Sommerpause heißt Protestpause
Reagiert die Autorenvereinigung PEN zu zurückhaltend auf die türkischen Säuberungen? Der Kritik von Elfriede Jelinek wurde nun entgegnet – zurückhaltend.
Reagiert die Autorenvereinigung PEN zu zurückhaltend auf die türkischen Säuberungen? Der Kritik von Elfriede Jelinek wurde nun entgegnet – zurückhaltend.
Die Türkei diskutiert eine Wiedereinführung der Todesstrafe: Ein solcher Schritt mache jegliche EU-Beitrittsverhandlungen überflüssig, sagt Unionsfraktionschef Kauder. Deutsche Politiker diskutieren die Frage: Wie soll man jetzt mit der Türkei umgehen?
Auch wenn die Hälfte der Deutschen dafür ist – mit einer Kündigung des Flüchtlingsabkommens wäre nichts gewonnen. Auch danach wäre Europa auf eine Zusammenarbeit mit der Türkei angewiesen.
Der türkische Präsident hat Deutschland beschuldigt, die PKK zu unterstützen: Während die Bundesrepublik Videoschalten der Terrororganisation genehmige, dürfte er nicht zu seinen Anhängern in Deutschland sprechen.
Sigmar Gabriel fordert Gespräche mit der Türkei, Volker Kauder warnt davor, dass das Flüchtlingsabkommen ausgenutzt werde - und Juncker plädiert für die Grundrechte.
Der Streit in der EU über den Umgang mit der Türkei geht weiter. Der österreichische Außenminister, Sebastian Kurz, bekräftigt seine Forderung nach einem Ende der Beitrittsgespräche.
Der türkische Präsident weist Kritik an seinen Maßnahmen nach dem Putschversuch zurück und kritisiert westliche Staaten. In Istanbul kommen derweil Tausende zu einer Großdemonstration zusammen.
Nur Großmäuler halten es für eine Schwäche, Augenmaß zu wahren. Warum es ein Fehler wäre, jetzt mit der Türkei reinen Tisch zu machen. Ein Kommentar.
Die Kader von Fethullah Gülen waren für Erdogan einst gern gesehene Helfer. Heute beichtet der Staatspräsident rührselig, das wahre Gesicht Gülens nicht erkannt zu haben.
Bei der Verhaftungswelle der türkischen Regierung gegen mutmaßliche Anhänger der Gülen-Bewegung ist eine deutsche Staatsbürgerin festgenommen worden. Dem Auswärtigen Amt ist es bisher nicht gelungen, mit ihr Kontakt aufzunehmen.
Noch sind die absoluten Zahlen der Asylbewerber aus der Türkei gering. Sollte sich die türkische Innenpolitik aber nicht ändern, werden künftig mehr kommen.
Er kam zwar nicht weiter als bis zu seinen Verwandten in der Türkei. Trotzdem steht in Frankfurt nun ein 24 Jahre alter Student wegen der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Syrien“ vor Gericht.
Der türkische Präsident Erdogan fordert die Festnahme des in Amerika lebenden Predigers Fetullah Gülen. Die Amerikaner fordern Beweise und wiegeln ab.
Die amerikanische Regierung zweifelt laut eines Zeitungsberichts an der Verwicklung von Fethullah Gülen in den Putschversuch. Die Türkei will nun weitere Beweise vorlegen, um eine Auslieferung des Predigers zu erreichen.
Seien wir ehrlich: Die Diskussion über die europäischen Aussichten der Türkei ist immer unehrlich geführt worden. Vielleicht ist der britische Weg ein Vorbild.
Der österreichische Bundeskanzler Kern fordert das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker widerspricht. Der Streit in der EU spitzt sich zu.
Die politische Situation in der Türkei ist momentan von großer Unsicherheit geprägt, lautet die Begründung.
Präsident Erdogan hat die Wirtschaft als nächstes Ziel seiner „Säuberungen“ ausgerufen. Derweil plant offenbar der erste prominente westliche Politiker einen Besuch in Ankara nach dem Putschversuch.
Mit Thorbjørn Jagland reist nach dem Putschversuch der erste westliche Politiker für Gespräche in die Türkei. Deren Präsident Erdogan bereitet dem Generalsekretär des Europarats einen großen Empfang – mit Hintergedanken?
Eintracht-Sportvorstand Bobic kontert die seiner Ansicht nach unberechtigte Kritik an der Transferpolitik. Die Bedingungen im Trainingslager in Südtirol seien aber „absolut traumhaft“.
Österreichs Bundeskanzler hält die EU-Verhandlungen mit der Türkei für „hohl“. Europa dürfe kein Bittsteller sein, sagt Christian Kern – und plädiert für einen neuen Ansatz. Auch ein deutscher Politiker äußert sich.
In Berlin fürchtet man die Macht des türkischen Präsidenten. Doch wenn es um die Flüchtlinge geht, hat der türkische Präsident nicht so viel Möglichkeiten wie er glaubt.
Die Menschenrechtsbeauftragte kritisiert die Türkei für fehlende Rechtsstaatlichkeit, die Regierung bleibt bei ihrer Haltung: Sie unterstützt das Flüchtlingsabkommen. Die Regierungssprecherin hat eine Erklärung für den Dissens.
Vergangene Woche wurde ich in Istanbul verhaftet. Man warf mir vor, die Putschisten zu unterstützen. Jetzt bin ich wieder auf freiem Fuß – und noch entsetzter über mein Land als zuvor.
Nach Ansicht des EU-Abgeordneten müsse zwischen der innenpolitischen Lage in der Türkei und den Vorteilen des Flüchtlingsdeals abgewogen werden. Andere Politiker fordern derweil von Brüssel einen Plan B, falls das Abkommen scheitert.
Amnesty International wirft der türkischen Regierung vor, den Aufenthaltsort vieler Gefangener nicht offenzulegen. Außerdem seien viele während des Putschversuchs Festgenomme menschenunwürdig untergebracht.
„Das Telefon bitte abstellen und beim Kellner abgeben“: Zwei Wochen nach dem Putschversuch befindet sich die Türkei immer noch im Ausnahmezustand.
Die deutschen Soldaten, die in der Türkei stationiert sind, sollen mehr Sicherheit erhalten. Das Verteidigungsministerium setzt auf spezielle Flugzeuge.
Der türkische Handelsminister rechnet mit immensem wirtschaftlichen Schaden durch den Putschversuch: Wie ein „Dritte-Welt-Land“ habe die Türkei auf Außenstehende gewirkt. Trotzdem ist er optimistisch.
Der türkische Präsident wirft den westlichen Ländern vor, für den Putschversuch in seinem Land mitverantwortlich zu sein. Das stellt vor allem die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten auf eine harte Probe.
Die Stimmung zwischen der EU und der Türkei wird immer eisiger: Nun greift auch der österreichische Bundeskanzler Kern das Ultimatum Ankaras zur Visumsfreiheit stark an.
Die Einschnitte der vergangenen Wochen verbindet ein Phänomen: die Angst, auf ein Konzert zu gehen oder Bahn zu fahren, die Angst um die eigenen Kinder. Haben wir es noch mit einem Schwelbrand zu tun – oder schon mit einem Inferno? Ein Gastbeitrag.
Die Türkei erdoganscher Prägung wird nie Mitglied der EU werden. Dennoch braucht der Westen das Land, allein schon wegen des Kampfes gegen den „Islamischen Staat“. Doch Ankara braucht auch den Westen. Ein Gastbeitrag.
Bundesaußenminister Steinmeier will mit der Türkei erst über Visafreiheit sprechen, wenn diese sämtliche Auflagen erfüllt. Es bringe nichts, sich gegenseitig zu drohen. Grünen-Chef Özdemir kritisiert das türkische Ultimatum.
Per Dekret demontiert der türkische Präsident althergebrachte Vorrechte des Militärs. Gülenisten gibt es dort kaum. Die Pläne richten sich gegen andere Gegner der Regierungspartei.
Alles hängt mit fast allem zusammen. Die EU streitet mit der Türkei, die CDU mit der CSU und Trump mit Clinton. Und alle haben das Wohl der Menschen im Auge, sagen sie.