De Maizière gegen deutschen Truppeneinsatz
Verteidigungsminister De Maizière hat sich gegen Forderungen ausgesprochen, Deutschland müsse den französisch-afrikanischen Einsatz in Mali intensiver unterstützen.
Verteidigungsminister De Maizière hat sich gegen Forderungen ausgesprochen, Deutschland müsse den französisch-afrikanischen Einsatz in Mali intensiver unterstützen.
Der Präsident der Elfenbeinküste und Ecowas Vorsitzende, Alassane Outarra, hat laut einem Medienbericht einen größeren deutschen Beitrag „mit Truppen“ in Mali gefordert. Russland sagt Transporthilfe zu.
Die Franzosen wollen Malis Islamisten schlagen. Das Volk leidet unter deren Gewalt. Im Norden des Landes ist es ihnen dennoch gelungen, Hunderte von Jugendlichen zu rekrutieren, die sie jetzt als Kanonenfutter missbrauchen.
Das Engagement der Bundesregierung in der Mali-Krise reicht nicht aus. Dieser Meinung sind jedenfalls einige Abgeordnete von CDU, SPD und Grünen. „Die Bundesregierung setzt auf eine Minimallösung“, sagte etwa SPD-Verteidigungspolitiker Arnold der Sonntagszeitung.
Die französische Regierung weist die scharfe Kritik an der algerischen Staatsführung wegen der Militäraktion an der Gasförderanlage In Anémas zurück. Dort dauern die Kämpfe zwischen den Terroristen und algerischen Soldaten an. Verlässliche Zahlen über Opfer und befreite Geiseln liegen nach wie vor nicht vor.
Die malische Armee hat gegenüber den Dschihadisten Boden zurück gewonnen. Die Rückeroberung der Stadt Konna gelang auch mit Hilfe der französischen Luftwaffe.
In der Nacht zum Freitag sind zwei Transportflugzeuge der Luftwaffe nach Westafrika aufgebrochen. Sie sollen Soldaten der Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas nach Mali bringen.
Der Nato-Generalsekretär begrüßt das schnelle Eingreifen der Franzosen in Afrika, sieht aber keinen Grund für einen Einsatz des Bündnisses. Im Interview mit der F.A.Z. spricht Rasmussen auch über Chemiewaffen in Syrien und die afghanische Armee.
Die französischen Truppen in Mali können sich nicht auf die afrikanische Unterstützung verlassen. Es wächst die Sorge, dass der Konflikt eine Nummer zu groß ist.
Mokhtar Belmokhtar gilt als Kopf der Geiselnehmer auf dem algerischen Gasfeld. Der 40 Jahre alte Anführer blickt auf eine zwei Jahrzehnte lange terroristische Karriere zurück. Die Sahara ist sein Refugium.
Die Kämpfe zwischen algerischen Soldaten und den radikalislamischen Geiselnehmern auf einer Gasförderanlage im Südosten des Landes sind nicht zu Ende, sagt die Regierung in Algier. Norwegen, Großbritannien und die Vereinigten Staaten kritisieren mangelhafte Informationen.
Die Europäische Union entsendet Ausbilder für die Armee Malis. Das beschlossen die EU-Außenminister in Brüssel. Frankreichs Verteidigungsminister will derweil noch heute nach Berlin reisen.
In Brüssel hat man die Stärke der Dschihadisten im Norden Malis unterschätzt. Paris wird für seinen Einsatz gelobt und eine „afrikanische Lösung“ beschworen.
Der französische Präsident François Hollande ist laut F.A.Z. „vollauf zufrieden“ mit der von Deutschland zugesagten Entsendung von zwei Transportflugzeugen der Luftwaffe für den Mali-Einsatz. Unterdessen liefern sich französische Bodentruppen Straßenkämpfe mit Islamisten im Norden des Landes.
Der islamistisch-terroristische Vormarsch in Mali stellt auch eine Bedrohung für Europa dar. Sind zwei Transall-Flugzeuge der Bundeswehr zur Unterstützung der französischen Intervention eine ausreichende Antwort aus Deutschland?
Eigentlich wollte Frankreich die militärische Präsenz in Afrika reduzieren und seine Streitmacht auf den Orient ausrichten. Die strategische Wende kam nicht richtig in Gang – heute ist die französische Armeeführung darüber erleichert.
Frankreich will seinen Einsatz in Mali verstärken: Verteidigungsminister Le Drian plant nach einem Medienbericht, die Zahl von derzeit 750 auf 2500 Soldaten zu erhöhen. Die französische Luftwaffe intensivierte unterdessen ihre Angriffe auf Ziele im Norden. Der UN-Sicherheitsrat billigte den Militäreinsatz.
Am Rand der Sahara wird ein Krieg um Rohstoffe geführt, heißt es. Doch diese spielen aus französischer Sicht kaum eine Rolle. Malis wichtigster Handelspartner kommt ohnehin längst aus Asien.
In Mali haben die Islamisten Diabali 400 Kilometer nördlich von Bamako erobert. Amerika und mehrere EU-Staaten sicherten Frankreich Hilfe zu. Verteidigungsminister Le Drian sagte, die Gesamtsituation entwickele sich positiv.
Ohne das Eingreifen Frankreichs hätten in kürzester Zeit Gotteskrieger die Macht in Mali übernommen - mit allen Risiken für die Sicherheitslage Europas. Immerhin hieß Berlin die Intervention gut.
Der Kopf der malischen Islamisten von Ansar al Dine hat sich von Mitglied der nationalistischen Tuareg zu einem waschechten Talib entwickelt. Die französischen Militärschläge bringen Iyad ag Ghaly nun in Schwierigkeiten.
Frankreichs Verteidigungsminister ist kein Mann der Polemik. Mit seiner unaufgeregten Art hat sich Jean-Yves Le Drian Respekt weit über die Sozialistische Partei hinaus verschafft. Die Mission in Mali ist für ihn unabdingbar.
In Berlin wird erörtert, welche militärische Unterstützung es für die französische Truppen und afrikanische Kontingente in dem Mali-Konflikt geben könnte. Ein Einsatz „deutscher Kampftruppen“ stehe aber nicht zur Debatte, erklärt Außenminister Westerwelle.
Die Angriffe der französischen Luftwaffe setzen den radikalen Islamisten in Mali zu. Die Militärmission war vor dem Einsatzbefehl des Präsidenten Hollande gründlich vorbereitet worden. Nun verstummen die Kritiker und sagen ihre Unterstützung zu.
Das französische Militär setzt seine Luftschläge gegen islamistische Rebellen in Mali fort. Präsident Hollande erklärt, im Kampf gegen den Terrorismus seien dem Feind schon „schwere Verluste“ zugefügt worden.
Frankreichs Präsident führt nun doch Krieg in Afrika. Die Risiken des Alleingangs sind groß, Hilfe ist erwünscht.
Berlin tut gut daran, sich in Mali nicht in die vorderste Frontlinie zu drängen. Doch kann es Paris auch nicht gänzlich hängen lassen.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière bezeichnet im F.A.Z.-Gespräch das französische Eingreifen in Mali als „konsequent und richtig“. Zugleich spricht er über die Lage in Afghanistan und die Grenzen von Interventionen.
Frankreich wollte in Mali nicht intervenieren - bis sich Präsident Hollande anders entschied. Womöglich könnten auch deutsche Transall-Maschinen eine afrikanische Eingreiftruppe unterstützen.
Frankreich unterstützt Mali im Kampf gegen die vorrückenden islamistischen Rebellen. Verteidigungsminister Le Drian berichtet am Samstag von ersten militärischen Erfolgen, aber auch vom Tod eines französischen Hubschrauberpiloten.
Frankreich unterstützt Mali aktiv mit Soldaten im Kampf gegen die vorrückenden islamistischen Rebellen. Präsident Dioncunda rief den Ausnahmezustand aus. Auch die Vereinigten Staaten erwägen nun, in den Kampf gegen die Islamisten einzugreifen.
Die malische Armee kann den Vormarsch der vereinten Dschihadisten nicht mehr aus eigener Kraft stoppen. Sie braucht Frankreichs Hilfe. Doch es wird schwieriger als in der Elfenbeinküste.
Erstmals seit der Eroberung Nordmalis durch Islamisten ist Malis reguläre Armee gegen die Aufständischen vorgegangen. Die Rebellen gaben Stellungen nahe der Regionalstadt Mopti auf. Am Donnerstag soll es neue Friedensverhandlungen geben.
Die islamistischen Rebellen in Mali rücken offenbar weiter nach Süden vor. Mittlerweile erreichten sie Berichten zufolge den Ort Kona, der wenige Kilometer nördlich der strategisch wichtigen Stadt Mopti im Zentrum Malis liegt.
Die UN entsendet Friedenstruppen in das krisengeschüttelte Mali. Einstimmig beschließt der Sicherheitsrat in New York die Afisma-Mission. Sie soll die Regierung „mit allen notwendigen Mitteln“ im Kampf gegen bewaffnete Rebellengruppen unterstützen.
Weil sich Frankreichs Pläne für eine internationale Militärmission in Mali zu zerschlagen scheinen, will Präsident Hollande mit den islamistischen Tuareg der Ansar-e-Din verhandeln, um einen Keil zwischen die Terrorgruppen zu treiben. Diese gewinnen dadurch Zeit - Zeit, die Mali nicht hat.