Gefährliches Spiel
Erdogan spielt gegenüber den kurdischen Enklaven in Syrien ein gefährliches Spiel und ist dabei, es sich mit allen zu verderben. Es ist eine Illusion zu glauben, der IS-Terror mache an der Grenze zur Türkei halt.
Erdogan spielt gegenüber den kurdischen Enklaven in Syrien ein gefährliches Spiel und ist dabei, es sich mit allen zu verderben. Es ist eine Illusion zu glauben, der IS-Terror mache an der Grenze zur Türkei halt.
Der Streit über die Situation in Syrien und im Irak endete mit Fußtritten und Faustschlägen: Im niedersächsischen Celle ist es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen yezidischen Kurden und muslimischen Tschetschenen gekommen. Beinahe 100 Personen waren daran beteiligt. Nun bemühen sich die Behörden um Dialog und Deeskalation.
Türkeis Staatspräsident Erdogan warnt vor der baldigen Einnahme der Kurdenstadt durch die Terrormiliz IS. Er bezeichnete die Luftschläge der Amerikaner als unzureichend. Gleichzeitig verweigert er jegliches Eingreifen - und stellt Bedingungen für eine Bodenoffensive.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon appelliert an „alle, die die Mittel dazu haben“, die Bevölkerung von Kobane zu schützen. In der nordsyrischen Stadt toben heftige Straßenkämpfe, mehrere Stadtteile sind unter Kontrolle der Dschihadisten.
Tausende Kurden in Deutschland haben gegen die Gewalt der Terrormiliz „Islamischer Staat“ demonstriert. In Brüssel drang eine Gruppe in das Europaparlament ein. In Bonn und Düsseldorf wurden kurzzeitig Rundfunkgebäude besetzt.
Am Stadtrand von Kobane hisst die Terrormiliz IS bereits ihre schwarze Fahne. Dennoch zögert die Türkei mit einem Eingreifen in Syrien, denn für Ankara steht viel auf dem Spiel.
Die Kurden haben den Dschihadisten in Kobane außer Kampfeswillen wenig entgegenzusetzen - auch weil sich die Staatengemeinschaft gedrückt hat, ihnen das zu geben, was sie in diesem ungleichen Krieg brauchen.
Die Dschihadisten des „Islamischen Staats“ sind in die nordsyrische Stadt Kobane eingedrungen. Sie haben ihre charakteristischen schwarzen Flaggen gehisst und liefern sich heftige Straßenkämpfe mit kurdischen Einheiten.
Die IS-Terrormiliz rückt immer weiter auf die nordsyrische Stadt Kobane vor. Eine kurdische Kämpferin soll bei einem Selbstmord-Anschlag auf eine IS-Stellung Dutzende Dschihadisten getötet haben. Im Irak tobt der Kampf um die größte Ölraffinerie des Landes.
Auch nach Luftangriffen auf Stellungen der IS-Miliz verschärfen sich die Kämpfe um die kurdische Stadt Kobane weiter. Das türkische Militär greift bislang nicht ein.
Terrorkämpfer des Islamischen Staats und kurdische Verteidiger liefern sich heftige Kämpfe am Stadtrand der syrischen Exklave Kobane. Die Türkei verspricht den Kurden Hilfe. Doch Syrien warnt Ankara vor einem Eingreifen.
Das türkische Parlament hat Ankara zu Militäreinsätzen in Syrien und dem Irak ermächtigt. Ob die Türkei deshalb kurdische Städte mit Waffengewalt verteidigen wird, bleibt dennoch fraglich. Eine Analyse.
Die Verteidigungsministerin steht unter Druck: immer mehr internationale Verpflichtungen, Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr und der „Foto-Ministerin“-Vorwurf. Nun besuchte von der Leyen in Hammelburg die Ausbildung kurdischer Kämpfer.
Die amerikanischen Luftangriffe können die Extremisten der Terrormiliz „Islamischer Staat" im türkisch-syrischen Grenzgebiet offenbar nicht aufhalten. Die Kurden bereiten sich auf Straßenkämpfe in der Stadt Kobane vor.
Die autonome Kurdenregion im Nordirak braucht dringend Unterstützung, um die Flüchtlinge aus Syrien zu versorgen, denn der Winter steht vor der Tür. Der deutsche Entwicklungsminister Müller sieht aber nicht nur Deutschland in der Pflicht.
Kampfjets der britischen Luftwaffe haben zum ersten Mal Stellungen des „Islamischen Staats“ im Irak bombardiert. Indes sind die Extremisten im Norden Syriens bis auf zwei Kilometer an die Stadt Kobane herangerückt.
150.000 Kurden seien zuletzt aus Syrien in die Türkei geflohen, behauptet das UN-Flüchtlingshilfswerk. Die Zahlen stammen aus Ankara, doch sie sind viel zu hoch. Das zeigt ein Besuch im türkisch-syrischen Grenzgebiet. Dennoch beharrt der UNHCR auf den hohen Zahlen. Warum?
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat sich bis zur Türkei vorgekämpft. Unter den Kurden vor Ort wächst die Wut auf die Regierung in Ankara. Eine Reportage aus dem Grenzgebiet.
Von den Angriffen der amerikanisch-arabischen Antiterrorallianz haben die belagerten Bewohner Kobanes bislang nicht profitiert. In dem syrisch-kurdischen Kanton macht man eine stillschweigende Allianz Ankaras mit dem „Islamischen Staat“ für das zögerliche Vorgehen verantwortlich.
Als die Maschinen in Arbil landeten, war Verteidigungsministerin von der Leyen wieder weg. Mit dem Eintreffen der ersten Ausbilder und Waffen im Nordirak ist die deutsche Hilfe für die Kurden angelaufen - mit erheblicher Verzögerung.
Der irakische Geheimdienst hat nach der Festnahme mehrerer Islamisten Frankreich und Amerika vor geplanten Terroranschlägen auf U-Bahnen gewarnt. Derweil haben die Amerikaner offenbar den Mörder der Geiseln Foley und Sotloff identifiziert.
Bei ihrem Besuch in Arbil wird Verteidigungsministerin von der Leyen vom Kurden-Präsidenten Barsani hofiert - trotz der Pannen bei den Waffenlieferungen in den Nordirak. Im Hagel aktueller Meldungen droht der deutsche Beitrag im Kampf gegen den IS-Terror ohnehin unterzugehen.
Nach einigen Pannen ist die erste deutsche Waffenlieferung auf dem Weg in den Irak. Panzerfäuste, G3-Gewehre und Maschinengewehre sollen die Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz IS unterstützen.
Die deutsche Unterstützung für die Kurden im Nordirak steht unter keinem guten Stern. Ein Defekt an dem niederländischen Transportflugzeug bremst die erste Waffenlieferung zunächst aus. Auch bei der Anreise der Ausbilder der Bundeswehr gab es Probleme.
Türkische Kurden wollen ihre syrischen Brüder beim Kampf gegen den IS unterstützen - doch die Türkei hindert sie gewaltsam an der Ausreise. Die Situation im Nachbarland setzt Ankara auch innenpolitisch immer mehr unter Druck.
Die Bundeswehr will Kurden im Nordirak die Funktionsweise deutscher Waffen und Ausrüstung erklären. Doch die Ausbilder sitzen einem Bericht zufolge in Bulgarien fest.
Der Konflikt zwischen dem „Islamischen Staat“ und den Kurden in Nordsyrien bedroht die Friedensgespräche Ankaras mit der PKK. In einer Mitteilung kündigt die verbotene kurdische Arbeiterpartei an, dass der Kampf gegen die türkische Regierung verschärft werden soll.
Zehntausende Flüchtlinge werden in der syrischen Stadt Kobane von IS-Milizen belagert. PKK-Kämpfer und Peschmerga wollen die Menschen befreien. Doch der Westen lässt die Kurden im Stich – wieder einmal.
Die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) fordert die türkischen Kurden auf, gemeinsam gegen die Terrormiliz Islamischer Staat zu kämpfen: „Es gibt im Widerstand keine Grenze mehr.“
An der syrischen Grenze zur Türkei kämpfen die Kurden um ihr Überleben. Milchpulver und Wolldecken allein helfen im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ jedoch nur wenig. Europa und die Türkei müssen nun wählen.
Nach einer Offensive der Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat Ankara Grenzübergänge zu Syrien geöffnet. Innerhalb von 24 Stunden flohen 70.000 kurdische Syrer in die Türkei. Den Vereinten Nationen zufolge könnten Hunderttausende folgen.
Zehntausende kurdische Syrer sind vor den IS-Dschihadisten in die Türkei geflohen. Doch noch immer sind in der umkämpften Stadt Ain al Arabs viele Menschen eingeschlossen. Salih Muslim, Vorsitzender der wichtigsten syrisch-kurdischen Partei, warnt vor einem Völkermord.
Im Norden Syriens hat der „Islamische Staat“ in zwei Tagen 60 Dörfer erobert. Zehntausende Kurden traten die Flucht in Richtung Türkei an. Gleichzeitig eilten hunderte kurdische Kämpfer von der Türkei nach Syrien.
Die Wege der Panzerabwehrraketen und der Sturmgewehre durch die Kriegsgebiete sind kaum zu kontrollieren. Auch die deutschen Lieferungen werden nicht im Irak bleiben.
Ankara unterschätzt die Gefährdung der Region durch den Terror des Islamischen Staats nicht mehr – fürchtet aber auch die schlagkräftigsten Gegner der Islamisten.
Bei der Regierungsbildung im Irak mischen auch Amerika, Saudi-Arabien und Iran mit. Ministerpräsident Haider al Abadi lässt die wichtigsten Posten vorerst unbesetzt.