Soll er doch drohen!
Ob Erdogan das Flüchtlingsabkommen nun aufkündigt oder nicht – eine solche Vereinbarung braucht eine gemeinsame Grundlage. Die EU muss ihr Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen. Ein Kommentar.
Ob Erdogan das Flüchtlingsabkommen nun aufkündigt oder nicht – eine solche Vereinbarung braucht eine gemeinsame Grundlage. Die EU muss ihr Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen. Ein Kommentar.
Die Türkei hat mit der Kündigung des Flüchtlingsabkommens gedroht, sollte die EU nicht die Visafreiheit gewähren. Wie reagiert nun die Europäische Union?
Die Bundesregierung will sich von der Türkei nicht erpressen lassen: Vizekanzler Gabriel sagte, dass notwendige Standards erfüllt werden müssten, bevor Deutschland einer Visafreiheit zustimmt.
Viele haben Sorge, wie es in der Türkei weitergeht. Nach den Urlaubern bleiben nun auch die Geschäftsreisenden weg. Die Business-Hotels leiden.
Heute in Europa leben zu dürfen ist ein Glück. Wir müssen entscheiden, ob wir die Kraft und den Willen haben, in dem großen globalen Dorf der Zukunft unsere Kräfte zu bündeln, oder ob wir in kleinem Karo die Zukunft verspielen.
Der Umsturzversuch in der Türkei sah aus wie das Werk von Amateuren. Tatsächlich belegen Details inzwischen, dass Offiziere ihn von langer Hand geplant hatten - und nicht der Staatspräsident selbst.
Nach der Pro-Erdogan-Demonstration in Köln geraten die deutsch-türkischen Beziehungen weiter ins Wanken. Die Regierung in Ankara will mit dem deutschen Gesandten sprechen. Gleichzeitig weist die CSU das türkische Ultimatum zur Visafreiheit zurück.
Nach dem Putschversuch in der Türkei fühlt sich die Regierung in Ankara missverstanden. An den Westen hat Außenminister Mevlüt Cavusoglu vor allem eine Frage.
Die „Säuberungen“ der türkischen Regierung erreichen den Sport: Alle Ausschuss-Vorsitzenden im türkischen Fußballverband haben am Sonntag ihren Rücktritt eingereicht – offenbar waren sie vorher unter Druck gesetzt worden.
Sie fühlen sich missverstanden von deutschen Medien – treuergebene Erdogan-Huldiger wollen viele aber auch nicht sein. Türkische Demonstranten feiern in Köln ein symbolträchtiges Fest. Dabei drohte die Stimmung zeitweise auch zu kippen.
Die Kölner Polizei hat ein positives Fazit zum Ablauf der Demonstration von knapp 40.000 Anhängern der türkischen Regierung gezogen. Starke Kritik gegenüber deutschen Behörden gab es hingegen vom türkischen Sportminister.
Deutsch-Türken genießen in ihrer neuen Heimat das Recht der Versammlungsfreiheit – auch, wenn sie für Erdogan demonstrieren. Doch die Konflikte der Türkei dürfen nicht in Deutschland ausgetragen werden.
Ankara will das Flüchtlingsabkommen mit der EU nicht mehr anerkennen, falls türkische Bürger nicht bald visafrei in die EU-Staaten reisen dürfen. Im Gespräch mit der F.A.Z. setzt der türkische Außenminister eine Frist.
Und sie wollen angeblich die Todesstrafe. Wie das zusammenpasst, darüber spricht der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu im F.A.S.-Interview.
Wie kann er es nur wagen? Nimmt Herr Erdogan nach dem gescheiterten Putsch ausgerechnet Claudia Roth erst Freunde und dann auch noch das Ferienhaus weg. Donald Trump geht da noch einen Schritt weiter und vergrault unsere Promis nur durch sein Dasein.
Zu Besuch in einer Ditib-Moschee in Bielefeld: Die Leute nervt es, dass sie Erdogan ständig verteidigen müssen. Und sie haben einen Schuldigen an der Spaltung ausgemacht.
30.000 Demonstranten, einige gegen Erdogan, die meisten für ihn: Die Demonstrationen am Sonntagnachmittag werden die Domstadt fordern. Was die Kölner davon halten? Wir haben uns umgehört.
Vor der Demonstration der Erdogan-Anhänger in Köln polarisieren sich die Türken im Rhein-Main-Gebiet. Es gibt aber auch Stimmen, die zur Mäßigung mahnen.
Die „Säuberungswelle“ im türkischen Militär geht weiter. Per Notstands-Dekret ordnet Recep Tayyip Erdogan die unverzügliche Entlassung zahlreicher Soldaten an. Zugleich zerschlägt er die bisherige Ausbildungsstruktur der Streitkräfte.
In einem TV-Interview kündigt der türkische Staatschef ein Paket von Verfassungsänderungen an. Er will sich die Kontrolle über den den Geheimdienst und alle militärischen Stabschefs sichern.
Frankreich bekämpft den Terrorismus mit allen Mitteln. Zentrale Bestandteile des französischen Nationalmythos scheinen dabei keine Rolle mehr zu spielen.
Bei der Pro-Erdogan-Demonstration am Sonntag wird offenbar der türkische Sportminister zu den Anhängern von Präsident Erdogan sprechen. Die Kölner Polizei reagiert mit einem aufgestockten Polizeiaufgebot. Ein CDU-Politiker wird deutlich.
Ehre, Blut und Vaterland: Der Kopf der türkischen Unterwelt wollte Präsident Erdogan einst stürzen – nun schwört Sedat Peker ihm Loyalität und will im „Blut der Putschisten duschen“. Im Volk wächst die Furcht.
„Säuberungen“ wie in der Türkei passen in keine Demokratie. Der größte Dachverband der Moscheegemeinden in Deutschland sieht das anders. Das muss uns aufrütteln. Ein Gastbeitrag.
Vor der geplanten Massenkundgebung Zehntausender Erdogan-Anhänger in Köln fordern Politiker die Teilnehmer zur Zurückhaltung auf. Außenminister Steinmeier will Einschüchterungsversuche nicht zulassen.
Die Einschnitte ins akademische Leben der Türkei sind gravierend. In Frankfurt kommt ein Projekt wegen eines Ausreiseverbots nicht zustande. Viele fragen sich, wie es weitergeht.
Gegen hunderte Menschen hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Anzeigen eingereicht. Nun kündigte er an, alle Klagen zurückzunehmen. Den Westen rief er zudem auf, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern.
In der Türkei sind nach dem gescheiterten Militärputsch bereits Zehntausende verhaftet worden. Kritik des Westens daran weist Präsident Erdogan zurück. Weitere Verhaftungen schließt er nicht aus.
Erst ließ Erdogan Journalisten verhaften, nun schließt er Sender, Zeitungen und Verlage. Auch Sahin Alpay ist in Haft. Sein Leben steht beispielhaft für eine freie Presse, von der nichts bleiben soll.
Die Spitzenpolitiker der Grünen Cem Özdemir und Winfried Kretschmann über Erdogans langen Arm nach Deutschland und ihre Stellung zu den EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei.
Die Forderung türkischer Regierungsvertreter nach einem Vorgehen gegen Gülen-Anhänger stößt auf Empörung bei deutschen Politikern. Und in Köln wächst die Sorge vor Krawallen bei der geplanten Demo von Erdogan-Anhängern.
Der Unions-Politiker Jens Spahn hat angesichts der Entwicklungen in der Türkei die doppelte Staatsbürgerschaft infrage gestellt. Er fordert eine „klare Entscheidung“ von Deutsch-Türken.
Rasend schnell geht Dunja Hayalis „Donnerstalk“ über die Bühne. Wichtige Fragen über den Terror in Deutschland und den Putschversuch in der Türkei werden dabei vergessen.
In der Türkei sollen Immobilien, Bankkonten und Fahrzeuge von mutmaßlichen Gülen-Anhängern sichergestellt werden. Die Opposition beklagt eine „Hexenjagd gegen Unschuldige“. Die SPD fordert eine Beobachtermission des Europarats.
Zahlreiche Ansprechpartner der amerikanischen Nachrichtendienste in der Türkei sind offenbar entlassen oder verhaftet worden. Das erschwert laut Geheimdienstchef Clapper den Kampf gegen den IS.
Die Grünen-Politiker Winfried Kretschmann und Cem Özdemir fordern ein Aussetzen der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Im Gespräch mit der F.A.Z. berichten sie zudem von türkischen Versuchen der Einflussnahme.