London droht der „kulturelle Ruin“
Britische Kulturtreibende bangen um ihre Existenz. In der sonst von Touristen bestens besuchten Hauptstadt herrscht Leere. Viele Bars, Restaurants und Kinos stehen vor dem aus. Wie geht es weiter?
Britische Kulturtreibende bangen um ihre Existenz. In der sonst von Touristen bestens besuchten Hauptstadt herrscht Leere. Viele Bars, Restaurants und Kinos stehen vor dem aus. Wie geht es weiter?
Hand in Hand haben der Brexit und die Pandemie das Königreich in die Isolation geführt. Splendid ist sie nicht. Man darf sich Europameister im Impfen nennen, aber „Global Britain“ fühlt sich gerade ziemlich einsam an.
Eine harte Grenze soll auf der irischen Insel vermieden werden, das ist allen klar. Doch die Stimmung ist gereizt. Irlands Ministerpräsident hat da einen Rat: „Alle müssen sich ein bisschen abkühlen.“
Ein Gericht in London hat Herzogin Meghan im Kampf gegen die britische Zeitungsgruppe Associated Newspapers wegen der Veröffentlichung eines Briefs an ihren Vater recht gegeben.
Weil der kritische Blick auf Hongkong und die Unterdrückung der Uiguren unerwünscht ist, verbietet China den britischen Sender BBC World News. Großbritannien reagiert aufgebracht, aber nicht überrascht.
Die niederländische Börse wird zum Brexit-Gewinner. Paris und Frankfurt haben das Nachsehen. Doch am Main macht sich die Finanzplatzinitiative weiter Hoffnungen.
Zu den künftigen Finanzmarktregeln zwischen der EU und Großbritannien soll es bis Mitte März eine Einigung geben. Der britische Notenbankchef warnt jetzt vor einem EU-Diktat. Und auch über Nordirland wird weiter gezankt.
Wegen der Impfstoffbestellung für die EU erlebt Ursula von der Leyen ihre ernsteste Krise als Kommissionspräsidentin. Die Drohung mit Grenzkontrollen in Nordirland geriet zum Desaster. Wer hat es verbockt?
Die 30 Jahre alte Enkelin von Queen Elizabeth II. hat ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Wie das Kind heißt und ob es einen royalen Titel erhalten wird, ist noch nicht bekannt.
Die Exporte Deutschlands auf die Insel sind stark zurück gegangen. Gerade die kleinen Unternehmen leiden unter den neuen Handelsbarrieren.
Der Investmentbanker soll Cum-Ex-Geschäfte eingefädelt haben, die den Fiskus Millionen Euro kosteten. Nun bitten Staatsanwälte, Steuerfahndung und das Bundeskriminalamt die Öffentlichkeit um ihre Hilfe. Der Angeklagte soll sich in Neuseeland aufhalten.
Bis zu 220 Millionen Pfund könnte der Verkauf von Windpark-Rechten den britischen Royals jährlich mehr einbringen. Auch deutsche Konzerne sind am Bau von Offshore-Windparks vor der britischen Küste beteiligt.
Erasmus verbindet die Studierenden Europas, doch Großbritannien scheidet wegen des Brexits aus dem beliebten europäischen Austauschprogramm aus. Kann das „Turing“-Nachfolgeprogramm die große Lücke füllen?
Londons schmalstes Haus steht zum Verkauf - für gut eine Million Euro: Das in auffälligem Blau bemalte Gebäude im Stadtteil Shepherd's Bush ist im Erdgeschoss nur 1,6 Meter breit.
Die Tübinger arbeiten mit der britischen Regierung zusammen, um Impfstoffkandidaten gegen die Virus-Varianten zu entwickeln. Als Teil der Vereinbarung stehen dem Land Millionen Impfstoffe zu, wenn die Vakzine zugelassen werden.
In Großbritannien will sich weniger als die Hälfte der Schwarzen gegen Corona impfen lassen. Es gibt falsche Gerüchte über die Impfstoffe – und ein tiefes Misstrauen gegenüber den Empfehlungen weißer Amtspersonen.
Für Thomas Tuchel läuft es beim FC Chelsea. Im dritten Spiel gelingt der zweite Sieg. Im London-Derby bei den Tottenham Hotspur ist Timo Werner maßgeblich am Siegtreffer beteiligt. Und Tuchel schwärmt.
Der erfolgreiche Börsengang des Schuhherstellers Dr. Martens war wohl nur ein Auftakt. Weitere bekannte Unternehmen wie Deliveroo und Transferwise wollen folgen. Für die Finanzplatz-City zeichnet sich ein Ende einer langen IPO-Durststrecke ab.
Lügen und lieben in Downing Street: „Roadkill“ erzählt klug von einer britischen Politikerkarriere in der Post-Brexit-Ära und bietet Kontrastprogramm zur aufgewühlten Nachrichtenlage.
Der Superstar las Kulturminister Oliver Dowden in London die Leviten: Junge Künstler würden von einem Berg Papierkram daran gehindert, in Europa auf Tour zu gehen.
Das Nordirland-Protokoll sorgt für Probleme zwischen der EU und Großbritannien. Unionisten und Parteifreunde fordern den britischen Premierminister auf, die Bestimmungen auszuhebeln. Boris Johnson verhält sich noch zurückhaltend.
Großbritannien hat dreimal so viel Impfstoff bestellt wie benötigt wird. Jetzt will London anderen Staaten Dosen abgeben. Irland steht an erster Stelle. Aber dort ist die Hilfe wohl nicht willkommen.
In Großbritannien läuft die Impfkampagne gegen das Coronavirus auf Hochtouren. Damit weiterhin viel geimpft werden kann, werden in London Freiwillige ausgebildet, die die Vakzine verbreichen sollen.
Die EU-Kommission will nun doch keine harte Zollgrenze zwischen Irland und Nordirland errichten – kurz zuvor hatte sie noch das Gegenteil angekündigt.
Das Militär hat in dem südostasiatischen Land die Macht übernommen. Aung San Suu Kyi und andere Politiker wurden festgenommen. Die Staatsrätin fordert die Bevölkerung auf, den Putsch nicht hinzunehmen.
Neue Zollformalitäten und Bürokratie machen dem deutsch-britischen Handel zu schaffen. Viele Unternehmen stöhnen und verzichten auf Lieferungen – so auch viele Läden mit deutschen Delikatessen.
Großbritannien ist nicht nur weiß und hetero: Bernardine Evaristos Roman „Mädchen, Frau etc.“ erzählt Geschichten, die der Literatur noch fehlen.
Mit einem Einwanderungsprogramm ermöglicht London Hongkongern, nach Großbritannien einzureisen. Die Führung in Peking sieht das als Bruch der Verträge beider Länder.
Die Briten sehen Deutschland als treibende Kraft in einem „Impfkrieg“ mit der EU. Vehement widerspricht London Kritik am Impfstoff von Astra-Zeneca. Werden britische Rentner „unnötig beunruhigt“?
Hongkong steht ein Exodus bevor: Hunderttausende wollen laut Schätzungen nach Großbritannien auswandern. Das liegt nicht allein an Pekings Repressionen. Vor allem die Aussicht auf die britische Staatsbürgerschaft lockt.
Die Irin Emer Cooke verantwortet in der EU-Arzneimittelagentur die Zulassung der Corona-Impfstoffe. Der Kritik an ihrer Behörde begegnet sie nüchtern, doch der politische Druck ist enorm.
Vor dem Spiel beweist Thomas Tuchel Humor. Doch der Start beim FC Chelsea ist holprig. Im ersten Spiel in der Premier League gibt es für den neuen Trainer nur ein 0:0. Timo Werner muss 90 Minuten auf der Bank sitzen.
Nach seinem Aus in Paris findet er ganz schnell einen neuen Job. Thomas Tuchel ist der neue Trainer des FC Chelsea. Und in London erwartet den Deutschen sehr viel Arbeit. Bis zum ersten Spiel bleibt kaum Zeit.
Als erstes Land in Europa verzeichnet Großbritannien mehr als 100.000 Corona-Tote. Premier Johnson zeigt sich tieftraurig über die „finstere Statistik“. Bis die Zahl der Todesfälle sinke, werde es noch lange dauern, warnt ein Berater.
Ob der Astra-Zeneca-Impfstoff auch für Ältere zugelassen wird, ist unklar. Sollte das nicht passieren, müsste Gesundheitsminister Spahn die Verordnung ändern, die die Impfreihenfolge festlegt. Dazu wäre er bereit.
Ohne Reformen drohe Großbritannien ein „gescheiterter Staat“ zu werden, schreibt Gordon Brown. Dass besonders die Schotten unzufrieden mit „London“ sind, hat auch, aber nicht nur mit dem Brexit zu tun.