Russland sperrt Wikipedia zeitweise
Wegen eines Artikels über Haschisch ließ die russische Medienaufsicht das gesamte Wikipedia-Angebot für russische Nutzer sperren. Mittlerweile ist das Internetlexikon wieder abrufbar. Die Angst vor Zensur bleibt.
Wegen eines Artikels über Haschisch ließ die russische Medienaufsicht das gesamte Wikipedia-Angebot für russische Nutzer sperren. Mittlerweile ist das Internetlexikon wieder abrufbar. Die Angst vor Zensur bleibt.
Von Zensur will der Fernsehdirektor des WDR nichts hören. Gleichwohl hat Jörg Schönenborn eine Folge von „Hart aber fair“ aus der Mediathek entfernt. Nun soll Frank Plasberg nochmal eine Geschlechterdebatte führen.
Die neue Bürgermeisterin Madrids korrigiert auf einer eigenen Website missliebige Berichterstattung. Die spanischen Medien sind empört. Dabei kann sie selbst „El País“ schlampige Recherche nachweisen.
Als langjähriger Beobachter der öffentlichen Meinung muss man heute eine düstere Diagnose stellen: Wir befinden uns auf dem Weg zurück ins Mittelalter. Inwiefern? Nun, beginnen wir mit einem Beispiel.
Von 1944 bis zum Beginn des Kalten Kriegs schrieb Albert Camus für „Combat“, die Zeitung der Résistance. Jetzt liegen seine Artikel in deutscher Übersetzung vor. Es sind Meisterwerke.
Die „Gender Studies“ haben Fachbereiche und Schulfächer fest im Griff. Kritik ist unerwünscht. Wer aufbegehrt, wird – mindestens – als „reaktionär“ bezeichnet. Die genderorientierten Curricula halten aber wissenschaftlichen Ansprüchen keineswegs stand.
Gao Yu, eine renommierte chinesische Journalistin, wurde wegen „Geheimnisverrats“ zu sieben Jahren Haft verurteilt. Aus Protest gegen das Urteil veröffentlicht die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ nun Regierungsinterna.
Der Beruf des Schriftstellers ist in Iran ein Lebensrisiko. Die Zensur reagiert überall. Romane dürfen nur von Innenräumen handeln. Der Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan über die verheerende Situation der Literatur in seinem Land.
Die beliebte Entwicklerplattform Github erleidet heftige Cyber-Attacken. Sie zielen offenbar auf Programme, die die strikte chinesische Zensur umgehen.
Immer mehr Menschen beziehen Nachrichten über soziale Netzwerke. Was wird ihnen dort geboten? Beispiele zeigen, wie manipulativ die Informationen sind.
Ihre Tochter wurde mit einem Tumor in der Lunge geboren. Nun hat Chai Jing eine Dokumentation über Chinas Smog-Problem gedreht. Kurz nach der Veröffentlichung von „Unter der Glocke“ wurde der Film von der Zensur verboten.
Der Krieg in der Ostukraine hat den Patriotismus im Rest des Landes verstärkt. Doch droht damit eine Einschränkung von journalistischer Ausgewogenheit und Unabhängigkeit? Der dritte Gastbeitrag der FAZ.NET-Serie „Stereoscope Ukraine“.
Die Neujahrsgala-Schau des chinesischen Fernsehens ist harte Arbeit für die Zensoren: 700 Millionen Menschen schauen zu, die Witze müssen auf Parteilinie liegen. Dass viele Späße auf Kosten von Frauen gehen, stört die Zensur nicht. Aber die Frauen.
Wenn Kunst auf Kirche trifft: Der Patriarch der Russischen Orthodoxie wettert gegen Kasimir Malewitsch. Die Werke des 1935 verstorbenen Künstlers sieht er als Ausdruck sittlichen Verfalls.
Dank der akribischen Überwachung und Zensur ist das chinesische Internet quälend langsam. Seit neuestem sind Facebook und Google noch nicht mal mehr über Umwege zu erreichen: Peking geht gegen Virtuelle Tunneldienste vor.
Angst vor der eigenen Courage? In Frankreich werden die Aufführungen von gleich zwei Filmen verboten, obwohl beide sich deutlich für Toleranz und gegen Fundamentalismus aussprechen.
Im neuen Heft von „Charlie Hebdo“ geht es um alles: Freiheit, Menschenrechte, den Kampf gegen Tyrannei und religiöse Zensur. Die Überlebenden setzen ein Fanal.
Die Morde von Paris schüren nicht nur Hass und Rassismus, sie bereiten auch den Weg für Freiheitseinschränkungen. Zensur und Überwachung nehmen zu.
Bilder aus der Sixtinischen Kapelle können nicht allzu anstößig sein. Sollte man meinen. Bei Facebook allerdings fiel ein nachgemalter Adam Michelangelos prompt der Zensur zum Opfer.
Die aktuelle Ausgabe von „Cicero“ zeigt einen kiffenden Jesus auf der Titelseite. Zu provokant für Apple. Es sperrt die Ausgabe aus seinem Zeitungskiosk aus. „Cicero“ ist nicht das erste Opfer der Zensur amerikanischer Netzfirmen.
Im chinesischen Internet melden sich immer mehr „Patrioten“ zu Wort, welche die Regierungspolitik preisen. Anders als früher muss Peking sie dafür nicht mehr bezahlen.
Für die öffentliche Meinung gilt Zensur, aber in persönlichen Gesprächen fällt diese Zügelung weg. Die Frankfurter Zeitung berichtet am 3. November 1914 von der fehlenden Selbstzensur.
Aller Zensur zum Trotz verbreitet sich die Kunde von der Demokratiebewegung in Hongkong auch im chinesischen Binnenland. Doch Peking hat größere Sorgen als ein Übergreifen der Proteste – und Präsident Xi Jinping größere Pläne.
Hacker aus China greifen offenbar die Mobiltelefone von Demonstranten in Hongkong an. Die chinesische Zensur unternimmt große Anstrengungen, Berichte zu unterbinden. Trotzdem gehen die Demonstrationen am chinesischen Nationalfeiertag unvermindert weiter.
Das unschuldige Wort „objektiv“ kann bedrohlich klingen: Wie Zensur in China funktioniert und was das mit uns zu tun hat. Innenansichten einer Journalistin aus Peking. Ein Gastbeitrag.
Wang Long aus Shenzen hat seinen Internetanbieter verklagt, weil in China Google, Youtube und Facebook gesperrt sind. Ein harter Kampf bahnt sich an.
In der Umweltszene schlagen die Wellen hoch: Nach der Veröffentlichung eines internen Berichts sieht sich Kanadas Regierung Manipulationsvorwürfen ausgesetzt. Werden Informationsinitiativen des nationalen Eisdienstes blockiert?
Google muss beanstandete Links aus seinen Suchergebnissen löschen. Darunter sind auch Verweise auf Wikipedia-Artikel. Die Enzyklopädie spricht von Zensur, die Autoren der betroffenen Artikel streiten.
Das vom EuGH beschlossene „Recht auf Vergessenwerden“ wird hierzulande gefeiert - Großbritannien empfindet die Neuerung als „Akt der Zensur“. Warum die Redefreiheit der Briten höchstes Gut darstellt.
Ich arbeite in der Online-Redaktion. Von manchen Lesern bekomme ich jeden Tag was zu hören: „Neunmalkluge“, „Hetzpresse“, „widerliche Kriegstreiber“. Kritik, so scheint es, war gestern, heute herrscht Kampf. Soll ich das persönlich nehmen?
Persönliche Daten russischer Bürger sollen künftig auf russischen Servern bleiben – und nur dort. Kritiker sprechen von neuen Zensurmaßnahmen und zusätzlichen Möglichkeiten für den Geheimdienst.
In der Türkei dürfen Medien ab sofort nicht mehr über die Entführung von 80 Türken im Irak berichten. Ministerpräsident Erdogan nennt Berichte „Provokationen“ und gibt dem Westen eine Mitschuld.
Pekings U-Bahn ist überfüllt. Jetzt will die Stadtverwaltung die Preise erhöhen. Doch im Volk regt sich Protest. Die Regierung beginnt schon mit der Zensur.
Kurz vor dem 25. Jahrestag des Massakers auf dem Pekinger Tiananmen verhindert China den Zugriff seiner Bürger auf alle Google-Dienste. Kritiker werden weggesperrt.
Mit dem „Google-Urteil“ begann eine Diskussion über Grundrechte im Internet. Erstmals stellte sich Europa gegen das amerikanische Verständnis digitaler Informationsfreiheit: Ein Gespräch mit dem Datenschützer Peter Schaar.
Google beugt sich dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs und stellt ein Formular ins Internet, mit dem Europäer die Löschung unliebsamer Daten beantragen können. Zugleich warnt Konzernchef Larry Page vor ungewollten Nebenwirkungen.