Eurogruppe beendet Treffen ohne Einigung mit Athen
Eine Stunde lang haben die Euro-Finanzminister über Griechenland gesprochen. Dessen Vertreter hatte offenbar neue Vorschläge mitgebracht - aber sie behandelten nicht die wichtigen Streitpunkte.
Eine Stunde lang haben die Euro-Finanzminister über Griechenland gesprochen. Dessen Vertreter hatte offenbar neue Vorschläge mitgebracht - aber sie behandelten nicht die wichtigen Streitpunkte.
In Luxemburg treffen sich die Finanzminister der Euro-Staaten, um noch einen Kompromiss mit Griechenland zu suchen. Kaum einer rechnet mit einer Einigung - heute.
Tage der Entscheidung: Der monatelange Schuldenstreit zwischen der griechischen Regierung und den Gläubigern befindet sich in der entscheidenden Phase. Morgen treffen sich die Finanzminister der Euroländer. Gibt es am Wochenende einen Sondergipfel?
Eine Einigung der Eurogruppe mit Athen wird immer unwahrscheinlicher. Der griechische Staatsbankrott rückt näher, und Ministerpräsident Tsipras verliert in seiner Wortwahl wieder einmal das Maß. Am Abend schaltete sich Amerika in den Konflikt ein.
Bei den Griechen ist die Regierung von Alexis Tsipras weiterhin sehr beliebt. Das ist durchaus erstaunlich.
Die Nachricht, die griechische Regierung wolle bei der Sitzung der EU-Finanzminister keine neue Reformliste vorlegen, kam bei Börsianern schlecht an. Doch dann überlegten sie es sich anders.
Die Euroländer haben laut einem Zeitungsbericht einen Notfallplan für den Fall, dass die Gespräche mit Griechenland scheitern. Schon dieses Wochenende könnten Kapitalverkehrskontrollen installiert werden. Athen dementiert.
Sogar EU-Kommissionspräsident Juncker hat die Geduld mit Athen verloren. Jetzt beginnt das Blame Game. Niemand will es gewesen sein, der Schwarze Peter soll nach Athen. Nur die Kanzlerin ist auffällig still.
Der griechische Finanzminister fordert nach den geplatzten Verhandlungen weiter einen Schuldenschnitt. Außerdem warnt er vor einer Erhöhung der Mehrwertsteuer: Je höher die Abgaben, desto weniger zahlten die Griechen. IWF-Chefökonom Blanchard verlangt von Europäern und Griechen „harte Entscheidungen“.
Die Grexit-Angst geht um am Aktienmarkt. Die Hoffnung auf eine rasche Lösung scheint verflogen. Stattdessen müssen die Anleger einem Abschied des Landes aus dem Euro ins Auge blicken.
Im Griechenland-Poker ist ein Vermittlungsversuch von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker vorerst gescheitert
Im griechischen Schuldendrama hat EU-Kommissionschef Juncker einen Vermittlungsversuch abgebrochen. Es gebe einen deutlichen Unterschied zwischen den Plänen der Geldgeber und jenen Athens, teilte ein Kommissionssprecher mit. EU-Parlamentspräsident Schulz hofft dennoch auf eine Einigung.
Mit einem umstrittenen Instrument hält die griechische Notenbank die Banken flott. Das Volumen dieser Notkredite eignet sich als Seismograph für die Krise des Landes.
Griechische Regierungsvertreter wollen an diesem Samstag in Brüssel neue Reformvorschläge präsentieren. Zuvor hat die Eurozone offenbar den Druck noch einmal erhöht – und erstmals offiziell über eine mögliche Staatspleite Griechenlands diskutiert. Der griechische Finanzminister Varoufakis hofft immer noch auf einen Bluff.
Erst steigen die Aktienkurse, weil die griechischen Banken mehr Nothilfen von der EZB erhalten. Dann stoppt der IWF die gute Laune. Probleme bereitet die Eigenkapitalausstattung der Geldinstitute - und auch die Bankanleihen sind umstritten
Viele Länder außerhalb des Westens verlieren langsam die Geduld mit dem IWF. Auch weil er so viel Kredit an Griechenland vergeben hat.
Treibt die Griechenland-Krise in Gestalt des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras einen Keil zwischen Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble? Oder spielen sie ein Spiel mit verteilten Rollen?
Athen braucht dringend Geld und legt neue, nicht ausreichende Vorschläge zum griechischen Konsolidierungsprogramm vor. Zugleich malt Regierungschef Tsipras düstere Bilder für Europa.
Giannis Varoufakis weist in Berlin die letzten Vorschläge der Geldgeber zur Lösung der Schuldenkrise zurück. Stattdessen wirbt der griechische Finanzminister für die Vorschläge seiner Regierung. An Angela Merkel richtet er eine persönliche Bitte.
Gerade die Kritik des EU-Kommissionspräsidenten an Alexis Tsipras macht Eindruck in der griechischen Öffentlichkeit. Der Ministerpräsident schickt seinen engsten Mitarbeiter nach Brüssel. Und bessert wohl sein Angebot an die Gläubiger nach.
Jean-Claude Juncker trat im Griechenland-Streit bisher eher milde auf. Doch jetzt ist er wohl richtig verärgert - weil Alexis Tsipras ihm eine Reformliste schuldet. Nach einem abgesagten Telefonat fand er auf dem G-7-Gipfel deutliche Worte.
Den deutschen Finanzminister Schäuble ereilt das Schicksal seines griechischen Kollegen Varoufakis. Er wird im Poker um die griechischen Schulden in die zweite Reihe versetzt.
Nun muss die griechische Syriza-Linksregierung endlich Farbe bekennen. Gegenüber sich selbst. Und gegenüber dem eigenen Volk. Denn nicht nur die Gläubiger werden immer ungeduldiger - auch mit Regierungschef Alexis Tsipras.
Liegen die deutsche Kanzlerin und ihr wichtigster Minister über Kreuz wegen des Schuldenstreits mit Athen? Ein Zeitungsbericht legt das nahe. Vielleicht ist es aber auch ganz anders.
Der Verhandlungsführer der griechischen Regierung, Euclid Tsakalotos, soll in Brüssel Geld beschaffen. Er spricht von vielen Opfern, meint aber doch nur den Abschied von Forderungen.
Die Vereinigten Staaten wollen, dass sich Griechenlands Geldgeber mit dem klammen Land einigen. Derweil gibt es Gerüchte über ein Sondertreffen im griechischen Finanzministerium unter Führung von Alexis Tsipras - nicht Varoufakis.
Griechenlands Finanzminister Varoufakis hat nach eigenen Aussagen Gespräche mit seinen Finanzministerkollegen mitgeschnitten. Nun hat sich erstmals Wolfgang Schäuble dazu geäußert. Mit einem kleinen Seitenhieb.
In Spanien haben die Regionalwahlen den Linksruck verstärkt. Selbst Griechenlands Finanzminister Varoufakis wirkt gegen die Wahlversprechen der Linkspopulisten wie ein Waisenknabe.
Ungewöhnlich offen hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker den griechischen Finanzminister kritisiert. Ein milderes Urteil fällt der Politiker über Regierungschef Tsipras - zu dem er sogar eine besondere Bindung hat.
Viel knapper als gedacht entscheidet Griechenlands Regierungschef eine wichtige Abstimmung auf dem Syriza-Parteitag für sich. Sein Regierungssprecher verspricht sodann, auch weiter Kredite des IWF zu tilgen.
Schon wieder hauen die beiden Finanzminister Wolfgang Schäuble und Giannis Varoufakis öffentlich auf den Putz. Auch viele andere, etwa EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, kommentieren ständig den Schuldenstreit. Entscheiden werden drei andere.
Wie geht der Streit zwischen Griechenland und seinen Geldgebern aus? Eine zentrale Frage kreist um die Rolle des Internationalen Währungsfonds. Zugleich wächst der Druck auf den größten Euro-Retter.
Der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis soll Ende April Tonbandaufnahmen von einem Gespräch mit den Ressortchefs der Eurogruppe gemacht haben. Dass er als Spieler und Amateur beschimpft worden sei, stimme nicht.
Am 5. Juni muss Griechenland die nächste Kredittranche an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen. Wieder macht die Regierungspartei Druck: ohne eine Einigung mit den Gläubigern reiche das Geld nicht aus.
Unser Kolumnist Thomas Mayer war bei Finanzminister Varoufakis. Der wollte wissen, ob sein Land eine Parallelwährung einführen kann – und war für alle Überlegungen offen.
Sollte das Geld ausgehen, werde Griechenland zunächst Pensionen und Gehälter auszahlen, sagt der griechische Finanzminister. Allerdings rechnet er für die nächsten Tage ohnehin mit einer Einigung mit der EU. Über Engpässe könnte auch der Euro-Rettungsfonds helfen.