Die Erfindung der „Dritten Welt“
Die ehemalige „Dritte Welt“ erinnert an ihren Gründungsmythos. Dabei hat sich in diesen 60 Jahren die Welt grundsätzlich verändert – frühere Entwicklungsländer brechen die westliche Dominanz auf.
Die ehemalige „Dritte Welt“ erinnert an ihren Gründungsmythos. Dabei hat sich in diesen 60 Jahren die Welt grundsätzlich verändert – frühere Entwicklungsländer brechen die westliche Dominanz auf.
Raúl Castro ließ es sich bei seinem Auftritt in Panama trotz der amerikanisch-kubanischen Annäherung nicht nehmen, auf die imperialistische Politik Washingtons zu schimpfen. Obama aber lobte er als „ehrlichen Mann“.
Es ist ein geschichtsträchtiger Moment: In Panama haben sich die Staatschefs der Vereinigten Staaten und Kubas die Hand gegeben - ein Symbol der Annäherung zwischen den jahrzehntelang verfeindeten Staaten.
Hast Du Knies mit dem Westen, schau nach Osten. Das scheint die neue Devise zu sein, auch in Griechenland. Der Kalte Krieg ist entbrannt - und es geht dabei auch um Erdgas.
Die russische Aggression in Osteuropa, aber auch die drohende Nuklearisierung des Nahen Ostens lassen dem Westen keine Wahl. Es ist höchste Zeit, die Lektionen der Vergangenheit zu lernen. Nur sollten es die richtigen sein.
Die letzten Monate haben die Beziehungen Russlands zum Westen radikal verändert. Europa zerfällt in zwei Räume, die Nato muss wieder auf amerikanische Atomwaffen vertrauen. Diese Rückbesinnung offenbart, wie schlecht Europas Streitkräfte gerüstet sind. Ein Kommentar.
Die Bundeswehr soll Panzer reaktivieren. Sind die überhaupt noch zeitgemäß?
Der BND wird oft kritisiert – etwa dafür, dass der Dienst die Annexion der Krim hätte voraussehen müssen. Doch der BND weiß viel über Moskau. Die Frage ist, was die Politik mit diesem Wissen anfängt.
Im Wiener „Tatort“ kriegen sich die Kommissare Bibi Fellner und Moritz Eisner schwer in die Haare. Ist das ein Eifersuchtsdrama? Die beiden lösen einen Fall aus dem Kalten Krieg.
In seinem Buch „Goldgrund Eurasien“ erklärt der Putin-Versteher Dimitrios Kisoudis die neue Weltlage – einseitig, aber alles andere als dumm.
Seit Jahren steigen Chinas Militärausgaben, in diesem Jahr sollen sie abermals um zehn Prozent zulegen. Die Volksrepublik will unbedingt zu Amerika aufschließen. Bei den asiatischen Nachbarn ist das Grund zur Sorge.
Werner Stiller war Stasi-Spion und lief in den Westen über. Dort wurde er mit einer neuen Identität erfolgreicher Investmentbanker. Ein Leben wie ein Agenten-Thriller.
Als Reaktion auf die Ukraine-Krise stellt die Verteidigungsministerin die bisherigen Obergrenzen für Panzer und anderes Großgerät in Frage. FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen zur Kehrtwende.
Amerikas Außenminister John Kerry hat Russland für dessen Verhalten im Ukraine-Konflikt attackiert. Es sei die „umfangreichste Propaganda-Übung seit den Hochzeiten des Kalten Krieges“. Kerry äußerte sich zudem zu möglichen Waffenlieferungen an die Ukraine.
Sie tarnte sich als Menschenrechtsorganisation, verübte tatsächlich jedoch Anschläge, die dem DDR-Regime galten: Eine neue Studie untersucht die Aktivitäten der sogenannten „Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit“.
Wie ein Spionagethriller des Kalten Krieges: Erst seit das Verhältnis zu Moskau schlecht genug ist, wagen die britischen Behörden die öffentliche Untersuchung im Mordfall Alexander Litwinenko. Dessen Witwe „will nur die Wahrheit wissen“.
Auf der Berlinale zeigt das deutsche Fernsehen, dass große, aufwendige Stoffe nicht nur den Amerikanern vorbehalten sind. In der Serie „Deutschland 83“ verhindert ein junger Spion so gerade eben den Dritten Weltkrieg.
Der russische Präsident hat kurz vor dem Gipfeltreffen in Minsk klar gemacht, unter welchen Bedingungen sich Russland aktiv um Frieden bemühen werde. Die Meldung der ukrainischen Streitkräfte, dass derweil 1500 russische Soldaten in die Ukraine gekommen seien, dämpft die Hoffnungen jedoch.
Vorwürfe, Anschuldigungen, unverhohlene Drohungen: Niemals zuvor in den vergangenen zwanzig Jahren lagen Ost und West so weit auseinander, traten die Differenzen so offen zu Tage wie auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Der Ukraine-Konflikt droht zur Weltkrise zu werden.
Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande haben die Gespräche mit dem russischen Präsidenten Putin in Moskau beendet. Der deutsche Regierungssprecher berichtet von einem „konstruktiven Meinungsaustausch“.
Die Krisenherde der Welt vermehren sich anscheinend ungebremst - und niemand scheint willens, angesichts von Krieg, Terrorismus und Staatszerfall Führung zu übernehmen. Zumindest die Demokratien des Westens sollten daher zusammenstehen.
Um den Konflikt in der Ukraine diplomatisch zu beenden, muss der Westen über militärische Hilfe für Kiew laut nachdenken und debattieren. Auch im Kalten Krieg vor 30 Jahren hat die Nachrüstungsdebatte gegenüber Moskau eine verblüffende Wirkung gezeigt. Ein Gastbeitrag
Als Reaktion auf die Krise in der Ukraine will die Nato den Schutz der östlichen Mitglieder verbessern, dort allerdings keine Truppen dauerhaft stationieren. Die Allianz hat dazu die Gründung einer „Speerspitze“ beschlossen.
An diesem Donnerstag entscheiden die Nato-Verteidigungsminister über eine schnelle Eingreiftruppe für Osteuropa. Der Bundeswehr kommt eine zentrale Rolle zu - Ursula von der Leyen legt sich mächtig ins Zeug.
Allein ein Drittel der in der Bundesrepublik tätigen russischen Diplomaten arbeitet für den Geheimdienst. Sie wollen über alles Bescheid wissen: Politik, Wirtschaft, Militär. Ihre Arbeit hat sich seit dem Kalten Krieg kaum verändert.
Die Versuche des Hollywood-Regisseurs, sich bei Wladimir Putin einzuschmeicheln, sind feige, unehrlich und respektlos gegenüber den Ukrainern, die im Kampf gegen Russland gestorben sind.
Willy Brandt, Ostpolitik-Veteran und Bundeskanzler von 1969 bis 1974, machte im „zweiten Kalten Krieg“ den Versuch, einen Kontakt mit dem im März 1985 ins Amt gewählten KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow aufzunehmen. Bereits am 27. Mai kam es zu einem Treffen in Moskau.
Der Krieg in der Ukraine, die neue Eiszeit zwischen dem Westen und Russland, der Vormarsch der Terrormiliz IS in Irak und Syrien haben die Welt 2014 erschüttert. Auch 2015 wird ein Jahr der Unruhe. Ein Ausblick.
Wenn wir von Europa sprechen, von seinen Werten und Idealen, dann meinen wir meist den Westen. Dabei ist Europa eine Tatsache, der Westen hingegen ist ein Projekt. Gerade Deutschland sollte wissen, wie lang der Weg dorthin ist.
Die Länder zwischen Ostsee, Adria und Schwarzem Meer sind gefährdet: durch den russischen Revisionismus, die amerikanische Gleichgültigkeit und das deutsche Appeasement. Das Erbe des Kommunismus wurde noch nicht bewältigt.
In Havanna läuten die Kirchenglocken, aber Teile der Opposition fürchten, dass durch Obamas Kurswechsel Kubas Regime stabilisiert werden könnte. Auch in Amerika stößt die Politik nicht überall auf Begeisterung. Obama fehlt die Rückendeckung des Kongresses.
Der Kurswechsel der Vereinigten Staaten in der Kuba-Frage kommt zur rechten Zeit: Da Venezuela unter dem niedrigen Ölpreis leidet, wird sich Havanna bald nach neuen Partnern umsehen müssen.
In Hamburg, wo der Pionieroffizier Klaus Grot bis 1991 das letzte Jahrzehnt seiner Dienstzeit verbrachte, waren - bis auf eine - alle Brücken zur Sprengung vorbereitet, der neue Elbtunnel sollte durch Betonhindernisse unpassierbar gemacht werden, um das Vorrücken eines potentiellen Gegners aufzuhalten.
In seiner „Strategie-Idee“ empfiehlt Werner Weidenfeld eine deutliche verbesserte Erklärung der Besonderheiten der Europäischen Union. Es geht ihm um das Abstecken des Weges und des Ziels des europäische Integrationsprozesses.
Im Grundsatz sind sich Union und SPD einig: Man darf Putin den Angriff auf die Prinzipien der europäischen Friedensordnung nicht durchgehen lassen. Daran ändert auch die groteske Verdrehung der Tatsachen durch die Linkspartei nichts.
Papst Franziskus vermisst in Europa die Konzentration auf seine Werte, wie Achtung der Menschenwürde und Solidarität. Ein „gealtertes und erdrücktes“ Europa müsse wieder den Menschen in den Mittelpunkt der Politik stellen.