Geheim ist auch nicht mehr, was es mal war
Bundesinnenminister Thomas de Maizière wehrt sich gegen Angriffe in der BND-Affäre. Er darf und will sich jedoch nicht öffentlich verteidigen, weil es um geheime Dokumente geht.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière wehrt sich gegen Angriffe in der BND-Affäre. Er darf und will sich jedoch nicht öffentlich verteidigen, weil es um geheime Dokumente geht.
Die NSA hat jahrelang in Deutschland und Europa spioniert – möglicherweise unter Mithilfe des Bundesnachrichtendiensts. Ein Grund zur Empörung sollte das aber nicht sein. Ein Gastbeitrag.
Was wusste das Kanzleramt wann über die Versuche der NSA, europäische Unternehmen auszuspionieren? Die Kanzlerin verweist zwar auf „organisatorische“ Defizite beim BND, sieht aber bisher trotz neuer Details keinen Anlass für personelle Konsequenzen.
Die Bundesregierung sieht derzeit keine Notwendigkeit, in der Affäre um die Unterstützung des BND für den amerikanischen Geheimdienst NSA personelle Konsequenzen zu ziehen. Die SPD geht zunehmend auf Distanz zum Kanzleramt.
Der schier unendliche Hunger der NSA auf Daten erschüttert wieder einmal das politische Berlin. Diesmal richtig. Was hat der BND gefiltert und was nicht? Angeheizt wurde die Empörung von einem einmaligen Vorgang.
Das Kanzleramt weiß entgegen bisherigen Stellungnahmen offenbar schon seit Jahren vom Versuch der NSA, europäische Rüstungskonzerne auszuspionieren. Der BND soll schon 2008 einen entsprechenden Bericht abgegeben haben.
Nicht die faulen NSA-Eier bringen den BND in Verlegenheit, sondern eine aufgepeitschte Öffentlichkeit und die politische Bedrohungslage des Kanzleramts. Ein Kommentar
Angesichts der Spionage-Vorwürfe gegen den Bundesnachrichtendienst will sich die Regierung nicht zur Zukunft von BND-Chef Schindler äußern. Die Vorgänge würden in den zuständigen Gremien aufgeklärt, heißt es.
Der Bundesnachrichtendienst soll der amerikanischen NSA bei der Spionage geholfen zu haben. Die Bundesanwaltschaft hat dementiert, Ermittlungen eingeleitet zu haben. Das hatte zuvor der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses gesagt.
Mit ungewöhnlicher Schärfe beklagt Regierungssprecher Seibert „Defizite“ beim Bundesnachrichtendienst. Offenbar half der BND über Jahre der NSA beim Ausspähen europäischer Rüstungskonzerne.
Der Verein Digitalcourage vergibt jährlich einen Negativpreis an Unternehmen und Politiker, die sich durch einen problematischen Umgang mit Daten hervortun. Dieses Mal traf es unter anderem den Hersteller einer sprechenden Puppe.
Die französischen Geheimdienste sollen die gesamte Kommunikation der Bürger abhören dürfen, wenn die „nationale Sicherheit“ des Landes bedroht ist. Das sieht ein neues Gesetz vor, über das die Nationalversammlung derzeit berät.
Der Jurist Max Schrems ist mit seiner Klage gegen die Datensammelei von Facebook bekannt geworden. Nimmt das Gericht die Klage an? Das entscheidet sich erst in einigen Wochen.
Stunde der Wahrheit für Facebook: Zehntausende unzufriedene Nutzer haben sich für eine Sammelklage gegen das Netzwerk zusammengeschlossen. Heute nun entscheidet ein Gericht in Wien, ob es den Fall annimmt. Ein Prozess könnte das Unternehmen empfindlich treffen.
Trotz aller Rhetorik: Vorratsdatenspeicherung ist ein Eingriff in die Privatsphäre. Zudem ist die sichere Aufbewahrung nicht garantiert.
Bei dem Versuch zweier Männer, ein Eingangstor zum Militärstützpunkt Fort Meade zu durchbrechen, wo sich auch das Hauptquartier des Geheimdienstes NSA befindet, wurde einer von ihnen von einem Polizisten erschossen. Sein Komplize und ein Polizist tragen Verletzungen davon.
Viele IT-Sicherheitsprogramme verfügen über sogenannte Backdoors, die der Programmhersteller als Servicezugang nutzt. Seit der amerikanische Geheimdienst NSA bewiesen hat, dass diese auch zu Spionagezwecken missbraucht werden können, steigt in deutschen Unternehmen das Misstrauen.
Darf Facebook unkontrolliert Nutzerdaten nach Amerika schicken? Nach einem EU-Abkommen gelten die Vereinigten Staaten als sicherer „Datenhafen“. Doch die Zweifel an der Idee wachsen. Der Europäische Gerichtshof geht diesen Zweifeln nach.
Der Künstler Trevor Paglen stellt eine Karte mit den deutschen Standorten des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes NSA ins Netz – und lädt uns alle ein, diese Orte zu fotografieren.
Im September 1961 kam der damalige UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Eine Expertenkommission soll nun neue Beweise prüfen - die auch auf eine Verschwörung unter Beteiligung westlicher Geheimdienste hindeuten könnten.
Die von Snowden aufgedeckten Spionageprogramme der NSA seien verfassungswidrig, schreibt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales. Er und das Online-Lexikon sehen die Demokratie bedroht und klagen.
Die Macher des Internetlexikons sehen ihre Autoren durch den Geheimdienst bedroht - und haben jetzt Klage eingereicht.
Zwischen Big Data, Social Media und dem Internet der Dinge verliert man schnell mal die Orientierung. FAZ.NET gibt einen ersten Überblick über das Programm der IT-Messe, die am Montag in Hannover startet.
London und Washington bestreiten die Überwachungsprogramme ihrer Geheimdienste längst nicht mehr. Und doch ist das Bezweifeln der Snowden-Enthüllungen zur Mode geworden.
Viele der Enthüllungen durch den Whistleblower Edward Snowden mussten im Nachhinein korrigiert werden. Das Gerede vom „totalen Überwachungsstaat“ ist bislang hohl geblieben.
Barack Obama will Amerikas Firmen dazu bewegen, gegen Cyberattacken mit der Regierung zu kooperieren. Doch die IT-Branche vertraut dem Präsidenten nicht mehr. Die Angst vor dem Überwachungsstaat sitzt tief bei Apple und Co.
Zunehmend geraten Internet-Sicherheitsfirmen ins Visier der Geheimdienste. Der neueste Angriff von NSA und GCHQ zielt auf die Hersteller von SIM-Karten, betroffen ist auch ein deutsches Unternehmen. Die Bundesregierung schweigt.
Hacker räumen Bankkonten leer, stehlen Daten und freuen sich auf vernetzte Produkte im Internet der Dinge. Geheimdienste sind nicht besser. Und die Quantencomputer kommen erst noch.
Von Edward Snowden gesammelte Dokumente zeigen, dass NSA und GCHQ die Verschlüsselung eines führenden Sim-Karten-Herstellers geknackt haben. Die Geheimdienste können so Handygespräche und Datenströme überwachen.
Der britische Geheimdienst hat über Jahre illegal Informationen von unverdächtigen Nutzern gesammelt. Ob man selbst betroffen ist, lässt sich jetzt mit Hilfe von Privacy International herausfinden.
Der britische Abhördienst GCHQ habe bei der Kooperation mit der NSA zum massenhaften Sammeln privater Daten gegen die europäische Menschenrechtscharta verstoßen - heißt es in einer Entscheidung des britischen Geheimdiensttribunals.
Anti-Viren-Experten haben einen sogenannten „Keylogger“ identifiziert. So ein Trojaner liest alles mit, was man in die Tastatur tippt. Von denen gibt es viele. Nur dieser stammt offenbar direkt von der NSA und hat den Weg schon bis ins Bundeskanzleramt gefunden.
Nach einem Zeitungsbericht war der amerikanische Geheimdienst schon Jahre vor der Cyber-Attacke auf Sony in nordkoreanischen Computernetzen unterwegs. Den drohenden Angriff erkannte die NSA trotzdem nicht.
Der amerikanische Präsident Obama und Großbritanniens Premier Cameron haben eine engere Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf angekündigt. Die umstrittenen Geheimdienste NSA und GCHQ sollen dafür „Cyber-Zellen“ bilden.
Neues von Edward Snowden: Der Whistleblower erklärt im Ersten, wie Cyberkrieger uns bedrohen, wie Cybercops ihre Macht ausbauen - und warum es Zeit ist, das Internet zurückzuerobern.
Frankreich, Großbritannien und Spanien sind schon Ziel schwerer Anschläge geworden. Deutschland blieb von größeren Attentaten bisher verschont. Die Sicherheitsbehörden bewerten die Gefahr jedoch als groß.