Nachbarn kann man sich nicht aussuchen
Das gilt auch für die Türkei. Sein eigenes Verhalten gegenüber einem Nachbarn kann man aber anpassen. Dabei muss man sich ja nicht an Alexander Gauland orientieren.
Das gilt auch für die Türkei. Sein eigenes Verhalten gegenüber einem Nachbarn kann man aber anpassen. Dabei muss man sich ja nicht an Alexander Gauland orientieren.
Zehntausende Anhänger des türkischen Präsidenten begehen zusammen mit Recep Tayyip Erdogan den Sieg der islamischen Osmanen über die christlichen Verteidiger des heutigen Istanbuls.
Der Bundestag will die Verbrechen der Türkei an den Armeniern künftig als Völkermord bezeichnen. Regierungspolitiker rechnen gegenüber der F.A.S. mit keinen gravierenden Konsequenzen. Die Türkei versucht, Abgeordnete unter Druck zu setzen.
Um den Zwist mit der Türkei nicht noch weiter anzuheizen, hat Amerika seinen Soldaten das Tragen kurdischer Abzeichen untersagt. Zuvor hatten Fotos die Türken erzürnt. Die Offensiven gegen den IS gehen unterdessen weiter – und gefährden hunderttausende Zivilisten.
Russlands Präsident Putin ist zu Besuch in Griechenland. Beim Treffen mit Premier Alexis Tsipras stellt er Investitionen russischer Firmen in Aussicht - und spricht auch über das angespannte Verhältnis zur Türkei.
Die Rebellen im Norden Syriens geraten immer stärker unter Druck des IS. In der Region sind auch hunderttausende Flüchtlinge eingekesselt. Gleichzeitig knirscht es zwischen der Türkei und Amerika - wegen einiger brisanter Fotos.
Die hermetischen Grenzschließer und die enthusiastischen Grenzöffner hatten beide Gründe für ihr Handeln - rechtliche, demokratische, mediale und moralische. Ein Rendezvous mit der Globalisierung indes hatten beide Seiten.
„Drohungen sind nicht die besten diplomatischen Instrumente“: Hochrangige EU-Vertreter wie Kommissionschef Juncker zeigen sich betont unbeeindruckt von Erdogans Drohung, das Flüchtlings-Abkommen platzen zu lassen. Und machen klar, welche Grenzen das Entgegenkommen hat.
Vor ihrer Reise nach Istanbul verteidigt die Kanzlerin das EU-Türkei-Abkommen. Im Interview mit der F.A.S. spricht sie zudem über die Polarisierung in der Gesellschaft – und zieht eine klare Grenze nach rechts.
Der türkische Präsident lässt im Streit mit der EU nicht locker: Sollte die Visafreiheit nicht bald kommen, will er Konsequenzen ziehen – mit Hilfe des Parlaments in Ankara.
Die Anzahl der Flüchtlinge, die bei der Überfahrt über das Mittelmeer gestorben sind, ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Hoch bleibt sie dennoch – wohl auch in Zukunft.
Die EU ist zwar auf den türkischen Präsidenten angewiesen, ihre Verhandlungsposition hat sich aber verbessert. Es besteht kein Anlass, Erdogan nachzugeben, einem Mann der eine andere Auffassung von Demokratie und Rechtsstaat hat als wir.
Bundeskanzlerin Merkel nutzt ihre Reise nach Istanbul, um inmitten politischer Wirren in der Türkei von Erdogan zu erfahren, ob das Flüchtlingsabkommen noch gilt. Die Skepsis ist berechtigt.
Die Angst lässt deutsche Pauschalreisende vor zahlreichen Zielen zurückschrecken. Griechenland zählt nicht dazu. Das Land ist bei deutschen Urlaubern beliebt wie nie.
Heute Vormittag begann der erste „Welthumanitätsgipfel“ in Istanbul. Gleichzeitig veröffentlichte der britische „Guardian“ einen Gastbeitrag des türkischen Präsidenten Erdogan zur Flüchtlingskrise und zur Lage in Syrien.
Beim Treffen mit Präsident Erdogan hat die Bundeskanzlerin bezweifelt, dass die Bedingungen für die EU-Visafreiheit für Türken bis Anfang Juli erfüllt sein werden. Auf dem UN-Nothilfegipfel hatte sie zuvor für Solidarität in der Flüchtlingskrise geworben.
Medienzensur, verfolgte Parlamentarier, verleugneter Völkermord – die Liste von Kritikpunkten an Erdogans Politik ist lang. Ein Überblick über die Streitthemen, die Bundeskanzlerin Merkel am Montagnachmittag beim Treffen mit dem türkischen Staatschef ansprechen wird.
Kritik an dem Flüchtlingsabkommen mit der Türkei kommt entweder aus Wolkenkuckucksheim oder aus Seehofers Keller. Denn wie anders als mit Erdogan könnte die Flüchtlingskrise bewältigt werden?
Wegen der innenpolitischen Entwicklungen in der Türkei stocken die Verhandlungen über die Visumfreiheit. Auch Kanzlerin Merkel wird ihre Bedenken bei ihrem Treffen mit dem türkischen Präsidenten zum Ausdruck bringen.
Der neue AKP-Vorsitzende Yildirim wird wahrscheinlich schnell mit der Bildung einer Regierung beauftragt werden. Schon vorher zeigt er sich als treuer Handlanger Erdogans.
Horst Seehofer warnt die Kanzlerin Merkel vor zu großer Nachsicht mit Ankara. Man habe sich durch das Flüchtlingsabkommen erpressbar gemacht.
Die Kanzlerin hält am Abkommen mit der Türkei fest, mahnt das Land vor ihrem Besuch in Istanbul aber zu Reformen. Im Gespräch mit der F.A.S. hat Angela Merkel auch eine Botschaft für Horst Seehofer.
Erst die Griechen, dann die Flüchtlinge, jetzt der Brexit: Europa hat keine Kraft, Konflikte zu befrieden. Angela Merkels Deal mit Erdogan macht das nur noch schlimmer.
Die Bundeskanzlerin weist vor ihrem Treffen mit Erdogan auf die Lage der Kurden hin und verteidigt das Flüchtlingsabkommen. Im Gespräch mit der F.A.S. erklärt Merkel jedoch: „Einige Entwicklungen bereiten uns große Sorgen.“
Eigentlich soll die Türkei für jeden Flüchtling, den sie aus Griechenland zurücknimmt, einen syrischen Flüchtling in die EU ausreisen lassen. Offenbar macht sie dabei aber erhebliche Unterschiede.
Aus den Augen, aus dem Sinn: Was nimmt Deutschland in Kauf, damit die Flüchtlinge nicht über Griechenland und die Türkei hinauskommen? Zu viel, sagt eine Organisation die vor Ort war.
Die EU-Innenminister erhöhen den Druck auf Ankara und sichern den Flüchtlingspakt mit einem Kniff ab. Damit die Türkei endlich liefert.
Ihr Siegesrausch verstellt den Anhängern Erdogans den Blick auf Gefahren, die sie heraufbeschwören. Der Kurs des Präsidenten lässt eine andere – undemokratische – Kontrollinstanz wieder in den Blick rücken. Ein Kommentar.
Das türkische Parlament stimmt heute über die Aufhebung der Immunität von mehr als einem Viertel der Abgeordneten ab. Parlamentarier der größten Oppositionspartei haben den Plenarsaal während der Debatte unter Protest verlassen.
Der türkische Präsident Erdogan führt sein Land in unruhiges Fahrwasser. Das stört ihn jedoch nicht, denn er verfolgt nur ein Ziel.
Der ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson gewinnt einen Böhmermann-Solidaritäts-Gedichtwettbewerb – natürlich geht es darin auch um Liebe mit Ziegen.
Der Bundestagspräsident verurteilt das Vorhaben Erdogans, die Immunität prokurdischer Abgeordneter aufzuheben. Andere führende Unionspolitiker schließen sich der Kritik an.
Bis Mitte Mai hätten 20.000 Flüchtlinge von Griechenland und Italien auf Europa verteilt werden sollen. Tatsächlich sind bisher nur 1500 Personen ausgereist. Der EU-Innenkommissar ermahnt die Mitgliedstaaten, ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Die regierende AKP will mit ihrem Gesetzesvorschlag die kurdische Partei HDP aus dem Parlament drängen. Bei einer Probeabstimmung votierten die meisten Abgeordneten für die Änderung – es gibt aber noch eine entscheidende Hürde.
Mario Gomez und Andreas Beck feiern die Meisterschaft mit Besiktas Istanbul. Nach dem Titel erhofft sich der Verein glorreiche Zeiten. Offen ist nur, wie lange Gomez noch am Bosporus bleibt.
Offiziell ist die Türkei laizistisch, faktisch hat sie jedoch den sunnitischen Islam zur Staatsreligion gemacht. Eine islamische Republik ist sie aber noch nicht – auch wenn das Präsident Erdogan gerne hätte.