War der Holocaust eine koloniale Tat?
Ist die deutsche Art, der eigenen Verbrechen zu gedenken, borniert? Muss die Ermordung der europäischen Juden aus postkolonialer Perspektive betrachtet werden? Über den neuen Historikerstreit.
Ist die deutsche Art, der eigenen Verbrechen zu gedenken, borniert? Muss die Ermordung der europäischen Juden aus postkolonialer Perspektive betrachtet werden? Über den neuen Historikerstreit.
Ein Mann, der schon wegen Volksverhetzung vor Gericht stand, soll die Opfer des Attentats von Hanau per Video verunglimpft haben. Deshalb hat der Rathauschef ihn angezeigt.
Zwei Historiker schreiben, ein polnischer Ortsvorsteher habe an der Ermordung von Juden unter deutscher Besatzung mitgewirkt. Nun sind sie in Warschau dazu verurteilt worden, für die Aussage um Entschuldigung zu bitten.
Noch gibt es letzte Überlebende des Holocaust. Wer sind diese Menschen, wie gehen sie mit ihrer Geschichte um, wie konnten sie ihr Leben weiterführen?
Für diese Veranstaltung hat die Stadt Frankfurt eine Ausnahme gemacht: Auch in der Pandemie wird an die Opfer des Holocausts gedacht. Nachfahren der Verfolgten sagen: Das darf nicht zu einem hohlen Brauch werden.
„Auch bei uns zeigen sich Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit wieder offen“, sagte Bundestagspräsident Schäuble bei einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Charlotte Knobloch richtete deutliche Worte an die AfD.
Die Holocaust-Überlebende Charlotte Knobloch hat im Bundestag vor heutigen Rechtsextremisten gewarnt. Der Bundestag gedenkt an diesem Mittwoch zum 26. Mal der Opfer des Nationalsozialismus.
Deutschland ist beispiellos mit seiner Verantwortung im Zweiten Weltkrieg umgegangen. Dennoch muss mehr gegen den wachsenden Antisemitismus durch Holocaust-Aufklärung für Junge getan werden. Ein Gastbeitrag.
Zum Holocaust-Gedenktag hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bürgerinnen und Bürger zum tatkräftigen Eintreten gegen Antisemitismus aufgerufen. Das Gedenken an die Opfer der Shoah übersetze sich für die Zukunft in ein „Niemals wieder".
Weil sie eine andere Identität annahm, überlebte Ágnes Keleti den Holocaust und gewann mit mehr als 30 Jahren noch fünfmal olympisches Gold im Turnen. An diesem Samstag wird „Piroska“ 100 Jahre alt.
Renate Lasker-Harpprecht wurde zu einer der wichtigsten Zeitzeugen der nationalsozialistischen Verbrechen. Nun ist sie elf Tage vor ihrem 97. Geburtstag gestorben.
Das Oberlandesgericht Naumburg hat Holocaust-Leugner Stephan B. zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die Versuche der Verteidigung, ihn für vermindert schuldfähig zu erklären, verhallten wirkungslos.
Das Bündnis „Querdenken711“ ist zum Fall für den Verfassungsschutz geworden. Sein Gründer Ballweg beteuert, die Bewegung sei demokratisch. Doch Auftritte, Äußerungen und Kontakte in die rechtsextreme Szene lassen daran Zweifel aufkommen.
Stephan B.s Fähigkeit zum Umgang mit anderen Menschen habe mit zunehmendem Alter abgenommen, sagt sein Anwalt. Seine Taten stellte er nicht in Abrede. Der Verdächtige nutzte sein Schlusswort zur Holocaustleugnung.
Armin Laschet spricht vom härtesten Weihnachtfest der Nachkriegszeit, eine Demonstrantin vergleicht sich mit Sophie Scholl: Helfen mehr Geschichtsbücher gegen die schiefen Bilder?
Kein Holocaustforscher, sondern ein Vertreter der Siedlerbewegung könnte womöglich bald Yad Vashem leiten. Mitarbeiter der Gedenkstätte und Überlebende des Holocaust protestieren dagegen.
In Frankreich verbreitet ein Dokumentarfilm wilde Verschwörungstheorien über die Verbreitung des Coronavirus – und zieht ein Millionenpublikum in seinen Bann. Die Regierung in Paris ist ratlos.
Eine Ausstellung in der Stiftung Topographie des Terrors zeigt „rassenkundliche“ Fotografien jüdischer Familien aus einer polnischen Kleinstadt. Im Mittelpunkt stehen die Opfer und ihr Schicksal.
Mahler war Mitbegründer der linksterroristischen RAF und wurde dann Mitglied der NPD. Er musste sich mehrmals wegen Leugnung des Holocausts vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Cottbus bemüht sich derzeit um einen neuen Haftbefehl.
Nach 1945 gab es kaum noch Juden in Frankfurt. Doch sie kehrten Stück für Stück zurück – und wurden wieder zu einer lebendigen Gemeinde. Ein Blick auf das jüdische Leben in Frankfurt.
Facebook löscht künftig alle Beiträge, die den Holocaust leugnen. Für Aviva Goldschmidt ist das etwas Persönliches: Die Holocaust-Überlebende hatte sich zuvor gemeinsam mit anderen Zeitzeugen an Mark Zuckerberg gewandt.
Jahrelang duldete Mark Zuckerberg Beiträge von Holocaust-Leugnern auf seiner Plattform. Nun hat er sich zu einem Verbot durchgerungen und es mit dem aktuellen Zustand der Welt begründet.
Eine Holocaust-Überlebende kämpft mit einem Video gegen Leugnungen der Nazi-Verbrechen in sozialen Medien. Ihre Botschaft an Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist kurz, aber eindrucksvoll.
Sie überlebte den Holocaust und lobte die deutsche Flüchtlingspolitik. Nun ist die Literaturwissenschaftlerin und Autorin Ruth Klüger im Alter von achtundachtzig Jahren gestorben.
Die Außenminister Israels und der Vereinigten Arabischen Emirate treffen sich in Berlin. Die beiden Ländern hatten im September eine Normalisierung ihrer Beziehungen beschlossen.
Der Neonazi und Holocaust-Leugner Horst Mahler soll Ende Oktober aus der Haft entlassen werden. Er ist wegen zahlreicher Fälle von Volksverhetzung inhaftiert.
Ein radikaler Abtreibungsgegner hatte die Ärztin Kristina Hänel mit KZ-Wachmannschaften verglichen. Ein Gericht entschied nun, sie müsse das nicht hinnehmen. Der Täter versäumte die Urteilsverkündung.
Im Jüdischen Museum sind die Schicksale der im Holocaust ermordeten Frankfurter Juden dokumentiert. Margarete Rabow schafft mit ihrem Kunstprojekt „Schreiben gegen das Vergessen“ noch mehr Sichtbarkeit: Sie wird die Namen direkt auf den Mainkai schreiben.
Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Johannes Masing über das EZB-Urteil, die föderale EU, die Holocaust-Leugnung, die Bindung privater Konzerne und die Richterauswahl.
Höllische Schule des Überlebens: Monika Zgustova sprach mit Frauen, die als politische Häftlinge in sowjetische Straflager kamen. Fast alle bezeugen, Bücher, Poesie und Schönheit hätten sie gerettet.
„Ihr Leiden, ihren Verlust zu leugnen, ist Hassrede“: Unter dem Hashtag #NoDenyingIt rufen Holocaust-Überlebende in Videobotschaften Facebook-Chef Mark Zuckerberg zum Handeln auf.
Auschwitz ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde durch Hassreden vorbereitet: Offener Brief eines Überlebenden an Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Die Großmutter von Ben Cohen hat das KZ Stutthof überlebt und war Nebenklägerin im Prozess gegen einen früheren SS-Wachmann. Der Enkel spricht im Interview über das aktuelle Urteil und die Erinnerung an den Holocaust.
Um die Würde von Holocaust-Opfern zu schützen, hat Hanau jegliche Verwendung von Nazi-Symbolik auf öffentlichen Versammlungen verboten. Die Stadt ist seit dem Terroranschlag im Februar besonders sensibilisiert.
Es ist nicht alles „Unorthodox“: Wie stellt sich jüdisches Leben in Deutschland dar? Es mangelt an Vielfalt in der medialen Darstellung.
Nach Jahren der Öffnung und Blüte sind die Jüdischen Studien heute wieder Zielscheibe des Antisemitismus. Beobachtungen zu ihrer kurzen Geschichte in Deutschland. Ein Gastbeitrag.