Auf verzweifelter Suche nach Protestthemen
Verfassungsschutzpräsident Haldenwang warnt vor einem „sehr hohen“ Bedrohungsniveau
Verfassungsschutzpräsident Haldenwang warnt vor einem „sehr hohen“ Bedrohungsniveau
Die Corona-Proteste gehen zwar zurück, aber der Verfassungsschutz gibt keine Entwarnung: Die Akteure suchen nach neuen Protestthemen.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser stellte am Dienstag in Berlin den aktuellen Verfassungsschutzbericht vor. Daraus gehe hervor, dass die Zahl der politisch motivierten Straftaten um rund 500 auf fast 33.476 gestiegen sei. „Die größte extremistische Bedrohung für unsere Demokratie ist weiterhin der Rechtsextremismus“, betonte Faeser.
„Die größte extremistische Bedrohung für unsere Demokratie ist weiterhin der Rechtsextremismus“, sagt Innenministerin Faeser. Der Verfassungsschutz sieht seit Beginn des russischen Angriffskriegs ein erhöhtes Risiko von Cyberspionage.
In diesem F.A.Z. Einspruch Spezial mit Bundesverfassungsrichter Peter Müller und dem sächsischen Grünen-Politiker Valentin Lippmann beschäftigen wir uns mit neuen Formen des politischen Extremismus – und schauen, ob unsere Verfassung dafür gerüstet ist.
Der Schreinerlehrling Marvin E. soll geplant haben, eine nationalsozialistische, terroristische Vereinigung zu gründen. 2021 kandidierte er noch auf einer Liste der CDU bei der Kommunalwahl. Von August an muss er sich vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verantworten.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz darf laut einem Urteil aus dem März die AfD als Verdachtsfall einstufen und beobachten. Dagegen wehren sich die Rechtspopulisten nun.
Der Brandenburger Verfassungsschutz darf in seinem Bericht Parteien namentlich nennen, die er als extremistische Verdachtsfälle einstuft. Die AfD-Landtagsfraktion hatte dagegen geklagt.
Nach zwei Jahren Corona-Pause wird auf dem Symposium des Verfassungsschutzes spür- und sichtbar, wie Präsident Haldenwang die Behörde anders führt. In den Reden liegt der Fokus auf russischer Desinformation und neuen Formen staatsfeindlicher Haltungen.
Der Verfassungsschutz warnt vor den Angriffen russischer Hacker in Deutschland. Zwei Gruppen scheinen besonders aktiv zu sein.
Der Attentäter von Hanau war bei den hessischen Verfassungsschützern und auch denen der anderen Bundesländer nicht bekannt. Das eine Befragung im Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags ergeben.
Der zweite Lagebericht zur Rechtsextremisten in Sicherheitsbehörden liegt vor, die Ergebnisse sind beunruhigend.
Das Misstrauen gegen den Verfassungsschutz sitzt tief, auch bei Grünen und FDP. Doch die Ampelkoalition muss sich entscheiden: Wenn sie es ernst meint mit dem Kampf gegen den Extremismus, dann muss sie auch entsprechend handeln.
Noch ist der Verfassungsschutzbericht für 2021 nicht veröffentlicht. Aber ein Trend zeichnet sich schon ab: Die Zahl islamistischer Extremisten in Deutschland ist zuletzt leicht gesunken.
Zum Prozess gegen die erste RAF-Generation ist schon viel geschrieben worden. Umso beeindruckender ist, was diese Neuerscheinung leistet. Sie macht erstmals die Protokolle des Verfahrens zugänglich und gibt wüste Einblicke.
Erst will die Lebensgefährtin des terrorverdächtigen Oberleutnants Franco A. nicht aussagen, dann tut sie es doch. Auch seine Mutter wird am nächsten Verhandlungstag ins Gericht kommen müssen – weil der Angeklagte das will.
Immer im Visier des Verfassungsschutzes: Richard Rohrmoser rekapituliert die Geschichte der Antifa. Aktuell mangelt es unter ihren Anhängern an gemeinsamen Zielen. Dafür ist die Gewaltbereitschaft längst ein strukturelles Problem.
Bayern hat es mit den Befugnissen für seinen Verfassungsschutz doch arg übertrieben. Dem hat jetzt das Bundesverfassungsgericht ein Ende gesetzt.
Bayern wollte im Dienst der Sicherheit bis an die Grenzen des Rechtsstaats gehen. Aus Karlsruher Sicht ging die Staatsregierung darüber hinaus. Auch andere Länder und der Bund müssen nun ihre Gesetzgebungen anpassen.
Das bayrische Verfassungsschutzgesetz ist teilweise verfassungswidrig. Was bedeutet das für die anderen Länder und den Bund?
Das bayerische Verfassungsschutzgesetz muss in zahlreichen Punkten eingeschränkt werden. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in einem am Dienstag verkündeten Urteil.
Der Rechtsextremist Andreas Kalbitz will sich zurück in die AfD klagen. Doch das Berliner Landgericht bestätigte am Freitag die Annullierung der Mitgliedschaft des früheren Brandenburger AfD-Chefs und Kopf des rechtsradikalen „Flügels“. Nun muss selbst Parteichef Tino Chrupalla das Urteil akzeptieren.
Andreas Kalbitz bleibt die Mitgliedschaft in der AfD entzogen. Das hat das Berliner Landgericht bestätigt. Er habe beim Parteieintritt seine frühere Mitgliedschaft bei den Republikanern verschwiegen.
„Neuerlicher Verbreitungsschub“ alter Verschwörungen: Verfassungsschutzpräsident Haldenwang stellt ein Lagebild vor, das beschreibt, wie die Pandemie Antisemitismus verstärkt hat.
Der mutmaßliche Drahtzieher im Wirecard-Skandal, Jan Marsalek, soll sich in Moskau befinden. Die deutsche Justiz verlangt offenbar seine Auslieferung.
Ein Teil der Corona-Protestszene radikalisiert sich immer weiter. Sogenannte Delegitimierer wollen Politiker entführen oder töten und planen den Umsturz. Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert.
Erst vor einer Woche haben Ermittler in rechtsextreme Netzwerke hineingestochen, jetzt folgt der nächste Schlag. Es bleibt viel zu tun.
Der Bundesnachrichtendienst ist für die Auslandsaufklärung zuständig. Dass dies in der Frühzeit der Bundesrepublik nicht immer so war, sorgt derzeit für Empörung. Was hat es auf sich mit dem „deutschen Watergate“?
Die politischen Stiftungen erhalten jedes Jahr Millionen aus dem Bundeshaushalt. Die Bundesregierung und die anderen Parteien wollen verhindern, dass die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung gefördert wird.
Über die Netze deutscher Behörden wurden Tausende Änderungen in der Wikipedia vorgenommen. Die Urheber bleiben anonym. Manche Bearbeitungen sind seltsam. Und 19 Computeradressen fallen besonders auf.
Im Lübcke-Untersuchungsausschuss erklärt eine Verfassungsschützerin, warum eine Akte über den Mörder gesperrt war.
In der größten Aktion dieser Art hat die Bundesanwaltschaft am Mittwoch 61 Räumlichkeiten in ganz Deutschland durchsuchen lassen. Vier Männer wurden festgenommen.
Noch nie gab es eine so konzertierte Aktion gegen mutmaßliche Rechtsextremisten. Über tausend Polizisten waren in ganz Deutschland im Einsatz – auf der Suche nach dem großen Netzwerk?
Bei bundesweiten Razzien gegen mutmaßliche Rechtsextremisten werden vier Personen festgenommen. Insgesamt geht es um 50 Beschuldigte.
Der FDP-Politiker Konstantin Kuhle will von der Regierung wissen, wie viele Mitarbeiter der Inlandsgeheimdienst ins Ausland geschickt hat. Bisher beißt er auf Granit – auch beim Koalitionspartner.
Russland flankiert seinen Angriffskrieg in der Ukraine mit Cyberattacken. Die können auch Deutschland treffen. Wieso sich unser Land auch hier besser wappnen muss. Ein Gastbeitrag.