NSU: Bouffier gegen voreilige Konsequenzen
hs. Wiesbaden. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat im Gespräch mit dieser Zeitung bekräftigt, er habe sich im Zusammenhang mit den Ermittlungen ...
hs. Wiesbaden. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat im Gespräch mit dieser Zeitung bekräftigt, er habe sich im Zusammenhang mit den Ermittlungen ...
P.S. DRESDEN, 11. Juli. Der Präsident des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), Reinhard Boos, hat am Mittwoch den sächsischen Innenminister ...
Die Pannen bei der Aufklärung der von Neonazis verübten Mordserie haben eine weitere personelle Konsequenz: Nun gibt auch Sachsens Verfassungsschutzpräsident Reinhard Boos sein Amt auf.
Im Fall des Kasseler NSU-Mordes durften die Ermittler im Juni 2006 offenbar einen zeitweilig tatverdächtigen rechtsextremen V-Mann des Verfassungsschutzes auf
Die Befragungen im Thüringer „NSU“-Untersuchungsausschuss ergeben ein Gemälde der bizarren Sitten im dortigen Verfassungsschutz. Dessen früherer Chef Helmut Roewer pflegte anscheinend eine eigenwillige Amtsführung.
Muss der Verfassungsschutz reformiert, das „System“ geändert werden? Schon jetzt ist meist geregelt, was neu geregelt werden soll - es müsste nur auch durchgesetzt werden.
Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht hat sich für einen grundlegenden Umbau des Verfassungsschutzes ausgesprochen. Nötig sei eine „klare Federführung des Bundes“. Der hessische Innenminister Rhein sagte dagegen: „Ich rate von einem Schnellschuss ab.“
sat. BERLIN, 8. Juli. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat als Konsequenz aus der Aktenvernichtung im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ...
Im Bundesamt für Verfassungsschutz wird nach dem Rücktritt Heinz Fromms über mögliche Konsequenzen debattiert. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wird etwa die Einführung eines nationalen Sicherheitsberaters erwogen.
Die drei NSU-Terroristen waren offenbar nicht V-Leute des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Was aber sollte durch die Vordatierung der Aktenvernichtung in der Behörde vertuscht werden?
Vom Mord des NSU in einem Kasseler Internetcafé will Verfassungsschützer Andreas T. nichts mitbekommen haben. Ermittler meinen: Er hätte über die Leiche stolpern müssen.
Warum sich Heinz Fromm nicht erklären kann, dass in seinem Amt Akten geschreddert wurden, ist erklärungsbedürftig. Deshalb hat Minister Friedrich einen Sonderermittler eingesetzt. Sonst steht er eines Tages da wie Heinz Fromm.
Der scheidende Verfassungsschutzpräsident Fromm fühlt sich von seinen Mitarbeitern „hinters Licht geführt“. Er schließe nicht aus, dass ein Referatsleiter etwas vertuschen wollte, sagte er vor dem NSU-Untersuchungsausschuss.
Nach zwei Rücktritten in den Reihen des Verfassungsschutzes, wird eins deutlich: Der Verfassungsschutz ist notwendig, aber er braucht dringend ein neues Selbstverständnis.
Der Untersuchungsausschuss entlastet das Bundesamt des Verfassungsschutzes (BfV): Weder das Zwickauer Trio noch die bislang bekannten Unterstützer des NSU waren V-Leute. Das gehe aus ungeschwärzten Akten des BfV hervor.
Wie wäre eine stärkere Zentralisierung des Verfassungsschutzes mit dem Föderalismus zu vereinbaren? Wer soll die Ämter in Zukunft kontrollieren? Gebraucht werden klare Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Ländern.
Die erfolglose Fahndung nach den NSU-Terroristen fiel nur zum Teil in seine Amtszeit. Doch der thüringische Verfassungsschutzpräsident Sippel scheiterte auch am Umgang mit der Krise. Nun muss er gehen.
Der Untersuchungsausschuss zur NSU-Mordserie schließt nach dem Rücktritt Heinz Fromms weitere personelle Konsequenzen nicht aus. Der Grünen-Obmann Wieland erinnerte an den „unbefriedigenden Auftritt“ des BKA-Chefs Ziercke vor dem Ausschuss.
Die Nervosität in der Koalition ist groß, die Autorität der Bundeskanzlerin in Gefahr. Und schon wieder droht der CSU-Vorsitzende Seehofer mit Koalitionsbruch.
Der Vorwurf, Hessens Ministerpräsident habe als Innenminister die Aufklärung der Neonazi-Mordserie behindert, schlägt Wellen. Sein Sprecher wies die Vorwürfe als unverschämt und absurd zurück.
Bundesinnenminister Friedrich hat eine Überprüfung der Strukturen des Verfassungsschutzes angekündigt. Es müsse grundsätzlich geprüft werden, ob die Arbeitsweise der Behörde zeitgemäß sei, sagte der CSU-Politiker.
Der NSU-Mord an einem türkischstämmigen Internetcafé-Betreiber in Kassel wirft sechs Jahre danach wieder Fragen auf. Im Blickpunkt: der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der damals Innenminister war.
Heinz Fromm verbindet seinen Rücktritt mit stillem Protest gegen die eigene Behörde. Doch jetzt das „System Verfassungsschutz“ in Frage zu stellen, käme nur denjenigen entgegen, die ein sinnvoll organisierter Verfassungsschutz bekämpfen soll.
Die Empörung über die Vernichtung von Akten zur „Operation Rennsteig“ im Verfassungsschutz ist groß. Präsident Fromm wusste, was zu tun war.
Bei der Aufklärung der Morde des Neonazi-Trios waren es vor allem Verfassungsschützer, die versagten: Obwohl die Behörde gute Quellen hatte und schon früh Hinweise auf die rechtsextremen Täter, fahndete sie jahrelang neben der Spur.
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat das Rücktrittsgesuch von Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm angenommen. Das teilte ein Sprecher am Montag mit. Fromm hatte nach Pannen bei der Aufklärung der Neonazi-Morde um seine Entlassung gebeten.
Einem Medienbericht zufolge hat der italienische Geheimdienst den Bundesverfassungsschutz bereits 2003 auf ein Netz rechtsextremer Terrorzellen hingewiesen. Wegen der Vernichtung von Akten im Zusammenhang mit der „NSU“-Mordserie steht Verfassungsschutz-Präsident Fromm weiter in der Kritik.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz vernichtete Neonazi-Akten zu einem Zeitpunkt, an dem sie dringend gebraucht werden. Was hatte es mit dieser fristgerechten Schredderung auf sich?
Der Präsident des Bundeskriminalamtes Ziercke hat vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags schwere Ermittlungsfehler eingestanden. Unterdessen wurde bekannt, dass der Verfassungsschutz Akten zur Neonazi-Mordserie vernichtete, als das Trio schon enttarnt war.
Im Kampf gegen Salafisten fordert Innenminister Boris Rhein (CDU) einen stärkeren Dialog mit Muslimen und bessere Aufklärung.
Wegen neuer Drohvideos blicken die Behörden mit zunehmender Sorge auf die Salafisten-Szene. In ihnen wird zum Mord an Aktivisten der rechtsradikalen Partei „Pro NRW“ und an Journalisten aufgerufen.
Wie gefährlich ist der Salafismus? Mit dieser Frage befasste sich Sandra Maischberger in ihrer Sendung, die bisweilen wie absurdes Theater wirkte. Entlarvend war sie trotzdem - für den eingeladenen Salafisten.
In einem Bericht werden schwere Vorwürfe gegen den thüringischen Verfassungsschutz erhoben: er habe bei den Ermittlungen zur Mordserie des NSU eine rechtsextreme Quelle mehrfach vor der Polizei gewarnt und Informationen über das Trio nicht ausgewertet.
Bei Auseinandersetzungen zwischen der Polizei, Salafisten und Rechtextremisten auf dem Potsdamer Platz in Berlin sind am Sonntag drei Personen verletzt worden.
Die meisten muslimischen Gemeinden in Deutschland sind nach ethnischer Zugehörigkeit organisiert. Der Salafismus überschreitet diese Grenze - und viele andere auch.
Die Essener Polizei hat einen mutmaßlichen Salafisten in den eigenen Reihen enttarnt. Der Kommissar wurde vom Dienst suspendiert. Er soll auch für den Verfassungsschutz gearbeitet haben.