Syrischer Kurdenpolitiker in Prag festgenommen
Die Türkei suchte Salih Muslim über Interpol als „Terroristen“. Nun gibt es Spekulationen über Auftragsvergabe für Wiederaufbau Syriens
Die Türkei suchte Salih Muslim über Interpol als „Terroristen“. Nun gibt es Spekulationen über Auftragsvergabe für Wiederaufbau Syriens
In Frankfurt sind in der Nacht zum Freitag Kurden durch die Stadt gezogen. Sie protestierten gegen türkische Angriffe in Syrien. Auch in anderen Städten in Deutschland gab es Demonstrationen.
Die Kämpfer der syrischen Kurden-Miliz YPG in Aleppo sind nach Angaben ihres Kommandeurs nach Afrin abgezogen, um bei der Abwehr des türkischen Vorstoßes zu helfen.
Syrien versinkt seit Jahren in Krieg und Gewalt – und ein Ende ist nicht in Sicht. Das liegt auch an den vielen verschiedenen Beteiligten und Interessen. Ein Überblick.
Die Lage in Syrien spitzt sich zu: Türkische Streitkräfte bombardieren die Region Afrin. In Ost-Ghuta waren die Angriffe von Assads Truppen so heftig, dass Unicef mit einer ungewöhnlichen Mitteilung an die Öffentlichkeit ging.
Syrien ist schon länger kein Staat mehr. Dort kann sich inzwischen jeder mit militärischer Macht genau den Teil einverleiben, den er will.
Der türkische Präsident Erdogan will keine kurdische Teilautonomie an der Landesgrenze dulden. Die Kurden befürchten nun, dass sie von Assads Schutzmacht Russland zum Abschuss freigegeben worden sind.
Die syrischen Kurden verhandeln mit Damaskus über militärische Hilfe für die Region Afrin. Ankara gefällt diese Entwicklung nicht – Außenminister Cavusoglu droht mit einer entschlossenen Reaktion seines Landes.
Die Kurden in Afrin haben Damaskus um Hilfe gegen die türkischen Streitkräfte gebeten. Damaskus reagiert und schickt Kämpfer in die Region. Doch Assads Unterstützung hat ihren Preis.
Ausweitung der Kampfzone: Die türkische Regierung bringt nicht nur die Zeitungen, sondern jetzt sogar auch Roboter auf Linie.
Die Kurden in Syrien leben ganz anders, als es in der Türkei üblich ist. Ein Politikwissenschaftler erklärt, warum das dem türkischen Präsidenten Erdogan nicht passt.
Die langfristigen politischen Erfolgsaussichten der „Operation Olivenzweig“ sind in Syrien schlecht. Es dürfte den Türken schwerfallen, in Afrin durchsetzungsstarke Statthalter zu installieren. Die Kurden werden ihre Selbständigkeit verteidigen.
Im Krieg in Syrien hatten tragbare Flugabwehrwaffen bislang kaum eine Rolle gespielt. Doch nun haben Rebellen ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen. Nicht weit entfernt eskalieren Kämpfe zwischen der Türkei und Kurden.
Seit zwei Wochen geht die türkische Armee in Nordsyrien gegen die Kurdenmiliz vor. In vielen deutschen Städten gehen wieder Demonstranten auf die Straße. Allein in Stuttgart kommen 5000 zusammen.
Einer der wenigen Gewinner des Staatenzerfalls in der arabischen Welt waren die Kurden. Doch heute stehen die Städte Kirkuk und Afrin für das Ende eines alten kurdischen Traums von Selbstbestimmung. Ein Kommentar.
Im Kino gibt es das Land bereits, von dem das Volk der Kurden träumt: Ein Überblick aus aktuellem Anlass.
Viele türkische Regierungskritiker sprechen sich gegen den Militäreinsatz in Syrien aus. Das gefällt Ankara nicht: Die Behörden gehen gegen Ärzte vor, die eine Erklärung gegen die Offensive veröffentlicht haben.
Mit seiner Offensive nach Syrien gibt der türkische Präsident Erdogan vor, gegen Terror vorzugehen. Doch eigentlich will er sein Gesellschaftsmodell auch in den Kurdengebieten verbreiten.
Russland hat ein direktes Treffen der syrischen Konfliktparteien organisiert. Doch Absagen und diplomatische Konflikte belasten den Kongressbeginn.
Tausende Kurden sind durch die Kölner Innenstadt gezogen, um gegen den türkischen Militäreinsatz gegen kurdische Kämpfer in Nordsyrien zu protestieren. Die Polizei löste den Protestzug auf, weil zahlreiche Demonstranten verbotene Fahnen gezeigt hatten.
Die Situation auf der Kurden-Demo in Köln spitzte sich zu, als immer mehr verbotene Öcalan-Fahnen geschwenkt wurden. Schließlich zog die Polizei die Reißleine.
Schlägereien, Beschmierungen, Zerstörungen: Eskaliert in Deutschland gerade die politische Gewalt wegen der türkischen Militäroperation in Syrien?
Die türkische Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG sorgt in Deutschland für Spannungen. Die Organisation Nav-Dem rechnet am Samstag mit Tausenden Demonstranten. Und Islamverbände fürchten um die Sicherheit ihrer Gläubigen.
Die Türkei spricht von Erfolgen, aber die Militäroperation gegen die syrischen Kurden kommt mühsam voran. Meldungen über die Präsenz des IS in Afrin sind wohl Propaganda.
Ankaras Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG hat Amerika in eine schwierige Lage gebracht. Nun droht auch noch, dass Türken und Amerikaner aufeinander schießen.
Die türkische Armee hat sich am Dienstag heftige Gefechte mit den kurdischen „Volksschutzeinheiten“ geliefert. Aufrufe von Imamen, für den Erfolg der Soldaten zu beten, sorgen unterdessen in Baden-Württemberg für Ärger.
Die türkische Offensive gegen die syrischen Kurden stößt international zwar auf Besorgnis, doch bleibt es bislang bei Appellen zur Mäßigung. Die Angriffe im Rahmen der sogenannten Operation Olivenzweig halten unvermindert an.
In mehreren deutschen Städten sind pro-kurdische Demonstranten gegen die „Operation Olivenzweig“ der Türkei auf die Straße gegangen. Nicht immer blieb es friedlich. Und auch die internationale Kritik an dem Militäreinsatz wächst.
Anne Peters ist Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Im FAZ.NET-Interview erklärt sie, wie der türkische Militäreinsatz in Nordsyrien aus völkerrechtlicher Perspektive zu bewerten ist.
Der türkische Militäreinsatz gegen kurdische Stellungen in Syrien heizt auch in Deutschland den Konflikt zwischen Türken und Kurden neu an. Das wurde jetzt auch am Flughafen von Hannover sichtbar.
Russland unterstützt den türkischen Angriff auf Afrin – denn davon könnte sein Hauptverbündeter Assad profitieren. Und vor allem ärgert es Amerika.
Mit ihrer Militärintervention will die Türkei mehr erreichen, als nur die syrische Grenze zu sichern: Sie will einen Stück des Kuchens, wie es sich auch Russland und Iran bereits gesichert haben.
Am Samstag hat die Türkei ihren zweiten Feldzug im Norden Syriens begonnen. Bei ihrer Offensive gegen die Kurden-Miliz YPG sollen auch Leopard-2-Panzer im Einsatz sein. Die Bundesregierung hält sich bedeckt, doch die Kritik wächst.
Die Türkei hat ihren zweiten Feldzug im Norden Syriens begonnen. Doch diesmal geht es nicht gegen den „Islamischen Staat“. Die neuen alten Gegner sind die Kurden. Das hat auch Auswirkungen auf die Beziehungen zu Russland.
Es ist noch nicht allzu lange her, da sahen die Kurden wie die großen Gewinner des Kriegs in Syrien aus. Erdogans Einmarsch ändert alles.
Aus Syrien sind nach dem Beginn der türkischen Offensive gegen Kurden mehrere Raketen abgefeuert worden. Sie trafen Wohngebiete in Südostanatolien.