Ist Fußball ein triftiger Grund?
Neue Sorgen um die Austragung des Supercups zwischen Bayern München und dem FC Sevilla in Budapest. Ungarn macht wegen steigender Corona-Zahlen seine Grenzen für Ausländer dicht. Die Uefa verhandelt.
Neue Sorgen um die Austragung des Supercups zwischen Bayern München und dem FC Sevilla in Budapest. Ungarn macht wegen steigender Corona-Zahlen seine Grenzen für Ausländer dicht. Die Uefa verhandelt.
Griechenland baute als erstes einen Grenzzaun gegen illegale Migration. Es folgten Bulgarien, Ungarn und Nordmazedonien. Nun schotten sich auch die Serben ab.
Index war das größte regierungskritische Medium Ungarns. Dann wurde der Chefredakteur gefeuert, und fast alle Redakteure kündigten. Kritiker beschuldigen die Regierung Orbán. Aber so klar ist die Sache diesmal nicht.
In mehreren Ländern Europas geben Corona-Ampeln Auskunft darüber, welche Reisebeschränkungen derzeit herrschen. Belgien ist für sein System bereits heftig kritisiert worden. Dabei sind Rot, Grün und Gelb anderswo deutlich willkürlicher verteilt.
Staatsminister Roth sieht in der Rechtsstaatsklausel des EU-Finanzpakets eine Chance. Dass Ungarns Ministerpräsident Orbán sich nach der Einigung zum Sieger erklärte, hält er nicht für zielführend, sagt er im Interview.
„Kein Rechtsstaat, kein Euro.“ So soll Emmanuel Macron dem Ungarn Viktor Orbán in Brüssel gedroht haben. Am Ende gab es einen Kompromiss. Und vom Rechtsstaatsmechanismus blieb nicht mehr viel übrig.
Er habe den ungarischen Nationalstolz verteidigt, sagt Ministerpräsident Orbán zum Kompromiss der 27 EU-Staaten bei der Rechtsstaatlichkeit. Man sei im Konflikt mit Ungarn und Polen zu früh eingeknickt, kritisiert Vize-EU-Parlamentspräsidentin Barley.
Am frühen Dienstagmorgen hieß es endlich „Deal“. Seit Freitag hatten die EU-Staatschefs um einen Kompromiss bei den Corona-Hilfsfonds und den Finanzrahmen bis 2027 gerungen. Europa sei bereit gewesen, neue Wege zu gehen, sagte Bundeskanzlerin Merkel.
Die europäischen Regierungschefs verhandeln immer noch über die Corona-Hilfen. Das liegt auch daran, dass dahinter ein grundsätzlicher Konflikt steckt, der über Europas Zukunft entscheidet.
Wieder fährt die Scuderia in der Formel 1 nur hinterher. Sebastian Vettel wird sogar von Sieger Lewis Hamilton überrundet – das Ferrari-Herz blutet. Die internationale Presse kommentiert eindeutig.
Der Weltmeister lässt auch in Ungarn alle hinter sich – und sammelt weiter fleißig Rekorde. Sebastian Vettel wird von Hamilton überrundet – und fährt dennoch als Sechster ins Ziel.
Die Regierungschefs sind sich uneinig über den Milliardenfonds der EU. Die „sparsamen Vier“ beharren auf einer Kürzung. Auch Fragen des Rechtsstaats und der Rabatte sind offen.
Letzte Chance: Max Verstappen will jüngster Weltmeister der Formel 1 werden. Doch sein Red Bull ist zu langsam. Hat der Holländer seinen Vertrag doch zu früh verlängert?
Sollen Staaten nur dann Geld aus EU-Töpfen bekommen, wenn ihre Gerichte unabhängig sind, Medien frei arbeiten können und Vorkehrungen gegen Korruption getroffen wurden? In Brüssel ist ein erbitterter Streit ausgebrochen.
Viktor Orbán mag keine Migranten – bis auf einen: den wegen Amtsmissbrauchs verurteilten früheren mazedonischen Ministerpräsidenten. Dass Ungarn ausgerechnet ihm politisches Asyl gewährte, empörte viele. Doch die Geschichte ist komplizierter.
Die EU-Kommission will die Situation der Rechtsstaatlichkeit in allen Mitgliedstaaten prüfen. Das könnte Folgen für Zahlungen aus dem EU-Haushalt haben. Laut Justizbarometer gibt es nicht nur in Polen und Ungarn Probleme.
Die Kanzlerin hält im Europaparlament eine pro-europäische Rede und vergleicht den Kontinent mit Beethovens neunter Symphonie. AfD-Politiker Jörg Meuthen wird ausgebuht.
Ungarn lässt Reisende aus Drittstaaten weiter nicht ins Land, auch wenn die EU das für 14 Staaten empfohlen hatte. Großbritannien dagegen will seine Quarantänebeschränkungen offenbar aufheben.
Klaus Johannis und die Ungarn +++ lateinische Inschriften +++ Wenig Gerichtserfolge des BVerfG +++ höfliche Polizisten +++ Elsässerditsch +++ Kuppelbekrönung +++ Polizeihunde einsetzen
Ungarns Ministerpräsident gibt Vollmachten zur Bekämpfung der Corona-Krise zurück. Nun verlangt er von seinen Kritikern, sich zu entschuldigen. Da lohnt ein kritischer Blick.
Das ungarische Gesetz sei diskriminierend und schränke die Organisationen und Spender ungerechtfertigt ein. Menschenrechtler werten das Urteil als großen Erfolg.
Der coronabedingte Gefahrennotstand in Ungarn ist damit beendet. Es gilt weiterhin eine „Pandemiebereitschaft“. In Zukunft könnte die Regierung einen Notstand ohne Mitarbeit des Parlaments verhängen.
In Ungarn soll der Ausnahmezustand diese Woche enden. Ministerpräsident Orbán fordert Kritiker, die vor diktatorischen Zuständen gewarnt hatten, zur Entschuldigung auf. Eine neue Gesundheits-Ausnahmeregelung ruft aber wieder Bedenken hervor.
Ungarns Ministerpräsident beschwört in einer Rede die glorreiche Vergangenheit seines Landes. Die Kroaten haben den Eindruck, er fordere frühere ungarische Gebiete zurück – alles nur ein Missverständnis, beteuert Budapest.
Die weltweit höchste Pro-Kopf-Produktion von Fahrzeugen hat die Slowakei zu Wohlstand gebracht. Nun könnte sich aber rächen, dass sich das Land von der Automobilindustrie total abhängig gemacht hat.
Mit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd ist nicht nur in Amerika eine Debatte über Rassismus entbrannt, sondern auch in Deutschland. Aber was ist eigentlich Rassismus? Der Konfliktforscher Andreas Zick im Gespräch.
Vielerorts ist das Interesse an der deutschen Sprache nach wie vor groß. Einen Einbruch gibt es in den Ländern, deren politisches Verhältnis zu Deutschland angespannt ist.
Vor hundert Jahren wurde der Vertrag von Trianon unterzeichnet, durch den Ungarn zwei Drittel seines Territoriums verlor. Das Land sah sich als unschuldiges Opfer der Siegermächte des Ersten Weltkriegs. Aber war es das auch?, fragt der Essay-Podcast.
Der 4. Juni ist in Rumänien ein Feiertag, in Ungarn gilt er als Tag der nationalen Katastrophe: Vor 100 Jahren wurde Siebenbürgen mit seiner ungarischen Bevölkerung dem Nachbarstaat zugeschlagen. Nationalisten auf beiden Seiten schüren bis heute das Misstrauen.
Österreichische Zeitungen und ein finnischer Wissenschaftler wurden von Ungarn aufgefordert, sich für ihre Kritik zu „entschuldigen“. Währenddessen twittert Polens Botschaft in Berlin gegen einen deutschen Korrespondenten.
Die Sondervollmachten für Viktor Orbán haben viel Kritik hervorgerufen. Nun sollen sie enden – aber viele der von der ungarischen Regierung erlassenen Verordnungen werden in Gesetze umgewandelt.
Von den Nationalsozialisten verfolgt, von den Briten auf dem Flüchtlingsschiff Exodus angegriffen: Esther Shakine erzählt ihre Geschichte auf ungewöhnliche Weise – als Comic.
Die Kulturpolitik im östlichen Mitteleuropa ist gespalten: In der Slowakei fordert die Präsidentin Unterstützung für Künstler, während der Regierungschef in Ungarn nicht ertragen will, dass er diese Sphäre nicht kontrolliert.
Ungarn ist nicht das einzige EU-Land, das Asylanträge an seinen Außengrenzen prüft. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen die Transitzonen erschwert deshalb auch Pläne von Innenminister Seehofer.
Auch nach der Schließung der Transitzentren an der Grenze zu Serbien wird Ungarn sich nicht beteiligen, wenn es darum geht, Flüchtlinge einigermaßen gerecht in den EU-Ländern zu verteilen.
Rumäniens Präsident hätte heute den Aachener Karlspreis bekommen sollen. Es heißt, er schütze Minderheiten. Wie passt das zu seiner Hetze gegen Ungarn?