Berliner Scheinheiligkeit
Mit großer Geste hat sich die Bundesregierung gestern zu Waffenlieferungen an den Irak durchgerungen. Möglicherweise. Das wirkt scheinheilig - mit Blick auf die an Bagdad gelieferten Kampfhubschrauber.
Mit großer Geste hat sich die Bundesregierung gestern zu Waffenlieferungen an den Irak durchgerungen. Möglicherweise. Das wirkt scheinheilig - mit Blick auf die an Bagdad gelieferten Kampfhubschrauber.
Von bloßer humanitärer Hilfe zu militärischem Gerät und Waffen: Wie die Bundesregierung ihren Kurs im Irak-Konflikt änderte.
Bislang sperrte sich die Bundesregierung gegen Waffenlieferungen an den Irak und die Kurden. Nun ändert Berlin diese Position. Außenminister Steinmeier wagt sich nach F.A.Z.-Informationen am weitesten vor.
Die Zahl der Konflikte auf der Welt steigt – die Erwartungen an Deutschland werden auch immer größer. Die Bundesregierung nimmt in der Ukraine-Krise die neue Rolle als außenpolitischer Akteur in der ersten Reihe an. Doch das reicht nicht.
Mit Statistik kann man alles behaupten: Auch die angebliche Benachteiligung von Frauen im Beruf. Der mediale Fokus auf den Durchschnittslohn verschleiert mehr, als wirkliche Gleichstellungsprobleme zu beleuchten.
Zwei Generale vereinbarten ein riesiges Tauschgeschäft. Ihr Hubschrauber-Deal sollte angeblich nichts kosten. Jetzt ermittelt der Bundesrechnungshof.
Frauen müssen wie Männer sein, damit sie erfolgreich regieren können? Das ist endgültig Geschichte. Das Klischee des Mannweibs gehört in die Rumpelkammer des Geschlechterkampfes.
In einer Militärakademie in Kabul hat ein Attentäter in afghanischer Soldatenuniform auf einheimische und ausländische Soldaten geschossen. Ein amerikanischer General wurde getötet, ein deutscher Brigadegeneral verletzt.
Die Boulevardblätter erklären uns diese Woche wieder die Welt: Wir werden immer hässlich bleiben und sollten uns lieber um unser Karma kümmern. Vor dem Krieg aber rettet uns nur der Humor – und vor dem Rest Dieter Bohlen.
Das Stationierungskonzept der Bundeswehr kostet nach Informationen der F.A.S. rund 1,5 Milliarden Euro. Verteidigungsministerin von der Leyen soll Entscheidungen ihres Vorgängers zurücknehmen, fordert die SPD. Die Union blockt das ab.
Die Bundesverteidigungsministerin stellt eine neue Staatssekretärin ein, die sich vor allem um die Rüstungsvorhaben der Bundeswehr kümmern soll. Die Erfahrung zeigt, dass das dringend nötig ist.
In den vergangenen zwanzig Jahren haben sich in allen deutschen Parteien Frauen an die Spitze gekämpft. Nur die FDP bleibt ohne weibliches Gesicht.
Die Bundesregierung droht Russland, noch in dieser Woche weitere Sanktionen auf den Weg zu bringen. Der Kreml habe offenbar kein Interesse an einer Aufklärung des MH-17-Absturzes und mache seinen Einfluss auf die Separatisten nicht geltend.
Angela Merkel ist so lange schon Kanzlerin, dass bereits über ihren Abschied spekuliert wird. Dabei hat noch niemand das Kanzleramt freiwillig verlassen.
Zum zweiten Mal informiert sich die Verteidigungsministerin in Afghanistan über den deutschen Truppenabzug und die Planung für die Zeit danach. Fünf Monate soll der Kampfeinsatz der Bundeswehr noch dauern.
Wirtschaftsminister Gabriel kontrolliert die Waffenlieferungen ins Ausland schärfer. Das trifft nicht bloß Kunden am Golf. Denn Deutschlands Waffenschmiede liefern Kleinteile auch an Hersteller in England oder Frankreich.
Schon wieder hat Karstadt einen Chef verloren. Von der Hoffnung bleibt nichts - außer leeren Sprüchen.
Bei der Sendung „Deutschlands Beste“ wurde systematisch die Reihenfolge der Kandidaten manipuliert. Jetzt hat das ZDF seinen eigenen ADAC-Skandal. Hat der Betrug Konsequenzen?
Das ZDF hat jetzt eingeräumt, die Ranglisten der beiden TV-Shows „Deutschlands beste Männer“ und „Deutschlands beste Frauen“ bewusst manipuliert zu haben. Programmdirektor Himmler prüft arbeitsrechtliche Konsequenzen.
Wie blöd ist das denn: Aus der F.A.Z. hätte Obama doch tausendmal mehr erfahren können als von diesem Bonsai-Bond.
Gestalten Frauen das Betriebsklima wirklich besser? Bewältigen sie jede noch so schwierige Aufgabe mit Charme und Bravour? Unser Autor hat sich in die Höhle des gut bezahlten Löwinnen-Matriarchats gewagt.
Bundesfinanzminister Schäuble geht die Vereinigten Staaten in der Spionageaffäre ungewöhnlich deutlich an: „Das ist so was von blöd.“ Auch der CDU-Innenpolitiker Bosbach fand harte Worte.
Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen einen weiteren Verdächtigen, der für einen amerikanischen Geheimdienst spioniert haben soll - offenbar im Verteidigungsministerium. Die Bundesregierung reagiert empört.
Nach dem Spionagefall beim BND fordert Verteidigungsministerin von der Leyen Washington dazu auf, bei der Aufklärung besser zu kooperieren. Oppositionspolitiker wünschen ein klares Wort von Präsident Obama.
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel will Rüstungsexporte wesentlich stärker kontrollieren. Er muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die radikale Auslese unter deutschen Herstellern voranzutreiben.
Amerikas teuerstes Rüstungsprojekt stockt nach einem Brand. Politiker und Militärs fragen sich: Sind bemannte Kampfjets im Zeitalter von Drohnen noch angebracht?
Hillary Clinton erklärte bei Günther Jauch, dass auch die mächtigsten Frauen der Welt noch anders behandelt werden. Schuld daran hätten Männer wie Russlands Präsident Putin.
Die Opposition wollte die Ministerin vorführen, aber die war schlauer. Von der Leyen hat ein hässliches Thema abgeräumt – und ihrem Haus noch eine Lektion erteilt.
Verteidigungspolitiker der Koalition sprechen sich dafür aus, dass die Bundeswehr in den nächsten Jahren bewaffnungsfähige Aufklärungsdrohnen des Typs Heron TP von Israel least. Es gelte, sich „nicht auch noch bei Drohnen von den Amerikanern abhängig zu machen.“
Die Sozialdemokraten könnten der Anschaffung von bewaffneten Drohnen doch zustimmen. Fraktionschef Thomas Oppermann fordert eine offene Diskussion. Zuvor hatten sich führende Genossen skeptisch geäußert.
Der German Marshall Fund will sich wieder stärker auf seinen transatlantischen Kern besinnen. Die neue Chefin des Funds, Karen Donfried, will den Blick wieder enger fassen.
Teile der SPD stemmen sich gegen Ursula von der Leyens Pläne zur Anschaffung von Kampfdrohnen. Es sei zu früh für eine Entscheidung, sagt Generalsekretärin Fahimi.
Nach dem Vorstoß von Verteidigungsministerin von der Leyen, der Bundeswehr künftig bewaffnungsfähige Drohnen zu beschaffen, ist die SPD uneins. Der Wehrpolitiker Arnold unterstützt das Vorhaben, aus der Fraktionsführung aber kommt Widerspruch.
Lange zögerte sie, jetzt hat die Verteidigungsministerin im Streit um Drohnen-Einsätze der Bundeswehr erstmals Stellung bezogen. Das deutsche Militär soll sie aus Sicht der CDU-Politikerin einsetzen dürfen - unter bestimmten Bedingungen.
Der Wehrbeauftragte befürwortet den Einsatz bewaffneter Drohnen. Die SPD indes zweifelt am Bedarf der Bundeswehr daran. Grüne und Linkspartei sehen sich nach der Anhörung vor dem Verteidigungsausschuss bestärkt.
Die Grünen-Fraktion lehnt bewaffnete Drohnen aus ethischen Gründen ab. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr indes spricht sich für die Anschaffung von Kampfdrohnen aus.