„Deutschland muss Athen rauswerfen“
Kann Griechenland zum Grexit gezwungen werden? Juristen streiten darüber, ob ein Ausschluss aus der Währungsunion rechtlich möglich ist.
Kann Griechenland zum Grexit gezwungen werden? Juristen streiten darüber, ob ein Ausschluss aus der Währungsunion rechtlich möglich ist.
Falls die Griechen in ihrem Referendum mit „Nein“ stimmen, muss Griechenland den Euro aufgeben, sagen alle namhaften EU-Politiker. Giannis Varoufakis sieht das anders: Griechenlands Mitgliedschaft sei nicht verhandelbar.
Die politische Torheit der Athener Regierung hat die Debatte über die Krise fundamental verändert. Das war gestern Abend auch bei Frank Plasberg zu erleben.
Für den Fall, dass die Griechen für die Sparauflagen der Europäer stimmen, hat Regierungschef Tsipras seinen Rücktritt angedeutet. Finanzminister Varoufakis will sich juristisch gegen einen Euro-Austritt wehren. Zehntausende demonstrieren gegen die Gläubiger.
Am Dienstag müsste Griechenland dem Internationalen Währungsfonds eine Kreditrate von 1,6 Milliarden Dollar überweisen. Doch nach Angaben eines Regierungsvertreters wird das Land nicht zahlen.
Die Regierung Tsipras hat das Vertrauen ihrer Europartner zerstört und das eigene Land ins Chaos gestürzt. Der Grexit ist unausweichlich.
Zur politischen Klasse seines Landes wollte er nie gehören: „Ich bin Ökonom, kein Parteipolitiker.“ Doch nun steht er im Mittelpunkt der griechischen Schuldenkrise - der Notenbankchef und ehemalige Finanzminister Giannis Stournaras.
Der griechische Regierungschef keilt gegen die Euro-Finanzminister und gegen die Europäische Zentralbank. Ob sein Referendum stattfindet, ist aus vielen Gründen - nicht zuletzt organisatorischen - vollkommen unsicher. Kämpft er gerade seinen letzten politischen Kampf im Amt?
Emotionale Finanzminister und stehender Beifall für den Eurogruppen-Chef: So lief das Griechenland-Wochenende in Brüssel. Eine Nacherzählung.
Griechenlands Banken stehen am Rand ihrer Existenz. Die EZB will ihnen die alten Nothilfen vorerst lassen. Doch zusätzliches Geld gibt es nicht. Wahrscheinlich müssen die Banken am Montag geschlossen bleiben.
Die Botschaft der Eurogruppe ist eindeutig. Wenn Griechenland nicht mehr im Euroraum zu halten ist, gibt es dafür nur einen Verantwortlichen: die Regierung in Athen.
Mit der Idee einer Volksabstimmung hat die griechische Regierung in den Verhandlungen überreizt. Die Euro-Finanzminister beenden ihr Hilfsprogramm am Dienstag. Aus dem Euro wollen sie das Land aber noch nicht entlassen.
Das Wort vom „Grexit“ geht dieser Tage wie selbstverständlich um, dabei setzen die EU-Verträge dem Euro-Austritt Griechenlands hohe Hürden. Eigentlich bleibt nur eine Möglichkeit.
Griechenlands Zahlungsunfähigkeit scheint unvermeidlich. Jetzt ist es zu spät, das griechische Volk zu befragen.
Nach der Ankündigung eines Referendums in Griechenland will die Eurogruppe das Rettungsprogramm für Athen nicht verlängern. Griechenlands Finanzminister ist sauer. Sein Land steuert nun auf die Staatspleite zu - und die übrigen Finanzminister denken über Sicherungsmaßnahmen nach.
Der griechische Regierungschef hat für den 5. Juli ein Referendum über das von den Euro-Partnern geforderte Sparprogramm angesetzt. Er spricht von Demütigung und Erpressung. Die Opposition in Athen zeigt sich besorgt. An den Geldautomaten bilden sich lange Schlangen.
Noch zäher als die Verhandlungsführer in Brüssel ist nur Maybrit Illner. Das Thema Griechenland wird durchgekaut, immer und immer wieder. Oft bleibt nur Verwirrung – dieser Leitfaden hilft durch jede Griechenland-Talkshow.
Die Eurogruppe hat ihre Griechenland-Gespräche schon wieder unterbrochen. Vor dem Wochenende gibt es wohl kein Ergebnis. Und was passiert, wenn eine Einigung zu spät für Griechenland kommt?
Eine Sitzung nach der anderen, immer noch kein Ergebnis: Sind die Griechenland-Verhandlungen nicht längst unerträglich? Nicht unbedingt.
Immer noch keine hinreichende Annäherung im Schuldenstreit +++ Finanzminister treffen sich wohl am Samstag wieder +++ Regierungschefs werden nicht über Details verhandeln +++ Der FAZ.NET-Live-Blog von den Griechenland-Verhandlungen
Griechenlands Banken brauchen immer mehr Nothilfen. Doch damit verlängert die Europäische Zentralbank nur das Schuldendrama. Und die Steuerzahler haften.
Die nächtlichen Gespräche zwischen Griechenlands Regierungschef Tsipras und den Kreditgebern haben keinen Durchbruch gebracht. Bereits am Morgen soll es weitergehen. Für eine Einigung bleiben nur wenige Stunden.
Heute Abend treffen sich die Euro-Finanzminister und beraten über die Griechenland-Hilfen. Auch wenn Griechenland neues Geld bekommt: Bis es ankommt, kann es noch eine Weile dauern.
Wer sein Pokerface nicht unter Kontrolle hat, hat verloren. Aber auch griechische Spiele brauchen ein Ende – besonders dann, wenn kein As mehr im Ärmel ist.
Es ist ein ganz normaler Krisentag in Athen - Panik und Nervosität zeigen sich nicht. Nur Vermutungen und Gerüchte schwirren durch die Straßen. Der linke Syriza-Flügel warnt Alexis Tsipras vor Kompromissen und wirbt für die Drachme.
Griechenlands Vorschlag zur Lösung der Schuldenkrise scheint manchem Finanzminister zu gefallen. Aber die Euro-Partner glauben der Linksregierung in Athen noch nicht. Selten war das Durchrechnen so wichtig wie heute.
Was auch immer man einmal über ihn sagen wird, langweilig ist es nicht mit dem griechischen Finanzminister. Und kaum ein anderer beantwortet so schnell E-Mails wie er.
Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn fordert, endlich offen den Konkurs der Griechen zu erklären. Deutschland habe genug gezahlt. Der Grexit sei für alle die bessere Lösung, sagt er im Interview.
Der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis appelliert an die Kanzlerin. Vertraut uns! Ein Gastbeitrag.
Für Griechenland führt auf absehbare Zeit kein Weg zurück zum Lebensniveau der Jahre vor Ausbruch der Krise. Das müssen die Griechen und ihre Politiker einsehen.
Am Montag wollen die EU-Regierungschefs über die Zukunft Griechenlands sprechen. Die EU-Kommission hat den Griechen einen letzten Fahrplan zur Einigung übermittelt. In der Sonntagszeitung appelliert Griechenlands Finanzminister Varoufakis an die deutsche Kanzlerin.
Greek Finance Minister Yanis Varoufakis appeals to German Chancellor Merkel: Trust us!
Am Montag entscheidet sich wahrscheinlich, ob Griechenland in der Währungsunion bleibt oder nicht. In Athen wächst der Druck auf Regierungschef Alexis Tsipras. Und nicht nur dort.
Wenn Tsipras einen Bart wie Trotzki trüge, hätte Madame Lagarde vielleicht Respekt vor ihm.
Die Angst vor einem Ansturm auf die Banken wächst: Gestern sollen die Griechen eine Milliarde Euro von den Konten geräumt haben. Nun berät die EZB in einer Not-Telefonkonferenz. Regierungschef Tsipras verbreitet indes Optimismus.
Das Treffen der Euro-Finanzminister hat keinen Fortschritt gebracht, nun müssen die Chefs ran. Am Montagabend treffen sie sich, um auf höchster Ebene über Griechenland zu beraten. In Athen demonstrieren Tausende dafür, dass das klamme Land in der Währungsunion bleibt.