Es geht ums Kuratieren
Bigotterie zwischen Klicks und Moral: Digitale Plattformen kommen ihrer Verantwortung oft nicht nach. Das Kuratieren von Inhalten hat nichts mit Zensur zu tun.
Bigotterie zwischen Klicks und Moral: Digitale Plattformen kommen ihrer Verantwortung oft nicht nach. Das Kuratieren von Inhalten hat nichts mit Zensur zu tun.
Die in Amerika geborene chinesische Eiskunstläuferin Zhu Yi sieht sich nach einigen Stürzen hämischen Kommentaren und scharfer Kritik ausgesetzt. Chinas Zensur reagiert umgehend.
Der türkische Präsident hat die unabhängige Presse in seinem Land längst ausgehebelt. Aber das ist ihm nicht genug. Jetzt hat er ein Gesetz unterzeichnet, das die „zerstörerische Wirkung“von Journalismus unter Strafe stellt.
Die Tennisspielerin Peng Shuai antwortet nun auf Fragen einer singapurischen Zeitung. Rund um ihre Äußerungen zur sexuellen Nötigung habe es viele Missverständnisse gegeben. Kritiker jedoch sehen ihre Befürchtungen verstärkt.
Wie oft hört man Klagen über Nachworte zu literarischen Texten. Doch die haben oft ganz andere Absichten, als man meinen könnte. In der DDR dienten sie manchmal dazu, die Zensur zu überlisten.
Die Kommunistische Partei Chinas macht der Games-Industrie mächtig Druck. Ein internes Protokoll, das der F.A.Z. vorliegt, zeigt: Männliche Figuren sollen nicht durch Make-up „verweiblicht“ werden. Homoerotik ist ebenfalls tabu.
Nach der Sperrung zweier Youtube-Kanäle des russischen Senders RT prangert der Kreml Zensur an. Die russischen Behörden drohen zudem mit ähnlichen Maßnahmen gegen deutsche Medien in Russland.
Mohammad Rasoulofs Film „Doch das Böse gibt es nicht“ erzählt von Menschen in Iran, die sich entscheiden müssen, ob sie dem Regime als Henker dienen oder nicht. Der Film fällt kein Urteil über sie. Darin liegt seine künstlerische und moralische Größe.
Nach dem Starkregen in der Provinz Henan will China kritische Bilder unterbinden. Sogar an Blumen nimmt die Regierung Anstoß. Ungemütlich wird es für einen BBC-Reporter – und einen deutschen Journalisten.
Die Zensurschere im Kopf vieler Wissenschaftler wird immer länger, obwohl sie eigentlich die größte Freiheit haben. Hochschulen sind und bleiben Risikozonen. Ein Gastbeitrag.
Nach dem Sturm aufs Kapitol wurde der ehemalige Präsident der USA von den großen Internet-Plattformen verbannt. Dagegen will er sich jetzt gerichtlich wehren.
Der frühere US-Präsident Donald Trump verklagt die Internetriesen Facebook, Google und Twitter wegen „Zensur". Nach der Erstürmung des Kapitols im Januar hatten die Online-Plattformen Trump verbannt.
Florida will seine Bürger vor der „Zensur“ durch Silicon-Valley-Konzerne schützen – indem Medienplattformen Kandidaten für ein politisches Amt nicht mehr länger als 14 Tage ausschließen dürfen.
Von der „Vulva“ sprechen Frauen wie Männer nach wie vor ungern, wenn sie diesen Bereich des weiblichen Unterleibs meinen. Dabei ist es höchste Zeit, sich einmal genauer mit all ihren Strukturen zu befassen – und so ein faszinierendes Lustorgan wiederzuentdecken.
Der Rapper Fedez ist in Italien eine große Nummer. Bei einem Konzert zum 1. Mai warf er der Rai Zensur vor. Der Sender wies das brüsk zurück. Doch Fedez hat einen Beleg.
Aktivisten in Myanmar geben die Protest-Zeitschrift „Molotov” heraus, um Internetsperren und die Zensur der Militärjunta zu umgehen. Auch das Drucken erledigen die Aktivisten selbst und verteilen dann heimlich die Zeitschrift.
Ein Beitrag in den „Tagesthemen“ über die Gefährdung der Medienfreiheit in Slowenien gefällt dem Ministerpräsidenten des Landes nicht. Dieser geht gegen den Korrespondenten der ARD vor. Der Sender reagiert.
In der angelsächsischen Welt haben Fälle von Cancel Culture zuletzt stark zugenommen. Nun wurde ein Vortrag des renommierten Wirtschaftshistorikers Gregory Clark an der Universität Glasgow abgesagt.
Vor zehn Jahren veröffentlichte das Frankfurter Rapduo Celo und Abdi das „Mietwagentape“. Ihr Debüt prägte das Genre. Jetzt ist der zweite Teil erschienen. Ein Blick in den Rückspiegel.
Wikipedia entstand vor zwanzig Jahren. Es verschrieb sich der „Befreiung des Wissen“ und wurde zu einer der am meisten genutzten Websites. Doch nun wird das Projekt von seinem eigenen Erfolg eingeholt.
Der verstorbene Arzt Li Wenliang ist ein Symbol der anfänglichen Vertuschung des Coronavirus in China. Seine Seite im Netzwerk Weibo ist zur virtuellen Pilgerstätte geworden. Warum zensiert der Staat kaum?
Die EU plant ein Gesetz, um die Verbreitung von extremistischer Propaganda im Netz zu verhindern. Für einige Mitgliedstaaten könnte es jedoch zu einer politischen Waffe werden.
Plötzlich löscht Facebook reihenweise regierungskritische Kommentare in Vietnam. Der Tech-Riese habe dem Druck der autoritären Regierung nachgegeben, sagt Amnesty International.
Eigentlich sollte die Ausstellung über Dschingis Khan und das Mongolenreich schon in Nantes zu sehen sein. Doch Peking wollte korrigierend eingreifen – und das Museum stellte sich quer.
Bald wird China der größte Kinomarkt der Welt sein: Schon jetzt werden Hollywood-Filme von chinesischen Behörden zensiert.
Human Rights Watch und andere Kritiker warnen vor der verschärften Kontrolle sozialer Medien in der Türkei. Die Regierung reagiert auf die Vorwürfe der Zensur mit einem Verweis auf Deutschland.
Das amerikanische Justizministerium legt einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung vermeintlicher Zensur vor. Die bevorstehende Wahl ist sicherlich ein Grund. Aber es geht um mehr.
Das Gesetz weckt Befürchtungen vor zunehmender Zensur. Die Netzwerke müssen außerdem schnell auf Beschwerden reagieren. Tun sie das nicht, drohen Strafen.
Der Großverlag Springer Nature macht sich mit Chinas Zensur gemein. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen sieht darin kein Problem – und macht weiter mit ihm Geschäfte. Ein Gastbeitrag.
Auch künftig will Zoom chinesische Teilnehmer aus globalen Gesprächen ausschließen, wenn die Regierung in Peking dies verlangt. Ein anderes Software-Unternehmen versetzte dem chinesischen Einflussstreben hingegen einen Dämpfer.
Wegen ihrer im Netz veröffentlichten Aufzeichnungen über die Pandemie in Wuhan ist sie ins Visier der chinesischen Behörden geraten. Nun erscheint Fang Fangs Tagebuch auch auf Deutsch.
Social-Media-Plattformen sollten für Hass und Lügen haften, nicht für ihren Versuch, diese zu entlarven. Twitter-Chef Dorsey darf sich nicht von Trump einschüchtern lassen.
In Frankreich können hasserfüllte Verschwörungstheorien etwa zur Corona-Krise und andere beleidigende Beiträge im Netz künftig mit hohen Bußgeldern geahndet werden. Kritiker fürchten durch das Gesetz eine „automatische Zensur“.
In der neuen Rangliste der Pressefreiheit von „Reporter ohne Grenzen“ liegt Norwegen auf dem ersten, Nordkorea auf dem letzten Platz. Immer deutlicher schlägt sich Chinas Zensur nieder. Wo liegt Deutschland?
An den Grenzen der Demokratie: Die Regierung Japans geht immer vehementer gegen Künstler vor, die sich kritisch mit der Vergangenheit des Landes auseinandersetzen.
Warum tut sich Frankreich gegen Corona schwer? Für Chinas Botschafter in Paris ist die Antwort klar: Weil im Westen Egoismus und Individualismus regierten. Auch auf schwedischem Boden tobt die „Schlacht der Narrative“.