Goldene Zeiten in China auf der Kippe
Jahrelang war die Volksrepublik eine sichere Bank. Jetzt das: Die Konjunktur lahmt, Konkurrenz und Gängelung nehmen zu. Auch die Zensur und das langsame Internet erschweren die Geschäfte.
Jahrelang war die Volksrepublik eine sichere Bank. Jetzt das: Die Konjunktur lahmt, Konkurrenz und Gängelung nehmen zu. Auch die Zensur und das langsame Internet erschweren die Geschäfte.
Über das „Recht auf Vergessen-Werden“ im Internet freuen sich nicht mal die, die sonst gern gegen Google wettern: Peter Schaar, bis vor kurzem oberster Datenschützer, fragte heute: Sind unangenehme Tatsachen im Netz künftig nicht mehr auffindbar?
Trotz der Freigabe durch die ägyptische Zensurbehörde hat Ministerpräsident Mahlab das freizügige Gesellschaftsdrama „Halawet Ruh“ aus den Kinos nehmen lassen. Jetzt ist der Oberzensor des Landes zurückgetreten.
Vor mehr als hundert Jahren hat Freud nachgewiesen, dass der Mensch sich selbst zensiert. Im Zeitalter digitaler Massenüberwachung droht uns Selbstzensur in ganz anderem Ausmaß: Unser Verhalten ändert sich grundlegend.
Viele Eltern kennen das Problem: Wie kann ich mein Kind vor Gefahren im Internet schützen? Doch bei Politikern findet der Jugendschutz kein Gehör – und seit langem dümpelt ein veralteter Staatsvertrag vor sich hin.
"Inshore"-Windräder für Mecklenburg-Vorpommerns Seen? Nordkoreanische Zensur in Hamburgs "Miniatur-Wunderland"? Ein Auswilderungsprogramm für hessische Zootiere? Unsere Korrespondenten über die lustigsten Witze zum 1. April.
Der erste Versuch mit dem Kriminologen Pfeiffer, der Zensur beklagte, scheiterte. Nun unternimmt die Katholische Kirche in Deutschland einen neuen Anlauf, Missbrauchsfälle wissenschaftlich aufzuarbeiten. Man habe „aus Fehlern gelernt“, sagt der Trierer Bischof Ackermann. Betroffene sehen das anders.
Die autoritären Tendenzen Erdogans sind unübersehbar. Doch glaubt jemand wirklich, der Ministerpräsident habe nicht geahnt, dass sich eine Twitter-Sperrung leicht aushebeln lasse? Sein Plan ist ein anderer.
Immer mehr chinesische Internetfirmen gehen in Amerika an die Börse. Mit dem Twitter-Konkurrenten Weibo und der Handelsplattform Alibaba kommen zwei große. Alibaba will fast soviel Geld wie Facebook einnehmen.
Eine Bibel-Verfilmung aus Hollywood sollte in der ganzen Welt laufen. Jetzt fällt der mit Stars wie Russell Crowe besetzte Film in muslimischen Ländern der Zensur zum Opfer.
Chinesische Kinoregisseure lehnen sich gegen die Auflagen der Zensoren auf. Sogar der sonst linientreue Kung-Fu-Star Jackie Chan haut drauf.
Wieder sind in Venezuela tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Regierung Maduro zu demonstrieren. Es geht um Kriminalität, die Untätigkeit der Polizei und die Zensur der Medien.
Diego Maradona schließt einen Pakt mit Venezuelas Präsidenten. Kaum ist die Tinte trocken unter dem Vertrag als WM-Experte, verwandelt sich der Argentinier in einen politischen Botschafter des angeschlagenen Regimes.
Teufel, Zauberer oder Hexen sind verboten: Im Kindergarten der Paul-Gerhardt-Gemeinde in Wiesbaden sind diese magischen Verkleidungen unerwünscht. Eine Mutter hat sich nun darüber beschwert.
Die junge Türkei liebt das Internet. Sie reagieren auf die angespannte politische Situation mit Humor. Präsident Erdogan droht nun mit einem neuen Gesetz alles kaputt zu machen.
Erdogans AKP gibt vor, mit dem drastischen Gesetz zur Überwachung und Zensur im Internet Familien und Kinder zu schützen. Dabei wirkt es wie maßgeschneidert, um den Ministerpräsidenten aus dem Sog einer Affäre zu halten.
Heftiger Streit über ein neues Erdogan-Gesetz: Künftig können die türkischen Behörden ganz unkompliziert Internetseiten sperren, die ihnen nicht passen. Die Opposition ist außer sich und ruft: Zensur!
Das Hamburger Landgericht hat den Suchmaschinenbetreiber Google verurteilt, Bilder von einer Sex-Party des ehemaligen FIA-Präsidenten Max Mosley zu sperren. Der Konzern will Berufung einlegen.
Bei Arbeiten an der großen Firewall, die Internetinhalte für chinesische Nutzer sperrt, wurden diese ausgerechnet auf eine Anti-Zensur-Seite in Amerika umgelenkt. Die Regierung spricht von Sabotage - doch Schuld waren offenbar technische Probleme.
Die Ukraine schreitet voran auf dem Weg zu einem autoritären Staat: Die Gefolgschaft von Präsident Janukowitsch hat ein Gesetzespaket durchgepeitscht, das der Opposition Rechte nimmt, die Pressefreiheit einschränkt und Zensur im Internet ermöglicht.
Irans Autoren und Künstler hatten große Hoffnungen auf den neuen Präsidenten Hassan Rohani gesetzt. Jetzt ist die Erkenntnis bitter: Bislang wurden sie mit schönen Worten abgespeist.
Das ZDF zeigte auf seiner Facebook-Seite ein Brustimplantat - zu viel nackte Haut für den puritanischen Sittenkodex des Netzwerks, das das Bild von der Seite löschte. In anderen Fällen ist man weniger zimperlich.
Die Regierungen Singapurs und der Philippinen bekommen Gegenwind gegen Zensur und Korruption: Hacker proben Racheangriffe auf Regierungswebseiten.
Der Violinist Gidon Kremer hat berühmte Musiker nach Berlin eingeladen. Mit dem Konzert „To Russia with love“ erinnern sie an den 7. Oktober 2006, den Tag der Ermordung von Anna Politkowskaja.
Brasilien ist Gastland der Buchmesse: Wie magisch darf Realismus sein, und wann stellt sich das Land seiner Vergangenheit? Ein Interview über das Verhältnis von Literatur, postkolonialer Identität und und Diktatur.
Alles Bloggen ist eitel? China macht mit Hilfe des Staatssenders CCTV das Internet moralisch verächtlich. Intellektuelle und Unternehmer werden zur Parteiräson gebracht. Anatomie einer Kampagne.
In Guantánamo ist angeblich ein Exemplar von Alexander Solschenizyns „Archipel GULag“ konfisziert worden. Von der Verwaltung erfährt man derweil, dass am häufigsten „Fifty Shades of Grey“ an die Gefangenen verliehen werde.
Die chinesischen Behörden gehen verstärkt gegen Blogger vor. Das Ziel der Säuberungskampagne sollen illegale Aktivitäten und Diffamierungen im Netz sein. Viele fürchten eine Verschärfung der Zensur.
Der Text, den Sie hier lesen, musste umgeschrieben werden. Das gehört zur Arbeit eines Journalisten dazu. Überarbeiten, manchmal sogar mehrfach.
Halbnackte Frauen auf dem Cover von Männermagazinen. Die sollen Kinderaugen in Supermärkten der Kette Tesco in Zukunft nicht mehr zu Gesicht bekommen. Die britische Supermarktkette will sie mit „Sittsamkeits-Tüten“ umhüllen.
Die CDU gibt sich betont „locker“ im Wahlkampf - so ihr Motto. Unentspannt ging die Partei nun aber mit kritischen Kommentaren auf ihrer Facebookseite um.
Ende des Hausarrestes, Aufhebung des Urteils: Nach zwei Jahren kann sich die weissrussische Journalistin Iryna Chalip wieder freier bewegen. Am System geändert hat sich jedoch nichts.
Letzte Ausfahrt Vielfalt: Die Buchpreisbindung darf dem Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten nicht geopfert werden.
In einer Fernsehansprache spricht sich Irans zukünftiger Präsident Hassan Rohani für größere Freiheiten für das Volk aus, prangert Zensur an - und fordert einen freien Zugang zum Internet.
An den internationalen Finanzmärkten sorgen sich derzeit viele Anleger um die Solidität chinesischer Banken. Nicht nur darüber verbietet Peking schlechte Presse. Unfassbar.
Die Düsseldorfer Rheinoper hat ihren umstrittenen „Tannhäuser“ abgesetzt. Im Publikum hatten provokante NS-Szenen empörte Reaktionen ausgelöst. Der Regisseur spricht von einer Art Zensur.