Die Karikatur wird zum Museumsobjekt
Karikaturen haben in der Gesellschaft eine neue Ernsthaftigkeit erlangt. Mit den Zeichnungen soll bald umgegangen werden wie mit großformatiger Kunst. Deutsche Museen reagieren auf die Pariser Morde
Karikaturen haben in der Gesellschaft eine neue Ernsthaftigkeit erlangt. Mit den Zeichnungen soll bald umgegangen werden wie mit großformatiger Kunst. Deutsche Museen reagieren auf die Pariser Morde
Der Berufsstand des Satirikers hat nach dem Charlie Hebdo-Attentat neue und traurige Popularität und Dynamik erreicht. Warum fühlt sich nun jeder zum Berufszynismus berufen? Eine Abdankungserklärung.
Die Air-Asia-Maschine, die Ende vergangenen Jahres vor der Küste Indonesiens abstürzte, wurde nicht Ziel eines Anschlags. Das gaben die Ermittler nach Auswertung des Stimmrekorders bekannt.
Dies ist keine Solidarisierung mit Pegida. Aber die Aufgabe des Staates ist es, alles dafür zu tun, dass die Pegida-Anhänger bald wieder demonstrieren können. Der Angriff auf ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein Angriff auf uns alle.
Mit Verweis auf ein Drohvideo der IS-Terroristen sprechen deutsche Sicherheitskreise gegenüber der F.A.S. von einer „hohen Anschlagsgefahr“. Wie die Sonntagszeitung außerdem erfuhr, wollten die in Belgien getöteten Islamisten eine jüdische Schule angreifen.
Weil auch bei Drohnenangriffen Unschuldige sterben, sieht Sahra Wagenknecht darin „ein genauso verabscheuungswürdiges Verbrechen“ wie in den Terroranschlägen von Paris. Ihr Vergleich sorgte für Empörung.
Die französischen Schriftsteller stehen nach den Anschlägen von Paris voll hinter ihrer Nation. Für Michel Houellebecq und dessen Roman „Unterwerfung“ gibt es allerdings heftigen Gegenwind.
Ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel über die Konsequenzen aus dem Terroranschlag in Frankreich, die Trennlinie zwischen Islam und Islamismus, das Selbstbewusstsein der Christen, Pegida und AfD, den Konflikt mit Russland - und über die zunehmende Abwendung von Europa.
Die Stimmung ist aufgeheizt: In Frankreichs Schulen gibt es nach den Attentaten von Paris viele Zwischenfälle. Bildungsministerin Vallaud-Belkacem spricht angesichts der vergifteten Stimmung von „Verherrlichung des Terrorismus“.
Die Geiselnahme in einem Postamt in Colombes ist Medienberichten zufolge beendet. Der Mann soll sich ergeben haben. Hinweise auf einen Zusammenhang zu den islamistischen Anschlägen der vergangenen Woche gibt es nicht.
Nach den Anschlägen von Paris sorgt sich eine große Zahl der Deutschen vor Terrorangriffen im eigenen Land. Zwei Drittel fordern deshalb verschärfte Sicherheitsmaßnahmen.
Der Schock sitzt tief. Nach den Terroranschlägen nehmen viele Franzosen nun offenbar Medikamente. Shoppen ist dagegen nicht angesagt.
Seit er bei dem Terrorangriff auf einen jüdischen Supermarkt mehrere Menschen vor dem Geiselnehmer versteckte, wird Lassana Bathily aus Mali als „Held von Paris“ gefeiert. Nun wird dem muslimischen Zuwanderer die französische Staatsbürgerschaft verliehen.
Er ist liberal, er ist Islamwissenschaftler und er steht unter Polizeischutz. Mouhanad Khorchide kritisiert die Haltung vieler Muslime nach den Anschlägen von Paris. Wer sage, Salafismus habe nichts mit dem Islam zu tun, der verdränge das Problem. Ein Gespräch.
Das Frankfurter Caricatura-Museum, das alle Ausgaben des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ besitzt, zieht ein „stilles Gedenken“ an die Pariser Opfer vor. Der Stifter der Hefte bemängelt die Zurückhaltung des Hauses. Das wehrt sich.
Der Bundestag diskutiert über Islamismus. Die Bundeskanzlerin stellt sich vor die Muslime in Deutschland. Ein Generalverdacht verbiete sich. Doch sie richtet auch eine Forderung an die Angehörigen des Islam.
Kanzlerin Merkel hat in einer Regierungserklärung die Anschläge von Paris als Ausfluss des „blanken Hasses des internationalen Terrorismus“ bezeichnet, dem man sich nicht beugen dürfe.
Auch nach dem Pariser Attentat geht der Terror weiter. Die afghanischen Taliban begrüßen den Mord an den Redakteuren von „Charlie Hebdo“. Den Redakteuren der Satirezeitschrift „Le Canard enchaîné“ kündigen anonyme Drohschreiben an, man werde ihnen die Beine zerstückeln.
Unter dem Eindruck des Attentats auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ beginnt in Deutschland eine Debatte über den Blasphemie-Paragrafen. ZdK-Präsident Alois Glück warnt davor, „die Ereignisse in Paris zu instrumentalisieren“.
Nach den Anschlägen in Paris macht sich eine erhöhte Anspannung bei Polizei und Justiz bemerkbar. Derzeit laufen rund 70 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Beteiligung an Terrorgruppen im Ausland.
Der britische Premierminister David Cameron will auf die Anschläge von Paris mit einer Ausweitung der Überwachung des Internets reagieren. Notfalls will der Konservative auch Dienste wie WhatsApp verbieten. Doch sein Koalitionspartner Clegg von den Liberaldemokraten kündigt Widerstand an.
Nach den Anschlägen in Paris fürchtet das Bundeskriminalamt mögliche Nachahmer in Deutschland. In einem Bericht ist von direkten Aufrufen zu Terroranschlägen in Deutschland die Rede.
Pegida demonstrierte in Dresden zum zwölften Mal, es kamen mehr Menschen als je zuvor. Die Belehrungen nach dem Terroranschlag gegen „Charlie Hebdo“ waren offenbar wieder einmal Wasser auf ihre Mühlen.
Nach den Terroranschlägen in Paris bekommt die Pegida-Bewegung in Dresden noch einmal starken Zulauf. Dass Angehörige und Freunde der Opfer den Zuspruch der Demonstranten gar nicht wollen, ist denen egal.
Fünf Tage, die Frankreich verändern: Seit den Mordanschlägen der letzten Woche liegt über dem Land eine Schockstarre. Mit den Franzosen demonstriert in Paris die Welt für die Ideale der Aufklärung.
Linke Gegendemonstranten verhindern den Trauermarsch der Freien Wähler in Frankfurt. Der Fraktionsvorsitzende Hübner sieht „Grundrechte verletzt“. Insgesamt beobachtet die Polizei eine starke Instrumentalisierung der Anschläge.
Eine Nation vereint in Trauer: In Frankreich sind mindestens 3,7 Millionen Menschen gegen den islamistischen Terror auf die Straße gegangen. Auch viele Staatschefs gedachten der Opfer der Attentate. Die Delegation aus Marokko blieb dem Marsch aber fern.
Im Trauermarsch für die Opfer der Terroranschläge in Paris kommen die Massen kaum voran. Die Stimmung ist trotzdem erleichtert. Dass so viele Menschen gekommen sind, gilt den meisten als Zeichen der Hoffnung.
Der Opfer der Attentate in Paris haben auch mehrere hundert Menschen in Frankfurt gedacht. Es blieb nicht an allen Schauplätzen friedlich.
Im Nordosten Nigerias sind bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Nach unbestätigten Berichten örtlicher Medien soll eine Zehnjährige das Attentat verübt haben.
Wir haben Zeichner um Arbeiten nach dem Anschlag von Paris gebeten. Reinhard Kleist gibt der Fassungslosigkeit ein Gesicht. Die Ereignisse überschlagen sich, die Forderungen auch. Dann wird es dunkel.
Brauchen wir die Vorratsdatenspeicherung, schärfere Gesetze oder vor allem mehr Geld für die innere Sicherheit? Die Anschläge in Frankreich haben alte Debatten darüber wieder angeheizt. Bundeskanzlerin Merkel versucht zu deeskalieren.
Der mutmaßliche Komplize der Kouachi-Brüder gab während seiner Geiselnahme in Paris ein Interview. In den Medien war er vor fünfeinhalb Jahren schon einmal: bei einem Empfang im Élysée-Palast.
Das Attentat auf „Charlie Hebdo“ ist ein Angriff auf unsere Demokratie, unsere Presse- und Meinungsfreiheit. Wir müssen sie stets aufs Neue verteidigen, auch gegen die perfide Propaganda der Pegida-Anführer und den üblen Vorwurf der „Lügenpresse“. Ein Aufruf der deutschen Zeitungsverleger.
Nach den Anschlägen und Geiselnahmen in Paris wächst auch die Terrorgefahr in Großbritannien. Der britische Geheimdienst ist skeptisch, dass er alle geplanten Anschläge islamistischer Terroristen in London oder anderen Orten verhindern kann.
Die Attentäter von Paris berufen sich für ihre mörderischen Taten auf den Islam. Die Imame als oberste geistliche Autoritäten der französischen Muslime haben die Morde im Namen Allahs nun im Freitagsgebet auf Schärfste verurteilt. Auch in Deutschland ist ein ähnlich starkes Signal geplant.