Teufel, Papst und General
Was gehen uns alte deutsche Gespenster an? Eine Theaterspukreise zu Hochhuths „Stellvertreter“ im Münchner Volkstheater und einer „Rommel“- Uraufführung in Ulm.
Was gehen uns alte deutsche Gespenster an? Eine Theaterspukreise zu Hochhuths „Stellvertreter“ im Münchner Volkstheater und einer „Rommel“- Uraufführung in Ulm.
Martin Otto berichtet im Feuilleton vom 23. Dezember unter der Überschrift „Theodor Heuss baute mit Wüstenrot“ über das jüngst vom Bundesarchiv vorgelegte Findbuch zu den Akten des Bundespräsidialamtes unter den Bundespräsidenten Heuss, Lübke und Heinemann.
Beim traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ hat der Papst zu Frieden in der Welt aufgerufen - vor allem im Hinblick auf den Nahen Osten.
Papst Benedikt XVI. fordert, vom hohen Ross des aufgeklärten Verstandes herunterzusteigen und die Fixierung auf das Materielle, das Messbare und Greifbare abzulegen.
Ein katholischer Traditionsverlag stürmt die Hitparaden. Mit Margot Käßmann, dem Papst aus Rom und Politikern aller Parteien.
Kuba will 2900 Häftlinge freilassen. Unter ihnen sind 86 Ausländer. Präsident Raúl Castro nannte einen bevorstehenden Besuch des Papstes als einen der Gründe für die Amnestie.
Die SPD gewinnt die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Papst Benedikt XVI. begeistert Tausende bei seiner Deutschland-Reise. Die F.A.Z. blickt in zwölf Teilen zurück auf das Jahr 2011: der September.
Nanni Morettis Film „Habemus Papam“ zeigt einen Pontifex in der Lebenskrise. Michel Piccoli spielt ihn als zweifelnd am Glauben, an sich selbst, am Leben und an Gott.
An diesem Montag beginnt der 17. Weltklimagipfel. Der Papst und Umweltgruppen fordern größere Anstrengungen. Die Interessenunterschiede zwischen den Staaten sind aber groß.
„Wiederholt“ habe der Papst im Papamobil bei seinem Deutschlandbesuch die Anschnallpflicht verletzt. Deswegen hat ein Mann aus Dortmund den Heiligen Vater nun angezeigt.
Erst sollte man wissen, dann werten: Hans-Jochen Vogel bricht im Gespräch mit Sandra Maischberger den Bann der Vorurteile, indem er nach Tatsachen fragt.
Die Kirche will Weltbild verkaufen. Der Verlag handele mit Dingen, die einem Unternehmen im Besitz der katholischen Kirche nicht gut anstünden.
Singapur investiert fast eine Milliarde Euro in Botanische Gärten. Für den neuesten stand auch der Frankfurter Palmengarten Pate.
Mal wieder Benetton: Provokante Werbung ohne jeglichen Produktbezug mag die Aufmerksamkeitswerte nach oben treiben - mit den Absatzzahlen gelingt das in den seltensten Fällen.
Nach scharfem Protest aus dem Vatikan hat der italienische Bekleidungshersteller Benetton eine Fotomontage mit dem Papst zurückgezogen. Auf dem Bild war zu sehen, wie Papst Benedikt XVI. einen ägyptischen Imam auf die Lippen küsst.
Einrichtungen der katholischen Kirche dürfen Angestellten fristlos kündigen, wenn diese den Papst beleidigen. Das hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg entschieden.
Hermann Lange zeigt, wie im Mittelalter mit Moses argumentiert wurde, Andreas Höfele das Tier bei Shakespeare und Frauke Brosius-Gersdorf, warum in Deutschland so wenige Kinder geboren werden. Die F.A.Z.-Sachbücher der Woche.
Zwischen Sein und Sollen: Nur einen modernen Autor erwähnte Benedikt XVI. im Bundestag: Den „Juristen des Jahrhunderts“.
Der jüngste Prachtband „Unterwegs zur Renaissance“ aus dem Antiquariat Bibermühle wartet mit famosen Überraschungen auf.
Im Fernsehen die „Borgia“, im Museum die Porträts, und alle, alle wollen das sehen. Ist das Mittelalter also endlich vorbei?
Jordanien liegt seit jeher mitten im Geschehen und war als geographischer Schnittpunkt zwischen Asien, Afrika und Europa seit Beginn der Zivilisationen sehr wichtig.
Und wenn Michelangelo der Einladung des Sultans damals gefolgt wäre? Mathias Énard schickt den Bildhauer auf die verpasste Reise nach Konstantinopel und schreibt ein kleines, feines Buch über die manipulative Kraft der Geschichten.
Im Paradies schlägt die Stunde der Literatur: Mit seiner Neuübersetzung von Dantes „Göttlicher Komödie“ hat Kurt Flasch die Türen geöffnet, eines der ganz großen Wunderwerke der Poesie neu zu entdecken.
"Enttäuschung über die Haltung des Papstes zur Ökumene", also zur Annäherung oder gar Fusion der christlichen Kirchen, so lauteten die Schlagzeilen während des Papst-Besuchs, auch in der F.A.Z.. Wieso Enttäuschung? Natürlich ist ...
Warum hat Papst Benedikt die Erwartung auf mehr Ökumene enttäuscht (F.A.Z. vom 24. September)? Ökumene heißt Dialog, gemeinsames Gespräch zwischen christlichen Konfessionen. Der Papst suchte bei seinem Besuch das Gespräch über Gemeinsamkeiten im Glauben.
jöb. ROM, 28. September. Papst Benedikt XVI. hat sich am Mittwoch bei der Generalaudienz im Vatikan für die "schöne und erfüllte Zeit in der Heimat" bei all denen bedankt, die zum Gelingen des Deutschland-Besuches als "eines Fests des Glaubens" in der vergangenen Woche beitrugen.
Nur gut, dass das ZDF die heutige "Wilsberg"-Folge nicht während des Papstbesuchs gezeigt hat. Zwar soll auch hier der Papst auftauchen - im Kloster Melkwegen, um eine wertvolle Bibel abzuholen, in welcher die Formel für den Weltfrieden verborgen sein soll.
Wenn man die Berichte über den Papstbesuch liest, wird einem die Absurdität und Weltfremdheit des Versuchs deutlich, ständig über das Verhältnis von Glaube und Vernunft nachzudenken, das Benedikt XVI.
Zu Ihrer Berichterstattung über den Papstbesuch in der F.A.Z. vom 23. September: Der Papst hat im Bundestag, anknüpfend an die salomonische Bitte an Gott um Verleihung eines hörenden Herzens, eine kluge, durchaus demütige Rede gehalten.
Papst Benedikt XVI. ist dem Professor Joseph Ratzinger treu geblieben: Seine „Freiburger Rede“ über den Zustand der Kirche in Deutschland hat er fast wörtlich vor allem mit Vorträgen und Aufsätzen aus dem Jahr 1969 bestritten.
Wer die Rede Papst Benedikts im Bundestag boykottieren will, hätte ihn nicht einladen sollen. Mit der Trennung von Staat und Kirche hat das nichts zu tun.
Frankfurt, 26. September. Als der Papst gerade weg war, ging es im Fernsehen wieder um die Eurokrise - dann aber plötzlich doch schon wieder um Gott. Am Ende des großen Fernsehinterviews mit der Kanzlerin fragte Günther Jauch diese: ...
D.D. FRANKFURT, 26. September. Papst Benedikt XVI. hat seine "Freiburger Rede" über den Zustand der Kirche in Deutschland nahezu ausschließlich mit Gedanken und Textpassagen bestritten, die er schon in den sechziger Jahren vorgetragen hatte.
F.A.Z. FRANKFURT, 26. September. Der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland ist am Montag auf ein geteiltes Echo gestoßen. Die katholischen Bischöfe in Deutschland äußerten sich pflichtschuldigst positiv.
"Das prall gefüllte, sowohl dramaturgisch als auch inhaltlich reiche Programm des Papstbesuchs in seiner Heimat hätten sich selbst Hollywoods Drehbuchschreiber nicht besser ausdenken können: eine sehr kluge Ansprache im Bundestag, ...
Der Papst will durch Aufgabe von Privilegien dem Missverständnis vorbeugen, die Kirche sei eine staatliche Einrichtung. Der Übergang von einer Volkskirche zu einer „Entscheidungskirche“ wird dadurch nicht einfacher.