„Wir sind Träumer unseres eigenen Untergangs“
Warum stellen sich Film und Literatur unsere Zukunft so oft als Katastrophe vor? Und warum verspüren wir daran eine heimliche Lust? Ein Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin Eva Horn.
Warum stellen sich Film und Literatur unsere Zukunft so oft als Katastrophe vor? Und warum verspüren wir daran eine heimliche Lust? Ein Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin Eva Horn.
Deutschlands Soldaten genießen hohes Ansehen. Doch die Politik muss sich entscheiden, was sie mit der Bundeswehr wirklich erreichen will - 60 Jahre nach ihrer Gründung. Ein Kommentar.
Kühler Respekt, aber keine heiße Verehrung: Damit war über lange Jahre das Verhältnis zwischen Helmut Schmidt und der SPD beschrieben. Vor allem der Nato-Doppelbeschluss entzweite den damaligen Kanzler und seine Partei.
Es ist historisch, dass die Präsidenten von China und Taiwan erstmals seit mehr als 65 Jahren miteinander reden wollen. Greifbare Ergebnisse sind aber nicht zu erwarten. China rückt nicht ab von seinem Machtanspruch, und Taiwan will kein zweites Hongkong werden.
Der Rüstungskonzern Northrop Grumman soll für die amerikanische Luftwaffe den ersten neuen Bomber seit dem Kalten Krieg entwickeln. Bei dem Großauftrag hat sich Northrop gegen heimische Rivalen durchgesetzt.
Amerikanische Militärs fürchten eine Unterbrechung der digitalen Kommunikationswege. Laut Angaben aus Sicherheitskreisen operieren russische U-Boote und Spionageschiffe zunehmend in der Nähe von Unterseekabeln.
Tatsache ist, dass in der Gründungsphase des Bundesamtes für Verfassungsschutz mehr als 40 Prozent der festangestellten Mitarbeiter aus der Abwehr und von der Organisation Gehlen kamen, die als politisch unbelastet galten. Das könnte auch den geringen Anteil an NSDAP-Mitgliedern erklären.
RTL hat eine Serie, die als Geheimtipp des Herbstes gilt, zuerst in Amerika gezeigt. Die Geschichte eines jungen Stasi-Spions kam dort bestens an. Doch wie erklärt sich der Erfolg von „Deutschland 83“?
Russland wagt ein neues militärisches Abenteuer und tritt in den Syrien-Krieg ein. Das könnte die Weltpolitik verändern. Ein Kommentar.
Erstmals kooperieren im „Polizeiruf 110“ Ermittler aus verschiedenen Städten. Es gibt aber auch genug zu tun in dieser Doppelfolge: Brandstiftung, Waffenschmuggel, Nachwendekriminalität. Zu viel auf einmal?
Auf breiter empirischer Grundlage zeigt Matthias Peter, dass die Bundesrepublik Deutschland als Mittelmacht und gespaltene Nation im geteilten Europa das größte Interesse an der Aufrechterhaltung des KSZE-Prozesses hatte.
Verteidigungsministerin von der Leyen wirbt für mehr Selbstbewusstsein der westlichen Wertegemeinschaft. Auf der Konferenz „Denk ich an Deutschland“ fordert sie ein Europa ohne Zäune und Stacheldraht.
Auf der ganzen Welt sind Millionen Menschen auf der Flucht, und sie alle wollen zu uns, oder? Falsch. Eine Korrektur in Zahlen.
Die Ursache für das Debakel sieht Martin Winter darin, dass sich die EU übernommen habe. Die Politiker hätten Europa zu einer Weltmacht formieren wollen, die die europäische Lebensweise vor den Angriffen der Globalisierung schützt und sie über die Welt verbreitet.
Offenbar ist die Verfasserin von der Person Hans-Dietrich Genscher derart fasziniert, dass sie viele Aspekte der routinemäßigen Amtsführung während der Jahre 1979 bis 1983 als Innovation und Aufbruch in eine neue Zeit interpretiert.
Kurz vor dem Fall der Mauer findet ein DDR-Grenzsoldat einen Weg in den Westen. Er macht rüber, kehrt aber wieder zurück: Die Serie „Sedwitz“ erzählt von einem kleinen, irren Grenzverkehr im Kalten Krieg.
Was Anfang der sechziger Jahre in den Planungsstäben der Ostberliner Kommandowirtschaft erdacht und dann in Sachsen gebaut wurde, kommt nun in Hollywood so richtig in Fahrt.
Immer wieder suchte die schwedische Marine fremde U-Boote in ihren Gewässern. Im Jahr 2014 wurde abermals eines entdeckt, mit dem Namen „Som“. Es wird angenommen, dass sich noch die sterblichen Überreste an Bord befinden.
Seit heute wehen wieder kubanische Flaggen in Washington. Fast 50 Jahre lang hat Amerika Kuba mit Sanktionen bestraft. Gebracht hat es wenig. Nun steht eine Wende an.
Als Präsident John F. Kennedy ermordet wurde, brach für den amerikanischen Journalisten Joseph Alsop eine Welt zusammen (“mein halbes Leben“). Von da an ging es denn auch bergab.
Eines der Hauptangriffsziele der Ostberliner Geheimpolizei war die im westlichen Teil Berlins ansässige „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU), die neben Propagandaaktionen und „administrativen Störungen“ auf dem Gebiet der DDR auch militante Operationen durchführte.
West- und ostdeutsche Korrespondenten erinnern sich nach Jahrzehnten an ihre Tätigkeit im Kalten Krieg. Sie sind nicht immun gegen die allzumenschliche Neigung, ihr Agieren zu veredeln oder auch verharmlosen.
Seit 60 Jahren ist Deutschland Mitglied der Nato. Doch während es dort noch hineinwuchs, entstand auch die EU – und wurde immer mehr zur Konkurrenz. Aus dieser Sackgasse müssen wir hinaus. Ein Gastbeitrag.
Jahrzehntelang lieferten sich Kuba und die Vereinigten Staaten Propagandaschlachten rund um die Interessenvertretung Washingtons in Havanna. Damit soll nun Schluss sein.
Die Nato will nicht zu einem kalten Krieg zurückkehren. Angesichts des Ukraine-Konflikts erhöht sie die Zahl der schnell einsatzbereiten Soldaten aber auf bis zu 40.000. Russland ist nicht da, aber trotzdem anwesend.
Die Nato reagiert mit dem ersten Gefechtsmanöver ihrer neuen „Speerspitze“ in Polen auf „russische Bedrohungen“. Verteidigungsministerin von der Leyen spricht von „rein defensiven Maßnahmen“.
Russland droht nun wieder mit Atombomben und neuen Interkontinentalraketen. Der Westen ist darauf nicht vorbereitet. Putins Drohgebärden sind aber kein Ausdruck von Stärke, sondern von Schwäche.
Nato-Generalsekretär Stoltenberg will Russlands Pläne zum Ausbau der Atomstreitkräfte nicht unbeantwortet lassen. Der amerikanische Außenminister Kerry warnt sogar schon vor einem Rückfall in den Kalten Krieg.
Das amerikanische Verteidigungsministerium hat offenbar Pläne, wie man einer möglichen Aggression Russlands in Osteuropa begegnen könne. Dazu zählt die Verlegung schwerer Waffen in Staaten des früheren Warschauer Pakts. Eine Idee, die an Zeiten des Kalten Kriegs erinnert.
Von 1944 bis zum Beginn des Kalten Kriegs schrieb Albert Camus für „Combat“, die Zeitung der Résistance. Jetzt liegen seine Artikel in deutscher Übersetzung vor. Es sind Meisterwerke.
Ein nordirischer Fischtrawler ist durch einen unverhofften großen Fang beinahe gekentert. Der Kapitän des Schiffs geht von einem U-Boot aus – möglicherweise unter russischem Kommando.
Die Spannungen zwischen der Nato und Russland sind so groß wie seit Jahren nicht mehr. Nun hat das westliche Verteidigungsbündnis reagiert und wieder eine regelmäßige Verbindung für Krisenfälle eingerichtet.
Vor vier Jahrzehnten besiegelte Vietnam die erste Niederlage der Vereinigten Staaten in einem Krieg. Damals sah es so aus als ob die Sowjetunion der Sieger des Kalten Krieges werden könnte.
Mit einer Ausstellung in zwölf Kapiteln feiert das Deutsche Historische Museum in Berlin den siebzigsten Jahrestag des Kriegsendes. Warum ganz Süd- und Südosteuropa dabei fehlen, können auch die Kuratorinnen nicht wirklich erklären.
Vor 70 Jahren trafen sich Amerikaner und Sowjets an der Elbe und besiegelten damit das Ende des „Dritten Reichs“. Gerald Ermel stellt das Ereignis nach – und zieht damit viele Touristen an.
Bis zum Mauerfall im Jahr 1989 war es keine Seltenheit, dass in Deutschland die Sirenen heulten – als Übung für den dritten Weltkrieg. Der Konflikt in der Ukraine lässt die Angst vor dem Kalten Krieg wieder aufleben. Und die Frage, ob wir für den Ernstfall ausreichend geschützt sind.