Tod im Bosporus
Mehrere Tote: Vor Istanbul ist ein Flüchtlingsschiff gekentert. Das erinnert die Türken daran, dass vor ihrer Haustür Krieg herrscht. Die Auswirkungen für das Innere des Landes sind nicht mehr zu leugnen.
Mehrere Tote: Vor Istanbul ist ein Flüchtlingsschiff gekentert. Das erinnert die Türken daran, dass vor ihrer Haustür Krieg herrscht. Die Auswirkungen für das Innere des Landes sind nicht mehr zu leugnen.
Erst verlangten Islamisten von Frauen, dass sie sich verschleiern. Jetzt werden sie vergewaltigt, verkauft und versklavt – von jungen Burschen, die echte Männer sein wollen. Ein Gastbeitrag.
Verfassungsschutz-Präsident Maaßen befürchtet, dass sich der Konflikt zwischen extremistischen Gruppen in Deutschland weiter verschärfen könnte. Ein besonderes Augenmerk wirft seine Behörde auf salafistische Tschetschenen - aber auch auf Anhänger der kurdischen PKK.
Gegen den immer radikaler werdenden Islamismus. Und gegen den populären Anti-Islamismus. Was seit Wochen in Kobane passiert, betrifft uns alle, Eine Trennung zwischen dort und hier ist nicht mehr möglich. Ein Aufschrei
Deutsche reisen nicht nur nach Syrien, um für Islamisten zu kämpfen – sondern auch gegen sie. Die kurdische Arbeiterpartei PKK soll in Deutschland rund 50 Freiwillige für ihren Kampf gegen den „Islamischen Staat“ rekrutiert haben. Die deutschen Behörden sind machtlos.
Amerikas Militär will bei den Kämpfen um die syrische Stadt Kobane Hunderte Kämpfer des „Islamischen Staats“ getötet haben. Dennoch kann die Terrormiliz die internationale Allianz im Irak vor sich hertreiben.
Wenn es ein Nato-Land gibt, das es verdient hat, von den anderen Mitgliedern der Allianz ausspioniert zu werden, dann ist es die Türkei. Ankaras Zaudern im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ ist ein weiterer Beleg dafür.
Während amerikanische Flugzeuge Waffen an die Verteidiger der Stadt Kobane liefern, schließt die Türkei entsprechende Unterstützung weiter aus. Peschmerga-Kämpfern aus dem Irak will Ankara nun aber die Durchreise in die umkämpfte Stadt erlauben.
Die Vereinigten Staaten haben kurdische Kämpfer in Kobane mit Waffen versorgt. Die Türkei kündigt an, Peschmerga-Kämpfern aus dem Irak die Durchreise in die umkämpfte Stadt zu erlauben.
Mehr als 1500 Menschen haben am Wochenende in Frankfurt und Kassel für eine größere Unterstützung der nordsyrischen Kurden in Kobane demonstriert. Sie fordern unter anderem, das Verbot der PKK aufzuheben.
Mitten in der ohnehin aufgeheizten Lage in den Kurdengebieten hat die türkische Luftwaffe Stellungen der PKK bombardiert. Droht nun eine Rückkehr zur alltäglichen Gewalt?
Die Türkei verhält sich gegen den „Islamischen Staat“ weiter passiv und stößt damit ihre Verbündeten vor den Kopf. Das hat Folgen für die innere Stabilität.
Weil die Türkei sich weigert, im Kampf gegen die Terrormiliz IS einzugreifen, hat sich der Konflikt zwischen Ankara und den Kurden zuletzt zugespitzt. Nun hat die türkische Luftwaffe Medienberichten zufolge Stellungen der PKK bombardiert.
Wegen der Untätigkeit der Türkei im Kampf gegen die Terrormiliz IS im kurdischen Kobane spricht die PKK von einem Abbruch des Dialogs und droht damit, zum bewaffneten Kampf zurückzukehren. Doch ein Rückfall in alte Zeiten ist kaum vorstellbar.
Irakisch-kurdische Kämpfer dürfen weiterhin nicht über türkisches Territorium gehen, um die bedrängten Verteidiger Kobanes zu unterstützen. PKK-Führer Bayik droht, die Freischärler könnten ihre Waffen gegen die türkische Armee erheben.
In der Türkei sind drei deutsche Journalisten verhaftet worden. Was ihnen vorgeworfen wird, blieb zunächst unklar. Der Vorfall ereignete sich im südostanatolischen Diyarbakir, einem der Zentren der Kurdenproteste.
In Sichtweite der Kämpfe in Kobane stehen türkische Panzer - und greifen nicht ein. Kritik daran will Präsident Erdogan nicht zulassen. Er vermutet internationale „Sabotage“.
Mehr als 20.000 Kurden protestieren in Düsseldorf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und die Angriffe auf die nordsyrische Stadt Kobane. Nach Polizeiangaben verlaufen die Proteste bisher friedlich.
Die Debatte über eine mögliche Pufferzone in Nordsyrien hilft den in Kobane eingeschlossenen Zivilisten nicht weiter. Hilfsorganisationen dringen darauf, den Flüchtlingen freies Geleit über türkisches Territorium zu gewähren. Die IS-Miliz bringt weitere Stadtteile unter ihre Kontrolle.
Auch beim Besuch des Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg macht die türkische Führung klar, dass sie nicht allein am Boden in Syrien einrücken wird. Und erst recht werde man nicht mit der PKK zusammenarbeiten.
Kobane ist mehr als eine weitere Etappe auf dem brutalen Eroberungszug des „Islamischen Staats“. Es ist zum Symbol für die Unfähigkeit der Staatengemeinschaft geworden, die Dschihadisten zu stoppen. Die Interessen der westlichen und prowestlichen Staaten sind zu verschieden.
Bundeskanzlerin Merkel wirft der Türkei vor, ihre Prioritäten falsch zu setzen. Die Lage in Deutschland sieht das Bundeskriminalamt angesichts von Straßenschlachten in Hamburg und Celle mit Sorge.
Vorerst sollen die amerikanischen Luftschläge den „Islamischen Staat“ aus den östlichen und südwestlichen Bezirken Kobanes zurückgedrängt haben. Doch angesichts fortgesetzter Waffenlieferungen an die Dschihadisten geht die Schlacht um die Kurdenstadt weiter.
Hunderte Kurden sind in der Nacht in Hamburg mit radikalen Muslimen zusammengestoßen. Angreifer tragen Metallstangen und Macheten, die Polizei muss Wasserwerfer einsetzen. Auch im niedersächsischen Celle kommt es wieder zu Ausschreitungen.
In türkischen Städten demonstrieren Kurden gegen die angebliche Unterstützung der IS-Terrormiliz durch die Türkei. Stehen nun auch die Friedensgespräche mit der PKK vor dem Ende?
Türkeis Staatspräsident Erdogan warnt vor der baldigen Einnahme der Kurdenstadt durch die Terrormiliz IS. Er bezeichnete die Luftschläge der Amerikaner als unzureichend. Gleichzeitig verweigert er jegliches Eingreifen - und stellt Bedingungen für eine Bodenoffensive.
Terrorkämpfer des Islamischen Staats und kurdische Verteidiger liefern sich heftige Kämpfe am Stadtrand der syrischen Exklave Kobane. Die Türkei verspricht den Kurden Hilfe. Doch Syrien warnt Ankara vor einem Eingreifen.
Türkische Soldaten dürfen die Terrormiliz IS jetzt in den Nachbarländern bekämpfen. So hat es das Parlament entschieden. Ob die Regierung die Truppen tatsächlich ins Feld schickt, ist aber noch unklar.
Ausgerechnet die verhasste Armee aus Ankara soll den bedrängten Kurden von Kobane gegen den „Islamischen Staat“ beiseite springen, verlangt PKK-Führer Abdullah Öcalan. Sonst werde er die Friedensverhandlungen mit der türkischen Regierung stoppen.
150.000 Kurden seien zuletzt aus Syrien in die Türkei geflohen, behauptet das UN-Flüchtlingshilfswerk. Die Zahlen stammen aus Ankara, doch sie sind viel zu hoch. Das zeigt ein Besuch im türkisch-syrischen Grenzgebiet. Dennoch beharrt der UNHCR auf den hohen Zahlen. Warum?
Mit Großbritanniens Einsatz gegen den IS erhöht sich der Druck auf die Terroristen. Die Wirkung der Bombardements bleibt aber begrenzt. Die Miliz bleibt in der Offensive und greift eine kurdische Enklave an.
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat sich bis zur Türkei vorgekämpft. Unter den Kurden vor Ort wächst die Wut auf die Regierung in Ankara. Eine Reportage aus dem Grenzgebiet.
Türkische Kurden wollen ihre syrischen Brüder beim Kampf gegen den IS unterstützen - doch die Türkei hindert sie gewaltsam an der Ausreise. Die Situation im Nachbarland setzt Ankara auch innenpolitisch immer mehr unter Druck.
Der Konflikt zwischen dem „Islamischen Staat“ und den Kurden in Nordsyrien bedroht die Friedensgespräche Ankaras mit der PKK. In einer Mitteilung kündigt die verbotene kurdische Arbeiterpartei an, dass der Kampf gegen die türkische Regierung verschärft werden soll.
Zehntausende Flüchtlinge werden in der syrischen Stadt Kobane von IS-Milizen belagert. PKK-Kämpfer und Peschmerga wollen die Menschen befreien. Doch der Westen lässt die Kurden im Stich – wieder einmal.
Die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) fordert die türkischen Kurden auf, gemeinsam gegen die Terrormiliz Islamischer Staat zu kämpfen: „Es gibt im Widerstand keine Grenze mehr.“