Der umworbene Staatsgast
Geostrategisch wächst die Bedeutung Indiens von Stunde zu Stunde. Der Westen bemüht sich, die Inder durch Versprechen und Verträge auf seine Seite zu ziehen.
Geostrategisch wächst die Bedeutung Indiens von Stunde zu Stunde. Der Westen bemüht sich, die Inder durch Versprechen und Verträge auf seine Seite zu ziehen.
In Washington rollte Präsident Biden dem indischen Ministerpräsidenten Modi den roten Teppich aus. Amerika umwirbt das bevölkerungsreichste Land der Erde, das es im Konflikt mit China und Russland braucht.
Washington empfängt Ministerpräsident Modi mit außergewöhnlichen Ehren. Über seine Unzulänglichkeiten sehen die Vereinigten Staaten hinweg.
Indiens Regierungschef wird in Washington umworben, das Glastonbury-Festival beginnt und draußen bleibt es so lange hell wie an keinem anderen Tag des Jahres. Der F.A.Z. Newsletter
Viele Inder leben neben stinkenden Kanälen, sauberes Wasser gibt es oft nur aus dem Tankwagen. Das Land steckt in einer „Wasserkrise“ – und hinkt auch seinen anderen Entwicklungszielen hinterher.
Plötzlich interessieren sich deutsche Unternehmen wie die Deutsche Lufthansa für den Subkontinent. Das hat nicht nur mit der Abkehr von der Volksrepublik China zu tun.
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius will Rüstungsexporte nach Indien und in andere Länder Asiens erleichtern. Das ist nicht unumstritten.
Nach dem verheerenden Zugunglück mit mindestens 288 Toten und 900 Verletzten stellt sich die Frage nach den Ursachen. Es gibt Hinweise auf einen Signalfehler.
Bei einem der verheerendsten Zugunglücke der vergangenen Jahrzehnte sind im Osten Indiens hunderte Menschen ums Leben gekommen. Augenzeugen berichten von erschütternden Szenen. Die internationale Anteilnahme ist groß.
Indien gewinnt an Stärke und verabschiedet sich vom kolonialen Erbe. Der Westen kann sich nicht darauf verlassen, die größte Demokratie immer an seiner Seite zu haben.
Indiens Ministerpräsident Modi hat ein neues Parlamentsgebäude eingeweiht. Ihm zufolge soll es ein starkes und unabhängiges Indien symbolisieren. Die Opposition kritisiert die Zeremonie als „Krönung“.
Am Sonntag will Indiens Ministerpräsident Narendra Modi das neue Abgeordnetenhaus in Neu Delhi einweihen. Doch 19 Parteien der Opposition boykottieren die Zeremonie.
Der amerikanische Präsident sagt seine Australienreise ab, und ein anderer profitiert: Indiens Regierungschef Modi geriert sich in Sydney als globale Führungsfigur.
Alles erinnert an den hässlichen Entzug des Bargelds in Indien 2016. Denn wieder zieht Indien einen Schein ein. Diesmal aber ist manches anders.
In Hiroshima will der ukrainische Präsident neue Verbündete finden, Zusagen erhält er aber nur von alten. Aus deutscher Sicht lief das Treffen trotzdem gut – auch aus innenpolitischer.
Der Himalaja war bisher Wasserspeicher für einen Großteil Asiens. Nun ringen China, Indien und ihre Nachbarn mit immer mehr Härte um dieses Wasser.
Der Versuch der Hindunationalisten, das Volk entlang der Religionen zu spalten, hat nicht gefruchtet. Der Sieg in Karnataka gibt der Opposition Aufwind.
Wohin führt Narendra Modis indischer Weg? Bei einer Diskussion über das neue Buch des Politikwissenschaftlers Rajeev Bhargava offenbaren Wissenschaftler und Intellektuelle tiefe Sorge.
Der Subkontinent zählt nun mehr als 1,4 Milliarden Menschen. Viele von ihnen sind jung. Das aber wird zum Risiko – wenn das Land sich nicht radikal ändert.
Nach der Verurteilung von Oppositionspolitiker Gandhi rücken die einst verfeindeten Parteien Indiens zusammen. Sie fürchten weitere Repressionen durch die Regierung Modis.
Nachdem er den indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi beleidigt haben soll, darf Rahul Gandhi seine Oppositionspartei nicht mehr im Unterhaus vertreten. Seine Anhänger demonstrieren dagegen in Neu Delhi.
Rahul Gandhi soll Ministerpräsident Narendra Modi und andere Menschen mit dem Nachnamen Modi als „Diebe“ bezeichnet haben. Geklagt hatte ein Politiker der Regierungspartei – der selbst auch Modi heißt.
Der indische Song „Naatu Naatu“ wurde bei den Oscars ausgezeichnet. Die deutsche Botschaft in Indien gratuliert mit einem Tanzvideo. Perfekt sei es nicht geworden, schreibt der Diplomat, „aber lustig“.
Baerbock attackiert in Indien den russischen Außenminister Lawrow direkt. Der reagiert mit einer abfälligen Handbewegung.
Beim G-20-Treffen auf Bali hatte Russlands Außenminister noch den Saal verlassen, als seine Kritiker sprachen. Nun hört er zu – und macht eine abfällige Bewegung.
Nach einem Gespräch mit dem indischen Ministerpräsidenten Modi sagt Bundeskanzler Olaf Scholz in Neu Delhi, es sei nicht zu akzeptieren, „dass man mit Gewalt Grezen verschiebt. So deutlich will sein Gastgeber aber nicht werden.
Scholz und Modi demonstrieren beim Indien-Besuch des Kanzlers in vielen Fragen Einigkeit. Doch im Hinblick auf den Ukrainekrieg treten Unterschiede zutage – zumindest vor den Kulissen.
Bundeskanzler Scholz wirbt in Indien für seine Sicht auf den Ukrainekrieg. Regierungschef Modi betont das „Potential“ der Rüstungskooperation mit Deutschland. Sie könnte das Land unabhängiger von Moskau machen.
Noch hat Ministerpräsident Narendra Modi den russischen Überfall auf die Ukraine nicht klar verurteilt. Scholz hatte bereits vor dem Treffen darauf gedrungen. Dazu möchte Scholz während seiner Indien-Reise über Rüstungskooperationen sprechen.
Olaf Scholz ist das erste Mal als Bundeskanzler nach Indien gereist. Er will das bald bevölkerungsreichste Land der Erde als Partner gewinnen. Aber Indiens Abhängigkeit von Russland steht dem im Wege.
Der indische Premierminister erzeugt das Bild eines strahlend neuen Indien. Wer sich davon nicht blenden lässt, erkennt eine Realität jenseits dieser Traumfabrik. Wohin steuert das Milliardenvolk?
Aus einer schwierigen Lage hat Indien das Maximum herausgeholt. Eine Verurteilung der russischen Invasion in der Ukraine wird der Kanzler von Modi nicht erwarten dürfen.
Vor dem Besuch von Bundeskanzler Scholz in Indien wollten die Handelskammern wissen, wie Asienchefs über das Land denken. Das Urteil der Manager ist eine Ohrfeige für die indische Regierung.
Multimilliardäre wie George Soros oder Bill Gates wurden so reich, auch weil sie alle Register zogen. Ihr Geld setzt die Elite oft für Zwecke ein, über die besser demokratisch entschieden werden sollte.
Der amerikanische Philanthrop greift immer wieder den Hindunationalisten Narendra Modi an. Die indische Regierung wehrt sich gegen die Vorwürfe.
Nicht zum ersten Mal wird der BBC vorgeworfen, sie berichte „antiindisch“. Einst musste ihr Korrespondent gar für mehrere Jahre das Land verlassen.