Attentat des IS in Kabul
Der IS hat den Taliban den Krieg erklärt. Mit Rahimullah Haqqani haben sie den bislang ranghöchsten Vertreter getötet.
Der IS hat den Taliban den Krieg erklärt. Mit Rahimullah Haqqani haben sie den bislang ranghöchsten Vertreter getötet.
Bei ihrer Machtübernahme in Afghanistan vor einem Jahr gaben sich die Taliban moderat. Trotz aller Versprechungen sieht es nicht so aus, als würden sich die Islamisten an grundlegende Menschenrechte halten.
Bei dem Attentat auf Rahimullah Hakkani wurden vier weitere Menschen verletzt. Auf Telegram bekennt sich der Islamische Staat (IS) zu dem Mordanschlag. Hakkani war für seine wütenden Reden gegen den IS bekannt.
Ein Jahr nach der Machtübername der Taliban in Kabul ist Afghanistans wirtschaftliche Lage desaströs. Prominente Ökonomen sehen die Vereinigten Staaten in der Verantwortung.
Wer die Bundeswehr und andere deutsche Institutionen in Afghanistan unterstützt hat, darf eigentlich nach Europa kommen. Doch die Ausreise ist für viele kaum möglich.
Seit der Machtübernahme der Taliban wurden hunderttausende Mädchen vom Unterricht ausgeschlossen. Weil sie offiziell nicht in die Schule können, sind im ganzen Land geheime Schulen hinter verschlossenen Türen in Wohnhäusern entstanden.
Der Film „Mission Kabul-Luftbrücke“ schildert, wie von den Taliban verfolgte Afghanen unter großer Gefahr entkommen. Sie hofften auf die Bundesregierung – doch die ließ sie im Stich.
Der Tod von Al-Qaida-Chef al-Zawahiri durch eine amerikanische Drohne hat vor allem symbolische Bedeutung. Seine Strategie des globalen Dschihads hat sich längst verselbständigt.
Afghanistans Städte haben nach dem Ende des Krieges viele Freiheiten verloren. In der Provinz ist es bisweilen umgekehrt: Erst jetzt wagen sich internationale Helfer her, erst jetzt gehen Mädchen zur Schule.
„Nieder mit Amerika“ steht auf Schildern von Demonstranten in Afghanistan. Die Proteste finden wenige Tage nach der Tötung von Al-Qaida-Anführer Aiman al-Zawahiri statt.
Unter heftigen chinesischen Protesten setzt Nancy Pelosi ihre Reise in Taiwan fort. Die Turbine für Nord Stream 1 befindet sich immer noch in Deutschland. Und: Das Dorf Wacken beginnt zu beben. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Die Vereinigten Staaten rufen ihre Bürger zu erhöhter Wachsamkeit auf. Nach der Tötung des Al-Qaida-Chefs könnten Terrorgruppen versuchen US-Bürger anzugreifen.
Lange stand Aiman al-Zawahiri im Schatten von Osama Bin Laden. Doch er war der Mann, der dem islamistischen Terror in den neunziger Jahren seine neue Strategie gab – und so die Welt das Fürchten lehrte.
Der US-Präsident sieht sich bestätigt: Amerika könne Al Qaida in Afghanistan ausschalten, ohne dort Truppen zu haben. Sicher ist aber nur dies: Die Taliban beherbergen wieder Al Qaida.
In Russland hat sich praktisch die gesamte Kulturelite gegen den Ukrainekrieg gestellt. Putin und seine Getreuen finden kaum Alliierte in der Kunst, sie verhängen vor allem Verbote. Moskauer berichten.
Auch wenn die Sanktionen einen Export in den Westen nicht verbieten, ist die Lage für die Teppichproduzenten in Afghanistan nahezu hoffnungslos. Ein Besuch bei einem der letzten Exporteure in Kabul.
Seit der Machtübernahme der Taliban ist die Lage von Frauen in Afghanistan desaströs. Doch auch Fehler der westlichen Mächte haben dazu beigetragen, wie ein neuer Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeigt.
Fast ein Jahr nach der Machtübernahme der Taliban gewöhnt sich die afghanische Hauptstadt an ihre neuen Herrscher – und wird doch immer weiter erdrosselt.
Hamed Valy war der einzige Modelagent Afghanistans. Dann kamen die Taliban und er floh nach Deutschland. Aufgeben möchte er trotzdem nicht.
Seit in Afghanistan wieder die Taliban herrschen, leben viele Frauen in ständiger Angst. Doch sie versuchen, sich selbst zu behaupten. Manche gehen sogar auf die Machthaber zu. Wir haben drei Frauen in Kabul getroffen.
Bespitzelt, gedemütigt, unterdrückt: Seit der neuen Taliban-Herrschaft leben Frauen in Afghanistan in ständiger Angst. Wir haben mit dreien gesprochen.
Zu nächtlicher Stunde beschließen die Abgeordneten im Bundestag eine Aufarbeitung des überstürzten Endes des Afghanistan-Einsatzes vor einem Jahr. Außerdem soll die Bundeswehr sich leichter Ausrüstung beschaffen können.
Piraten bekämpfen, Brunnen bauen, Taliban jagen: Die Bundeswehr kann heute vieles, aber nichts lange. Wie die Streitkräfte aufgestellt werden müssen.
Der frühere afghanische Präsident Hamid Karzai meint, bei den neuen Herrschern des Landes positive Signale zu entdecken. Schon aus purer Notwendigkeit müssten sie auf die Forderungen der Bevölkerung eingehen.
Die „Große Versammlung“ in Kabul erklärt die Taliban-Regierung für legitim – und verlangt deren internationale Anerkennung. Zur Mädchenbildung gibt es nur Andeutungen.
Zuwanderer ohne festen Wohnsitz finden in Paris seit Längerem kaum noch Platz. Doch Asrar Rahimi und seine Nachbarn wandern mit ihren Zelten durch den Banlieue-Gürtel. Damit sind sie leider kein Einzelfall.
Mehr als 3000 afghanische Geistliche und Würdenträger besprechen in der Hauptstadt die Probleme des Landes. Auch der „Führer aller Gläubigen“, von dem nur ein Foto bekannt ist, hält eine Rede.
Frankreichs Justiz hat 15 vermeintliche Schleuser festgenommen, die am Tod von 27 Migranten im Ärmelkanal Schuld sein können. Alle gehören einem Netzwerk aus Afghanistan an, das sich nach der Rückkehr der Taliban bildete.
Die Zusammenkunft soll über wichtige Fragen für die Zukunft des Landes diskutieren. Selbst Taliban-Emir Haibatullah Achundsada könnte teilnehmen. Das zeigt, welche Bedeutung die Islamisten der Konferenz beimessen.
Die Taliban verwehren Mädchen den Zugang zum Unterricht an weiterführenden Schulen. Nicht alle nehmen das hin. Wie eine mutige Frau den Unterricht organisiert.
Mursalin Masrur hat bei dem Beben in Afghanistan seinen Sohn und sein Haus verloren. Seine Frau weiß noch nichts davon, sie liegt verletzt im Krankenhaus in Kabul. Wie soll es weitergehen?
Viele Afghanen sind mittlerweile vor den Taliban nach Deutschland geflohen – oder überhaupt wieder zuhause angekommen. Damit das Desaster am Hindukusch nicht vergessen wird, erzählen Menschen wie Azeeta Sadiq davon.
Viele der schwer von dem Beben betroffenen Dörfer sind nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten. Betroffen sind wahrscheinlich auch Tausende Kinder. Hilfskräfte aus Deutschland sind auf dem Weg in das Katastrophengebiet.
Der IS überzieht das Land mit Anschlägen, die alten Taliban-Gegner formieren sich und im Pandschir-Tal gibt es wieder Gefechte. Doch noch ist die Macht der Islamisten in Afghanistan ungebrochen.
Das Auswärtige Amt legt eine erste Bilanz seiner Hilfen für die Afghanen vor, die vor den Taliban aus dem Land fliehen wollen. Ein Untersuchungsausschuss soll Lehren aus dem Einsatz am Hindukusch ziehen.