Norbert Gansels später Sieg
Jahrzehntelang kämpfte der SPD-Abgeordnete Gansel dafür, dass die Parlamentarier im Bundestag ihre Auftraggeber und die Höhe ihrer Nebeneinkünfte offenlegen. Nun ist der Rentner wieder gefragt.
Jahrzehntelang kämpfte der SPD-Abgeordnete Gansel dafür, dass die Parlamentarier im Bundestag ihre Auftraggeber und die Höhe ihrer Nebeneinkünfte offenlegen. Nun ist der Rentner wieder gefragt.
Die Energiewende verändert die Republik: Aus Bürgern macht sie Öko-Investoren, aus Nachbarn Gegner. Für Hartz-IV-Empfänger wird sie zur Gefahr, für neue Technologien zur Chance. Drei Ortstermine.
Perfekte Form, billiges Material: Lange blieb die Petrischale über jeden Zweifel erhaben. Doch jetzt schreiben Forscher, das Plastik störe Zellen beim Wachstum. Vor allem die Reproduktionsmedizin horcht auf.
Die Drogeriemarktkette DM will auch nach der Insolvenz des größten Konkurrenten Schlecker weiter wachsen. Im laufenden Jahr will das Unternehmen hundert neue Märkte eröffnen. Trotz des Ausscheidens von Schlecker gebe es genug Wettbewerb im Markt.
Die Reform des Wahlrechts ist eine Quadratur des Kreises, die nicht ohne neue Ungereimtheiten bleiben kann. So muss der vorläufige Konsens unter den Fraktionen als Erfolg verbucht werden: Es gibt keine beste Lösung.
Die Zahl der Asylbewerber aus Serbien und Mazedonien steigt, seitdem Karlsruhe die Geldleistungen für Flüchtlinge anhob. Nun steht die Visafreiheit in Frage.
In wenigen Wochen sind Tausende Asylbewerber aus Mazedonien und Serbien nach Deutschland gekommen. Das hat sicherlich nichts mit politischer Verfolgung zu tun.
Michael Skirl ist Gefängnisdirektor. In seiner JVA sollen künftig alle Sicherungsverwahrten aus NRW unterkommen. Ein Besuch bei einem Mann, für den der richtige Abstand eine Überlebensfrage ist.
Die Bahn droht bei Stuttgart 21 weiteres Vertrauen zu verspielen: Seit Juli gab es am Stuttgarter Hauptbahnhof drei Entgleisungen, der Zeitplan wackelt, die Kosten bleiben ungewiss und nun stellt ein Gutachten Mängel beim Brandschutz-Konzept fest.
Es geht nicht an, dass Leute der Steuerpflicht entgehen können, wenn sie nur genug Geld haben und es in einer Scheinfirma verpacken. Diese Hintertür ist groß wie ein Scheunentor und gehört schleunigst verriegelt.
Gier frisst Hirn: Die amerikanische Zentralbank betreibt „Konjunktur-Förderung“ durch Liquiditätsschwemme. Die EZB will es ihr gleichtun und das Modell auf Europa übertragen. Doch dieser Kurs ist hochgefährlich.
Der grüne Bundestagsabgeordnete Fritz Kuhn ist aus der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl im ersten Wahlgang als klarer Favorit hervorgegangen. Er erhielt 36,5 Prozent der Stimmen. Ein zweiter Wahlgang am 21. Oktober muss nun die Entscheidung bringen.
Vor achtzig Jahren führten wichtige Intellektuelle in der „Frankfurter Zeitung“ eine Debatte über die Frage „Gibt es noch eine Universität?“. Nicht nur die Frage ist heute so aktuell wie damals. Die Antworten sind es auch.
Der Kölner Fotograf Karl Hugo Schmölz hat mit seiner Plattenkamera das Wirtschaftswunder in seiner baulichen Gestalt dokumentiert. Das Rheinische Landesmuseum Bonn widmet ihm nun erstmals eine Ausstellung. Mit „Wie sich Deutschland neu erfand“ will man die Lücke zwischen August Sander und den Bechers schließen.
Die Festplatten der Welt speichern immer mehr ab. Das ist ein Problem und eine Verheißung zugleich. Und eine ganz neue Quelle für wissenschaftliche Erkenntnis.
Erst kamen seine Spaziergänge durch Seelenlandschaften, dann kam die Moderne. Die Karlsruher Kunsthalle zeigt das Werk des französischen Malers Camille Corot.
Tag der Deutschen Einheit: Morgens bayerisch betonter Föderalismus, mittags Europa, abends der „Turm“ im Fernsehen. Wer da nicht ins Schwärmen gerät, dem ist nicht mehr zu helfen.
Wie die Zivilisation zu keimen begann: Peter Thompson führt durch die Geschichte unserer existentiellen Verbindung mit den Pflanzen.
Ein Streik legt voraussichtlich ab Dienstagabend den Bahnverkehr in Belgien lahm, darunter die Verbindungen zwischen Deutschland und Frankreich mit den Hochgeschwindigkeitszügen Thalys und TGV.
Auch für Computer müssen Rundfunkgebühren gezahlt werden, wenn sie ans Internet angeschlossen werden können. Eine Klage dagegen hat das Verfassungsgericht jetzt zurückgewiesen.
Bis Januar muss Hessen die Professorenbesoldung neu regeln. Der Gesetzentwurf stößt auf viel Kritik - auch mit Klagen wird schon gedroht.
In der CSU herrscht Uneinigkeit über die Bewertung eines neuerlichen NPD-Verbotsverfahrens: Anders als Bundesinnenminister Friedrich hält der bayerische Innenminister Herrmann ein Verfahren für aussichtsreich. Es bestehe lediglich ein „Restrisiko“ des Scheiterns, sagte er.
Sogenannte Schrottimmobilien sorgen immer wieder für negative Schlagzeilen. Naive Käufer treffen dabei auf gerissene Vertriebler. Diese telefonieren manchmal ganze Straßenzüge ab.
Peer Steinbrück ist Kanzlerkandidat der SPD. Die Kür sollte geordnet ablaufen. Das ist gründlich misslungen.
Von der Freundschaft zum Werk in die Gegenwart: In einer umfangreichen Biographie von Bertolt Brecht versucht Jan Knopf, die nie versiegende Aktualität des großen Schriftstellers zu ergründen.
Das Bundesinnenministerium lässt Hinweise prüfen, nach denen ein mutmaßlicher Unterstützer der Terrorgruppe NSU zeitweilig als V-Mann für eine Sicherheitsbehörde im Einsatz gewesen sein könnte.
Ein Auto schleudert in eine Fußgängergruppe, zwei Menschen sterben, viele werden schwer verletzt. Eine Frau fuhr wohl zu schnell und ignorierte eine rote Ampel.
Die Rufe nach einem strengeren Wirtschaftsstrafrecht werden lauter. Die SPD will damit offenbar im bevorstehenden Wahlkampf Punkte sammeln. Doch auch unter Strafrechtsprofessoren - sonst fast immer vehemente Gegner einer jeglichen Verschärfung von Strafgesetzen - gibt es dafür mancherlei Unterstützung.
Das Finanzministerium hält es für „völlig illusorisch“, dass die Finanzkraft des Rettungsfonds ESM auf zwei Billionen Euro steigt. Zwar diskutierten die Euro-Ländern über eine höhere Schlagkraft - die in Medien genannten Zahlen seien aber nicht nachvollziehbar.
Die Aufklärung des NSU-Skandals liefert unfreiwillig die Gründe dafür, warum die Fahndung nach den Terroristen ergebnislos blieb: ein kafkaesker Akten-Föderalismus. Der Fall Henkel ist ein gutes Beispiel.
Die Bundesregierung und die Berliner Landesregierung haben den Plan, das Mohammed-Video vorzuführen, als gezielten Versuch zur Störung der öffentlichen Ordnung bezeichnet. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Böhmer, sprach sich in der F.A.S. gegen eine Aufführung in Deutschland aus.
Bei Protesten gegen das in Amerika produzierte Mohammed-Video sind in Dortmund 1500 Menschen friedlich auf die Straße gegangen. Männer und Frauen liefen in jeweils eigenen Demonstrationszügen.
Zum Abschluss des Deutschen Juristentages diskutierte eine prominent besetzte Runde aus Juristen, Philosophen und Politikern über Europa. Das Fazit: An der Vormachtstellung des Bundesverfassungsgerichts wird sich vorerst nichts ändern.
Das Bundesverfassungsgericht hat den Start des permantenen Rettungsfonds an Auflagen gebunden. Mittlerweile liegt der Text für eine Zusatzerklärung der Eurogruppe vor, mit dem die Karlsruher Vorgaben erfüllt werden sollen.
Frankreich hat die Alarmbereitschaft vor seinen Botschaften und im Landesinneren erhöht. In Teheran wurden Flaggen verbrannt. Eine Schauspielerin verklagt derweil die Macher des Schmähvideos.
Ein Neonazi aus dem Umfeld des NSU soll jahrelang V-Mann des Bundesamtes für Verfassungsschutz gewesen sein. Schon in den neunziger Jahren soll er Kontakte zu dem Terroristen Uwe Mundlos gehabt haben.