnis Sahra Wagenknecht könnte bei den kommen Landtagswahlen die Regierungsbildung maßgeblich beeinflussen. Uneinigkeit besteht allerdings noch bei der Zusammenarbeit mit der AfD
Medienhäuser klagen, um Zutritt zu einer AfD-Wahlparty am Tag der Thüringen-Wahl zu bekommen. Ein Gerichtsbeschluss gibt ihnen recht. Doch der Fall könnte noch weitergehen.
Bei den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen könnte die AfD stärkste Kraft werden. Eine Regierungsübernahme ist zwar unwahrscheinlich, doch die Partei hätte auch so weitreichende politische Einflussmöglichkeiten.
Populisten wollen die Demokratie nicht abschaffen, sondern sie verteidigen, meint der Politikwissenschaftler Marcel Lewandowsky. Mit „Was Populisten wollen“ hat er das richtige Buch zur richtigen Zeit geschrieben.
Eine Verhärtung des Ressentiments, an dem es im Westen Mitschuld gibt: Was rechtspopulistische Einstellungen in den neuen Bundesländern begünstigt. Ein Gastbeitrag.
Die wirtschaftliche Ungleichheit wird es für ewige Zeiten geben, sagt der Ökonom Joachim Ragnitz. Dafür seien die Standortbedingungen im Osten zu unterschiedlich. Das Erstarken von AfD und BSW sei trotzdem nicht wirtschaftlich zu erklären.
2000 Demonstranten haben am Dienstag in Jena gegen einen Auftritt von Höcke protestiert. Die Situation wurde unübersichtlich – und stellt sich aus Sicht von Polizei, Demonstranten und AfD sehr unterschiedlich dar.
„Spiegel“, „Welt“, Bild“ und „taz“ wollen vor Gericht erreichen, dass ihre Journalisten die Wahlparty der AfD am Tag der Thüringen-Wahl besuchen können. Die Partei sagt, sie habe zu wenig Platz.
Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner hatte Briefe an 350.000 Thüringer Wähler verschickt und sie vor der AfD gewarnt. Nun wird er mit dem Tod bedroht.
2000 Demonstranten haben am Dienstag in Jena gegen einen Auftritt von Höcke protestiert. Die Situation wurde unübersichtlich – und stellt sich aus Sicht von Polizei, Demonstranten und AfD sehr unterschiedlich dar.
Die Satirepartei „Die Partei“ hat einen Wahlwerbespot fürs Radio produziert, in dem vermeintlich auf AfD-Leute geschossen wird. Der MDR will den Spot nicht bringen. Ein Gericht entscheidet.
In der Landtagswahl will Sachsens Ministerpräsident Kretschmer die AfD schlagen. Er wettert dafür gegen Grüne und EU und scheut vor Populismus nicht zurück. Ob die Rechnung aufgeht?
In Jena muss Thüringens AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke einen Auftritt aus Sicherheitsgründen absagen. Laut Veranstaltern gab es Verletzte, nachdem die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke gegen Sitzblockaden einsetzte.
Fraktur +++ Liberalismus in Not +++ Coronapolitik +++ Titelbild +++ Senioren gegen die AfD +++ Comic Strizz
In Sachsen-Anhalt rechnet man damit, dass sich die Parteienlandschaft wie in den Nachbarländern ändern wird. Was bedeutet das für die anderen Parteien im Land?