Hier spricht der Telefonterrormensch
Aufgezeichnet wurde sowieso: Andreas Ammer und FM Einheit hören der Staatssicherheit beim Telefonieren zu.
Aufgezeichnet wurde sowieso: Andreas Ammer und FM Einheit hören der Staatssicherheit beim Telefonieren zu.
Aufgezeichnet wurde sowieso: Andreas Ammer und FM Einheit hören der Staatssicherheit beim Telefonieren zu.
Nach dem V. Parteitag der SED im Juli 1958, auf dem Walter Ulbricht den Ausbau der Macht der Partei und die Vollendung des sozialistischen Aufbaus verkündete, erfolgte auch eine Erhöhung der Durchsetzungsfähigkeit und Effizienz des ZK-Apparates. Die Parteizentrale, in der die Zahl der Altkommunisten bis 1970 auf neun Prozent sank, warb den Ministerien qualifizierte Mitarbeiter ab.
Hans Schulze war im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen inhaftiert. Er berichtet über Tortur und Verrat und erinnert an die Opfer kommunistischer Gewalt.
Angeblich dachte der junge DDR-Boxer Dirk Schäfer „idiotisch und überspitzt“. Die Stasi zerstörte seine Karriere – mit Hilfe des späteren Klitschko-Trainers Fritz Sdunek.
In der DDR entstand schon 1984 eine Diplomarbeit über die Grünen. Diese seien „sicherheitsrelevant“, weil „Mitglieder der Grünen ständig nach neuen Wegen und Formen des Einwirkens in die DDR zur Kontaktaufnahme mit den unterschiedlichsten ,staatsunabhängigen‘ Gruppen suchen“.
Um die Interessen der Volksrepublik zu wahren, setzt Chinas Behörde für Staatssicherheit bei Pekings Bürgern auf ungewöhnliche kapitalistische Reize.
Vom Auge Gottes im barocken Kupferstich zum alles erfassenden Blick der Drohne: Drei Berliner Ausstellungen zeigen Kunst und Fotografie zum Thema Überwachung.
Ausgerechnet Präsident Ronald Reagan prägte am 12. Juni 1987 vor dem Brandenburger Tor jene (oft zitierten) Worte: „Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor! Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!“ Und: „Die Mauer wird der Freiheit nicht standhalten.“
Nach dem Anschlag in Al Bab reißen zwei Selbstmordattentäter im syrischen Homs mindestens 40 Menschen in den Tod. Unter den Opfern sollen viele Angehörige der Armee sein.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat angeblich einen seiner wichtigsten Mitarbeiter entlassen: den Chef der Staatssicherheit. Südkoreas Regierung interpretiert den Vorgang als Zeichen von „Instabilität des Regimes“.
Einst führte er Polens Demokratiebewegung – nun scheint Lech Walesas Rolle als Spitzel für die Staatssicherheit belegt. Die Auseinandersetzung reicht bis in die Gegenwart.
Vor seinem Tod im Herbst hatte Andrzej Wajda noch einen Film vollenden können. „Nachbilder“ zeigt, wie die Diktatur einen großen Geist kleinkriegt. In Polen geht es auch um seine Aktualität.
Nach einem Monat quälender Diskussionen entlässt Berlins Regierender Bürgermeister den Stasi-belasteten Staatssekretär Andrej Holm. Trotzdem lässt die Affäre Müller angeschlagen zurück.
Von der Auswertungs- und Kontrollgruppe des MfS zum führenden Mitarbeiter des neuen Berliner Senats: Die Linke beruft mit dem Soziologen Andrej Holm einen Aktivisten, der wie geschaffen für eine neue politische Teilung des Landes ist.
In seinen Memoiren „Der Dienst“ gab Reinhard Gehlen 1971 vor, dass er sich stets auf Gefahren aus der großen weiten Welt konzentriert habe, was ihm Eingeweihte und halbwegs Informierte nie glaubten.
Lech Walesa, ehemaliger Solidarność-Anführer, soll bei insgesamt 110 Begegnungen der kommunistischen Staatssicherheit Informationen geliefert haben. Derzeit sorgt er aus der Ferne für Verwirrung.
Während des Untergangs der DDR waren die Stasi-Leute vor allem mit der Vernichtung und Verwischung ihrer Spuren befasst, was nur in Teilen gelang.
Briefe und Karten, die nie ankamen, Fotos von Stasi-Mitarbeitern, die sich als Postboten getarnt auf die Lauer legten: Eine Schau im Frankfurter Kommunikations-Museum zeigt, wie die DDR die Post kontrollierte.
In jedem NS-Prozess sah die DDR eine politische Demonstration zur Überwindung des „Faschismus“.
Als Willy und Willi sich trafen und andere Geschichten: Die Beziehungen zwischen West und Ost manifestierten sich an vielen Orten. Sechs deutsch-deutsche Orte und was aus ihnen wurde.
Der Verantwortungsethiker Berndt Seite versteht sein Buch über die eigene Familie im Visier der DDR-Staatssicherheit als einen Beitrag gegen das bewusste oder unbewusste Vergessen und als Aufklärung über Macht-Mechanismen in Diktaturen.
Unruhe beim Deutschen Journalisten-Verband: Mehrere Mitglieder in Sachsen-Anhalt sollen vor dem Fall der Mauer für die Staatssicherheit spioniert haben. Auch Bernd Lammel, Berliner Landesvorsitzender, sei als „IM“ geführt worden.
Erich Honecker gab sich überzeugt: „Der Fremdenhass liegt sehr stark in der deutschen Mentalität. Bei uns in der DDR ist das überwunden.“ Eigentlich wusste er es besser.
In einem Vorort von Kairo ist eine Autobombe explodiert. Der Anschlag ereignete sich vor einem Gebäude der Sicherheitskräfte. 29 Menschen wurden verletzt.
„Verblitzen“: Es war die Staatssicherheit der DDR, die diesen Begriff in die deutsche Sprache einführte. Das Wort zum Mord bezog sich auf den in den Westen geflohenen Fußballer Lutz Eigendorf, dessen Tod bis heute ungeklärt ist.
Im Staatssozialismus war für den ehrgeizigen Ibrahim Böhme die SED karrierebestimmend. Sie hielt den psychisch labilen Genossen am Gängelband.
Eines der Hauptangriffsziele der Ostberliner Geheimpolizei war die im westlichen Teil Berlins ansässige „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU), die neben Propagandaaktionen und „administrativen Störungen“ auf dem Gebiet der DDR auch militante Operationen durchführte.
Anfang der neunziger Jahre geriet der damalige Ministerpräsident Berndt Seite unter Stasi-Verdacht. Er war aber, das zeigten die Akten, ein Opfer des SED-Überwachungsapparats. Der CDU-Politiker veröffentlicht nun ein Buch gegen die Leiden der Vergangenheit.
Frank-Walter Steinmeier wird als erster deutscher Außenminister Kuba besuchen. Trotz politischer Annäherung bleibt die Menschenrechtslage auf der Insel prekär. Ein Anruf bei dem Bürgerrechtler Antonio Rodiles in Havanna.
Wie lebten diejenigen, die sich als „sozialistische Persönlichkeiten“ gerieren sollten, privat, zu Hause im Wohngebiet, gegebenenfalls in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis? Was haben die DDR-Tschekisten verdient?
„Für den Frieden“ war die falsche Antwort: Ukrainische Separatisten misshandelten einen russischen Reporter, bevor sie ihn am Grenzübergang aussetzten.
Hat Gregor Gysi eine falsche eidesstattliche Versicherung im Zusammenhang mit möglichen Stasi-Kontakten abgegeben? Der Hamburger Generalstaatsanwalt will nun eine Anklage erzwingen. Ein untergebener Beamter wehrt sich dagegen. Justizsenator Steffen prüft den Fall. Ein ungewöhnlicher Vorgang.
Die rot-rot-grüne Koalition will in Thüringen die Parlamentsunwürdigkeit für ehemalige Stasi-Spitzel abschaffen – die geplante Reform sorgt für heftige Debatten. Opfer des SED-Unrechts sind irritiert.
Für das Überwachungssystem in der DDR unterhielt das Ministerium für Staatssicherheit eine eigene Abteilung, die 1989 gleichzeitig 4000 Telefonanschlüsse abhören konnte, allein in Ost-Berlin 1400; in der Bundesrepublik waren 100 000 Fernmeldeanschlüsse unter der Zielkontrolle des MfS.
Als Teenager gerät Birgit Schlicke in die Maschinerie des DDR-Regimes. Sie wollte reisen, ging dafür ins Gefängnis – für fast zwei Jahre. Dort machte sie eine Begegnung, die sie bis heute nicht mehr loslässt.