Die Republik ist er
Woher die Wut auf Emmanuel Macron? Der Präsident hat es gewagt, das politische System vom Links-Rechts-Schema zu befreien. Sollte er scheitern, ginge Frankreich einer düsteren Zukunft entgegen. Ein Gastbeitrag.
Woher die Wut auf Emmanuel Macron? Der Präsident hat es gewagt, das politische System vom Links-Rechts-Schema zu befreien. Sollte er scheitern, ginge Frankreich einer düsteren Zukunft entgegen. Ein Gastbeitrag.
Dass viele Franzosen sich das Recht auf den Aufstand nehmen, ist klar. Aber geht es nur um die Wut der Verlierer aus der Provinz – oder um die erste „liberale Revolution“?
Nach dem Terrorangriff in Straßburg wird weiter nach dem Täter gefahndet – es soll sich um einen Franzosen mit nordafrikanischen Wurzeln handeln. An der deutsch-französischen Grenze müssen sich Pendler auf strenge Kontrollen einstellen.
Sie wollen die Ablösung Emmanuel Macrons. Die „Gelbwesten“ haben in Frankreich eine Krise ausgelöst. Dem Präsidenten könnte sein ambivalenter Umgang mit den Protestlern zum Verhängnis werden.
Festnahmen, Verletzte, Zusammenstöße mit der Polizei: Die „Gelbwesten“ machen in Frankreich weiter mobil – und schrecken dabei auch vor falschen Nachrichten nicht zurück. Doch auch die französische Regierung bleibt nicht strikt bei der Wahrheit.
Der linke französische Geograph Christophe Guilluy kritisiert die Medien und die politische Elite seines Landes und zeigt auf, wo und warum Menschen Populisten wie Le Pen wählen.
In Paris ist die Demonstration der „Gelbwesten“ am Samstag eskaliert, Randalierer lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Präsident Macron nennt die Gewalt beschämend – doch er trifft den richtigen Ton nicht mehr.
Mehrere tausend Menschen haben auf der Champs-Elysées in Paris gegen hohe Benzinpreise und Lebenshaltungskosten protestiert. Dabei kam es zu Rangeleien mit den Sicherheitskräften.
Emmanuel Macron hat sich auf die Spuren des Ersten Weltkriegs gemacht und wollte dabei seinen Landsleuten wieder näherkommen. Die letzte Station führt ihn nach Compiègne – zu Angela Merkel.
Nach den Neuigkeiten aus Deutschland braucht Macron ein paar Tage frei. Mit Merkel wird er eine Verbündete verlieren. Front-National-Chefin Marine Le Pen freut sich.
Private Geschäfte mit öffentlichen Geldern: Der französische Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon fühlt sich ungerecht behandelt und wettert gegen die Presse.
Leute wie Matteo Salvini und Marine Le Pen wollen die Europawahlen 2019 zu einem Plebiszit über die EU machen. Sie hoffen, dass die Wähler für eine Renationalisierung der Politik stimmen – langweilig dürfte der Wahlkampf so zumindest nicht werden.
Der Ausgang der Bayernwahl sorgt auch in Europa für Gesprächsstoff. Die EU stehe vor großen Umwälzungen, heißt es mit Blick auf die Europawahl nächstes Jahr.
EIn junger Mann zeigt auf einem Foto mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den Stinkefinger. Die Rechtspopulistin Marine Le Pen zeigt sich schockiert. Macron reagiert gelassen.
Haben die Deutschen mit ihrem Kult um die Herkunft die „Rückkehr nach Reims“ falsch verstanden? Hat Sahra Wagenknecht eine Mitschuld an Chemnitz? Ein Gespräch mit dem Soziologen Didier Eribon.
Wegen Ermittlungen gegen den Rassemblement National haben die Strafverfolger zwei Millionen Euro beschlagnahmt. Ein Berufungsgericht gibt die Hälfte davon nun wieder frei. Die Parteivorsitzende wittert trotzdem eine Verschwörung.
Politiker zeigen gern, wie sie ihren Urlaub verbringen. Besonders für Rechtspopulisten ist die Entscheidung des Reiseziels und die Darstellung ihrer Ferien aber eine schwierige Gratwanderung.
Ausgerechnet der smarte Emmanuel Macron bricht jetzt Lanzen für den Populismus. Es wäre bedauerlich, wenn der Präsident über die eigentlich unbedeutende Personalie Benalla das Vertrauen vieler Franzosen verspielt.
Im undurchsichtigen Fall des Leibwächters Benalla wächst der Druck auf Emmanuel Macron. Seine Glaubwürdigkeit als vorbildlicher Staatschef ist angekratzt – die Opposition will daraus Kapital schlagen.
Französische Ermittler haben zwei Millionen Euro beschlagnahmt, die an die Nationalisten gehen sollten. Angeblich bleiben der Le-Pen-Partei nun noch knapp zwei Monate.
Nachdem Polizisten in Nantes einen 22 Jahre alten Mann erschießen, kommt es in der französischen Stadt zu schweren Ausschreitungen. Die Schuldfrage ist noch nicht abschließend geklärt.
Die ehemalige Europaabgeordnete Marine Le Pen muss dem EU-Parlament 300.000 Euro wegen einer Scheinbeschäftigung zurückzahlen. Der Einspruch der Front-National-Politikerin wurde damit abgewiesen.
Marion Maréchal, die Nichte Marine Le Pens, will nicht mehr Le Pen heißen – und die rechten Kräfte Frankreichs vereinen. Dafür gründet sie sogar eine eigene Kaderschmiede.
Deutschland, Frankreich und Brüssel sorgen sich um Italien. Doch Ratschläge aus dem Ausland möchte man dort gar nicht hören.
Emmanuel Macron hat Großes angekündigt für die umkämpften französischen Vorstädte. Nun verärgert er die Betroffenen aber ein weiteres Mal.
Nach Orbáns Wahlsieg frohlocken die europäischen Rechtspopulisten. Die EU rechnet mit mehr Selbstbewusstsein der ungarischen Regierung – und stellt sich auf harte Debatten zu Flüchtlingsverteilung und Rechtsstaatlichkeit ein.
Die Partei des regierenden Ministerpräsidenten hat sich offenbar eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament gesichert. Für das Verhältnis zu Brüssel verheißt das nichts Gutes. Erste Glückwünsche kommen aus Frankreich.
Ungarns Radikale entdecken die Mitte für sich. Weil Viktor Orbán den Platz dort geräumt hat.
Emmanuel Macron würdigt einen Helden und findet klare Worte zur islamistischen Gewalt. Der Philosoph Alain Finkielkraut sieht darin einen ersten Sieg über den Terror.
Mireille Knoll war Jüdin. Wurde sie deshalb von ihren Peinigern ermordet? Die französische Hauptstadt trauert – und streitet über den Antisemitismus in der Metropole.
Noch im April hatte ein antisemitisches Verbrechen kaum öffentliche Reaktionen hervorgerufen. Nach der Ermordung einer Holocaust-Überlebenden zogen jetzt Tausende Franzosen durch die Straßen. Ärger gab es um die Teilnahme von zwei Politikern.
Nachdem eine Holocaust-Überlebende in Frankreich ermordet wurde, trafen sich Franzosen und französische Politiker zu einem Marsch gegen Antisemitismus. Doch nicht jeder Politiker war willkommen.
Der russische Duma-Abgeordnete Leonid Sluzki hat mehrere Journalistinnen sexuell belästigt. Die Ethikkommission des Parlaments erklärt ihn dennoch für unschuldig. Der Vorfall stellt das Verhältnis der Staatsmacht zum Bürger auf die Probe.
Emmanuel Macron hat große Pläne für Europa, die er heute in Paris mit Bundeskanzlerin Merkel besprechen will. In der Heimat sollen seine Reformen bald Früchte tragen.
Mit der Umbenennung des Front National geht Marine Le Pen ein politisches Wagnis ein. Außerdem droht jetzt ein Rechtsstreit. Und dann erinnert der neue Name auch noch an eine alte faschistische Partei.
Aus dem Front National soll die „Rassemblement National“ werden: Vieles spricht dafür, dass die Vorsitzende Marine Le Pen mit dem Namenswechsel auch einen Kurswechsel vollzieht.