In deutscher Klarheit
Papst Benedikt XVI. hat in Berlin, Erfurt und Freiburg seinen Landsleuten jedweder Konfession erklärt, wie sich der Katholizismus aus seiner Sicht wandeln müsse. Dabei erinnerte vieles an Martin Luther.
Papst Benedikt XVI. hat in Berlin, Erfurt und Freiburg seinen Landsleuten jedweder Konfession erklärt, wie sich der Katholizismus aus seiner Sicht wandeln müsse. Dabei erinnerte vieles an Martin Luther.
Zwei Drittel der Deutschen sind laut einer aktuellen Emnid-Umfrage gegen die Kirchensteuer. Demnach finden 69 Prozent der Befragten, dass diese Abgabe nicht mehr zeitgemäß sei. Sie liegen auf der Linie des Papstes.
Nach dem Besuch von Papst Benedikt XVI. zieht die katholische Kirche in Deutschland eine positive Bilanz und sieht sich ermutigt, den „Weg der Erneuerung“ weiterzugehen. Der grüne Ministerpräsident Kretschmann und der Tübinger Theologe Hans Küng sind dagegen enttäuscht.
Benedikt XVI. hat seinen viertägigen Besuch in Deutschland mit einem Plädoyer für einen Verzicht der katholischen Kirche auf Macht und Privilegien beendet. Nötig sei eine „Entweltlichung“. Forderungen nach einer Reform weist der Papst zurück.
Freiburg. Wer den Papst hören will, muss aufgeweckt sein. Voller Erwartung ist auch die Pilgergruppe aus dem Bistum Limburg, die gestern Morgen zum letzten großen Gottesdienst des Papstes während seines Deutschland Besuchs nach Freiburg ...
Wenn Menschen wie verwandelt aus einer Kirche kommen, gilt das gemeinhin als gutes Zeichen. Beim ökumenischen Gottesdienst mit Benedikt XVI. am Freitag allerdings war es weniger die innere Erbauung, sondern Enttäuschung und Ernüchterung, ...
D.D./rso. FREIBURG, 25. September. Papst Benedikt XVI. hat seinen viertägigen Besuch in Deutschland mit einem Plädoyer für einen Verzicht der katholischen Kirche auf Macht und Privilegien beendet. In einer Rede vor Repräsentanten ...
In der letzten großen Rede seines Deutschlandbesuchs wendet sich der Papst im Freiburger Konzerthaus gegen eine von weltlichen Maßstäben geleitete Kirchenreform. Nötig sei vielmehr eine „Entweltlichung“ der Kirche.
Im liberalen Freiburg stößt der Papst mit dem Ruf nach einer „Entweltlichung“ der Kirche auf wenig Begeisterung. Die Katholiken in Baden finden sich gut zurecht in der Welt. Die politischen Farben Freiburgs und des Vatikans scheinen sich trotzdem zu ergänzen.
Forderungen nach einer Reform der Kirche, wie sie in Deutschland vor allem von Laienorganisationen und Theologen vorgetragen werden, hatte der Papst schon am Sonntagvormittag unmissverständlich zurückgewiesen.
FREIBURG, 25. September. "Um ihre Sendung zu verwirklichen, wird die Kirche immer auf Distanz zu ihrer Umgebung gehen; sie hat sich gewissermaßen zu ent-weltlichen", sagt Benedikt XVI. am Sonntag in Freiburg, bevor er ins ferne Rom zurückkehrt.
Zum Abschluss seines Besuchs hielt der Papst eine Rede im Konzerthaus in Freiburg im Breisgau. FAZ.NET dokumentiert den Wortlaut in der Fassung, die das Presseamt des Heiligen Stuhls veröffentlichte.
Benedikt XVI. sieht die Moderne in düsteren Farben. Ursache liberaler Verirrungen ist für ihn maßgeblich der Protestantismus. Deshalb sucht der Papst im Verhältnis zu den evangelischen Kirchen weiter die Abgrenzung.
Zwar seien sehr viele Themen angesprochen worden - doch müsse „die Kirche für die Anliegen der Menschen sensibler werden“, sagt Christian Weisner, Sprecher der Reformbewegung „Wir sind Kirche“, über den Papstbesuch.
Er appellierte an die Vatikantreue der Katholiken, mahnte zu Demut und rief dazu auf, weiter auf Gott zu vertrauen: Papst Benedikt XVI. hat bei seinem letzten öffentlichen Auftritt mit rund 100.000 Gläubigen in Freiburg eine Heilige Messe gefeiert. Am Abend fliegt er zurück nach Rom.
1200 Gläubige aus dem Bistum Limburg sind nach Freiburg gekommen - einfach, um Benedikt XVI. einmal live zu sehen, des großen Gemeinschaftserlebnisses wegen oder um Bestärkung in ihrem Glauben zu bekommen.
Papst Benedikt XVI. hat bei einem Gebet mit tausenden Jugendlichen in Freiburg zur Heiligkeit aufgerufen. Das Bild der Heiligen werde oft verzerrt - als „ob heilig zu sein bedeute, weltfremd, naiv und freudlos zu sein“. Heute endet der Papstbesuch.
Die Bächle in der Innenstadt führen kein Wasser - wie im Winter. Freiburg, über das es heißt, es sei eine "Falle der Behaglichkeit", erwartet den Papst. Die Stadt folgt am Samstagmittag einem anderen Takt, kein einziger behelmter Kampffahrradfahrer ist zu sehen.
Was für ein Gedrängel. Viel zu klein war der Platz zu Füßen des Erfurter Doms, wo am Samstagmorgen nur 27 900 Menschen mit dem Papst die Messe feiern konnten. Die Polizei ließ aus Sicherheitsgründen keine weiteren Pilger zu.
Sie haben geschwiegen. Aber nichts vertuscht. Nur geschwiegen. "Kein mittelbares Wissen", lautete die bündige Antwort, die jeder erhielt, der zu fragen wagte, wie es denn um die Absicht des Papstes stehe, während seiner Reise nach Deutschland Opfern sexueller Gewalt in der Kirche zu begegnen.
Sie sind voll freudiger Erwartung gekommen, das Herz von Fleisch, nicht von Stein - um mit Ezechiel zu sprechen. Voll zärtlicher Begeisterung für den gebrechlichen Greis, der ihre Kirche führt. Mit der Sehnsucht nach großen Gefühlen.
Kurz vor halb fünf am Freitag betritt die päpstliche Delegation, vier Kurienkardinäle an der Spitze, den Plenarsaal im Bundestag. Sie wird hinter der Linksfraktion plaziert. Dort ist der Saal leer, nur 28 von 76 Abgeordneten der Fraktion sind da.
"Sei gegrüßt, du heiliges Rom, wahrhaft heilig von den heiligen Märtyrern, von deren Blut es trieft", rief vor fast genau 500 Jahren, im Winter 1510/1511, ein junger Mönch aus Deutschland, als er zum ersten Mal die Ewige Stadt erblickte.
Im Tross vom Papst als Vamp, Vatikan-akkreditiertes Medien-personal. Die Begleitung des weißen Mannes in den roten Schuhen ist teuer, einen Gutteil der Flugkosten für Papst Benedikt XVI. und seine bischöfliche Begleitung trägt der Pressetrupp: 68 Reporter, TV-Journalisten und Fotografen.
Den wichtigsten Satz hat Papst Benedikt XVI. in seiner Rede vor dem Bundestag ausgesprochen. "Der Mensch macht sich nicht selbst." Damit verwies er auf die schlichte, aber alles andere als selbstverständliche Tatsache, dass der Mensch ...
Diese Rede hätte sehr gut in die Humboldt-Universität gepasst, sagte der Grünen-Abgeordnete Volker Beck, nachdem der Papst am Donnerstag im Bundestag gesprochen hatte. Das sollte wohl heißen: Wenn Benedikt XVI.
6.30 Pettersson 6.55 Der kleine Ritter Trenk 7.20 Bibi Blocksberg 7.45 Bibi und Tina 8.10 Löwenzahn 8.35 Löwenzahn Classics 9.00 heute 9.02 sonntags 9.30 ZDF spezial. Live 13.00 heute 13.03 Peter Hahne: Sind wir noch Papst? Ein ...
Arte 8.25 Lucie macht sich schlau 8.50 Die GEOlino-Reportage 9.05 Einfach tierisch! 9.30 X:enius 10.00 Internationaler Wettbewerb junger Dirigenten 12.00 Arte-Reportage 12.45 Karambolage 13.00 Künstler hautnah 13.30 Philosophie: Raum 14.00 360° - Geo-Reportage 14.45 Im Schatten des Mondes.
D.D. Erfurt/Freiburg. An diesem Sonntag geht der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland zu Ende. Dabei hat er auch Missbrauchsopfer getroffen. Nach dem Abendgebet an dem Marienwallfahrtsort Etzelsbach im Eichsfeld, an dem ...
Neulich abends zur besten "Tagesschau"-Zeit sangen 61 000 Gläubige, 1500 Messdiener, 800 Priester und ein Papst im Berliner Olympiastadion "Großer Gott, wir loben dich". Ein altes Kirchenlied. Eine Katastrophe.
Papst Benedikt XVI. hat die letzte Station seiner Deutschlandreise erreicht: In Freiburg traf er auf eigenen Wunsch mit dem früheren Kanzler Helmut Kohl zusammen und würdigte dessen Leistung für die Deutsche Einheit und für Europa.
Papst Benedikt XVI. zelebriert in seinem Heimatland ein Hochamt der öffentlichen Religion. Wenn er von der Ökologie des Menschen spricht, dann in dem Wissen, dass es außerhalb dieses Glaubens keine Vernunft und kein Heil gibt.
„Der Papst ist in Deutschland gut aufgenommen worden“: Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, zieht für FAZ.NET eine Zwischenbilanz des Papstbesuchs.
Zum Schluss seines Aufenthalts in Thüringen hat der Papst am Morgen in einer Messe auf dem Erfurter Domplatz den Mut der ostdeutschen Katholiken gewürdigt. Vor der Papstmesse sorgte ein Zwischenfall für Aufregung.
Papst Benedikt XVI. hat sich in Erfurt mit einer Gruppe von Opfern sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester getroffen. Der Papst habe „bewegt und erschüttert“ sein tiefes Mitgefühl und Bedauern bekundet. Heute reist er nach Freiburg.