Zensur vor der Wahl
Vor den Wahlen in der Türkei erhöht sich der Druck auf Schriftsteller. Ein Roman von Yavuz Ekinci wurde konfisziert, ein Krimi von Ahmet Ümit darf nur noch im versiegelten Umschlag verkauft werden.
Vor den Wahlen in der Türkei erhöht sich der Druck auf Schriftsteller. Ein Roman von Yavuz Ekinci wurde konfisziert, ein Krimi von Ahmet Ümit darf nur noch im versiegelten Umschlag verkauft werden.
Seit Antritt der PiS-Regierung gerät die Kunstfreiheit in Polen unter Druck. Nun will sie auch die städtischen Theater auf Linie bringen. Polnische Künstler sprechen von einem Boykott liberaler Themen.
Sie wollte die DDR beim Wort nehmen: Zum 50. Todestag der Schriftstellerin Brigitte Reimann erscheint ihr Roman „Die Geschwister“ neu. Die Ausgabe beruht auf einem überraschenden Manuskriptfund.
Der indische Regierungschef sei „direkt verantwortlich“ für die Gewalt, der mehr als 1000 Menschen zum Opfer fielen, heißt es in dem Film. Die Regierung spricht von Propaganda und lässt Videos und Links im Internet löschen.
Elon Musk sperrt Journalisten bei Twitter aus. Alle regen sich auf, zu Recht. Dabei macht Musk nur sichtbar, was bei Twitter schon immer schieflief. Und geheim blieb.
Die Proteste gegen die Null-Covid-Politik werden in den chinesischen Medien ignoriert. Peking setzt auf Zensur und Einschüchterung. Wie die Lage sich entwickelt, ist noch nicht abzusehen.
Wenn Sender, Filmemacher und Fotografen von der Fußball-WM in Qatar berichten wollen, müssen sie ausgefeilte Zensurvorgaben befolgen. Mit Pressefreiheit hat der Fußballverband FIFA offenbar nichts am Hut.
Der umstrittene Rapper hat eine Grundsatzvereinbarung zum Kauf von Parler geschlossen. Was seine Auffassung von Onlineplattformen betrifft, schlägt er ähnliche Töne an wie Elon Musk und Donald Trump.
Nach wiederholten Vorwürfen wegen neurechter Aussteller reagiert die Messe mit neuen Konzepten. Ausschließen will sie Verlage aber nicht.
Wie ist die Lage der Medien in Iran? Wie kommen Menschen im Land an unabhängige Informationen? Der im Londoner Exil lebende Journalist Kourosh Sehati berichtet.
Erscheinen kann die „Nowaja Gaseta“ schon seit einiger Zeit nicht mehr, wegen des Zensurgesetzes, demzufolge man den Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht „Krieg“ nennen darf. Nun wird der Zeitung auch noch die Lizenz entzogen.
Der Tesla-Chef inszeniert sich gerne als Kämpfer für freie Rede. Das hielt ihn nicht ab, einen Gastbeitrag für ein Zensurorgan in China zu schreiben.
Man will es kaum glauben, aber es ist so: Der Digital Services Act, den die EU-Kommission als Sensation anpreist, gibt Plattformen das Recht, legale Presse zu unterdrücken. Wissen die EU-Staatschefs, was sie da beschließen? Ein Gastbeitrag.
Die russische Botschaft in der Schweiz droht der NZZ mit einer Klage. Warum? Weil das Blatt eine Putin-Karikatur gebracht hat. Das Ansinnen ist lächerlich und zeugt vom Hochmut der Schlächter.
Der chinesische Regisseur Zhang Yimou hat regimekritische und politisch gefällige Filme gedreht. „Eine Sekunde“ brachte ihm Ärger mit der Zensur ein. Wenn man den Film sieht, ahnt man, warum.
Das amerikanische Technologieunternehmen wirft Neu Delhi eine „übermäßige Ausübung seiner Macht“ vor. Besonders kritische Beiträge sollen unterdrückt werden.
Von wegen Zensur: Kasseler Grünenpolitiker stellen sich in der Documenta-Debatte gegen Oberbürgermeister Geselle und dessen Amtsvorgänger von der SPD.
Türkei schaltet Deutsche Welle ab
Der Streit über antisemitische Kunstwerke auf der Documenta zeugt von Freiheit, nicht von Zensur. Doch alle Menschenrechte finden ihre Schranke in den Rechten anderer.
Shakespeares Beduine und die Zensur: Ein Gespräch mit dem Theatermacher Sulayman al-Bassam in Beirut vor seinem Gastspiel in Deutschland.
Die Zensur des Kremls geht immer weiter. Nun muss der kanadische Sender CBC in Moskau schließen. Russischen Journalisten, die über den Krieg schreiben, drohen drakonische Strafen.
Brasilien steht ein schmutziger Kampf ums Präsidentenamt bevor. Amtsinhaber Bolsonaro stachelt seine Anhänger mit alternativen Fakten an. Ein Gesetz soll dem Einhalt gebieten – doch Google und Facebook wehren sich mit allen Mitteln.
Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine wehrt sich die Deutsche Welle gegen die Zensur in Russland – mit Erfolg, wie ein Blick auf die Nutzerzahlen ihres russischen Angebots zeigt.
Wladimir Putin hat sein Land von einer sanften Autokratie in einen repressiven Polizeistaat umgewandelt. Das hat auch mit einer schlechten Wirtschaftsleistung zu tun. Ein Gastbeitrag.
Die russische Regierung stuft die Deutsche Welle als „ausländischen Agenten“ ein. In Afghanistan dürfen einheimische Sender keine Programme der Deutschen Welle mehr übernehmen.
Die russische Zensurbehörde Roskomnadsor sperrt die Webseite der „Bild“-Zeitung. Das Springer-Blatt informierte seit einigen Tagen auch in russischer Sprache. Von Sperrungen betroffen sind auch weitere Medien.
Die Deutsche Welle musste als erster Sender aus dem Westen ihr Studio in Moskau schließen. Von Riga aus macht der Sender weiter. Jetzt ist auch die russischsprachige Website wieder zugänglich.
Wir sind gegen den Krieg gegen die Ukraine. Wir geben nicht auf mit unserem Protest, aber wir sind nur wenige. Die Menschen begreifen, dass sie nichts zu verlieren haben. Viele machen sich bereit, zu gehen. Ein Brief aus Russland.
Der Krieg in der Ukraine nimmt immer brutalere Züge an. Die Grenzen des humanitären Völkerrechts sind längst überschritten. Wird das Konsequenzen für Putin haben?
Sollte Russland tatsächlich das Internet abstellen, wäre es mit den Schlupflöchern vorbei. Aber noch finden sich immer neue Wege, die Zensur zu umgehen.
Nachts um eins kam die Mail der Zensurbehörde: Ein russischer Reporter berichtet darüber, wie die Redaktion von „Mediazona“ auch weiterhin informieren will über den Krieg in der Ukraine.
Auch die F.A.Z. hat ihre Korrespondenten bitten müssen, Moskau fürs Erste zu verlassen. Dem Kreml wird es jedoch nicht gelingen, die Wahrheit zu unterdrücken.
Wie Trumps Netzwerk „Truth Social“ im Namen der Freiheit die demokratische Grundordnung zu zersetzen droht und warum wir dem etwas entgegensetzen müssen. Ein Gastbeitrag.
Als der Kalte Krieg heiß zu werden drohte, veröffentlichte die DDR-Rockband Karat einen Song, der bis heute wirkt: „Der blaue Planet“. Es ist eine musikalische Mahnung mit vielfältigen Bezügen.
Wer die Wahl hat, handelt politisch, also muss man sie ihm nehmen: Der Verlagskonzern Randomhouse engagiert Sensitivity Reader, um Autoren Ratschläge hinsichtlich ihres weißen, männlichen Blicks zu geben.
Die Schweizer stimmen über die staatliche Medienförderung ab. Überlagert wird der Entscheid von einem Glaubenskrieg um Corona. Und die Verlage bekämpfen sich in der Frage heftig.