Sicherheitskopie in Brüssel
Nader Nadery, entlassener Kommissar der afghanischen Menschenrechtskommission, hat einen brisanten Bericht über Kriegsverbrechen verfasst. Nun muss er verhindern, dass dieser zensiert wird.
Nader Nadery, entlassener Kommissar der afghanischen Menschenrechtskommission, hat einen brisanten Bericht über Kriegsverbrechen verfasst. Nun muss er verhindern, dass dieser zensiert wird.
Zwei der vier Marine-Infanteristen, die auf einem Video bei der Schändung getöteter Taliban-Kämpfer zu sehen sind, sind offenbar identifiziert worden. Der amerikanische Verteidigungsminister Panetta sicherte dem afghanischen Präsidenten Karzai eine rasche Aufklärung zu.
Das Pentagon hat Untersuchungen wegen eines Videos eingeleitet, das amerikanische Soldaten zeigt, die offenbar auf die Leichen von getöteten Taliban-Kämpfern urinieren.
Bei einem Bombenanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens 35 Menschen getötet worden. Zunächst habe sich niemand zu der Tat in der Khyber-Region bekannt, teilten Regierungsvertreter mit.
Bei Gefechten im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr sind nach Angaben der Polizei zehn Taliban-Kämpfer getötet worden. In der Provinz Paktia wurden bei einem Selbstmordanschlag unterdessen sechs Menschen getötet.
Die Taliban haben sich in einer Mitteilung bereit erklärt, im Ausland ein Büro für Friedensverhandlungen einzurichten. Es habe vorbereitende Gespräche mit allen wichtigen Seiten gegeben, darunter Qatar, hieß es.
„Glaubwürdigkeitsdefizit“ zwischen Islamabad und Washington: Pakistan hat angekündigt, den Nachschub für die internationalen Truppen in Afghanistan noch länger blockieren zu wollen.
Bei Anschlägen auf schiitische Gläubige in Kabul und Masar-i-Scharif sind mehr als 50 Menschen getötet worden. Eine pakistanische Terrororganisation bekennt sich zu den Attentaten.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat Afghanistans Präsidenten Karzai zu mehr Engagement aufgefordert. Syriens Präsident Assad sprach er im Gespräch mit der F.A.Z. die Legitimität ab.
Bundeskanzlerin Merkel hat den afghanischen Präsidenten Karzai aufgefordert, den Kampf gegen Korruption voranzubringen - ebenso wie den Versöhnungsprozess mit den Taliban.
Im Jahr 2014 will die Bundeswehr aus Afghanisten abziehen. Der Einsatz hat die Bundeswehr stärker verändert als jede Armeereform. Die deutschen Soldaten haben gezeigt, dass sie bestehen können.
Frieden in Afghanistan ist ohne Islamabad nicht möglich. Aber mit Islamabad auch nicht. So treibt der Afghanistan-Einsatz seinem Ende zu, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet.
Vor zehn Jahren machte sich in Afghanistan Aufbruchstimmung breit. Nun bestimmt die Abzugsstimmung des Westens die Politik. Im Kampf gegen die Taliban haben sich die Aufbauhelfer und Präsident Karzai auf alte Machtstrukturen eingelassen.
Aus Protest gegen den Luftangriff wird Pakistan nicht an der Bonner Afghanistan-Konferenz teilnehmen. Bundeskanzlerin Merkel ist „sehr betrübt“ über die Absage.
Bei einem Angriff von Nato-Kampfhubschraubern auf einen Militärposten an der Grenze zu Afghanistan sind 24 pakistanische Soldaten getötet worden. Ministerpräsident Gilani bestellte den amerikanischen Botschafter ein.
Die pakistanischen Taliban haben angeblich einen Waffenstillstand mit der Regierung in Islamabad erklärt. Vermittler der Regierung führen offenbar Vorgespräche für Friedensverhandlungen.
In Marokko dreht der WDR einen Film über Bundeswehrsoldaten in Afghanistan: „Auslandseinsatz" handelt vom Krieg, schonunglos. Alle Beteiligten gehen bis an ihre Grenzen.
In Kabul löst die große Ratsversammlung Ernüchterung aus. Denn Präsident Karzai lässt über ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten beraten, das es noch nicht gibt.
Drogenanbau ist in Afghanistan offiziell verboten. Das hat viele Menschen in die Armut getrieben. Wie sich ein geiziger Bauer trotzdem einen Ehrentitel kaufen konnte.
Der deutsche Isaf-Regionalkommandeur Kneip sieht Potential für eine Straffung seiner Truppe. Doch wo die Taliban vertrieben wurden, will er nicht zu früh weggehen.
Ein Gericht in Pakistan hat Anklage gegen sieben Verdächtige im Mordfall der einstigen Premierministerin Benazir Bhutto erhoben. Es handelt sich um zwei hochrangige Polizeibeamte und fünf mutmaßliche Taliban-Kämpfer.
Bei der Bonner Afghanistan-Konferenz laufen alle Fäden beim deutschen Sonderbeauftragten zusammen. Michael Steiner wird zwischen 100 Delegationen für das langfristige Engagement der internationalen Gemeinschaft am Hindukusch moderieren.
In Nawabad sollen die Einheimischen Bewaffnete für einen Außenposten der Bundeswehr stellen. Doch die Afghanen tun sich schwer - sie fürchten die Taliban.
Beim bislang schwersten Anschlag auf die Schutztruppe Isaf in Kabul sind 13 amerikanische Soldaten getötet worden. Im Süden Afghanistans wurden unterdessen drei Nato-Soldaten von einem Mann in afghanischer Armeeuniform erschossen.
Nach Angaben des pakistanischen Geheimdienstes sind mehrere mutmaßliche Extremisten bei einem Raketenangriff in Süd-Waziristan getötet worden. Unter den Toten sollen zwei ranghohe Anführer einer Taliban-Gruppe sein.
Die amerikanische Außenministerin Clinton hat Präsident Karzai bei einem Treffen in Kabul Unterstützung auch nach einem Abzug amerikanischer Kampftruppen zugesagt. In Ostafghanistan töteten Isaf-Kräfte unterdessen mehr als 100 Aufständische.
Soll der Talib vielleicht sagen: Ich war´s, und das ist gut so? Das wäre ein halbes Plagiat. Will er sich zu seiner Tat bekennen, hilft ihm aber auch das Nachschlagen bei Luther nicht.
Am 7. Oktober 2001 begann die internationale Intervention in Afghanistan. Rasch wurden die Taliban vertrieben - doch nicht besiegt. Zehn Jahre später ist die Euphorie verflogen. Eine Bildergalerie.
Der afghanische Präsident Karzai rückt von weiteren Verhandlungen mit den Taliban ab. Das Attentat auf den früheren Präsidenten Rabbani habe seine Sicht verändert: „Ihre Boten kommen und töten. Mit wem also sollen wir Frieden machen.“
rüb. WASHINGTON, 30. September. Die Vereinigten Staaten haben finanzielle Sanktionen gegen einen mutmaßlichen Kommandeur der radikalislamistischen Haqqani-Gruppe verhängt. Abdul Aziz Abbasin sei ein "Schlüsselkommandeur" der Gruppe, ...
Im Westen Afghanistans ist ein deutscher Tourist getötet worden. Das Auswärtige Amt bestätigte am Sonntagabend den Tod eines 57 Jahre alten Mannes aus Baden-Württemberg. Ebenfalls ums Leben kam sein afghanischer Begleiter, zwei weitere Personen wurden verletzt.
FRANKFURT, 21. September. Unter den Taliban war er immer verhasst. So überrascht es nicht, dass diese Burhanuddin Rabbani am Dienstag mit einem Sprengstoffanschlag in Kabul getötet haben. Seit den frühen neunziger Jahren hatte er sich zu ihnen in Gegnerschaft befunden.
Shorish ist der Stammesführer der Kharoti, eines der größten Paschtunenstämme Afghanistans. Von 1980 an lebte er im Exil in Deutschland. Nun hat ihn die Taliban-Schura beauftragt, die Gesprächsbereitschaft von Nato und Bundesregierung auszuloten.
Naqibullah Shorish ist der Stammesführer der Kharoti, mit drei Millionen Angehörigen eines der größten Paschtunenstämme Afghanistans. 120 Delegierte einer Stammes-Schura wählten ihn im April dieses Jahres in Kabul in dieses Amt.
Der amerikanische Verteidigungsminister Panetta hat die Ermordung Burhanuddin Rabbanis einen "Anlass zur Beunruhigung" genannt. Der Chef der Vereinigten Stabschefs, Mike Mullen, deutete die Tat als Folge der Schwäche der Taliban.
Ein Sprecher der Taliban sagte, der Sprengsatz sei im Turban eines Kämpfers versteckt gewesen, der sich mit dem ehemaligen afghanischen Präsidenten zu Gesprächen getroffen hätte. Rabbani war zuletzt Chef des sogenannten Friedensrates.