Sterbehilfeverein will weiter leben
Im November soll die geschäftsmäßige Sterbehilfe verboten werden. Für Roger Kuschs Hamburger Verein „Sterbehilfe Deutschland“ würde es das Ende bedeuten.
Im November soll die geschäftsmäßige Sterbehilfe verboten werden. Für Roger Kuschs Hamburger Verein „Sterbehilfe Deutschland“ würde es das Ende bedeuten.
Gertrud Stockhausen, die Mutter des weltberühmten Komponisten, wurde 1932 in eine geschlossene Anstalt gebracht und knapp neun Jahre später ermordet. Die Umstände fand eine Schülerin heraus. Eine Familiengeschichte.
Warum ein schwerkranker Patient am Lebensende die Möglichkeit haben soll, sich mit Unterstützung eines Arztes das Leben zu nehmen.
Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die Abgeordneten. Entsprechend nachdenklich hat der Bundestag über die Gesetzentwürfe zum ärztlich assistierten Suizid beraten. Die meisten Redner warben für ein Verbot organisierter Sterbehilfe.
Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Christiane Woopen, warnt vor zu engen Vorgaben im geplanten Sterbehilfe-Gesetz. An diesem Donnerstag befasst sich der Bundestag mit den Entwürfen. Ein Überblick über die vier Gruppenanträge.
Wer sagt, dass ein Leben mit schwerer Krankheit sinnlos ist? Die Idee der Selbstbestimmung ist der falsche Ratgeber. Wer Suizidhilfe will, der öffnet auch aktiver Sterbehilfe Tür und Tor. Ein Gastbeitrag.
Einige Bundestagsabgeordnete wollen den ärztlich assistierten Suizid ausdrücklich gesetzlich regeln. Damit soll Rechtssicherheit für Ärzte geschaffen und andere Anbieter überflüssig gemacht werden.
Nicht alle moribunden Patienten, die Sterbehilfe in Anspruch nehmen könnten, würden das auch tun. Doch es wäre naiv zu glauben, eine gesetzliche Regelung würde alle Probleme lösen.
Heinz Wässle, ehemaliger Max-Planck-Direktor, geht der NS-Vergangenheit seines Instituts nach. Dem Rätsel um die „Serie H“ ist er weiter auf der Spur.
Es gibt keinen Grund, die Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe zu stellen
Frankreich hat ein neues Sterbehilfegesetz. Kurz vor dem Tod dürfen Sterbende nun sehr stark sediert werden. Nachdem die Homoehe gegen Proteste durchgesetzt wurde, will Präsident Hollande diesmal einen breiten Konsens zu der Entscheidung schaffen.
Wer kann beurteilen, aus welchen Gründen jemand aus dem Leben scheiden will? Wird die Sterbehilfe einmal legal, bleibt sie nicht lange geregelt. Die Befürworter des assistierten Suizids denken die Sache nicht zu Ende.
Sterbehilfe-Vereine sehen den assistierten Suizid als Ausdruck von Menschenwürde. Doch nicht immer stehen dahinter bestimmte weltanschaulichen Lager. Oft ist es ein zeitgemäßes Autonomiedenken mit ganz eigener Dynamik.
Nach der Debatte im Bundestag zeichnet sich ein gesetzliches Verbot für Sterbehilfevereine ab. Das ist gut. Die Grauzone aber, in der Ärzte in besonders tragischen Grenzfällen agieren, muss erhalten bleiben.
Im Bundestag wollen viele Abgeordnete organisierte Formen der Sterbehilfe verbieten. In der emotionalen Debatte ging es auch um persönliche Erfahrungen. Strittig bleibt die ärztliche Beihilfe zum Suizid.
Im Bundestag ist rund vier Stunden lang über Sterbebegleitung und Sterbehilfe debattiert worden. Den Parlamentariern lagen fünf fraktionsübergreifende Positionspapiere vor. Es gab aber auch Argumente, die alle teilten.
Sollte die ärztliche Beihilfe zum Suizid explizit erlaubt werden, könnten sich Schwache zum Selbstmord gedrängt fühlen. Das befürchtet Kardinal Woelki. An diesem Donnerstag debattiert der Bundestag über die gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe.
An diesem Donnerstag debattiert der Bundestag über Sterbehilfe. Auch Frau W. wollte diese in Anspruch nehmen, als sie von dem Tumor in ihrem Bauch erfuhr. Doch dann nahm ihr ein Arzt die Angst vor dem natürlichen Tod - vorerst.
Jetzt gilt’s: Am Donnerstag debattiert der Bundestag über Suizidhilfe. Selten berührt ein Thema die Abgeordneten in diesem Ausmaß. Es gibt dramatische Einzelfälle. Doch dürfen die maßgeblich sein?
Sterben in Würde und Autonomie: Ist das zu viel verlangt? Schwerkranke müssen Ärzte auch um einen letzten Dienst bitten können. Plädoyer für die Liberalisierung der Suizidhilfe.
Die an einem aggressiven Gehirntumor erkrankte Brittany Maynard ist tot. Die 29 Jahre alte Amerikanerin starb nach der Einnahme ihrer tödlichen Medikamente. Bis zu ihrem selbstbestimmten Tod hatte sie sich für aktive Sterbehilfe eingesetzt.
Umfassende und geistesgegenwärtige Pflege, die Seelsorge und den achtsamen Umgang mit den spirituellen Bedürfnissen der Menschen einschließt, eine Erweiterung der Hospizarbeit, zureichende palliativmedizinische Ausbildung sowie die Erreichbarkeit palliativer Hilfe für jeden, der sie braucht: Das sind die vorrangigen Antworten, die unsere Gesellschaft auf die Sorge um menschenwürdige Bedingungen beim Sterben geben muss.
Zum Lebensende fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker: Die Befürworter des ärztlich assistierten Suizids wollen das Sterben erleichtern. Dass sie auch das Gesundheitssystem sanieren wollen, sagen sie nicht.
Unprätentiös präsentiert Günther Jauch die Abschiedsworte von Udo Reiter: Der Sendung über den Suizid des ehemaligen MDR-Intendanten gelang eine relevante Debatte, ohne in Voyeurismus zu verfallen.
Selbsttötung ist ansteckend, schon deswegen ist Vorsicht geboten. Aber organisierte Beihilfe zum Freitod suggeriert soziale Akzeptanz. Deutsche Parlamentarier und Medizinethiker debattieren über Regelungen zur Suizidassistenz.
Abgeordnete von SPD und Union wollen die Sterbehilfe neu regeln. In einem Papier fordern Parlamentarier wie Peter Hintze das Selbstbestimmungsrecht von Todkranken zu stärken. Ärzte sollen ohne Angst vor Strafe beim Sterben aktiv helfen dürfen.
Der Deutsche Hospiz- und Palliativ Verband hat sich entschieden gegen jede Form der organisierten Beihilfe zum Suizid und die Beihilfe von Ärzten zur Selbsttötung ausgesprochen.
Die Politik hat sich des Themas organisierte Suizidbeihilfe angenommen. Maybritt Illner zieht in ihrer Sendung nach, interessiert sich aber vor allem für den Tod auf Rezept. Warum eigentlich?
Sterbehilfe, Kirchensteuer, Familiensynode – dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx mangelt es nicht an gesellschaftlich strittigen Themen. Im Gespräch gibt er klare Antworten.
Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, äußert im Gespräch mit der F.A.Z. die Sorge, eine Legalisierung der Sterbehilfe werde zur Organisation von „menschenwürdigem Töten“ führen.
Der Gesetzesvorschlag zur Sterbehilfe sieht die Zuständigkeit bei der Ärzteschaft, nicht den Sterbehilfevereinen. Dadurch verkommt der assistierte Suizid zu einer Handlung auf Vertragsbasis. Eine Analyse.
Wer nicht mehr leben, aber auch noch nicht sterben kann, sucht Erlösung bei der Sterbehilfeorganisation Exit. Pro Tag melden sich dort bis zu hundert Menschen an. Wie geht es dann weiter? Eine Inspektion.
Es geht um dramatische Schicksale, aber auch eine grundsätzliche Frage: Gleich zwei Gerichtsurteile haben die Debatte über die passive Sterbehilfe in Frankreich angeheizt. Präsident Hollande strebt eine Revision des Gesetzes an.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Roger Kusch erhoben. Der frühere Justizsenator wird für sein Handeln an der Spitze seines Sterbehilfevereins wegen Totschlags angeklagt.
Wer sterben will, leidet oft unter unzumutbaren Lebensbedingungen. Deswegen muss die Pflege bedürftiger Menschen dringend und erheblich verbessert werden. Das Thema gehört in den Bundestag.
Das belgische Gesetzt zur Sterbehilfe für Kinder stößt auf scharfe Kritik. Der Wert des Lebens werde heruntergeschraubt, sagte der Experte der Unionsfraktion Brand. Das Gesetz sei eine gesellschaftliche Bankrotterklärung.