Verfassungsschutz wollte „NSU“ Geld zukommen lassen
Der Thüringer Verfassungsschutz hat vor mehr als zehn Jahren versucht, dem rechtsextremistischen Trio „NSU“ 2000 Mark für falsche Ausweispapiere zuzuleiten. Das Vorhaben sei jedoch gescheitert.
Der Thüringer Verfassungsschutz hat vor mehr als zehn Jahren versucht, dem rechtsextremistischen Trio „NSU“ 2000 Mark für falsche Ausweispapiere zuzuleiten. Das Vorhaben sei jedoch gescheitert.
Wind, Schnee, Regen: Sturmtief „Joachim“ tobt sich über Deutschland aus. Die Orkanböen verursachten ein Verkehrschaos, Weihnachtsmärkte mussten schließen. Die Zukunft wird weiß.
Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) kann sich bei der Helaba einen Verkauf der Landesanteile vorstellen - langfristig.
Zwei spätere Mitglieder des NSU haben 1996 mit dem heutigen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an einer Demonstration teilgenommen. Nach Informationen der F.A.Z. hatte der Thüringer Verfassungsschutz schon 2001 seine V-Leute nicht im Griff.
Die Polizei hat am Sonntag den Hauptmieter der Zwickauer Wohnung festgenommen, die am 4. November explodiert ist. Er soll den Terroristen durch das Anmieten von zwei Wohnungen geholfen haben.
Das Umfeld der Terrorzelle NSU zeichnet sich ab: Es gab weitere Wohnungen in Sachsen, die Tatorte wurden vor den Morden ausgespäht. Nach F.A.S.-Informationen hatte der ehemalige NPD-Funktionär Ralf Wohlleben bis zuletzt engen Kontakt zu der Gruppe.
Seit Jahren verunsichert eine Serie von Brandanschlägen das Saarland, nun gibt es Hinweise auf eine Verbindung zur Zwickauer Terrorzelle. Der mutmaßliche Serienmörder Uwe Mundlos war nach F.A.S.-Informationen Mitte der neunziger Jahre bei der Bundeswehr in Sachsen.
Nun wurde im Zusammenhang mit der Neonazi-Mordserie auch ein langjähriger NPD-Funktionär verhaftet. Er könnte der Ideologe hinter den Terroristen gewesen sein.
Der Bundesgerichtshof hat gegen den mutmaßlichen Helfer der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), Ralf W., am Dienstag Untersuchungshaft verhängt.
Thüringens früherer Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) hat wegen der Pannen bei der Verfolgung der Zwickauer Terrorzelle die Arbeit der Verfassungsschutzämter kritisiert. Deren Informationen habe er zumeist „vorher schon in der Zeitung gelesen“.
Wie konnten sie so lange untertauchen? Wo lernten sie den Umgang mit Waffen? Spuren des Neonazi-Trios aus Thüringen führen auch ins Ausland, vor allem nach Südafrika.
Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wurden Mitglieder der Zwickauer Terrorzelle in Ungarn und Bulgarien geortet, außerdem führen Spuren nach Südafrika. Eine zweite Bekenner-DVD gibt es unterdessen nicht.
Gegen den mutmaßlichen Helfer der Neonazi-Terroristen, Andre E., ist Haftbefehl erlassen worden. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, ein Propagandavideo für die terroristische Vereinigung NSU produziert zu haben.
Sonderermittler Gerhard Schäfer soll die neonazistischen Umtriebe in Thüringen aufklären. Dazu zählen Fahndungspannen, dubiose V-Mann-Aktivitäten und weitere Fehlleistungen bei Polizei und Verfassungsschutz.
Nach dem Tod der Polizistin Michèle Kiesewetter wurde in viele Richtungen ermittelt. Ihre Berührungspunkte mit Rechtsextremisten in der Heimat wurden dabei nicht erkannt.
Ein Leben im Untergrund ist ohne Helfer kaum denkbar. Um die Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ hatte sich offenbar ein dichtes Netz von ihnen geknüpft. Ob sie auch von den Taten des Trios wussten, ist unklar.
Pistole, Phantombilder und Durchsuchungen: Hinweise gab es viele, doch auf die Spur der NSU führten sie die Sicherheitsbehörden nicht. Lang ist die Kette der Ermittlungsfehler.
Zehn Menschen könnten noch leben, wenn die Geheimdienste ihre Arbeit getan hätten. Es ist Zeit, sie abzuschaffen.
Zwölf Jahre lang hat das Trio aus Zwickau geraubt und gemordet. Keiner kam den Rechtsterroristen auf die Schliche. Wie konnte das geschehen? Selbst die Ermittler sind fassungslos.
Während sich Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht für ein neues Verbotsverfahren ausspricht, befürchtet Hessens Ministerpräsident Bouffier, dass die erforderlichen Nachweise nicht gelingen werden.
Die Zwickauer Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sollen Suizid begangen haben, weil ihr Wohnmobil von der Polizei umstellt und eine Flucht unmöglich war. Nach F.A.Z.-Informationen schließt die Bundesanwaltschaft eine „Einwirkung Dritter“ aus.
Das Land Hessen prüft die Option, sich mittelfristig aus der Landesbank Helaba zurückzuziehen. Die Helaba sei für das Land nur wegen des Fördergeschäfts interessant.
Die Formen des Rechtsextremismus in Deutschland haben sich gewandelt. Ein verstärkter Verfolgungsdruck führte seit den neunziger Jahren zu einer Fragmentierung der Szene und deren Ausweichen ins Konspirative.
Nach immer neuen Berichten über Pannen bei den Ermittlungen zum rechtsextremen Terror treffen sich Innen- und Justizminister am Freitag in Berlin zu einem Krisengipfel. Die Zwickauer Terrorzelle führte anscheinend eine Liste mit potentiellen Terrorzielen.
Womöglich kommen die Anti-Terror-Ermittlungen nach der Neonazi-Mordserie heute voran. Die Hauptverdächtige Beate Z. will einem Zeitungsbericht zufolge aussagen. Die Politik debatiert über Konsequenzen.
Die NPD ist der sichtbare Teil der extremen Rechten. Die Straße gehört den „Autonomen Nationalisten“. Sie sind der Nährboden für den Terrorismus.
Wer glaubt dem Erfurter Verfassungsschutz noch? In den neunziger Jahren trugen sich unglaubliche Dinge zu. Damals warb der Verfassungsschutz auch Neonazis als Quellen an.
Haben deutsche Behörden durch Schlamperei oder gar aktive Behinderung die Strafverfolgung der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) erschwert? Vor allem das System der V-Leute gerät in die Kritik.
Die NPD distanzierte sich spät von den mutmaßlichen Rechtsterroristen. Die Partei ist eng mit der Neonazi-Szene vernetzt.
Der Bundesgerichtshof hat nun auch Haftbefehl gegen den am Sonntag festgenommenen Holger G. erlassen. Er soll die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ unterstützt haben.
Mehr als zehn Jahre lang raubt und mordet eine Gruppe von Neonazis in Deutschland. Die Ermittler gehen von mindestens vier Terroristen aus.
Bundesinnenminister Friedrich hat nach der Neonazi-Mordserie erstmals von „Rechtsterrorismus“ in Deutschland gesprochen. Auch die Kanzlerin warnt vor Rechtsextremismus.
Der Thüringer Innenminister Jörg Geibert will das Vorgehen seiner Sicherheitsbehörden gegen das rechtsextremistische Trio von Jena untersuchen. „Ich habe meine Zweifel“, sagte er der F.A.S. auf die Frage, ob die Behörden fehlerfrei gehandelt hätten.
Wegen der möglicherweise rechtsterroristischen Mordserie geraten nun die Sicherheitsbehörden in die Kritik: Politiker fordern Klarheit, ob der Verfassungsschutz eventuell die Täter deckte.
Wende im Heilbronner Polizistinnenmordfall: Jetzt ermittelt die Bundesanwaltschaft. Die Bluttat soll in Verbindung stehen mit den neun sogenannten Döner-Morden in sechs deutschen Städten.
Viele Spekulationen, noch mehr Fragen: Der Mord an Michèle Kiesewetter ist keineswegs aufgeklärt. Bei vielen Verdachtsmomenten bedarf es weiter intensive Ermittlungen.