Der Libanesische Tiger brüllt
Fadi El Khatib ist der berühmteste Basketballspieler des Libanons. Nach der schlimmen Explosion in Beirut protestiert er. Seine Worte sind eine einzige Anklage der Zustände in seinem Land, seiner Stadt.
Fadi El Khatib ist der berühmteste Basketballspieler des Libanons. Nach der schlimmen Explosion in Beirut protestiert er. Seine Worte sind eine einzige Anklage der Zustände in seinem Land, seiner Stadt.
Shady Rizk hat die verheerende Explosion in Beirut mit seinem Handy gefilmt – und schwere Verletzungen durch umherfliegende Splitter erlitten. „Gott hat mir ein neues Leben geschenkt“, sagt er im Interview. Aus Beirut will er nun fortziehen.
Halb Beirut ist zerstört. Aber die politische Elite des Landes ist intakt. Wird Berlin hart bleiben, wenn die Forderungen des deutschen Außenministers nicht erfüllt werden?
Die Explosionskatastrophe von Beirut hat bei vielen Menschen im Libanon alte Wunden aufgerissen. Nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs müssen sie nun ein weiteres Trauma bewältigen.
Kein Wort der Entschuldigung: Der Beiruter Videokünstler und Kurator Akram Zaatari hat bei der fatalen Explosion Bekannte verloren. Ein Gespräch über Wut und ihre Folgen.
Eine Woche nach der Explosion besucht Außenminister Maas das zerstörte Hafengelände in Beirut. Er trifft auf wütende Libanesen und dringt auf Reformen im Libanon.
Der Außenminister hat die maßgeblichen Kräfte im Libanon zu Reformen aufgerufen. 20 Millionen Soforthilfe sind bereits von Deutschland an das Land im Nahen Osten geflossen. Doch mehr gibt es nur unter bestimmten Reformen.
Außenminister Maas übergab in Beirut einen ersten Teil der deutschen Soforthilfe. In der Delegation reiste auch Siemens-Chef Joe Kaeser mit. Das Unternehmen will für ein Jahr zwei Gasturbinen zur Verfügung stellen.
Eine Woche nach der riesigen Explosion im Hafenviertel von Beirut scheint die Stimmung in Libanon zu kippen. Aus der Trauer erwächst bei vielen Menschen nun Wut. Ihr Unmut richtet sich gegen die Regierung.
Im Libanon glaubt kaum jemand, dass es bald eine neue Regierung geben wird. Doch die wird dringend gebraucht: Nach der Zerstörung des Beiruter Hafens droht ein Versorgungsengpass und die Corona-Neuinfektionen nehmen zu.
Nach der schlimmen Explosion im Hafen von Beirut, bei der Hunderttausende Personen ihre Wohnungen verloren haben, prüft das THW die Gebäude auf Einsturzgefahr.
Hybris des Diktators Erdogan +++ Katastrophe von Beirut ++++ Deutschunterricht +++ Christa Wolf +++ Kirche und atomare Abschreckung
Möglicherweise hätte die Tragödie in Beirut verhindert werden können. Offenbar wurden die libanesischen Behörden nur wenige Wochen vor der verheerenden Explosion über die ungesichert gelagerten Chemikalien im Hafen informiert.
Die SPD schwelgt in ungewohnter Harmonie, während im Libanon und Belarus die Menschen abermals zum Protest auf die Straßen gehen. Auch der Konflikt zwischen China und Amerika zieht weiter an. Alles Wichtige im Newsletter für Deutschland.
Libanons Regierung ist Geschichte. Doch in Beirut brodelt es nach der gewaltigen Explosion weiter: Demonstranten versuchten, eine Absperrung zum Parlament zu überwinden. Die Polizei setzte Tränengas ein.
Seit vielen Jahren plündert eine korrupte politische Klasse ungestört den Libanon aus. Auch der Rücktritt der derzeitigen Regierung wird daran nichts ändern. Selbst Todfeinde verbünden sich für den Machterhalt.
Die Wut der Libanesen auf ihre Politiker ist groß. Einige verlangen jetzt gar, dass ihr Land wieder französisches Mandatsgebiet wird. Eine Forderung, die wenig realistisch ist.
Nach der Explosion in Beirut sind am Sonntag wieder tausende Menschen auf die Straßen gegangen um ihrer Wut gegenüber Luft zu machen. Sie werfen der Regierung Unfähigkeit im Umgang mit der Katastrophe vor.
Deutschland beteiligt sich nach Angaben von Außenminister Maas mit 20 Millionen Euro. Der französische Präsident Macron ruft die libanesische Führung auf, das Land durch Reformen vor dem Untergang zu bewahren.
Das revolutionäre Moment eines Neubeginns liegt in der Luft. Denn die politische Führung hat das allerletzte Vertrauen verspielt. Doch es lauern Gefahren, und Hindernisse versperren den Weg.
Fünf Tage nach der Explosion hat das Technische Hilfswerk keine Überlebenden mehr in den Trümmern von Beirut gefunden.
Angesichts massiver Proteste nach der Explosionskatastrophe von Beirut hat der libanesische Regierungschef Hassan Diab vorgezogene Neuwahlen angekündigt. Wütende Demonstranten zogen durch die Straßen, besetzten Ministeriumsgebäude und legten Feuer am Sitz des Bankenverbands.
In Beirut treibt die Wut auf die Politik Abertausende Menschen auf die Straßen. Die Lage in der Stadt ist unübersichtlich. Dieses Mal wollen die Demonstranten die korrupte Elite des Landes nicht davonkommen lassen.
Seit fünf Jahren lebt unser Korrespondent Christoph Ehrhardt in Beirut. Zerstörung hat er in vielen arabischen Ländern gesehen. Diesmal hat es ihn getroffen: sein Zuhause, seine Familie.
Bei einer internationalen Geberkonferenz soll beraten werden, wie dem krisengeschüttelten Land geholfen werden kann. Der Bundesaußenminister sagte schon vorab zehn Millionen Euro Soforthilfe zu.
Tausende treibt die Wut auf die politische Führung des Libanon auf die Straßen. Demonstranten sollen das Außenministerium gestürmt haben. Vermutlich fielen in der Stadt auch Schüsse. Ministerpräsident Diab schlägt vorgezogene Neuwahlen vor.
Im Libanon kreuzen sich die Interessen von Staaten und Potentaten, die der EU nichts Gutes wollen. Europa muss dem Land darum nicht nur aus Mitgefühl, sondern auch aus Eigeninteresse helfen.
Die deutschen Einsatzkräfte sind schockiert vom Ausmaß der Zerstörung. Am Samstag werden Opfer der Katastrophe zu Grabe getragen – Aktivisten rufen derweil zum Protest auf.
Vier Tage nach den verheerenden Explosionen in Beirut werden in der libanesischen Hauptstadt immer noch mehr als 60 Menschen vermisst. Rettungskräfte aus vielen Ländern, darunter Deutschland, suchen in den Trümmern weiter nach Überlebenden.
Die Bewohner Beiruts müssen nach der Explosionskatastrophe einen Wiederaufbau unter extremen Bedingungen bewerkstelligen. Manche hoffen, der innere und äußere Druck werden die korrupte politische Klasse zu Reformen bewegen.
Am Freitag waren die Aufräumarbeiten auf dem Hafengelände der libanesischen Hauptstadt noch in vollem Gange.
Bis zu 300.000 Menschen könnten durch die verheerenden Explosionen im Hafen von Beirut obdachlos geworden sein. Nach Unicef-Schätzungen sind unter ihnen auch etwa 80.000 Kinder. Bilder aus einer Stadt unter Schock.
Zahlreiche Künstler der arabischen Welt stammen aus Beirut oder haben dort ihre Bleibe. In den sozialen Medien zeigt sich ihre Not.
In der libanesischen Hauptstadt Beirut wird Emmanuelle Khnaisser am 4. August gerade in den Kreißsaal gebracht, als es zu den Explosionen am Hafen kommt.
Nach der verheerenden Explosion in Beirut gibt es in aller Welt Solidaritäts-Kundgebungen für die Menschen im Libanon.
In Beirut einfach nur humanitär zu helfen, würde jene Kräfte stärken, die das Land in den Abgrund geführt haben. Die EU muss im Libanon politisch agieren.