Schelmenroman eines Märtyrers
Starkes Debüt: „Zwei, drei blaue Augen“ von Victor Schefé ist die Bildungsgeschichte einer ungefügigen Seele, die sich an der DDR wund reißt. Aber es ist auch die Geschichte einer sexuellen Befreiung.
Jack Boulter erzählt die Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit bis 1961 – mit einigen Ungenauigkeiten.
Starkes Debüt: „Zwei, drei blaue Augen“ von Victor Schefé ist die Bildungsgeschichte einer ungefügigen Seele, die sich an der DDR wund reißt. Aber es ist auch die Geschichte einer sexuellen Befreiung.
Von der Weimarer Republik über den NS-Staat und die DDR bis zur Wiedervereinigung: Andreas Möller spürt der bewegten Lebensgeschichte seines Großvaters nach.
Die kommunistischen Machthaber verschärfen ihr Vorgehen gegen Gläubige. Der Zeitpunkt der jüngsten Festnahmen war wohl kein Zufall.
Putin und Trump sind aufmerksame Schüler: Geheimdienstmethoden aus dem Kalten Krieg werden gegen demokratische Gesellschaften von heute angewendet. Das Prinzip lautet „Zersetzung“.
Ausreisesperren sind ein altes chinesisches Machtinstrument. Gerade wurden zwei weitere Amerikaner an der Abreise gehindert – aus politischen Gründen?
Der Schrecken des Überwachungsregimes ist hier nicht Gegenstand, sondern Fotografie gewordene Methode: Philipp Springer präsentiert Aufnahmen aus dem Ministerium für Staatssicherheit.
Auf „Frieden und Liebe in jedem Haus“ ließ er die Feiernden Silvester 1999 anstoßen: Seit dem Jahr 2000 steht Wladimir Putin an der Spitze Russlands. Er hat sich seitdem nicht verändert. Aber das Land.
Vor 75 Jahren wurde die Stasi gegründet. Unser Autor saß als Opfer des DDR-Geheimdienstes einst mehrere Monate in Haft. Heute fragt er sich: Wie blicken frühere Stasi-Mitarbeiter zurück? Ein Treffen mit einem ehemaligen Major.
Die junge Angela Merkel bewunderte Oppositionelle, entschied sich selbst aber für Umsicht und Zurückhaltung. Das machte sie nach 1990 so erfolgreich – und ließ sie an ihrer größten Herausforderung scheitern.
Dong Yuyu arbeitete für ein bekanntes Staatsmedium. Nach einem Treffen mit japanischen Diplomaten wurde er verhaftet und nun verurteilt. Seine Familie spricht von einer „Bankrotterklärung“ für das Justizsystem.
Verbotene Fresken: Die Künstlerbewegung um Mychajlo Bojtschuk vor hundert Jahren stand für einen nationalen Aufbruch innerhalb der Sowjetunion, deshalb wurde sie unter Stalin zerschlagen. Wie ihr Werk.
1974 ist am früheren DDR-Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße ein Mann erschossen worden. Am Montag wurde ein früherer Stasi-Mitarbeiter für die Tat verurteilt: Der 80 Jahre alte Mann muss zehn Jahre in Haft.
Hinterrücks wurde 1974 ein Mann am DDR-Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße erschossen. Erst 50 Jahre später kommt es zum Prozess gegen einen Ex-Stasi-Mitarbeiter. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor.
Wie finden Ost und West zusammen? Die Schriftsteller Marcel Beyer und Jan Kuhlbrodt sowie ihr Publikum im sächsischen Döbeln demonstrieren, wie man produktiv miteinander sprechen kann.
Das Buch will den „Mythos“ der erfolgreichen DDR-Auslandsspionage entzaubern. Das gelingt nicht.
1974 wurde an der Berliner Grenze ein Pole getötet. Drei Schülerinnen sahen die Tat mit an. 50 Jahre später reisen die Frauen für den Prozess noch einmal nach Berlin – und in die Vergangenheit.
Der Kurzzeit-Staatsratsvorsitzende der DDR packt alle Legenden über sich und seinen Staat zwischen zwei Buchdeckel. Das ist zuweilen unfreiwillig komisch, aber bitterernst gemeint.
Spieler der DDR-Auswahl machen zur WM 1974 in der Bundesrepublik zwei Entdeckungen: Ihre Privilegien zwingen sie zu schweigen, und ihre Qualität reicht zum Sieg über das Star-Ensemble des Klassenfeindes. Ein Auszug.
In Polen wurden in den vergangenen Jahren die Geheimdienste gegen Widersacher der nationalkonservativen Partei PiS eingesetzt. Nun soll die Affäre aufgearbeitet werden. Am Ende könnten mehrere führende Politiker ins Gefängnis müssen.
Die verhaftete Terroristin Daniela Klette könnte viele wichtige Fragen beantworten. Die dritte RAF-Generation, der sie angehörte, war nämlich besonders rätselhaft.
Das Regime wähnte sich permanent bedroht. Deshalb gehörte die Weitergabe von Informationen aller Art an die „Organe“ zu den Dingen, die von den Bürgern der DDR geradezu erwartet wurde.
Dass der ostdeutsche Breitensport nach der Wende ausbluten musste, ist eine Legende. Denn die Annahme, die nun auch im Sportausschuss vorgetragen wurde, beruht auf gefälschten Statistiken.
Mehr als 31.000 politische Häftlinge verkaufte die DDR gegen Devisen in die BRD. Dank engagierter Chemnitzer bleibt die Erinnerung daran in einer Gedenkstätte erhalten. Bei deren Eröffnung berichten Zeitzeugen von ihrem Schicksal.
An der Spitze der Gewerkschaft Solidarność erschütterte Lech Wałęsa 1980 den ganzen Ostblock. Er wurde der erste frei gewählte Präsident Polens. Heute warnt er vor der Demokratiefeindlichkeit der PiS-Regierung.
Ihr Stasiroman „Gittersee“ wurde hoch gelobt und wegen angeblicher Fehler zum Alltag in der DDR massiv angegriffen: Erstmals spricht die Schriftstellerin Charlotte Gneuß öffentlich über die Vorwürfe, die Hintergründe und die Erinnerungen ihrer Eltern an Dresden 1976.
Der DDR-Geheimdienst ging nicht nur mit Haft und Folter gegen Andersdenkende vor. Er zersetzte Menschen auch psychisch, um sie in die Verzweiflung zu treiben. Zu Besuch bei einem betroffenen Ehepaar.
Über die Businessplattform suchte Pekings Spion Kontakt zu Menschen mit Zugang zu geheimen Informationen. Die britische Regierung ruft nun zu erhöhter Wachsamkeit auf.
Schon kurz nach dem Tod des Priesters gab es Zweifel an der Version eines natürlichen Todes. Heute ist man sich in Warschau sicher: Agenten haben den polnischen Regimegegner Franciszek Blachnicki 1987 vergiftet.
In der frühen DDR verschmolzen politischer Widerstand und Spionage für westliche Geheimdienste in mehreren Fällen. Besonders tragisch endete es für Christian Lange-Werner
Der Volksaufstand in der DDR war der erste offene Aufruhr im Ostblock. Die SED war hilflos und musste sich von der sowjetischen Armee retten lassen. Das verfolgte die Partei bis zu ihrem Ende.
Recherchen haben mindestens 1100 minderjährige Opfer von sexuellem Missbrauch durch Priester in Polen bis 1989 ausgemacht. Das Oberhaupt der polnischen Kirche lobt die Arbeit der Journalisten.
Vor vierzig Jahren präsentierte der „Stern“ angeblich von Adolf Hitler verfasste Tagebücher. Doch schon bald stellte sich heraus, dass Verlag und Redaktion einem Fälscher vertraut hatten. Ein Gastbeitrag.
Die Revolution in der DDR endete friedlich, die in Syrien hat Diktator Assad brutal erstickt. Eine Initiative bringt ostdeutsche und syrische Oppositionelle zusammen. Sie entdecken Gemeinsames, wie eine Ausstellung in Dresden zeigt.
Theater mit historischem Tiefgang: „Wir liebten nicht alle!“ beschäftigt sich im Frankfurter Studio Naxos mit dem Familienleben von DDR-Spionagechef Markus Wolf. Am Ende steht privates und politisches Scheitern.
Monika Haeger war Stasi-Agentin und packte nach dem Ende der DDR über ihr Handeln aus. Nun wurde dazu ein Theaterstück inszeniert. Um Entschuldigung, Reue oder Wiedergutmachung geht es dabei wahrlich nicht.
Gabriele Stötzer erzählt die Geschichte einer widerständigen Erfurter Künstlergruppe in der DDR.