Früher mal gegen Springer
Stefan Aust, Autor des „Baader-Meinhof-Komplex“, früher Chefredakteur des Spiegel, heute Herausgeber der Zeitung Die Welt, hat seine Memoiren geschrieben. Ein Gespräch über Recherche, Relotius, Aktivismus und ihn selbst.
Stefan Aust, Autor des „Baader-Meinhof-Komplex“, früher Chefredakteur des Spiegel, heute Herausgeber der Zeitung Die Welt, hat seine Memoiren geschrieben. Ein Gespräch über Recherche, Relotius, Aktivismus und ihn selbst.
Von Rebellionen auf und neben dem Platz: In „71/72. Die Saison der Träumer“ zeichnet Bernd-M. Beyer ein großartiges Porträt einer aufmüpfigen Gesellschaft. Und um Fußball geht es auch.
Heinz Herbert Karry wurde am 11. Mai 1981 in seinem Haus in Frankfurt erschossen, das Verbrechen ist auch 40 Jahre später nicht aufgeklärt. Hessens Wirtschaftsminister mochte es, unter Menschen zu sein, und er redete Klartext auf Frankfurterisch – auch in Bonn.
Detlev Karsten Rohwedder übernahm nach der Wiedervereinigung die schwierigste Aufgabe: den Umbau der maroden DDR-Wirtschaft. Seine wohl von der RAF begangene Ermordung ist bis heute nicht aufgeklärt. Auch Theorien, dass Stasi-Mitarbeiter beteiligt gewesen sein könnten, gab es.
In seinem Buch widmet sich Hansgeorg Bräutigam drei großen Berliner Strafprozessen. Nicht nur die RAF verstand es, das Kammergericht zur Bühne zu machen.
Das Oberlandesgericht wird 75 Jahre alt. Am 8. März 1946 war es wiedereröffnet worden. Seitdem steht es für Demokratie und Menschenrechte.
Der Reemtsma-Entführer Thomas Drach ist am Dienstag in den Niederlanden gefasst worden. Er soll mehrere Geldtransporter überfallen haben. Die Suche nach Komplizen läuft weiter.
Ein aus dem Rheinland stammender Mann soll für Raubüberfälle auf Geldboten in Köln und Frankfurt verantwortlich sein. Der Verdächtige wurde festgenommen. Dabei handelt es sich offenbar um den Reemtsma-Entführer Thomas Drach.
Mordende Rechtsextreme wollen nicht nur Menschen auslöschen, sondern auch die Gesellschaft spalten. Das kann ihnen gelingen, selbst wenn alle die Gewalt verurteilen.
Adieu, Marthaler: Matthias Altenburg hat wieder einen Jan-Seghers-Krimi geschrieben. Mit neuem Ermittler, der Teil einer Berliner Sondereinheit ist. Am Dienstag stellt er ihn live aus Frankfurt vor.
Der Zufallsfund der Terrordokumente im Wald von Seevetal erinnert daran, wie viele Verbrechen der RAF und der Revolutionären Zellen nicht aufgeklärt sind. Wir sollten uns damit nicht abfinden.
Nicht die RAF, sondern eine andere linksterroristische Gruppe könnte das Erddepot in Seevetal angelegt haben, in dem unter anderem Chemikalien gefunden wurden. Wie sich die „Revolutionären Zellen“ von der RAF unterscheiden.
In Niedersachsens Wäldern wurde ein verbuddeltes Fass mit Schriftstücken aus den achtziger Jahren entdeckt. Handelt es sich um eine Zeitkapsel von RAF-Terroristen?
Waldarbeiter haben in Niedersachsen einen ungewöhnlichen Fund gemacht: In einem vergrabenen Fass haben sie mutmaßliche RAF-Schriftstücke und andere verdächtige Gefäße entdeckt. Das Landeskriminalamt untersucht den Fund nun.
Johann Scheerer erzählt in seinem Buch „Unheimlich nah“, wie für ihn nach der Entführung seines Vaters Jan Philipp Reemtsma eine Jugend mit Personenschutz begann.
Nach der Wiedervereinigung der deutschen Hauptstadt Berlin werde man mit dem Helikopter von Tempelhof nach Schönefeld fliegen und von dort in die Welt – dachte man sich 1956 in der DDR. Nun ist es etwas, aber nicht ganz anders gekommen. Ein Essay.
Der „Spiegel“ geht mit seiner Titelgeschichte über den Antiterroreinsatz gegen die RAF in Bad Kleinen im Juni 1993 ins Gericht. Das Urteil über die Arbeit eines berühmten Rechercheurs fällt eindeutig aus.
Vor 27 Jahren veröffentlichte der „Spiegel“ eine Titelgeschichte zu einem Polizeieinsatz gegen die RAF. Später entschuldigte sich der Autor Hans Leyendecker dafür, dass er einer anonymen Quelle vertraut hatte. Die Story stürzte die Regierung in die Krise. Nun klärt der „Spiegel“ auf.
Mahler war Mitbegründer der linksterroristischen RAF und wurde dann Mitglied der NPD. Er musste sich mehrmals wegen Leugnung des Holocausts vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Cottbus bemüht sich derzeit um einen neuen Haftbefehl.
Krise im Mittelmeer +++ Evangelisch und Katholisch +++ Anschlag Rohwedder +++ Polarisierung der Gesellschaft
Vom lockeren Pastiche zum hölzernen Puzzle: Mit „Deutschland 89“ klingt die erfolgreiche Agentenserie aus. Im Vergleich zu zu den beiden früheren Staffeln fällt die dritte allerdings deutlich ab.
1991 wurde der Chef der Treuhand, Detlev Karsten Rohwedder, ermordet. Die Tat ist bis heute nicht aufgeklärt. Netflix macht daraus eine große True-Crime-Story.
Als Helmut Kohl abtrat, war die Zeit über ihn hinweggegangen. Doch als er 1976 das erste Mal als Kanzlerkandidat antrat, war das Scheitern nicht das Ende, sondern nur Anfang. Ein Leben als Lehrstück über Politik und Politiker.
Von der Schweiz nach Ostdeutschland: Urs Zürchers eindringlicher Roman „Überwintern“ verfolgt die Radikalisierung zweier junger Männer.
Sie ist das bekannteste Gesicht und die hinreißendste Stimme des deutschen Fernsehens. In dieser Woche wird Iris Berben siebzig – aber ihr Alter spielte noch nie eine Rolle.
Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert hat sich der Terrorismus in vier einander überlappenden Wellen von je etwa vierzig Jahren Dauer entwickelt. Wenn sich das Großeltern-Enkel-Muster fortsetzt, müsste die fünfte Welle wieder auf Systemkritik basieren – diesmal als Reaktion auf die Globalisierung. Das Erstarken von antiliberalen bis hin zu rechtsextremen Kräften ließe sich damit erklären.
Mit nur 34 Jahren wählte München ihn zum Oberbürgermeister. Dann wurde ihm die dortige SPD zu links. Seine Partei öffnete er später dennoch für die Grünen. Ein Nachruf auf Hans-Jochen Vogel.
Austrittswelle aus der Kirche +++ Schriftstellerin Ulla Hahn +++ Mord an Siegfried Buback +++ Corona-Aufbaufonds der EU
Die Ausschreibung von zwei mutmaßlichen früheren RAF-Mitgliedern auf einer europäischen Fahndungsliste hat zu mehr als hundert Hinweisen geführt. Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub sollen für mehrere Morde verantwortlich sein – unter anderem an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen.
Der Sohn des RAF-Opfers rechnet mit der Justiz ab.
In Frankfurt beginnt das Verfahren um den Mord an Walter Lübcke. Zuschauer warten im Regen, die Verteidiger fahren mit kruden Anträgen auf, doch die Richter bleiben gelassen.
Extrembergsteiger Alexander Huber über die Angst als besten Freund, kritische Situationen beim Klettern, seine eigene Lebenskrise und Lehren aus der Corona-Pandemie.
Im Mai 1970 gründete sich die „Rote Armee Fraktion“. Geschichte ist sie nicht. Noch immer harren zahlreiche Morde der Aufklärung. Aber die Propaganda verfing niemals. Ein Essay.
Kapriolen der Krisenrhetorik: Will die AfD Merkel nun doch behalten?
Die AfD ist empört über die „Hetze“, die sie nach dem Massenmord von Hanau erfahren habe. Es gibt auch Selbstkritik. Doch davon wollen viele in der Partei nichts wissen.
Rechtsterroristen morden nicht ohne Hintergedanken. Sie wollen einen Bürgerkrieg auslösen. Der Täter von Hanau folgte ihrer Strategie. Manche nennen sie die „Werwolf“-Methode.