Wohin steuert die Türkei?
In der Türkei nehmen jeden Tag die Repressionen zu. Wohin führen die Entwicklungen? Darüber wurde bei Maybrit Illner heftig gestritten. Fast wäre es sogar zum Abbruch der Diskussion gekommen.
In der Türkei nehmen jeden Tag die Repressionen zu. Wohin führen die Entwicklungen? Darüber wurde bei Maybrit Illner heftig gestritten. Fast wäre es sogar zum Abbruch der Diskussion gekommen.
Der Ausnahmezustand ist zum neuen Normalzustand in der Türkei geworden. Das Regime kämpft mit allen Mitteln der Einschüchterung gegen Erdogans Gegner – und glaubt damit tatsächlich die Demokratie zu retten.
Kriege und Notstand erlauben Staaten, die Europäische Menschenrechtskonvention auszusetzen. Ankara vollzieht diesen Schritt gerade – und verkündet gleichzeitig ein ehrgeiziges Ziel.
Seit dem gescheiterten Putschversuch wurden in der Türkei Zehntausende festgenommen, entlassen oder suspendiert. Wer sind diese Menschen? Eine Übersicht.
Nach dem harten Durchgreifen der türkischen Führung wächst die Unsicherheit über Geschäfte mit dem Militärfonds und Kredite europäischer Förderbanken. Hochschulen sind vom Ausreiseverbot für Wissenschaftler entsetzt.
Was nach dem Putschversuch in der Türkei neu ist: Rocker aus Hessen treten als politische Akteure auf. In der Szene brodelt es seit Monaten, nun haben die „Bahoz“ den „Osmanen“ den Kampf angesagt.
Verrückte Börse: An der Wall Street meldet der Dow Jones den neunten Tag in Folge Kursgewinne. In Europa aber machen Anleger Kasse, die Lufthansa-Aktie ist nach einer Prognosesenkung im Sinkflug, die türkische Börse wegen des Ausnahmezustands unter Druck.
Erdogan hat, was er angestrebt hat: Alle Macht in seinen Händen. Wer ihn bisher noch kontrolliert hat, ist endgültig ausgeschaltet. Das Ende der Stabilität der Türkei steht bevor. Eine Analyse.
Die Türkei durchlebe gerade einen Zivilputsch, sagt Savaş Genç, Türkei-Experte und früher Professor an der Fatih-Universität in Istanbul im Interview. Wenn die Lage weiter eskaliere, halte er einen zweiten Putschversuch für möglich.
Die Türkei beschließt den Ausnahmezustand, die CSU will ein neues Steuerkonzept präsentieren und in Ansbach entscheiden Richter über die Übernahme von Kita-Kosten.
Seit der Nacht auf Donnerstag gilt in der Türkei der Ausnahmezustand. Außenminister Steinmeier und der österreichische Außenminister Kurz zeigen sich besorgt, führende türkische Politiker spielen die Entscheidung hingegen herunter.
Nicht nur Armenier sind ihm zu Dank verpflichtet: Jörg Ernesti erinnert an Papst Benedikt XV., der sich als Diplomat im Ersten Weltkrieg Verdienste erwarb. Doch er machte einen folgenreichen Fehler.
Die Grundrechte in der Türkei können in den nächsten drei Monaten eingeschränkt oder ausgesetzt werden. Für Menschen in dem Land kann das unangenehme Folgen haben.
Nach dem Putschversuch in der Türkei hat die amerikanische Ratingagentur Standard and Poor’s die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft. Es drohe eine „Phase verstärkter Unberechenbarkeit“.
Selbst Gegner des türkischen Präsidenten Erdogan warnen: So harmlos, wie sie sich gibt, ist die Bewegung des islamischen Predigers Gülen nicht.
Graue Wölfe, Milli Görüs und Erdogananhänger heben die Fahnen: Dank Telefonmobilisierung und ideologischer Nähe bekommen auch kleine Städte Gelegenheit, sich über den Stand von Integration, Toleranz und Rechtsextremismus ein Bild zu machen.
Gescheiterter Putsch, Anschläge, Bürgerkrieg im Südosten: Die Türkei steckt in einer gewaltigen Krise. Die Aktienkurse befinden sich seit Jahresbeginn dennoch im Plus. Wieso eigentlich?
Nach dem gescheiterten Putschversuch hat die türkische Luftwaffe erstmals wieder Stellungen der Kurdenrebellen im Irak bombardiert – und dabei 20 PKK-Kämpfer getötet. Präsident Erdogan kündigte außerdem eine „wichtige Entscheidung“ an.
Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat knapp 300.000 Mails der AKP-Partei von Präsident Erdogan veröffentlicht. Unterdessen verhaftet die türkische Polizei offenbar Menschen, die im Internet den Putschversuch befürwortet haben.
Die entscheidende türkische Oppositionspartei will Präsident Erdogan in der Wiedereinführung der Todesstrafe unterstützen. Über eine entsprechende Verfassungsänderung hätten aber andere zu entscheiden.
Ankaras Rachefeldzug gegen Anhänger der Gülen-Bewegung hat Deutschland erreicht. Auch aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich werden Übergriffe gemeldet.
Die Notenbank der Türkei senkt ein weiteres Mal den Leitzins, um für Finanzstabilität zu sorgen. Die Rating-Agentur Moody’s droht derweil mit einer Herabstufung der Bonität.
Die „Säuberungen“ in der Türkei gehen weiter: Das Bildungsministerium hat mehr als 15.000 Staatsbedienstete vom Dienst freigestellt. Auch wurden 24 Fernseh- und Radiostationen die Sendelizenz entzogen.
Live-Videos im Netz laufen dem Fernsehen den Rang ab. Müssen Sender ihre ethischen Standards brechen, um mitzuhalten? Kai Gniffke über die Herausforderungen des Streamings.
Nach dem versuchten Militärputsch in der Türkei hatte die amerikanische Luftfahrtbehörde Direktflüge zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei verboten. Nun hat sie den Erlass überraschend schnell aufgehoben.
In seinem ersten Interview nach dem Umsturzversuch spricht der türkische Präsident über die Todesstrafe, seinen Feind Fethullah Gülen und die Nacht des Putsches. Auch über das Verhältnis seiner Regierung zu den Medien hat Erdogan etwas zu sagen.
26 türkische Generale sitzen nun wegen Putschvorwürfen in Untersuchungshaft. Das harte Vorgehen der Regierung wird von den EU-Staaten stark kritisiert – und könnte nicht nur für die Türkei ernste Folgen haben.
Infolge des gescheiterten Putsches verliert die Türkei ihre Garanten für halbwegs berechenbare und faire Abläufe in der Wirtschaft: Die richtige Gesinnung wird wichtiger als eine gute Qualifikation.
Seit der Staatsgründung der Türkei hatten Offiziere immer politischen Einfluss. Unter der AKP-Herrschaft ist damit Schluss.
Nach dem Putschversuch hat die türkische Regierung die Asya Bank vorübergehend geschlossen. Müssen deutsche Anleger fürchten, dass auch ihre Bank bei Erdogan in Missgunst fallen kann?
Deutschlands Entscheider stimmen der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zwar mehrheitlich zu. Aber für den Rückgang der Zahlen sehen sie andere Gründe. Ergebnisse des F.A.Z.-Elite-Panels.
Seit dem Umsturzversuch in der Türkei bestimmen glühende Erdogan-Fans das Bild in den Straßen. Die türkische Linke ringt um eine Haltung. Sind alle Mittel recht, um den Präsidenten zu stürzen?
62 Prozent der Eliten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Deutschland befürworten eine restriktivere Flüchtlingspolitik. Das geht aus einer exklusiven Umfrage im Auftrag der F.A.Z. hervor. Noch mehr Befragte fürchten einen Anstieg neuer Flüchtlinge.
In diesem Jahr wird es angesichts der Krise in der Türkei laut dem deutschen EU-Kommissar keine Visaerleichterungen für das Land geben. Es sehe nicht danach aus, als würde Präsident Erdogan der EU entgegenkommen.
Der türkische Präsident Erdogan und Gülen hatten einst die gleichen Ziele. Seit Ende 2013 tobt zwischen den beiden ein Krieg – und die Angst Erdogans vor dem Prediger trägt paranoide Züge.
Präsident Erdogan kann sich die Wiedereinführung der Todesstrafe vorstellen. Darüber soll jedoch das türkische Parlament entscheiden. Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei wäre damit unmöglich.