Mursis Etappensieg
Muhammad Mursi hat in der Militärführung aufgeräumt. Er entließ hohe Generäle und erklärte Verfassungszusätze des Militärrates für ungültig. Dennoch behält die Armee wirtschaftliche Macht.
Muhammad Mursi hat in der Militärführung aufgeräumt. Er entließ hohe Generäle und erklärte Verfassungszusätze des Militärrates für ungültig. Dennoch behält die Armee wirtschaftliche Macht.
Der libysche Nationalkongress hat den gemäßigten Islamisten Muhammad Magaryaf zu seinem Vorsitzenden gewählt. Bis zur Wahl eines Präsidenten ist er Staatsoberhaupt des Landes.
Der frühere pakistanische Cricketstar hat auch im Wahlkampf gute Chancen. Imran Khan setzt auf einen populistisch-religiösen Kurs.
Was genau Dirk Niebel in Mali wollte, ist unklar. Von dem, wofür sein Ressort zuvorderst zuständig ist - wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - gibt es in dem Krisenland derzeit nicht viel. Mehr Bedarf besteht bei den weiteren Zuständigkeiten: Nahrungshilfe und Flüchtlingsunterstützung.
cheh. FRANKFURT, 8. August. Die ägyptischen Streitkräfte haben am Mittwoch Luftangriffe gegen mutmaßliche Extremisten auf der Sinai-Halbinsel geflogen.
In der größten Militäroperation seit 1973 hat Ägypten Luftangriffe auf Islamisten auf dem Sinai geflogen. Israel heißt Kairos Vorgehen gut.
Nach dem Terrorangriff auf dem Sinai wird der ägyptische Präsident Mursi von Israel und den Islamisten im eigenen Land unter Druck gesetzt. Schon hat er angekündigt, den ungeliebten Friedensplan mit Israel zu „überprüfen“.
An diesem Dienstag reist Entwicklungsminister Niebel nach Burkina Faso. Dessen Präsident Compaoré gilt längst als Westafrikas Chefunterhändler für schwierige Fälle. Doch er kann auch anders.
In der Stadt Dschaar im Süden des Jemen sind 35 Menschen bei einem Anschlag gestorben. Dort bauen die Islamisten ihre Position aus.
„Wir sind nicht Al Qaida. Aber Al Qaida ist auch schon da - einfach ein bisschen weiter die Straße runter.“ Das bekamen unlängst die Journalisten John Cantlie ...
tos. JOHANNESBURG, 30. Juli. In Mali ist ein Machtkampf zwischen dem Präsidenten der Übergangsregierung, Dioncounda Traoré, und seinem Ministerpräsidenten ...
Malis Übergangspräsident Traoré hat die schnelle Bildung einer Regierung der nationalen Einheit gefordert. Gleichzeitig entmachtete er faktisch seinen Ministerpräsidenten Diarra.
Die Regierungstruppen setzen ihre Offensive in der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo fort. Es kommt zu heftigen Gefechten. Nach Schätzungen der UN sind 200.000 Menschen aus der Stadt geflohen.
Von Heinz TheisenDie Interventionen und Demokratisierungsbemühungen des Westens haben in der islamischen Welt von Afghanistan über den Irak bis Libyen
Martin Mosebachs Äußerungen zur Strafbarkeit von Blasphemie haben eine Diskussion entfacht. Was muss der Staat schützen und mit welchen Mitteln?
Die islamische Welt hat in den vergangenen Jahrzehnten Turbulenzen erlebt wie selten. Das hatte vor allem mit der Moderne zu tun. Säkulare Kräfte haben es noch immer schwer.
Bei der schlimmsten Anschlagsserie seit zwei Jahren sind in Bagdad und nördlich der irakischen Hauptstadt mehr als 100 Menschen getötet worden. Zu den Angriffen bekannte sich bisher niemand.
tos. JOHANNESBURG, 20. Juli. Nach der Freilassung von drei europäischen Geiseln aus den Händen von radikalen Islamisten am Mittwoch in Mali ist nach wie vor ...
Durch einen Gefangenenaustausch sind drei in Mali festgehaltene Entwicklungshelfer freigekommen. Im Gegenzug wurden radikale Islamisten freigelassen.
Bei ihrem Besuch in Kairo musste Hillary Clinton die Frage beantworten, warum Amerika das Mubarak-Regime über Jahrzehnte unterstützt hat - ein Balanceakt.
Die Islamisten in Mali zerstören nicht nur Häuser und Kulturgüter. Sie zerstören auch das Leben und den Alltag der Menschen. Erinnerung an einen Besuch in der Wüstenstadt.
In Timbuktu haben radikale Islamisten weitere Gebäude beschädigt. Gräber der größten Moschee wurden zerstört, Schaulustige mit Gewehrschüssen vertrieben.
Präsident Mursi hat im Machtkampf gegen den Militärrat das falsche Mittel gewählt: Viele beurteilen seine Entscheidung als eine Missachtung des Verfassungsgerichtes. Ob etwa Friedensnobelpreisträger El Baradei jetzt noch Ministerpräsident werden will, ist zweifelhaft.
In New York hat der UN-Sicherheitsrat die Zerstörung historischer Stätten durch die Extremistengruppe Ansar Dine verurteilt. Grünes Licht für eine militärische Intervention der internationalen Gemeinschaft im Norden Malis gaben die Ratsmitglieder nicht.
In Timbuktu zerstören radikale Islamisten Kulturgut. Regierung und Vereinte Nationen schauen hilflos zu. Die Unesco ist ohnmächtig und ernennt gleichzeitig neue Welterbestätten.
In Timbuktu wüten Fanatiker gegen die sufische Volksfrömmigkeit. Die Islamisten zerstören jahrhundertealte Kulturgüter, die sie als unislamisch ablehnen. Das erinnert an andere islamische Weltgegenden.
Islamisten haben den Eingang der Sidi-Yahya-Moschee in Timbuktu zerstört. Das Bauwerk gehört zum Weltkulturerbe, wie andere Gebäude, die die Gruppe Ansar Dine bereits zerstört hat.
Mit Feuer und Blut: Anderthalb Jahre nach dem Ausbruch des Arabischen Frühlings in Tunesien erlebt das Land eine Hetzkampagne und Übergriffe auf Kunst und Kultur.
Eigentlich war er nur die zweite Wahl der Muslimbruder, nun ist Mohammed Mursi der neue Präsident Ägyptens. Bereits vor dem ersten Wahlgang hatte er bekundet, den Slogan „Der Islam ist die Lösung“ in die Praxis umsetzen zu wollen.
Saudi-Arabien unterstützt viele islamische Gruppierungen. Die ägyptischen Muslimbrüder aber werden manchen in dem wahhabitischen Land mittlerweile zu offen und „pluralistisch“: Grund ist ein Generationenwechsel bei den Muslimbrüdern.
Der Tahrir-Platz in Kairo ist seit der Präsidentenwahl wieder der wichtigste Versammlungsort: Tausende Anhänger des Kandidaten der Muslimbrüder, Mursi, haben sich dort versammelt. Sollte am Wochenende aber Schafik zum Sieger ausgerufen werden, könnte wieder Gewalt ausbrechen.
Sollte der frühere Ministerpräsident Schafik zum Wahlsieger der Präsidentenwahl erklärt werden, droht die Muslimbruderschaft mit „einer Konfrontation zwischen dem Volk und der Armee“. Der gestürzte Präsident Mubarak befindet sich derzeit weiter im Koma.
Im Norden Nigerias nimmt der Terror der Islamisten von „Boko Haram“ zu. Doch nicht nur Islamisten stecken dahinter, behaupten Politiker.
Die Nachricht, dass der ehemalige Präsident Mubarak im Koma liegt, erreichte in der Nacht zum Mittwoch auch zehntausende Demonstranten auf dem Tahrir-Platz. Viele von ihnen glauben, dass das Militär dem früheren Machthaber auf diese Weise einen Gefängnisaufenthalt ersparen will.
Sie sollten am Wochenende ihren Präsidenten wählen. Das Gros der Wahlberechtigten aber blieb bei der Stichwahl zwischen dem Islamisten Mursi und dem Regimepolitiker Schafik den Urnen fern.
Militär und Islamisten sind die Kräfte, die das Geschehen in Ägypten in den vergangenen Jahrzehnten bestimmt haben. Offenbar haben sie noch immer die größte Bindungskraft.